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Liste der Geotope im Landkreis Miesbach

Wikimedia-Liste

Diese Liste enthält die Geotope des Oberbayerischen Landkreises Miesbach in Bayern.[1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand Oktober 2015) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Geotop ID Gemeinde / Lage Geologische Raumeinheit Beschreibung Fläche m² / Ausdehnung m Geologie Aufschlussart Wert Schutzstatus Bemerkung
Molasse-Aufschlüsse im Leitzach Tal 182A002 Fischbachau
Position
Paar-Isar-Region Aufgeschlossen ist ein Profil durch den Südflügel der Haushamer Mulde mit der Flözgruppe, Bausteinschichten und Tonmergelschichten. 3000
500 × 6
Typ: Schichtfolge, Tierische Fossilien, Pflanzliche Fossilien
Art: Sandstein, Mergelstein, Braunkohle
Böschung wertvoll FFH-Gebiet
Molasse-Aufschlüsse im Sulzgraben 182A003 Miesbach
Position
Paar-Isar-Region Aufgeschlossen ist ein Profil durch den N-Flügel der Haushamer Mulde. Der Aufschluss ist teilweise verstürzt. 18000
1200 × 15
Typ: Schichtfolge, Tierische Fossilien, Pflanzliche Fossilien
Art: Sandstein, Mergelstein, Braunkohle
Prallhang/Flussbett/Bachprofil besonders wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Helvetikum-Aufschlüsse in der Breitenbach-Schlucht 182A004 Schliersee
Position
Mangfallgebirge Das Profil zeigt Schrattenkalk, Gault-Sandstein und Seewer-Kalk. Auf der Westseite des Breitenbaches sind in der Sattelstruktur Drusbergschichten zu finden. 2000
200 × 10
Typ: Schichtfolge, Tierische Fossilien
Art: Kalkstein, Sandstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Ehem. Steinbruch Kalkgraben 182A005 Schliersee
Position
Paar-Isar-Region Hier liegt die Typlokalität der Kalkgraben-Formation im Flysch. Diese entspricht der früher Zementmergelserie genannten Gesteinsabfolge. Der ehemalige Steinbruch ist Privatgelände und bebaut. 800
40 × 20
Typ: Typlokalität, Sedimentstrukturen
Art: Kalkstein
Steinbruch wertvoll kein Schutzgebiet
Flysch-Aufschluss am Bahnhof Tegernsee 182A006 Tegernsee
Position
Mangfallgebirge Am Bahnhof Tegernsee sind Tristelschichten (Kalkarenite Kalklutite und Tonsteine) aufgeschlossen. Typ: Gesteinsart
Art: Kalkstein
Böschung wertvoll Landschaftsschutzgebiet Möglicherweise vom LfU gestrichen (Okt. 2018)
Molasse-Aufschluss im Schmerold-Graben 182A007 Gmund am Tegernsee
Position
Paar-Isar-Region Im schlecht aufgeschlossenen Profil ist v. a. Untere Süßwassermolasse zu erkennen (Tieferes Chatt und Rupel der Haushammer Mulde). 6500
650 × 10
Typ: Schichtfolge
Art: Sandstein, Mergelstein, Braunkohle
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll FFH-Gebiet
Aufgelassener Steinbruch Schärfen 182A009 Kreuth
Position
Mangfallgebirge Im ehemaligen Steinbruch steht eine steilstehende Abfolge von Kalksteinen des alpinen Muschelkalks zu Partnachschichten und -mergeln an. Im Alpinen Muschelkalk sind deutliche Sedimentstrukturen (Wurstelbänke) zu erkennen, die in Ausprägung und Ausdehnung im bayerischen Alpenraum einmalig sind. Ebenso aufgeschlossen sind dünne Lagen von Pietra Verde. Die Partnachschichten sind durch eine Störung abgegrenzt. Das Gelände wird als Lagerplatz für Baumaterial und Maschinen genutzt. 7200
180 × 40
Typ: Sedimentstrukturen, Schichtfolge
Art: Kalkstein, Tonstein
Steinbruch besonders wertvoll Naturdenkmal
Pechkohlenaufschluss am Gschwendtner Bach 182A011 Hausham
Position
Paar-Isar-Region Am Prallhang und im Bachbett des Gschwendtner Baches ist ein ca. 0,5 m mächtiges Kohleflöz aufgeschlossen. 50
10 × 5
Typ: Schichtfolge, Pflanzliche Fossilien, Tierische Fossilien
Art: Braunkohle, Sandstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Ehem. Kalktuffbrüche Maxlmühle NW von Weyarn 182A012 Valley
Position
Paar-Isar-Region Die Kalktufflager im Mangfalltal bei der Maxlmühle wurden bereits von Flurl (1792) erwähnt. 200
20 × 10
Typ: Tierische Fossilien, Pflanzliche Fossilien, Gesteinsart
Art: Kalktuff
Steinbruch bedeutend FFH-Gebiet
Flysch-Aufschluss N von Bad Wiessee 182A013 Bad Wiessee
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Am Straßenaufschluss am nördlichen Ortsausgang von Bad Wiessee ist der Reiselsberger Sandstein besonders gut zugänglich. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich ein Parkplatz. Vorsicht: Stark befahrene Straße, der Aufschluss liegt in einer Kurve. Der Aufschluss ist vom Gehweg durch eine Betonabsperrung und einen Maschendrahtzaun getrennt. 200
40 × 5
Typ: Gesteinsart
Art: Sandstein
Böschung wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Aufgelassener Steinbruch Schönet 182A014 Kreuth
Position
Mangfallgebirge Im Steinbruch Schönet wurde früher (bis 1954) Tegernseer Marmor abgebaut. Der Bruch ist noch gut erhalten, aber stark zugewachsen. 5000
100 × 50
Typ: Gesteinsart
Art: Kalkstein
Steinbruch bedeutend Landschaftsschutzgebiet
Trias/Jura-Grenze im Steinbruch Ankerstube SE von Rottach-Egern 182A015 Rottach-Egern
Position
Mangfallgebirge Grenze Trias-Lias (Oberrhätkalk – Adneter Kalk) und unterste Bänke der Rotkalke. Das Profil wurde von der Jura- Subkommission als Standardprofil zur Grenzziehung Trias-Jura erwogen. 7800
130 × 60
Typ: Standard-/Referenzprofil, Tierische Fossilien
Art: Kalkstein
Steinbruch besonders wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Rotwand mit Rotwandkalken 182A016 Bayrischzell
Position
Mangfallgebirge Beispielhaft aufgeschlossene und gut einsehbare Schichtfolge am Rotwand-Südhang. Typlokalität der Rotwandschichten, Chiemgau-Formation mit steil aufgestellten Kieselkalken der Rotwandköpfe. 350000
1000 × 350
Typ: Typlokalität
Art: Kalkstein
Felshang/Felskuppe wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Präwürmzeitliche Nagelfluh am Söllbach SW von Bad Wiessee 182A017 Bad Wiessee
Position
Mangfallgebirge Sedimente älterer Eiszeiten sind innerhalb des Verbreitungsgebiets der würmzeitlichen Vergletscherung selten, da sie meist von den jüngeren Gletschern mitgenommen und aufgearbeitet wurden. Im Söllbachtal unterhalb der Scheibenaualm werden die beiderseitigen Hänge von mächtigen Nagelfluhen aufgebaut. Besonders eindrucksvoll sind die Sedimente gegenüber dem Wasserwerk aufgeschlossen. Typ: Schichtfolge, Gesteinsart
Art: Konglomerat
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Felsturm und Fossilien des Blankensteins SSE von Rottach-Egern 182A018 Rottach-Egern
Position
Mangfallgebirge Die markanten (Kletter-)Felsen des Blankensteins werden aus Oberrhätkalk aufgebaut. Die Schichtfolge ist hier senkrecht (saiger) aufgerichtet. Im liegenden Teil – zu der mergeligen und tonig-rutschig verwitternden Kössen-Formation am Blankensteinsattel hin – finden sich im Fels und in Lesesteinen reichlich Korallen. Der Blankenstein liegt auf der Etappe Sutten – Kreuth des Wanderwegs Via Alpina. Mit den geringsten Höhenunterschieden (zu Fuß) ist er von der Bergstation der Wallbergbahn auf dem Alpenlehrpfad zu erreichen. 80000
500 × 160
Typ: Tierische Fossilien, Felsturm/-nadel
Art: Kalkstein, Mergelstein
Hanganriss/Felswand wertvoll FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Schaubergwerk (in Erschließung) Deisenrieder Wetterstollen 182G002 Fischbachau
Position
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Der Deisenrieder Wetterstollen wurde 1953 zur Bewetterung der Haushamer Kohlegrube in Angriff genommen. 1956 erfolgte der Durchschlag vom Deisenrieder Stollen zur 3. Sohle der Grube Hausham und im darauffolgenden Jahr wurde der Ventilator in Betrieb genommen. Er führte die Luft aus dem Stollen ab und saugte dadurch Frischluft über den 12 km entfernten Fahrschacht bei Hausham durch das Grubengebäude. Mit Einstellung des Haushamer Kohlebergbaus und nach Demontagearbeiten fuhr die letzte Schicht im Oktober 1966 über den Stollen aus. Er wurde bis 1977 teilverfüllt und verschlossen. Seit 2006 wird er wiederaufgewältigt, um der Öffentlichkeit zukünftig in einem Schaubergwerk den Zugang zu ermöglichen. Anfragen zum Stand der Erschließung bitte an die Gemeinde Fischbachau Tel. 08028/9066-0. Der Stollen durchquert 44 m Quartär, dann 21 m marine Baustein-Schichten des Oligozän aus Sandsteinen und Konglomeraten. Danach folgen limnische, brackische und marine Ablagerungen von Sandsteinen und Tonmergeln. Bei 290 m Stollenlänge ist das 80 cm dicke Flöz Kleinkohl aufgeschlossen. 2400
800 × 3
Typ: Stollen
Art: Braunkohle
Tunnel/Stollen/Schacht wertvoll kein Schutzgebiet
Schwefelwasserquelle des Stinkergrabens SW von Bad Wiessee 182Q001 Bad Wiessee
Position
Mangfallgebirge Der Stinkergraben hat seinen Namen von dem Geruch nach Schwefelwasserstoff, der auf dem Wanderweg durch das Tal immer wieder in die Nase sticht. Folgt man dem Bachlauf aufwärts auf der Suche nach der Quelle, dann fällt auf, dass Schwefelwasserstoff offenbar immer dort freigesetzt wird, wo das Bachwasser über Gefällstufen sprudelt und hellweißliche Biofilme Steine oder Astwerk überziehen. Die auffälligen Biofilme sind Lebensgemeinschaften verschiedener Mikroorganismen. Sie bilden teils lange Fäden (Filamente, Streamer) aus und dürften - wie andernorts - überwiegend aus Schwefelwasserstoff oxidierenden Bakterien bestehen. Das Quellwasser hat hohe Sulfat-, Schwefelwasserstoff- und Strontiumgehalte. Der Schwefelwasserstoffgehalt des Quellwassers entstammt der anaeroben bakteriellen Reduktion von Sulfat. Das Sulfat kommt aus dem Gips der Raibl-Formation, den Gümbel (1861) nahe der Quelle entdeckt hatte und in einem Versuchsbau unter mächtigem Hangschutt aufschürfen ließ. Die Schwefelwasserquelle mit einer verfallenen Holzfassung findet sich auf 1.100 m dort unterhalb des Wanderwegs, wo im Weg ein steingefüllter Kasten liegt. 400
200× 2
Typ: Mineralquelle
Art: Gips, Mergelstein, Rauhwacke
sonstiger Aufschluss besonders wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Mäander der Roten Valepp Schliersee Rote Valepp.jpg
182R001 Schliersee
Position
Mangfallgebirge Schön ausgebildete Mäeander in den postglazialen Schottern der Talsohle zeigen den ungestörten Flusslauf der Roten Valepp. 100000
500 × 200
Typ: Mäander
Art: Kies
kein Aufschluss bedeutend Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Rottachfall 182R002 Rottach-Egern
Position
Mangfallgebirge Über fünf eng beieinander liegenden Steilstufen mit Wasserfällen im Plattenkalkzug fällt die Rottach gen Rottach- Egern östlich des Wallbergs. 480
80 × 6
Typ: Wasserfall
Art: Kalkstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil bedeutend Landschaftsschutzgebiet
Aiplspitz mit Karen Kar, Aiplspitz (2) cropped.jpg
182R003 Fischbachau
Position
Mangfallgebirge Im Osten und Norden der Aiplspitz liegen mehrere Kare mit Almen. 3000000
3000 × 1000
Typ: Karling, Kar
Art: Kalkstein
Hanganriss/Felswand wertvoll Landschaftsbestandteil, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Findling Fuchsstein 182R004 Fischbachau
Position
Mangfallgebirge Der 5 bis 6 m hohe Kalkfindling ist auf der höchsten Seitenmoräne des Leitzach-Gletschers gelagert. 25
5 × 5
Typ: Findling
Art: Kalkstein
Block bedeutend Naturdenkmal
Felstor Breitensteiner Fensterl Breitensteiner Fensterl.JPG
182R005 Fischbachau
Position
Mangfallgebirge Die einzelne Klippe im Wettersteinkalk trägt ein Gipfelkreuz. 225
15 × 15
Typ: Felsturm/-nadel, Karst-Halbh./Naturbrücke
Art: Kalkstein
Hanganriss/Felswand bedeutend Naturdenkmal
Gletscherschliff am Wolfssee 182R006 Fischbachau
Position
Mangfallgebirge Die steile Felswand aus Kalken der Raibler-Schichten befindet sich zwischen Campingplatz und Steinbruch. 18000
300 × 60
Typ: Gletscherschliff, Gesteinsart
Art: Kalkstein
Hanganriss/Felswand wertvoll Naturdenkmal
Gletscherschliff am Hammer Felsriegel 182R007 Fischbachau
Position
Mangfallgebirge Der Gletscherschliff wurde durch den Kiesabbau freigelegt. 6
6 × 1
Typ: Gletscherschliff, Gesteinsart
Art: Kalkstein
Hanganriss/Felswand wertvoll kein Schutzgebiet
Gletscherschliff am Angermannhuegel 182R008 Gmund am Tegernsee
Position
Mangfallgebirge Der Gletscherschliff wurde beim Bau der Bahnlinie aufgeschlossen. Heute ist er fast vollständig überwachsen und zerstört. Typ: Gletscherschliff, Gesteinsart
Art: Sandstein
Böschung bedeutend Landschaftsschutzgebiet Möglicherweise vom LfU gestrichen (Okt. 2018)
Bachschwinde des Kirchsee-Baches SW von Holzkirchen 182R009 Holzkirchen
Position
Paar-Isar-Region Einige Zehner Liter pro Sekunde des Kirchseebaches versickern im Graben und in einem abflusslosen Tümpel. Hier werden die wasserstauenden Altmoränen im Untergrund von Schottern abgelöst. 1000
50 × 20
Typ: Bachschwinde
Art: Moräne, Schotter
kein Aufschluss bedeutend kein Schutzgebiet
Schmelzwassertal Teufelsgraben SW von Holzkirchen Teufelsgraben 03-14 032.jpg
182R010 Holzkirchen
Position
Paar-Isar-Region Der Teufelsgraben ist eine eindrucksvolle wümglaziale Schmelzwasserrinne des Tölzer Gletscherlobus. An den Hängen findet man vielfältige Aufschlüsse, z. B. von Mindel-eiszeitlicher Schotternagelfluh. 1200000
4000 × 300
Typ: Schmelzwassertal
Art: Schotter, Konglomerat
kein Aufschluss wertvoll kein Schutzgebiet
Röthensteinkar mit Karsee 182R011 Rottach-Egern
Position
Mangfallgebirge Für die Region typisches kleines Kar mit See, dessen Anlage durch die Ausräumung der weicheren Kössener Schichten erleichtert wurde. 200000
1000 × 200
Typ: Kar
Art: Mergelstein
Hanganriss/Felswand bedeutend FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Buckelwiesen im Kloo-Ascher-Tal 182R012 Bayrischzell
Position
Mangfallgebirge Buckelwiesen stellen eine geomorphologische Besonderheit des Alpenraumes dar: die Oberfläche von wasserdurchlässigen Kalksteinböden mit geringmächtiger, nährstoffarmer Humusauflage wurde durch Frostpressung und Lösungsverwitterung wellig (buckelig) geformt. Die Wiesen sind heute teilweise melioriert. Die gesamte Fläche wird durch das Bayer. Vertragsnaturschutzprogramm gefördert. 24000
300 × 80
Typ: Buckelwiese
Art: Schotter
kein Aufschluss wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Rutschung Schneid W von Bayrischzell 182R013 Bayrischzell
Position
Mangfallgebirge Nördlich der Schneid liegt eine sehr ausgeprägte und tief eingeschnittene Erosionsscharte. Der unterhalb anschließende Sturzkegel reicht bis ins Leizachtal. 300000
1000× 300
Typ: Rutschung
Art: Dolomitstein
Hanganriss/Felswand wertvoll Landschaftsschutzgebiet, Vogelschutzgebiet
Donnerlöcher am Stümpfling 182R014 Schliersee
Position
Mangfallgebirge Eine große Platte aus Rätkalken ist hier aufgrund von Kriechbewegungen in den unterlagernden Kössener Schichten zerbrochen. Dabei sind teilweise hausgroße Blöcke entstanden. Eine Vielzahl schrägstehender und umgefallener Bäume zeigt an, dass die Bewegungen andauern. 125000
500× 250
Typ: Rutschung
Art: Kalkstein
Block wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Bergsturzablagerung Märchenwald bei Aurach 182R015 Fischbachau
Position
Mangfallgebirge Der so genannte Märchenwald ist das Ablagerungsgebiet eines postglazialen, aber wohl prähistorischen Bergsturzes von Auracher Köpferl. Ein Großteil der Sturzmassen wird von einem Wall umgrenzt. Innerhalb des Walls findet man eine reizvolle Blocklandschaft mit bis zu 15 m hohen Sturzhügeln und moorigen Senken. Die Hügel bestehen überwiegend aus Raibler Kalken. 500000
1000 × 500
Typ: Bergsturz
Art: Dolomitstein
Block wertvoll kein Schutzgebiet
Taubenstein 182R016 Schliersee
Position
Mangfallgebirge Karbonat-Riff in den Kössener Schichten. Riffbildner in Lebensstellung. Massige Fazies mit Übergang zu gebankter Fazies. 25000
250 × 100
Typ: Felskuppe, Gesteinsart, Tierische Fossilien, Sedimentstrukturen
Art: Kalkstein
Felshang/Felskuppe wertvoll Vogelschutzgebiet
Ruchenköpfe 182R017 Bayrischzell
Position
Mangfallgebirge Massiger Oberrhätkalk mit Roten Lias-Basiskalken (Adneter Kalk). Verschuppung/Aufschiebung und extreme Faltung zu einer Mulde ist beispielhaft zu sehen. 400000
800 × 500
Typ: Felswand/-hang, Schichtfolge, Falte/Mulde/Sattel, Störung
Art: Kalkstein
Felshang/Felskuppe wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Moränen im Schinderkar 182R018 Rottach-Egern
Position
Mangfallgebirge Kar des spätglazialen Schinder-Gletschers mit hervorragend ausgebildeten Seiten- und Endmoränen eines Rückzugstadiums. 400000
1000 × 400
Typ: End-(Wall-) Moräne
Art: Schotter
kein Aufschluss bedeutend FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Hochmiesing mit Bergzerreissung 182R019 Bayrischzell
Position
Mangfallgebirge Gleitmasse am Südhang des Hochmiesing. Im Gratbereich deutliche Nackentälchen. An der Bergflanke schichtparalleles Ausbauchen und Knicken der bewegten Bänke. 120000
400 × 300
Typ: Rutschung
Art: Kalkstein
Hanganriss/Felswand wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Schöne Gumpen des Pfanngrabens 182R020 Schliersee
Position
Mangfallgebirge In die teilweise tief eingeschnittene Schlucht des Pfanngrabens wurden durch das fließende Wasser große Kolke eingehöhlt. 25000
500 × 50
Typ: Kolk, Schlucht, Bach-/Flusslauf
Art: Dolomitstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil bedeutend Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Mure an der Grundalm 182R021 Bayrischzell
Position
Mangfallgebirge Murkanal, Murkegel mit vier verschiedenen Teilfächern (historisch – rezent) in beispielhafter Ausbildung. 12000
200 × 60
Typ: Schwemmfächer, Rutschung
Art: Schotter
sonstiger Aufschluss wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Mangfallknie NW von Westerham 182R022 Valley
Position
Paar-Isar-Region Das Mangfallknie mit dem Unteren Teufelsgraben im Westen und dem Beginn des Grub-Harthausener Trockentals im Norden erschließt in eindrucksvoller Weise die spätglaziale Flussgeschichte im Randbereich des Inngletschers. Zunächst erfolgte die Entwässerung nach Norden durch das heute trockene Grub-Harthausener Schmelzwassertal (Ur-Mangfall). Nach dem Zurückschmelzen der Gletscher wurde die Mangfall nach Südosten in Richtung des stärkeren Gefälles abgelenkt. In der Folge schnitt sie sich schluchtartig ein. Der Teufelsgraben mündet im Mangfallknie in diese Schlucht. Er stellt die ehemalige Entwässerungsrinne des Tölzer Lobus des Isar-Gletschers dar. Die beste Aussicht über die Situation des Mangfallknies bietet sich vom Bahnübergang unterhalb von Grub. Weitere markante Objekte sind die Rohrbrücke der alten Münchner Wasserversorgung und ein Aufschluss am Ufer der Mangfall östlich der Brücke bei Grubmühle, der zeigt, dass sich die Mangfall bis zu den Molassesedimenten unterhalb der quartären Schotter eingeschnitten hat. 4860000
2700 × 1800
Typ: Schmelzwassertal, Bach-/Flusslauf, Terrasse, End-(Wall-) Moräne
Art: Moräne, Kies, Schotter
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll FFH-Gebiet

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Geotope im Landkreis Miesbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien