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Liste der Geotope im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Wikimedia-Liste

Diese Liste enthält die Geotope des Oberbayerischen Landkreises Garmisch-Partenkirchen in Bayern.[1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand Oktober 2018) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Geotop ID Gemeinde / Lage Geologische Raumeinheit Beschreibung Fläche m² / Ausdehnung m Geologie Aufschlussart Wert Schutzstatus Bemerkung
Straßenaufschluss W von Plattele 180A001 Krün
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Guter Aufschluss steil einfallender Partnachschichten. 150
15 × 10
Typ: Gesteinsart
Art: Kalkstein
Böschung bedeutend Landschaftsschutzgebiet
Ehemaliger Steinbruch Weghauser Köchel 180A002 Eschenlohe
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Heute liegt der ehemalige Steinbruch auf bebautem Privatbesitz. 150
30 × 5
Typ: Gesteinsart
Art: Mergelstein
Steinbruch bedeutend FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Steinbruch am Langen Köchel im Murnauer Moos Langer Köchel-bjs110704-04.jpg
180A004 Murnau am Staffelsee
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Nach über 70 Jahren wurde der Abbau im Dezember 2000 eingestellt. Insgesamt wurden in dieser Zeit 24 Mio. Tonnen 'Glaukoquarzitabgebaut. Die Betriebsanlagen wurden abgebaut, die tieferen Abbausohlen füllen sich mit Grundwasser. Der Bruch bildet den wichtigsten Aufschluss der helvetischen Kreide im bayerischen Oberland. In kalzitverheilten Klüften sind Mineralfunde (z. B. Calcit, Pyrit) möglich. Der Schrattenkalk ist teilweise verkarstet. 200000
1000 × 200
Typ: Schichtfolge, Härtling
Art: Sandstein, Kalkstein
Steinbruch besonders wertvoll Landschaftsbestandteil, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Wörth-Konglomerat am Staffelsee 180A005 Seehausen am Staffelsee
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Am Seeufer sind die verfestigten oligozänen Flußschotter des Wöhrt-Konglomerats aufgeschlossen. 60
10 × 6
Typ: Gesteinsart
Art: Konglomerat
Hanganriss/Felswand wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Ehemaliger Kofelsteinbruch N von Mittenwald 180A007 Mittenwald
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Im geologischen Profil ist die Wechsellagerung von Kies, Sand und Kofelstein zu erkennen. Beim Kofelstein handelt es sich um einen durch Eisdruck und Kalkausscheidung verfestigten Karbonatdetritus (Seekreide) des Frühwürm. Der Aufschluss ist inzwischen stark verrutscht und z. T. zugewachsen. 20000
200 × 100
Typ: Gesteinsart
Art: Kalkstein, Kies
Steinbruch bedeutend kein Schutzgebiet
Ehem. Marmorbruch in Adneter Schichten NE von Mittenwald 180A008 Mittenwald
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Der Adneter Kalk wurde als Naturwerkstein (Marmor) und als Schotter abgebaut. Zusätzlich sind Hierlatzkalke und Aptychenschichten aufgeschlossen. Es wurde über Manganvererzungen und Fossilfunde berichtet. 3200
80 × 40
Typ: Schichtfolge, Mineralien, Tierische Fossilien
Art: Kalkstein
Steinbruch wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Aufschlüsse im Seinsbachtal NE von Mittenwald 180A009 Mittenwald
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Zu erkennen ist eine Brekzie mit eckigen, runden und kantengerundeten Geröllen in sandig-schlammiger Grundmasse aus dem Riß-/Würm-Interglazial, die viele Jura-Komponenten enthält. 200
40 × 5
Typ: Gesteinsart
Art: Breccie, Schotter
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Bausteinschichten NW von Zell Geotop Zell - Gemeinde Großweil.jpg
180A010 Großweil
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Der tief eingerabene Bachlauf am Ostende der Murnauer Mulde (umlaufendes Streichen) schneidet die Schichtfolge senkrecht an, wodurch kleine Wasserfälle entstanden. An diesem Exkursionspunkt ist die Schichtfolge gut aufgeschlossen. 200
20 × 10
Typ: Schichtfolge, Wasserfall, Bach-/Flusslauf
Art: Sandstein, Mergelstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil bedeutend kein Schutzgebiet
Hornsteinschichten bei der Blauen Gumpe S Unternogg 180A011 Saulgrub
Position
Ammergebirge Im Bachbett des Hengstbaches sind entlang kleiner Kaskaden Radiolarite des alpinen Malms aufgeschlossen, die meist rötlich, teilweise aber auch bunt gefärbt sind. Die dünnbankigen Gesteine sind teilweise intensiv verfaltet. Aufschlüsse von Radiolariten sind in Bayern in Talnähe nur selten vorhanden. 2000
100 × 20
Typ: Gesteinsart
Art: Radiolarit
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Bänderton-Aufschluss am Neuen Stall S Unternogg 180A012 Saulgrub
Position
Ammergebirge Im Bachbett des Hengstbaches sind südlich des Wilden Jäger Bändertone aufgeschlossen, die im würmeiszeitlichen Halbammer-Stausee abgelagert wurden. 1500
100 × 15
Typ: Gesteinsart
Art: Seekreide
Prallhang/Flussbett/Bachprofil bedeutend Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Bärenhöhle und Kleiner Wasserfall W von Wallgau 180A013 Wallgau
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Oberhalb eines kleinen Wasserfalls (beschildert) liegt die breite Auswitterungshöhle in Raibler Rauhwacken, die einen guten Aufschluss des Gesteins bietet. Unmittelbar vor dem Objekt liegt ein ca. 1 m großer Findling aus Gneis. 100
20 × 5
Typ: Gesteinsart, Ausbruchs/Auswitterungshöhle, Wasserfall, Findling
Art: Rauhwacke
Höhle wertvoll FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Schleifmühlklamm bei Unterammergau Schleifmühlenlaine-bjs110625-02.jpg
180A015 Unterammergau
Position
Ammergebirge Entlang des Wanderwegs durch die Schleifmühlklamm finden sich zahlreiche Aufschlüsse von verfalteten Ammergauer Schichten sowie im Bereich des oberen Wasserfalls auch von Radiolarit. Zusätzlich finden sich zahlreiche Spuren der früheren Wetzsteinherstellung. 10000
500 × 20
Typ: Schichtfolge, Wasserfall
Art: Mergelstein, Radiolarit
Prallhang/Flussbett/Bachprofil bedeutend kein Schutzgebiet
Sandabbau am Burgbichl bei Unterammergau 180A016 Unterammergau
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Gute Restaufschlüsse in einem ehemaligen Abbau von nur gering verfestigtem Cenomansandstein, der als Schleifmittel zur Wetzsteinherstellung verwendet wurde. 450
30 × 15
Typ: Gesteinsart
Art: Sandstein
Steinbruch bedeutend Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet
Flyschaufschlüsse im Halbammertal 180A017 Saulgrub
Position
Ammergebirge Im Norden des Halbammertals liegen Aufschlüsse des Feuerstätter Flyschs, der hier früher als Unternogg-Schichten bezeichnet wurde. Nach Süden folgen an Rutschungen und im Bachprofil Aufschlüsse der Piesenkopfserie, der Zementmergelserie und des Reiselsberger Sandsteins. Typische Turbiditabfolgen und Faltenstrukturen sind zu erkennen. 200000
2000 × 100
Typ: Gesteinsart, Falte/Mulde/Sattel, Rutschung
Art: Sandstein, Mergelstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Meilerhütten-Breccie SSE von Garmisch-Partenkirchen 180A018 Garmisch-Partenkirchen
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Unterhalb der Meilerhütte befindet sich gut zugänglich die Meilerhütten-Breccie (Tertiär) in Kontakt zum Wettersteinkalk. Die aus überwiegend nur kantengerundeten Komponenten bestehende Grobbreccie wird als Ablagerung in einer Schlucht oder einem Canyon gedeutet. 200
20 × 10
Typ: Sedimentstrukturen, Kontakt
Art: Breccie
Felshang/Felskuppe wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Längenfeld-Breccie SE von Grainau 180A019 Garmisch-Partenkirchen
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Das Geotop bildet Türme und Felswände mit einer maximalen Höhe von etwa 70 Metern. Die Abfolge besteht aus grobem, eckigen bis meist nur kantengerundeten und feinkörnig angerundeten Material (Diamikt). Es ist schlecht bis mäßig sortiert. Die blockigen Bestandteile sind bis zu m-groß, die feinkörnigen bestehen aus Sand bis Schluff. Die Komponenten bestehen überwiegend aus der Wetterstein- und Raibl-Formation. Es lassen sich aber auch Komponenten aus der Steinalm- und Reifling-Formation (Alpiner Muschelkalk) sowie der Allgäu- und Schrambachformation finden. Die aus den Zentralalpen stammenden Vorkommen von Kristallinkomponenten, überwiegend Gneise, und durch Eisdruck gestauchte Sandlinsen lassen auf eine glazigene Bildung schließen. 40000
500 × 80
Typ: Sedimentstrukturen, Gesteinsart, Kolk
Art: Breccie
Felshang/Felskuppe wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Aufschlüsse der Partnach-Formation S der Partnachklamm 180A020 Garmisch-Partenkirchen
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Die Partnach-Formation mit dunklen Tonmergelsteinen und Kalkstein-Bänken ist nach der Partnach benannt. Es gibt allerdings kein offizielles Typusprofil und damit keine offizielle Typlokalität. Aufschlüsse sind selten. In der Nähe des südlichen Partnachklamm-Eingangs befindet sich ein vom Weg aus einsehbarer Aufschluss am gegenüberliegenden Ufer der Partnach. Etwas oberhalb dieses Aufschlusses kommen am Weg zur Partnachalm immer wieder dunkle Tonmergelsteine der Parrtnach-Formation zum Vorschein. 20
10 × 2
Typ: Schichtfolge, Typlokalität
Art: Kalkstein, Tonmergelstein
sonstiger Aufschluss wertvoll Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
Falten in der Partnach-Klamm 180A021 Garmisch-Partenkirchen
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Schön verfaltete Abfolge von dünnbankigen Kalksteinen der Reifling-Formation. Aufgrund ihrer Dünnbankigkeit und zwischen den Kalksteinhorizonten liegenden Mergelsteinbänken reagiert die hornsteinreiche Reifling-Formation gegenüber lang andauernder mechanischer Beanspruchung (etwa Gebirgsbildungsprozesse) viskos und bildet entsprechende Faltenstrukturen aus. Der Aufschluss liegt gut zugänglich am Wanderweg, der unmittelbar vor dem nördlichen Partnachklamm-Eingang zum Gasthaus Vordergraseck abzweigt. 2500
25 × 100
Typ: Falte/Mulde/Sattel, Sedimentstrukturen
Art: Kalkstein, Mergelstein
sonstiger Aufschluss wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Konglomerat auf der Insel Wörth, Staffelsee 180A022 Seehausen am Staffelsee
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Am Ufersaum der Insel Wörth anstehendes grobes Konglomerat, mittelsteil südfallend, Kern der Murnauer Mulde. Hier ist die Typlokalität des Wörth-Konglomerates, die nur mit Boot erreichbar ist. 90
15 × 6
Typ: Typlokalität, Gesteinsart
Art: Konglomerat
Hanganriss/Felswand besonders wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Steinbruch S Sprittelsberg 180A023 Bad Kohlgrub
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Typische bunt gefärbte Abfolge der Weißachschichten mit Konglomerat, Sandstein und Mergelstein. Die steil überkippte Lagerung ist typisch für den Südflügel der Murnauer Mulde, Deltaschichtung im Konglomerat. Das Geotop liegt direkt neben einem kleinen Wander-Parkplatz. 288
18 × 16
Typ: Gesteinsart, Schichtfolge
Art: Konglomerat, Sandstein, Mergelstein
Hanganriss/Felswand bedeutend kein Schutzgebiet
Wegböschung Ammertal, N Mayersäge 180A024 Saulgrub
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Turbiditische Sandsteine mit Zwischenlagen von Mergelstein, gut ausgebildete Strömungsmarken an der Schichtunterseite und Pflanzenhäcksellagen. Südflügel Murnauer Mulde, steil überkippt. 40
40 × 1
Typ: Gesteinsart, Sedimentstrukturen, Pflanzliche Fossilien
Art: Sandstein, Mergelstein
Hanganriss/Felswand bedeutend FFH-Gebiet
Wegböschung W Vorderen Hörnle 180A025 Saulgrub
Position
Ammergebirge An der Forststraße westlich des Vorderen Hörnle ist die Hällritz-Formation des Rhenodanubischen Flyschs in einem langen Profil aufgeschlossen. Diese Turbidit-Abfolge besteht aus den typischen Zyklen aus Kalksandstein, Mergelstein und hemipelagischem Tonstein. Die Kalksandsteine zeigen zum Teil schöne Sedimentstrukturen wie Wickelschichtung, Parallelschichtung, Belastungsmarken und Gradierung. 1230
410 × 3
Typ: Schichtfolge, Sedimentstrukturen
Art: Kalksandstein, Mergelstein, Tonstein
Hanganriss/Felswand bedeutend kein Schutzgebiet
Abbruchkante im nördlichen Schönleitenwald 180A026 Schwaigen
Position
Ammergebirge An der Abrisskante ist ein Profil aus Hangablagerungen mit Fließerde über unverwitterter Moräne über zersetztem Rhenodanubischem Flysch freigelegt, das chemische Verwitterung vor dem würmzeitlichen Eishöchststand und Solifluktion im Anschluss an die Vereisung belegt. Vorsicht: ungesicherte Abrisskante! 1250
50 × 25
Typ: Schichtfolge
Art: Ton, Mergel, Moräne
Hanganriss/Felswand bedeutend kein Schutzgebiet
Bachprofil im Hinteren Rehbreingraben 180A027 Schwaigen
Position
Ammergebirge An der Typlokalität der Rehbreingraben-Formation (Quarzit-Serie, Rhenodanubischer Flysch) im Hinteren Rehbreingraben ist sie im Kontakt zur unterlagernden Tristel-Formation und zur überlagernden Lahnegraben- (Untere Bunte Mergel) und Ofterschwang-Formation aufgeschlossen: eine meist dickbankige Wechselfolge aus schwarzgrünen, harten Silt- und Sandsteinen, Grauwacken sowie schwarzen und grünen Tonsteinen, bereichsweise kommen mächtige Tonstein-reiche Abschnitte vor. Das Profil ist nur durch unwegsames Gelände, entlang der Bäche und Gräben zugänglich. Trittsicherheit und Klettern erforderlich! 17500
250 × 70
Typ: Typlokalität, Schichtfolge
Art: Sandstein, Schluffstein, Tonstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil besonders wertvoll kein Schutzgebiet
Bachprofil im oberen Lahnegraben 180A028 Schwaigen
Position
Ammergebirge Das Typusprofil der Lahnegraben-Formation (Untere Bunte Mergel, Rhenodanubischer Flysch) liegt im oberen Teil des Lahnegrabens. Hier ist die Formation im Kontakt zur unterlagernden Rehbreingraben- Formation (Quarzit-Serie) und zur überlagernden Reiselsberg-Formation aufgeschlossen: eine dünn- bis mittelbankige Wechselfolge aus grünlichen, hell- bis schwarzgrauen Tonmergelsteinen und charakteristischen roten Tonsteinen mit Einschaltungen von teils karbonatischen Sandsteinen. Das Profil ist nur durch unwegsames Gelände, entlang der Bäche und Gräben zugänglich. Trittsicherheit und Klettern erforderlich! 2000
80 × 25
Typ: Typlokalität, Schichtfolge
Art: Tonmergelstein, Tonstein, Sandstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil besonders wertvoll kein Schutzgebiet
Bachprofil in der Scherenauer Laine 180A029 Unterammergau
Position
Ammergebirge An den Steilufern der Scherenauer Laine ist die charakteristische plattig bis dünnbankige Tonmergel-/ Kalkmergelstein-Wechselfolge der Piesenkopf-Formation (Rhenodanubischer Flysch) mit verschiedenen Falten-Typen aufgeschlossen: offene und enge Falten, teilweise durchgeschert, teilweise mit Akkomodationsstrukturen im Faltenkern sowie Chevron- bzw. Knick-Falten. Das Profil ist nur durch unwegsames Gelände, entlang der Bäche und Gräben zugänglich, Trittsicherheit und Klettern erforderlich! 3500
70 × 50
Typ: Falte/Mulde/Sattel, Störung
Art: Tonmergelstein, Kalkmergelstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil bedeutend kein Schutzgebiet
Deckengrenze im Ammertalgraben 180A030 Schwaigen
Position
Ammergebirge Im Ammertalgraben ist die Deckengrenze zwischen Rhenodanubischem Flysch und Nördlichen Kalkalpen aufgeschlossen: Mittelgraue Mergelsteine der Kalkgraben-Formation (Rhenodanubischer Flysch) sind meist intensiv zerschert und kommen als tektonische Schuppen in dunkelgrauen Tonmergelsteinen der Allgäu- Formation (Nördliche Kalkalpen) vor. Die intensiv verschuppte Deckengrenze verläuft unregelmäßig und wellig. Das Geotop ist schwer zugänglich. Trittsicherheit und Klettern erforderlich! 560
80 × 7
Typ: Lagerungsverhältnisse, Schichtfolge
Art: Mergelstein, Tonmergelstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil bedeutend kein Schutzgebiet
Schrambach-Formation im Marmorgraben NE von Mittenwald 180A031 Mittenwald
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Der Marmorgraben erschließt Gesteine der eng gefalteten Karwendelmulde von der Trias bis in die Kreide. Er war daher schon früh Exkursionsziel von Geologen. Spuren des in alten Karten noch verzeichneten Mardersteigs führen zu dem Aufschluss – einer im Luftbild deutlich erkennbaren vegetationsfreien Fläche im Wald. Hier stehen tektonisch stark eingeengte, feinschichtige graugrüne Mergelsteine der Schrambach- Formation (Unterkreide) in einem steilen Hang an. Die Schrambach-Formation bildet den Kern der Karwendelmulde. 1750
50 × 35
Typ: Schichtfolge, Falte/Mulde/Sattel
Art: Mergelstein
Hanganriss/Felswand wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Wetzsteinbrüche bei Unterammergau Wetzsteinbruch Unterammergau d.jpg
180G004 Unterammergau
Position
Ammergebirge Typlokalität der Ammergauer Schichten, einem karbonatischen Feinsandstein des Oberen Juras. Die Vorderen und Hinteren Zeilbrüche am Schartenköpfel sind im anstrengenden Anstieg und auf unmarkierten Pfaden nicht einfach zu erreichen. Auf zwei Seiten des Berges ziehen sich aneinandergereiht die alten Brüche mit verschiedenen Eigentümern hoch – jeweils mit eigenem Zugang und eigener Abraumhalde. Das Geotop gehört zu Bayerns hundert schönsten Geotopen und wird mit einer entsprechenden Infotafel erläutert. Die Infotafel steht unten im Tal am Erlebnislehrpfad Schleifmühlklamm. An der Zufahrtsstraße liegt ein Schleifmühlen- Museum. 5000
100 × 50
Typ: Steinbruch/Grube, Typlokalität
Art: Kalkstein, Kieselgestein, Mergelstein
Steinbruch wertvoll kein Schutzgebiet Bayerns schönste Geotope Nr. 76
Molybdän-Bergwerk Höllental an den Knappenhäusern 180G005 Grainau
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Während des 1. Weltkriegs wurde in dem zu seiner Zeit höchstgelegenem Bergwerk Deutschlands das für die Stahlproduktion wichtige Molybdän gewonnen. Gefördert wurde überwiegend Gelbbleierz (Wulfenit). Die Lagerstätte wurde vollständig abgebaut. Die Knappenhäuser wurden 1914/15 als Bergwerkskantine errichtet. Nach der Einstellung der Erzförderung 1918 wurde das Gebäude ab 1922 lange Zeit als Gastwirtschaft genutzt. In der Höllentalklamm ist noch die Kaverne des ehemaligen Elektrizitätswerks zur Stromversorgung der Bergbauanlagen zu sehen. 10000
100 × 100
Typ: Stollen
Art: Kalkstein
Tunnel/Stollen/Schacht wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Wetzsteinbrüche bei Ohlstadt 180G006 Ohlstadt
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Die Wetzsteinbrüche von Ohlstadt sind die ältesten, am längsten betriebenen (1350 bis 1950) und daher auch tiefsten Wetzsteinbrüche in Bayern. FLURL (1792) beschreibt die mit mehr als 40 Lachtern (ungefähr 80 Meter!) gefährlich hohen senkrechten Bruchwände, die fast jedes Jahr zu Unfällen führten. Er macht dafür eine ungeschickte Anlage der bis zu 19 nebeneinanderliegenden Brüche verantwortlich. Die Brüche sind über einen Pfad zwischen den gewaltigen Abraumhalden zugänglich, sind teils überwachsen und weisen eine noch immer 70 m hohe steile Südwand auf, von der man sich fernhalten sollte. Die Wetzsteine wurden aus den feinsandhaltigen Kalken der unteren Malm-Aptychenschichten gewonnen. Das Geotop steht als Bodendenkmal unter Schutz (Denkmal-Nr. D-1-8333-0091). 137500
550 × 250
Typ: Steinbruch/Grube, Tierische Fossilien
Art: Kalksandstein
Steinbruch wertvoll Bodendenkmal
Römerstraße S von Klais Römerstraße Via Raetia in Klais 2.JPG
180G007 Mittenwald
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Südlich von Klais liegt ein gut erhaltener Abschnitt der römischen Via Raetia. Im anstehenden Raibler Kalk sind tiefe Spurrillen erkennbar, die vermutlich zunächst eingeritzt wurden und sich dann über die jahrhundertelange Befahrung mit Fuhrwerken vertieften. Der Straßenabschnitt wird heute als Wanderweg genutzt. Der Ortsname von Klais wird von dieser Straße (Geleise) abgeleitet. 200
200 × 1
Typ: Bearbeiteter Fels, Hohlweg, Gesteinsart
Art: Kalkstein
Grube/Kanal/Hohlweg wertvoll Landschaftsbestandteil, Bodendenkmal, FFH-Gebiet
Angerlloch und Hinterfallbachquelle Angerloch, Zugang, 2008.jpg
180H001 Wallgau
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Das Angerlloch ist eine langgestreckte und verzweigte Horizontalhöhle, die normalerweise nur einen relativ kleinen Höhlenbach führt. Bei Hochwasser dient die Höhle jedoch als Überlaufquelle für die tiefer gelegene Hinterfallbachquelle, die ebenfalls aus einer Höhle entspringt, welche allerdings normalerweise ganzjährig unter Wasser steht. 400
20 × 20
Typ: Karst-Horizontalhöhle, Faltenquelle, Wasserfall
Art: Kalkstein
Höhle wertvoll FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Quellaustritt am Fügsee 180Q001 Ohlstadt
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Der Quellhorizont des Quelltrichters im Ohlstädter Filz liegt 4 bis 5 Meter tief. 75
15 × 5
Typ: Verengungsquelle
Art: Torf, Schotter
kein Aufschluss wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Kuhfluchtquelle bei Farchant Kuhfluchtwasserfaelle Farchant-1.jpg
180Q002 Farchant
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Der starke Quellaustritt erfolgt wasserfallartig aus einer (meist überfluteten) Karsthöhle inmitten einer Plattenkalk- Steilwand. Die Quelle, die den gesamten Westteil der Estergebirges entwässert, weist mehrere Nebenaustritte auf, die je nach Schüttung anspringen. Der Zugang zu der sagenumwobenen Karstquelle ist über den Steig zum Hohen Fricken möglich. 25
5 × 5
Typ: Faltenquelle, Karst-Horizontalhöhle, Wasserfall
Art: Kalkstein
kein Aufschluss besonders wertvoll FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Sieben Quellen S von Eschenlohe Sieben Quellen (Eschelohe).JPG
180Q003 Eschenlohe
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Am Rand des Loisachtales liegen mehrere starke Quellaufstöße (mit insgesamt über 1000 L/s Schüttung), die sich zum Mühlbach vereinen. Der Sulfatgehalt des Wassers weist darauf hin, dass dieses im Untergrund auch Kontakt mit gipshaltigen Raibler Schichten hat. Schwefelbakterien zeigen biologischen Sulfatabbau an. Unterhalb der Quellen liegen im Mühlbach Grundwasseraufstöße aus dem Schotter im glazial übertieften Loisachtal (bedingt durch die Festgesteinsschwelle bei Eschenlohe). 12000
400 × 30
Typ: Verengungsquelle
Art: Dolomitstein
kein Aufschluss besonders wertvoll FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Karstquelle N von Wallgau 180Q004 Wallgau
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Hier befindet sich eine kleine Karstquelle, die nicht dauerhaft schüttet. Bei Aktivität füllt sich ein kleiner Quelltopf. Die Quelle liegt am geologischen Rundwanderweg Wallgau und wird auf einer Schautafel erläutert. 4
2 × 2
Typ: Stauquelle
Art: Dolomitstein
kein Aufschluss bedeutend kein Schutzgebiet
Partnachursprung S von Grainau 180Q005 Garmisch-Partenkirchen
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Das Einzugsgebiet des Partnachursprungs ist Deutschlands höchstgelegenes Karstgebiet und liegt im Wetterstein- Kalk und -Dolomit. Die darunterliegenden mergelig-tonigen Partnachschichten agieren als Wasserstauer und zwingen das Wasser – durch die Kreuzung zweier Verwerfungen begünstigt – an die Oberfläche zu treten. Mit Hilfe von Markierungsarbeiten des LfU konnte nachgewiesen werden, dass das gesamte Zugspitzplatt ein in sich abgeschlossenes Einzugsgebiet mit nur diesem einen Quellaustritt darstellt und sehr schnell auf Niederschlag und Schmelzwasserabfluss reagiert. 20
10 × 2
Typ: Störungsquelle, Schlucht, Wasserfall
Art: Kalkstein, Dolomitstein, Mergelstein
sonstiger Aufschluss besonders wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Findling bei Bayersoien 180R001 Bad Bayersoien
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Der Block aus Raiselberger Sandstein wurde im Hochwürm abgelagert. 9
3 × 3
Typ: Findling
Art: Sandstein
Block geringwertig Landschaftsschutzgebiet
Partnachklamm Partnachklamm 3847.jpg
180R002 Garmisch-Partenkirchen
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Die Klamm stellt eine hochrangige Touristenattraktion dar. Sie durchbricht einen Felsriegel aus Alpinem Muschelkalk. Am Weg zur Klamm liegt die Typlokalität der Partnachschichten. 10500
700 × 15
Typ: Klamm, Schichtfolge, Felssturz
Art: Kalkstein, Mergelstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil besonders wertvoll Naturdenkmal Bayerns schönste Geotope Nr. 16
Bergsturz W von Grainau 180R003 Grainau
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Der Bergsturz ereignete sich während eines Klimaoptimums vor ca. 4500 bis 3600 Jahren. Das ursprünglich größere Becken des Eibsees wurde auf der Ost- u. Nordseite teilweise aufgefüllt und der nordöstliche Abfluss des Sees wurde verbaut. Das Bergsturzmaterial wird hauptsächlich dem Wettersteinkalk zugeordnet. Die Reichweite der Sturzmassen beträgt mehr als 9 km. 250000
500 × 500
Typ: Bergsturz
Art: Blöcke
Block besonders wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Toteisloch Hatzenbichl 180R004 Ohlstadt
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Die Toteislandschaft auf spätglazialen Schottern zeigt das letzte Rückzugsstadium des Würmglazials am nördlichen Gebirgsrand. 5000
100 × 50
Typ: Toteisloch
Art: Schotter
kein Aufschluss bedeutend Naturdenkmal
Dolinen W von Garmisch-Partenkirchen 180R005 Garmisch-Partenkirchen
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion In würmglazialer Nagelfluh und Schottern sind mehrere große kesselförmige Einsenkungen zu erkennen, die auf die Gips-Auslaugung der unterlagernden Raibler Schichten zurückzuführen sind. 9000
300 × 30
Typ: Doline, Subrosionslandschaft
Art: Konglomerat, Gips
kein Aufschluss wertvoll kein Schutzgebiet
Dolinenfeld bei Krün 180R006 Wallgau
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Die kesselförmigen Eintiefungen entstanden durch Subrosion der Gips- oder Anhydrit-Vorkommen unter spät- bis postglazialen Schottern (unterlagernd Raibler-Schichten). 10000
200 × 50
Typ: Doline, Subrosionslandschaft
Art: Schotter, Gips
kein Aufschluss wertvoll Naturdenkmal
Isarufer am Horn N von Mittenwald 180R007 Mittenwald
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Im Profil ist ein Riß-/Würm-interglazialer Bachschuttkegel zu erkennen. Darüber folgen kreidige Stausedimente, Frühwürmschotter und Würmmoräne. Im tonreichen Substrat entstehen Erdpyramiden, die aber derzeit nicht erkennbar sind. 37500
250 × 150
Typ: Prallhang, Schichtfolge, Rutschung
Art: Schotter, Moräne
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll FFH-Gebiet
Gletscherschliff SW von Mittenwald 180R008 Mittenwald
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Der Wettersteinkalk weist deutliche Kritzung und Politur auf, der Gletscherschliff ist überdacht und mit einem Penck- Zitat versehen. 50
10 × 5
Typ: Gletscherschliff
Art: Kalkstein
Hanganriss/Felswand wertvoll Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
Steinköchel im Murnauer Moos 180R009 Eschenlohe
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Am südlichsten kleinsten Köchel steht Flysch mit Ton-/Silikatstein an. 150000
500 × 300
Typ: Härtling, Rundhöcker
Art: Sandstein, Mergelstein
kein Aufschluss wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Ammerschlucht an der Scheibum 180R010 Wildsteig
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion In der steilen Schlucht ist das Profil des Oligozäns der Unteren Süßwassermolasse aufgeschlossen. 180000
600 × 300
Typ: Schlucht, Schichtfolge
Art: Mergelstein, Sandstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil besonders wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet
Ammerschlucht an der Echelsbacher Brücke Ammerschlucht 2010-08-07 R0011629.jpg
180R011 Rottenbuch
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion In der Schlucht ist der Grenzbereich der Murnauer und Rottenbucher Mulde aufgeschlossen (Untere Meeresmolasse – Untere Süßwassermolasse). Südlich der Brücke sind alte Stollenanlagen zu finden, in denen Mühlsteine gewonnen wurden. 90000
300 × 300
Typ: Schlucht, Stollen, Schichtfolge
Art: Sandstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil besonders wertvoll Naturschutzgebiet
Buckelwiesen SE von Klais Krün - Gebiet Buckelwiesen, Soierngruppe 02.jpg
180R012 Mittenwald
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Die Buckelwiesen stellen eine geomorphologische Besonderheit des Alpenraumes dar: Die wellige (bucklig) geformte Oberfläche entstand durch Frostpressung und Lösungsverwitterung von wasserdurchlässigen Kalksteinboeden mit geringmächtiger, nährstoffarmer Humusauflage. Durch die Jahrhunderte lange extensive Wiesennutzung erhielt sich der artenreiche alpine Magerrasen. Das Gebiet wird als Standortübungsplatz durch die Bundeswehr genutzt. 300000
600 × 500
Typ: Buckelwiese
Art: Moräne
kein Aufschluss besonders wertvoll FFH-Gebiet
Buckelwiesen NW von Mittenwald Buckelwiese unterhalb Ferchenseewände mit Blick zum Karwendel.jpg
180R013 Mittenwald
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Auf dem Höhenrücken zwischen Mittenwald, Klais und Krün befand sich früher eine mehr oder weniger zusammenhängende Buckelwiesen-Flur, die teilweise durch Einebnung zerstört wurde. Die wellige geformte Oberfläche entstand durch Lösungsverwitterung von wasserdurchlässigen Kalksteinböden mit geringmächtiger, nährstoffarmer Humusauflage. 800000
1000 × 800
Typ: Buckelwiese
Art: Moräne
kein Aufschluss besonders wertvoll FFH-Gebiet Bayerns schönste Geotope Nr. 68
Kames im Ostermoos 180R014 Ohlstadt
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Bei den markanten Kiesrücken handelt es sich um spätglaziale Bildungen des Eiszerfalls am Gebirgsrand. 8000
200 × 40
Typ: Kames
Art: Schotter, Moräne
kein Aufschluss wertvoll Naturdenkmal, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Buckelwiesen am Gaisschädel NE von Klais 180R016 Krün
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Das Vegetationsbild ist geprägt durch kleinräumigen Wechsel extensiver Magerrasen mit Vorkommen artenreicher Halbtrockenrasen in verschiedenen Ausprägungen und Übergängen zu Borstgrasrasen, wechselfeuchten Pfeifengraswiesen und Flachmoorgesellschaften. Die Buckelwiesen sind eine morphologische Besonderheit des Alpenraums, die in der ausgehenden Eiszeit durch Frostpressung und Lösungsverwitterung entstand. 480000
800 × 600
Typ: Buckelwiese
Art: Moräne
kein Aufschluss wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Buckelwiesen am Plattele E von Kaltenbrunn 180R017 Krün
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Die Buckelwiesen stellen eine geomorphologische Besonderheit des Alpenraumes dar: durch Frostpressung und Lösungsverwitterung entstand die wellig (buckelig) geformte Oberfläche von wasserdurchlässigen Kalksteinböden mit geringmächtiger, nährstoffarmer Humusauflage. 135000
900 × 150
Typ: Buckelwiese
Art: Kies
kein Aufschluss besonders wertvoll Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Höllentalklamm S von Grainau Hoellentalklamm1.jpg
180R018 Grainau
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Die Höllentalklamm überwindet auf ca. 2 km Länge über 600 m Höhenunterschied. Im Klammbereich treten mehrere Schutt- und Karstquellen aus. 100000
2000 × 50
Typ: Klamm, Verengungsquelle
Art: Kalkstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Langer Köchel im Murnauer Moos Langer Köchel-bjs110704-01.jpg
180R019 Murnau am Staffelsee
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Während der letzten Eiszeiten überformte der Loisachgletscher die harten Unterkreide Schichten und gab so dem Köchel seine typische Form. Der Steinbruchbetrieb (Hartsteinwerk Werdenfels) wurde im Dezember 2000 eingestellt. 1200000
2000 × 600
Typ: Härtling
Art: Sandstein, Kalkstein
Steinbruch wertvoll Naturschutzgebiet FFH-Gebiet Vogelschutzgebiet Möglicherweise vom LfU gestrichen (Okt. 2018)
Wiesmahd-Köchel im Murnauer Moos 180R020 Murnau am Staffelsee
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Der Zugang ist schwierig, da die Angehstrecke vermoort und im weiteren Verlauf kein Weg vorhanden ist. 200000
1000 × 200
Typ: Härtling
Art: Sandstein
kein Aufschluss wertvoll Naturschutzgebiet FFH-Gebiet Vogelschutzgebiet Möglicherweise vom LfU gestrichen (Okt. 2018)
Schmatzerlköchel im Murnauer Moos 180R021 Murnau am Staffelsee
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Härtling, der den Verlauf des Helvetikums (mit Schrattenkalk und Glaukonitsandstein) durch das Murnauer Moos anzeigt. 80000
800 × 100
Typ: Härtling, Rundhöcker
Art: Sandstein
kein Aufschluss bedeutend Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Weghausköchel im Murnauer Moos 180R022 Eschenlohe
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Die bewaldete Bergkuppe ist begehbar. 140000
700 × 200
Typ: Härtling, Rundhöcker
Art: Sandstein
kein Aufschluss wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Asamklamm E von Eschenlohe Asamklamm GO-2.jpg
180R024 Eschenlohe
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Die Eschenleine überwindet den Höhenunterschied zwischen dem Nebental und dem glazial übertieften Haupttal mit einer tiefen Schlucht im Hauptdolomit. Ein Großteil des Wassers versickert allerdings bereits am Eingang der Schlucht in Schlucklöcher. 30000
600 × 50
Typ: Klamm, Bachschwinde
Art: Dolomitstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll Vogelschutzgebiet
Rutschung am Rißberg bei Grafenaschau 180R025 Bad Kohlgrub
Position
Ammergebirge Markante Feilenanbrüche im Flysch auf der NE-Seite des Rißberges. Sie sind bereits von weitem erkennbar und ein typisches Beispiel für die Rutschungsneigung der bewaldeten Flyschberge am Alpenrand. Unterhalb liegt ein breiter Sturzkegel mit tiefen Wasserrissen ('Im Gsott'). 600000
2000 × 300
Typ: Felssturz, Rutschung
Art: Mergelstein, Sandstein, Kalkstein
Hanganriss/Felswand wertvoll FFH-Gebiet
Großer Wasserfall N von Wallgau Wallgau Grosser Wasserfall 2011.jpg
180R026 Wallgau
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Der Große Wasserfall überwindet in mehreren Stufen einen Höhenunterschied von mehr als 100 m. Die einzelnen Stufen sind teilweise durch Klamm- oder Schluchtstrecken von einander getrennt. Das Wasser entspringt in sehr unterschiedlicher Menge aus einer Karstquelle in einem Felskessel, in dem auch die Korallenhöhle liegt. 6000
300 × 20
Typ: Wasserfall, Karst-Horizontalhöhle
Art: Kalkstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Tumuli in Wallgau 180R027 Wallgau
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Am Rand des Isartals in Wallgau befinden sich zwei schöne, gut erhaltene würmzeitliche Tumuli. Diese sind vom geologischen Rundwanderweg Wallgau zu sehen und werden auf einer Schautafel erläutert. 5000
100 × 50
Typ: Tumulus
Art: Schotter
kein Aufschluss bedeutend kein Schutzgebiet
Gletscherschliff N von Wallgau 180R028 Wallgau
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Direkt neben der Bundesstraße befindet sich ein kleiner, frisch freigelegter Gletscherschliff im Hauptdolomit, dessen z. T. brekziiertes Gefüge hier besonders gut studiert werden kann. Der Gletscherschliff liegt am geologischen Rundwanderweg Wallgau und wird auf einer Schautafel erläutert. 15
5 × 3
Typ: Gletscherschliff, Gesteinsart
Art: Dolomitstein
Hanganriss/Felswand bedeutend Vogelschutzgebiet
Höllentalferner 180R029 Grainau
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Der Höllentalferner liegt im obersten Höllental und ist Deutschlands zweitgrößter Gletscher. Der Blick vom Zugspitz- Ostgipfel gegen NE zeigt sehr gut die unterschiedlichen Gletscherstände zwischen heute und der Kleinen Eiszeit, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts andauerte. Seit dieser Zeit hat sich der Höllentalgletscher ca. 500 m bergwärts zurückgezogen. Hauptsächlich von Lawinen genährter Gletscher, seine Zunge reicht auf fast 2200 m ü.NN herab. 350000
700 × 500
Typ: Gletscher/Firnfeld
Art: Kalkstein
kein Aufschluss wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Nördlicher Schneeferner 180R030 Garmisch-Partenkirchen
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Der Nördliche Schneeferner befindet sich im oberen Teil des Zugspitzplatts. Er ist Deutschlands größter Gletscher und wird als Skigebiet genutzt. Im Sommer wird versucht, durch eine Teilabdeckung mit Planen das starke Abschmelzen zu verlangsamen. 300000
600 × 500
Typ: Gletscher/Firnfeld
Art: Kalkstein
kein Aufschluss wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Mur-Rinne am Wanderweg zum Kramerplateau 180R031 Garmisch-Partenkirchen
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Der Querschnitt durch eine Mur-Rinne zeigt kleinstückig zerlegte, ausschließlich eckige Komponenten aus Hauptdolomit, die vor allem nach (Stark-)Niederschlägen geschüttet werden. Gut zu sehen ist das aktuelle Zusammenspiel von gravitativer Gleitung von Geröllmassen mit Wasser als Gleitmittel und sedimentärer Schichtung aufgrund von Korngrößenunterschieden. Die Rinne wird von einem Wanderweg (Kramerplateau-Weg) geschnitten. 6000
300 × 20
Typ: Schuttkegel
Art: Dolomitstein
sonstiger Aufschluss wertvoll kein Schutzgebiet
Findlingsgruppe am Zeilboden N von Schlattan 180R032 Garmisch-Partenkirchen
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Knapp nördlich der flachen Kuppe des Steinbichels liegen im Wald verstreut mehrere Meter große Eklogit-Blöcke, die vermutlich Bruchstücke eines ehemals größeren Findlings sind, der durch würmzeitliches Ferneis (Inntal-Gletscher) antransportiert wurden. In der weiteren Umgebung finden sich zahlreiche kleinere, stets gut gerundete Findlinge. Das Gelände ist über den Wanderweg von der Schalmeischlucht zum Gasthaus Gschwandtnerbauer gut zu erreichen. 100
10 × 10
Typ: Findling
Art: Eklogit
kein Aufschluss wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Quelltuff am Kankerbach SW von Garmisch-Partenkirchen 180R033 Garmisch-Partenkirchen
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Die Quell- oder Kalktuffstufe hat sich über einer als Gesteinshärtling herauserodierten Rippe aus Partnachkalk gebildet. Das kalkreiche Wasser fließt vor allem über Moose und niederwüchsige Pflanzen. Organische Reste werden von Kalk bedeckt, inkrustiert und so fossilisiert. Die Tuffbildung ist über einen Wanderweg vom Kainzenbad aus gut zu erreichen. 120
15 × 8
Typ: Sinterbildung
Art: Kalktuff
sonstiger Aufschluss bedeutend Landschaftsschutzgebiet
Schwemm- und Murkegel Friedergrieß W von Garmisch-Partenk. 180R034 Garmisch-Partenkirchen
Position
Ammergebirge Das Friedergrieß ist ein kombinierter Schwemm-/Murkegel, der fast ausschließlich aus Hauptdolomitschutt besteht. Dieser stammt aus dem Graben des Wildbachs Friederlaine. Die Friederlaine versickert nach wenigen 100 m im Schutt. Am Beginn sowie im Verlauf des Friedergrießes sind immer wieder Terrassenkanten ersichtlich. Größere Steine und Blöcke sind vor allem im unteren Teil des Grießes an bestimmten Stellen angehäuft, selbst auf Baumästen sind Steine zu sehen. Dies deutet alles auf größere Hochwasserereignisse hin. Viele Bäume sind abgesoffen, so dass sich das Friedergrieß stellenweise durch einen Totwald windet. Durch Überschwemmungen lagern sich jedoch immer wieder Kiesbänke und Treibholz ab. Dabei entstehen neue Lebensräume für speziell angepasste Tier- und Pflanzenarten, wie etwa Deutsche Tamariske oder Kiesbank-Grashüpfer. 600000
1500 × 400
Typ: Schwemmfächer, Terrasse, Schuttkegel
Art: Dolomitstein
sonstiger Aufschluss wertvoll Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Leutaschklamm SSW von Mittenwald Leutaschklamm (Marius Hoch) 28.JPG
180R035 Mittenwald
Position
Isar-Loisach-Gebirgsregion Die Leutaschklamm liegt zum größten Teil in Österreich. Der unterste mit einer historischen Weganlage (Wasserfallsteig) erschlossene Teil ist jedoch nur über den Osteingang in Bayern erreichbar. Am Ende dieses Steiges sprudelt aus ca. 25 Metern Höhe ein Wasserfall in die Tiefe. Wieder zurück und weiter in Richtung Süden auf dem Koboldpfad (Lehrpfad mit Erläuterungstafeln) kommt man über den Berggasthof Gletscherschliff (Geotop 180R008) zum Klammsteig. Auf etwa 800 m führt der metallene Steig direkt und freischwebend über die Leutascher Ache. Es sind einige Hochwasserstandsmarken im Fels zu erkennen. Lehrtafeln machen die Besucher mit Geologie und Historie der Leutaschklamm vertraut. 50000
1000 × 50
Typ: Klamm, Kolk, Störung
Art: Kalkstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Felsfreistellungen N Hermannswiese 180R036 Murnau am Staffelsee
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Steil überkippte Konglomeratbank aus dem Südflügel der Murnauer Mulde. Die Konglomeratbänke bilden für die Region typische Ost-West streichende Geländerippen. Das Geotop ist gut zu Fuß, aber weglos, erreichbar. 1150
115 × 10
Typ: Härtling
Art: Konglomerat
Felshang/Felskuppe bedeutend kein Schutzgebiet
Karstgebiet Bachschwinde W Saulgrub 180R037 Saulgrub
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Unweit des Höhen-Wanderweges auf den Wetzstein sind 4 Dolinen, davon 2 als Schlucklöcher ausgebildet, angeordnet im Schichtstreichen der Molasse am Rande eines Hochmoorgebietes. Das Schluckloch (Ponor) am Rande des Moors wurde zu dessen Entwässerung genutzt. Im heute bewaldeten Moor können die Spuren des kleinparzelligen bäuerlichen Torfstichs beobachtet werden. 6400
320 × 20
Typ: Dolinenfeld
Art: Kalkstein, Kalkkonglomerat, Mergelstein
Doline/Erdfall bedeutend kein Schutzgebiet
Hochmoor mit Moorauge SW Saulgrub 180R038 Saulgrub
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Der Tiefsee ist ein Moorauge im Naturschutzgebiet Altenauer Moor. 3375
75 × 45
Typ: Hochmoor
Art: Torf
sonstiger Aufschluss bedeutend Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet
Mur-Schwemmfächer bei Grafenaschau 180R039 Bad Kohlgrub
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Der Ort Grafenaschau liegt auf dem Schwemmfächer des Lahnegrabens, der das aus Schichtfolgen des Rhenodanubischen Flyschs aufgebaute Gebiet zwischen Aufacker und Hörnle entwässert. Im Lahnegraben und seinen Nebenbächen kam es immer wieder zu Vermurungen, die zur Bildung des kombinierten Mur- Schwemmfächers von Grafenaschau führten. 4000000
2000 × 2000
Typ: Schwemmfächer
Art: Kies, Sand, Ton
sonstiger Aufschluss bedeutend FFH-Gebiet
Rutschmasse bei Altenau 180R040 Saulgrub
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Die fünf wallartigen Erhebungen im Kochelfilz, die den Fingern einer gespreizten Hand ähneln, sind Teil einer großen Rutschmasse. Diese einzigartigen Formen sind landschaftlich sehr reizvoll. Die Rutschmasse stammt aus der Ostflanke des Hochschergen, der aus Schichtfolgen des Rhenodanubischen Flyschs aufgebaut ist. Sie hat im Talbereich Seeablagerungen eines spätglazialen Staubeckensees im Ammertal überfahren. 1440000
1800 × 800
Typ: Rutschung
Art: Kalksandstein, Mergelstein, Tonstein
sonstiger Aufschluss bedeutend kein Schutzgebiet
Schatzloch am Stierkopf 180R041 Bad Kohlgrub
Position
Ammergebirge Durch eine Klüftungs-parallele Bergzerreißung in Sand- und Mergelsteinen der Hällritz-Formation entstand ein etwa 1 Meter weit geöffneter, mindestens 4 Meter tiefer und mehr als 5 Meter langer Gang. Die Senke der Bergzerreißung ist auch an der Oberfläche sichtbar. Vor dem Eingang liegen Steine und Blöcke, vermutlich Abraum von Abbau-Versuchen. Der Sage nach soll ein Venedigermandl im Mittelalter hier am Stierkopf nach Kobalt, Gold oder Mangan gegraben haben. Das Schatzloch ist über einen Bergwanderweg zu Fuß erreichbar, Trittsicherheit erforderlich! 150
30 × 5
Typ: Felsblock
Art: Kalksandstein, Mergelstein, Tonstein
Hanganriss/Felswand wertvoll kein Schutzgebiet
Felsen im Schönleitenwald 180R042 Schwaigen
Position
Ammergebirge Die dickbankigen, senkrecht stehenden Sandsteine der Reiselsberg-Formation (Flysch) zeigen an den Schichtunterseiten großflächige, wulstige Belastungs- und Strömungsmarken. Die Felsen sind umgeben von Blockschutt. Nackentälchen und weggekippte, dickbankige Steinplatten sind Folgen von Bergzerreißungen. Nur über wegloses Gelände erreichbar, daher unbedingt Trittsicherheit erforderlich! 6500
130 × 50
Typ: Felswand/-hang, Blockmeer, Sedimentstrukturen, Rutschung
Art: Sandstein
Felshang/Felskuppe bedeutend kein Schutzgebiet
Altenauer Schleifen der oberen Ammer 180R043 Saulgrub
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Im Bereich der Altenauer Schleifen bildet die Ammer noch Mäander, wie sie andernorts durch die Flussbegradigung verschwunden sind. Die Flussdynamik schafft Prallhänge und Kiesbänke, die sich ständig veränden. Im Digitalen Geländemodell (Abb. 4) zeigen sich besonders deutlich Terrassen unterschiedlicher Höhe und frühere – inzwischen inaktive – Flussschleifen und Prallhänge. Kiesbänke zum Schutz der Kiesbrüter nicht betreten! 360000
800 × 450
Typ: Mäander
Art: Lehm, Kies
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll FFH-Gebiet
Großrutschung Hechendorfer Berg S von Grafenaschau 180R044 Schwaigen
Position
Ammergebirge Die Rutschung am Hechendorfer Berg ist vom Murnauer Moos aus deutlich sichtbar und wurde in ihrer aktiven Phase als größte Rutschung Bayerns, wenn nicht gar Mitteleuropas bezeichnet. Ältere Rutschungen waren bekannt, aber im Sommer 2015 erfolgte dann eine Rutschung, die Forststraßen unterbrach, umfangreichen Baumbestand umlegte oder begrub und schließlich eine Fläche von rund 60 ha betraf. Teilweise erfolgte der Transport von Gesteinsmaterial als Mure. Ein kleiner Wildbach fließt durch die Schuttmassen. Der Rutschhang ist aus Schichten der Reiselsberg- und der Piesenkopf-Formation aufgebaut, deren Tonstein- und Tonmergelstein-Zwischenlagen im durchfeuchteten Zustand in Bewegung geraten und Blöcke von Sand- und Kalkstein abwärts transportieren. Den vor Ort gekennzeichneten Gefahrenbereich nicht betreten! 200000
1000 × 200
Typ: Rutschung
Art: Blockschutt, Sandstein, Tonmergelstein
Hanganriss/Felswand wertvoll kein Schutzgebiet
Mäander der Ach WNW von Obernach 180R045 Uffing am Staffelsee
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Zwischen Brand und Obernach westlich des Staffelsees hat die Ach noch einen natürlichen Verlauf mit vielen Mäandern, Altarmen und Auewald. An einem Prallhang zeigen sich dunkle organische Lagen im Auelehm. Im Nordwesten sind an einem fossilen Prallhang – der frühere Mäander ist als Atlarm trockengefallen – Konglomerate der Steigbach-Schichten freigelegt. Südlich der Ach sind Reste eines Mühlgrabens, der nach Obernach führte, erhalten. Die Ach mit umgebendem Auewald bildet hier die Grenze des Naturschutzgebiets Westlicher Staffelsee mit angrenzenden Mooren. 260000
1300 × 200
Typ: Mäander
Art: Lehm
Prallhang/Flussbett/Bachprofil bedeutend Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Buckelwiese auf dem Wetzstein W von Saulgrub 180R046 Saulgrub
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Auf dem Wetzstein westlich Saulgrub bilden als Härtling erhaltene Konglomerate der Weißach-Schichten eine markante Geländerippe. An ihrer Nordseite ist eine Buckelwiese ausgebildet. 3400
170 × 20
Typ: Buckelwiese, Härtling
Art: Konglomerat
kein Aufschluss wertvoll kein Schutzgebiet
Schluckloch (Ponor) WSW des Tiefsees bei Saulgrub 180R047 Saulgrub
Position
Isar-Loisach-Jungmoränenregion Das Schluckloch befindet sich am Rand eines alten Torfstiches. Vermutlich wurde das Schluckloch bewusst benutzt, um das Moor in diesem Bereich zu entwässern. Es ist davon auszugehen, dass das Schluckloch in der Molasse schon voreiszeitlich angelegt wurde durch die Auswaschung des Feinmaterials in der Molasse. Anschließend wurde das Schluckloch von der Moräne überfahren und es bildete sich ein Moor. Im Laufe der Zeit wurde das Schluckloch allerdings wieder freigelegt und eine Versickerung kann wieder stattfinden. 9600
240 × 40
Typ: Ponor
Art: Torf, Moräne
Doline/Erdfall wertvoll FFH-Gebiet

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Geotope im Landkreis Garmisch-Partenkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien