Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

Liste der Geotope im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Wikimedia-Liste

Diese Liste enthält 64 (Stand August 2016) Geotope des Oberbayerischen Landkreises Garmisch-Partenkirchen in Bayern.[1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Die Textpassagen wurden mit freundlicher Genehmigung des LfU 1:1 übernommen und unterliegen dem Urheberrecht. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand Oktober 2015) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden. Das Betreten der Geotope erfolgt auf eigene Gefahr und vom LfU wird keine Haftung übernommen.

Name Bild Kennung


Einzelheiten Position Fläche
Hektar
Datum


Straßenaufschluss W von Plattele 180A001


Krün
Guter Aufschluss steil einfallender Partnachschichten.
  • Größe: Länge 15 m, Breite 10 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,015
Ehemaliger Steinbruch Weghauser Köchel 180A002


Eschenlohe
Heute liegt der ehemalige Steinbruch auf bebautem Privatbesitz.
  • Größe: Länge 30 m, Breite 5 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,015
Langer Köchel im Murnauer Moos Commons-logo.svg Langer Köchel-bjs110704-04.jpg 180A004


Murnau a.Staffelsee
Nach über 70 Jahren wurde der Abbau im Dezember 2000 eingestellt. Insgesamt wurden in dieser Zeit 24 Mio. Tonnen 'Glaukoquarzit' abgebaut. Die Betriebsanlagen wurden abgebaut, die tieferen Abbausohlen füllen sich mit Grundwasser. Der Bruch bildet den wichtigsten Aufschluss der helvetischen Kreide im bayerischen Oberland. In kalzitverheilten Klüften sind Mineralfunde (z.B. Calcit, Pyrit) möglich. Der Schrattenkalk ist teilweise verkarstet.
  • Größe: Länge 1000 m, Breite 200 m, Höhe 70 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge, Härtling
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsbestandteil
  • Wert: besonders wertvoll
20
Wörth-Konglomerat am Staffelsee 180A005


Seehausen a.Staffelsee
Am Seeufer sind die verfestigten oligozänen Flußschotter des Wöhrt-Konglomerats aufgeschlossen.
  • Größe: Länge 10 m, Breite 6 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,006
Ehemaliger Kofelsteinbruch N von Mittenwald 180A007


Mittenwald
Im geologischen Profil ist die Wechsellagerung von Kies, Sand und Kofelstein zu erkennen. Beim Kofelstein handelt es sich um einen durch Eisdruck und Kalkausscheidung verfestigten Karbonatdetritus (Seekreide) des Frühwürm. Der Aufschluss ist inzwischen stark verrutscht und z. T. zugewachsen.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 100 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
2
Ehem. Marmorbruch in Adneter Schichten NE von Mittenwald 180A008


Mittenwald
Der Adneter Kalk wurde als Naturwerkstein (Marmor) und als Schotter abgebaut. Zusätzlich sind Hierlatzkalke und Aptychenschichten aufgeschlossen. Es wurde über Manganvererzungen und Fossilfunde berichtet.
  • Größe: Länge 80 m, Breite 40 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge, Mineralien, Tierische Fossilien
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet, Naturschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,32
Aufschlüsse im Seinsbachtal NE von Mittenwald 180A009


Mittenwald
Zu erkennen ist eine Brekzie mit eckigen, runden und kantengerundeten Geröllen in sandig-schlammiger Grundmasse aus dem Riß-/Würm-Interglazial, die viele Jura-Komponenten enthält.
  • Größe: Länge 40 m, Breite 5 m, Höhe 4 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,02
Bausteinschichten NW von Zell Commons-logo.svg Geotop Zell - Gemeinde Großweil.jpg 180A010


Großweil
Der tief eingerabene Bachlauf am Ostende der Murnauer Mulde (umlaufendes Streichen) schneidet die Schichtfolge senkrecht an, wodurch kleine Wasserfälle entstanden. An diesem Exkursionspunkt ist die Schichtfolge gut aufgeschlossen.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 10 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge, Wasserfall, Bach-/Flusslauf
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,02
Schleifmühlklamm bei Unterammergau Commons-logo.svg Schleifmühlenlaine-bjs110625-02.jpg 180A015


Unterammergau
Entlang des Wanderwegs durch die Schleifmühlklamm finden sich zahlreiche Aufschlüsse von verfalteten Ammergauer Schichten sowie im Bereich des oberen Wasserfalls auch von Radiolarit. Zusätzlich finden sich zahlreiche Spuren der früheren Wetzsteinherstellung.
  • Größe: Länge 500 m, Breite 20 m, Höhe 50 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge, Wasserfall
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
1
Sandabbau am Burgbichl bei Unterammergau 180A016


Unterammergau
Gute Restaufschlüsse in einem ehemaligen Abbau von nur gering verfestigtem Cenomansandstein, der als Schleifmittel zur Wetzsteinherstellung verwendet wurde.
  • Größe: Länge 30 m, Breite 15 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet
  • Wert: wertvoll,Weitere Informationen: Bayerisches Landesamt für Umwelt Abteilung Geologischer Dienst Geotope und Geotopschutz Kontakt: Info-Geotope Auszug aus dem Geotopkataster, erstellt am 19. Mai 2015, 15:47 Uhr 2 von 2 Seiten Bayerisches Landesamt für Umwelt,
0,045
Wetzsteinbrüche bei Unterammergau Commons-logo.svg Wetzsteinbruch Unterammergau d.jpg 180G004


Unterammergau
Typlokalität der Ammergauer Schichten, einem karbonatischem Feinsandstein des Oberen Juras. Die Vorderen und Hinteren Zeilbrüche am Schartenköpfel sind im anstrengenden Anstieg und auf unmarkierten Pfaden nicht einfach zu erreichen. Auf zwei Seiten des Berges ziehen sich aneinandergereiht die alten Brüche mit verschiedenen Eigentümern hoch - jeweils mit eigenem Zugang und eigener Abraumhalde. Das Geotop gehört zu Bayerns hundert schönsten Geotopen und wird mit einer entsprechenden Infotafel erläutert. Die Infotafel steht unten im Tal am Erlebnislehrpfad Schleifmühlklamm. An der Zufahrtsstraße liegt ein Schleifmühlen- Museum.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 50 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Steinbruch/Grube
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,5
Molybdän-Bergwerk Höllental an den Knappenhäusern 180G005


Grainau
Während des 1. Weltkriegs wurde in dem zu seiner Zeit höchstgelegenem Bergwerk Deutschlands das für die Stahlproduktion wichtige Molybdän gewonnen. Gefördert wurde überwiegend Gelbbleierz (Wulfenit). Die Lagerstätte wurde vollständig abgebaut. Die Knappenhäuser wurden 1914/15 als Bergwerkskantine errichtet. Nach der Einstellung der Erzförderung 1918 wurde das Gebäude ab 1922 lange Zeit als Gastwirtschaft genutzt. In der Höllentalklamm ist noch die Kaverne des ehemaligen Elektrizitätswerks zur Stromversorgung der Bergbauanlagen zu sehen.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 100 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Stollen
  • Aufschlusstyp: Tunnel/Stollen/Schacht (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
1
Römerstraße S von Klais Commons-logo.svg Römerstraße Via Raetia in Klais 2.JPG 180G007


Mittenwald
Südlich von Klais liegt ein gut erhaltener Abschnitt der römischen Via Raetia. Im anstehenden Raibler Kalk sind tiefe Spurrillen erkennbar, die vermutlich zunächst eingeritzt wurden und sich dann über die jahrhundertelange Befahrung mit Fuhrwerken vertieften. Der Straßenabschnitt wird heute als Wanderweg genutzt. Der Ortsname von Klais wird von dieser Straße (Geleise) abgeleitet.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 1 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Bearbeiteter Fels, Hohlweg, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Grube/Kanal/Hohlweg (künstlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Bodendenkmal, Landschaftsbestandteil
  • Wert: wertvoll
0,02
Angerlloch und Hinterfallbachquelle Commons-logo.svg Angerloch, Zugang, 2008.jpg 180H001


Wallgau
Das Angerlloch ist eine langgestreckte und verzweigte Horizontalhöhle, die normalerweise nur einen relativ kleinen Höhlenbach führt. Bei Hochwasser dient die Höhle jedoch als Überlaufquelle für die tiefer gelegene Hinterfallbachquelle, die ebenfalls aus einer Höhle entspringt, welche allerdings normalerweise ganzjährig unter Wasser steht.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 20 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Karst-Horizontalhöhle, Faltenquelle, Wasserfall
  • Aufschlusstyp: Höhle (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,04
Quellaustritt am Fügsee 180Q001


Ohlstadt
Der Quellhorizont des Quelltrichters im Ohlstädter Filz liegt 4 bis 5 Meter tief.
  • Größe: Länge 15 m, Breite 5 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Verengungsquelle
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, Vogelschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
0,0075
Kuhfluchtquelle bei Farchant Commons-logo.svg Kuhfluchtwasserfaelle Farchant-1.jpg 180Q002


Farchant
Der starke Quellaustritt erfolgt wasserfallartig aus einer (meist überfluteten) Karsthöhle inmitten einer Plattenkalk- Steilwand. Die Quelle, die den gesamten Westteil der Estergebirges entwässert, weist mehrere Nebenaustritte auf, die je nach Schüttung anspringen. Der Zugang zu der sagenumwobenen Karstquelle ist über den Steig zum Hohen Fricken möglich.
  • Größe: Länge 5 m, Breite 5 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Faltenquelle, Karst-Horizontalhöhle, Wasserfall
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: besonders wertvoll
0,0025
Sieben Quellen S von Eschenlohe Commons-logo.svg Sieben Quellen (Eschelohe).JPG 180Q003


Eschenlohe
Am Rand des Loisachtales liegen mehrere starke Quellaufstöße (mit insgesamt über 1000 L/s Schüttung), die sich zum Mühlbach vereinen. Der Sulfatgehalt des Wassers weist darauf hin, dass dieses im Untergrund auch Kontakt mit gipshaltigen Raibler Schichten hat. Schwefelbakterien zeigen biologischen Sulfatabbau an. Unterhalb der Quellen liegen im Mühlbach Grundwasseraufstöße aus dem Schotter im glazial übertieften Loisachtal (bedingt durch die Festgesteinsschwelle bei Eschenlohe).
  • Größe: Länge 400 m, Breite 30 m, Höhe 2 m
  • Geotoptyp: Verengungsquelle
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: besonders wertvoll
1,2
Karstquelle N von Wallgau 180Q004


Wallgau
Hier befindet sich eine kleine Karstquelle, die nicht dauerhaft schüttet. Bei Aktivität füllt sich ein kleiner Quelltopf. Die Quelle liegt am geologischen Rundwanderweg Wallgau und wird auf einer Schautafel erläutert.
  • Größe: Länge 2 m, Breite 2 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Stauquelle
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,0004
Findling bei Bayersoien 180R001


Bad Bayersoien
Der Block aus Raiselberger Sandstein wurde im Hochwürm abgelagert.
  • Größe: Länge 3 m, Breite 3 m, Höhe 2 m
  • Geotoptyp: Findling
  • Aufschlusstyp: Block (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturdenkmal
  • Wert: geringwertig
0,0006
Partnachklamm Commons-logo.svg Partnachklamm 3847.jpg 180R002


Garmisch-Partenkirchen
Die Klamm stellt eine hochrangige Touristenattraktion dar. Sie durchbricht einen Felsriegel aus Alpinem Muschelkalk. Am Weg zur Klamm liegt die Typlokalität der Partnachschichten.
  • Größe: Länge 700 m, Breite 15 m, Höhe 80 m
  • Geotoptyp: Klamm, Schichtfolge, Felssturz
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: besonders wertvoll
12
Bergsturz W von Grainau 180R003


Grainau
Der Bergsturz ereignete sich während eines Klimaoptimums vor ca. 4500 bis 3600 Jahren. Das ursprünglich größere Becken des Eibsees wurde auf der Ost- u. Nordseite teilweise aufgefüllt und der nordöstliche Abfluss des Sees wurde verbaut. Das Bergsturzmaterial wird hauptsächlich dem Wettersteinkalk zugeordnet. Die Reichweite der Sturzmassen beträgt mehr als 9 km.
  • Größe: Länge 500 m, Breite 500 m, Höhe 6 m
  • Geotoptyp: Bergsturz
  • Aufschlusstyp: Block (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: besonders wertvoll
25
Toteisloch Hatzenbichl 180R004


Ohlstadt
Die Toteislandschaft auf spätglazialen Schottern zeigt das letzte Rückzugsstadium des Würmglazials am nördlichen Gebirgsrand.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 50 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Toteisloch
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,5
Dolinen W von Garmisch-Partenkirchen 180R005


Garmisch-Partenkirchen
In würmglazialer Nagelfluh und Schottern sind mehrere große kesselförmige Einsenkungen zu erkennen, die auf die Gips-Auslaugung der unterlagernden Raibler Schichten zurückzuführen sind.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 30 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Doline, Subrosionslandschaft
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,09
Dolinenfeld bei Krün 180R006


Wallgau
Die kesselförmigen Eintiefungen entstanden durch Subrosion der Gips- oder Anhydrit-Vorkommen unter spät- bis postglazialen Schottern (unterlagernd Raibler-Schichten).
  • Größe: Länge 200 m, Breite 50 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Doline, Subrosionslandschaft
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
1
Isarufer am Horn N von Mittenwald 180R007


Mittenwald
Im Profil ist ein Riß-/Würm-interglazialer Bachschuttkegel zu erkennen. Darüber folgen kreidige Stausedimente, Frühwürmschotter und Würmmoräne. Im tonreichen Substrat entstehen Erdpyramiden, die aber derzeit nicht erkennbar sind.
  • Größe: Länge 250 m, Breite 150 m, Höhe 55 m
  • Geotoptyp: Prallhang, Schichtfolge, Rutschung
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
3,75
Gletscherschliff SW von Mittenwald 180R008


Mittenwald
Der Wettersteinkalk weist deutliche Kritzung und Politur auf, der Gletscherschliff ist überdacht und mit einem Penck- Zitat versehen.
  • Größe: Länge 10 m, Breite 5 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Gletscherschliff
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,005
Steinkoechel im Murnauer Moos 180R009


Eschenlohe
Am südlichsten kleinsten Köchel steht Flysch mit Ton-/Silikatstein an.
  • Größe: Länge 500 m, Breite 300 m, Höhe 100 m
  • Geotoptyp: Härtling, Rundhöcker
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
15
Ammerschlucht an der Scheibum 180R010


Wildsteig
In der steilen Schlucht ist das Profil des Oligozäns der Unteren Süßwassermolasse aufgeschlossen.
  • Größe: Länge 600 m, Breite 300 m, Höhe 12 m
  • Geotoptyp: Schlucht, Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: besonders wertvoll
18
Ammerschlucht an der Echelsbacher Brücke Commons-logo.svg Ammerschlucht 2010-08-07 R0011629.jpg 180R011


Rottenbuch
In der Schlucht ist der Grenzbereich der Murnauer und Rottenbucher Mulde aufgeschlossen (Untere Meeresmolasse - Untere Süßwassermolasse). Südlich der Brücke sind alte Stollenanlagen zu finden, in denen Mühlsteine gewonnen wurden.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 300 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Schlucht, Stollen, Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet
  • Wert: besonders wertvoll
9
Buckelwiesen SE von Klais Commons-logo.svg Krün - Gebiet Buckelwiesen, Soierngruppe 02.jpg 180R012


Mittenwald
Die Buckelwiesen stellen eine geomorphologische Besonderheit des Alpenraumes dar: Die wellige (bucklig) geformte Oberfläche entstand durch Frostpressung und Lösungsverwitterung von wasserdurchlässigen Kalksteinboeden mit geringmächtiger, nährstoffarmer Humusauflage. Durch die Jahrhunderte lange extensive Wiesennutzung erhielt sich der artenreiche alpine Magerrasen. Das Gebiet wird als Standortübungsplatz durch die Bundeswehr genutzt.
  • Größe: Länge 600 m, Breite 500 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Buckelwiese
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet
  • Wert: besonders wertvoll
30
Buckelwiesen NW von Mittenwald Commons-logo.svg Buckelwiese unterhalb Ferchenseewände mit Blick zum Karwendel.jpg 180R013


Mittenwald
Auf dem Höhenrücken zwischen Mittenwald, Klais und Krün befand sich früher eine mehr oder weniger zusammenhängende Buckelwiesen-Flur, die teilweise durch Einebnung zerstört wurde. Die wellige geformte Oberfläche entstand durch Lösungsverwitterung von wasserdurchlässigen Kalksteinböden mit geringmächtiger, nährstoffarmer Humusauflage.
  • Größe: Länge 1000 m, Breite 800 m, Höhe 35 m
  • Geotoptyp: Buckelwiese
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet
  • Wert: besonders wertvoll
10
Kames im Ostermoos 180R014


Ohlstadt
Bei den markanten Kiesrücken handelt es sich um spätglaziale Bildungen des Eiszerfalls am Gebirgsrand.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 40 m, Höhe 6 m
  • Geotoptyp: Kames
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,8
Buckelwiesen am Gaisschädel NE von Klais 180R016


Krün
Das Vegetationsbild ist geprägt durch kleinräumigen Wechsel extensiver Magerrasen mit Vorkommen artenreicher Halbtrockenrasen in verschiedenen Ausprägungen und Übergängen zu Borstgrasrasen, wechselfeuchten Pfeifengraswiesen und Flachmoorgesellschaften. Die Buckelwiesen sind eine morphologische Besonderheit des Alpenraums, die in der ausgehenden Eiszeit durch Frostpressung und Lösungsverwitterung entstand.
  • Größe: Länge 800 m, Breite 600 m, Höhe 50 m
  • Geotoptyp: Buckelwiese
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
48
Buckelwiesen am Plattele E von Kaltenbrunn 180R017


Krün
Die Buckelwiesen stellen eine geomorphologische Besonderheit des Alpenraumes dar: durch Frostpressung und Lösungsverwitterung entstand die wellig (buckelig) geformte Oberfläche von wasserdurchlässigen Kalksteinböden mit geringmächtiger, nährstoffarmer Humusauflage.
  • Größe: Länge 900 m, Breite 150 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Buckelwiese
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: besonders wertvoll
1
Höllentalklamm S von Grainau Commons-logo.svg Hoellentalklamm1.jpg 180R018


Grainau
Die Höllentalklamm überwindet auf ca. 2 km Länge über 600 m Höhenunterschied. Im Klammbereich treten mehrere Schutt- und Karstquellen aus.
  • Größe: Länge 2000 m, Breite 50 m, Höhe 383 m
  • Geotoptyp: Klamm, Verengungsquelle
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
10
Langer Köchel im Murnauer Moos Commons-logo.svg Langer Köchel-bjs110704-01.jpg 180R019


Murnau a.Staffelsee
Während der letzten Eiszeiten überformte der Loisachgletscher die harten Unterkreide Schichten und gab so dem Köchel seine typische Form. Der Steinbruchbetrieb (Hartsteinwerk Werdenfels) wurde im Dezember 2000 eingestellt.
  • Größe: Länge 2000 m, Breite 600 m, Höhe 70 m
  • Geotoptyp: Härtling, Rundhöcker, Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
120
Wiesmahd-Köchel im Murnauer Moos 180R020


Murnau a.Staffelsee
Der Zugang ist schwierig, da die Angehstrecke vermoort und im weiteren Verlauf kein Weg vorhanden ist.
  • Größe: Länge 1000 m, Breite 200 m, Höhe 40 m
  • Geotoptyp: Härtling, Rundhöcker
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, Vogelschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
20
Schmatzerlköchel im Murnauer Moos 180R021


Murnau a.Staffelsee
Härtling, der den Verlauf des Helvetikums (mit Schrattenkalk und Glaukonitsandstein) durch das Murnauer Moos anzeigt.
  • Größe: Länge 800 m, Breite 100 m, Höhe 40 m
  • Geotoptyp: Härtling, Rundhöcker
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
8
Weghausköchel im Murnauer Moos 180R022


Eschenlohe
Die bewaldete Bergkuppe ist begehbar.
  • Größe: Länge 700 m, Breite 200 m, Höhe 60 m
  • Geotoptyp: Härtling, Rundhöcker
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
14
Asamklamm E von Eschenlohe Commons-logo.svg Asamklamm GO-2.jpg 180R024


Eschenlohe
Die Eschenleine überwindet den Höhenunterschied zwischen dem Nebental und dem glazial übertieften Haupttal mit einer tiefen Schlucht im Hauptdolomit. Ein Großteil des Wassers versickert allerdings bereits am Eingang der Schlucht in Schlucklöcher.
  • Größe: Länge 600 m, Breite 50 m, Höhe 50 m
  • Geotoptyp: Klamm, Bachschwinde
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
3
Rutschung am Rißberg bei Grafenaschau 180R025


Bad Kohlgrub
Markante Feilenanbrüche im Flysch auf der NE-Seite des Rißberges. Sie sind bereits von weitem erkennbar und ein typisches Beispiel für die Rutschungsneigung der bewaldeten Flyschberge am Alpenrand. Unterhalb liegt ein breiter Sturzkegel mit tiefen Wasserrissen ('Im Gsott').
  • Größe: Länge 2000 m, Breite 300 m, Höhe 500 m
  • Geotoptyp: Felssturz, Rutschung
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
60
Großer Wasserfall N von Wallgau Wallgau Grosser Wasserfall 2011.jpg 180R026


Wallgau
Der Große Wasserfall überwindet in mehreren Stufen einen Höhenunterschied von mehr als 100 m. Die einzelnen Stufen sind teilweise durch Klamm- oder Schluchtstrecken von einander getrennt. Das Wasser entspringt in sehr unterschiedlicher Menge aus einer Karstquelle in einem Felskessel, in dem auch die Korallenhöhle liegt.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 20 m, Höhe 150 m
  • Geotoptyp: Wasserfall, Karst-Horizontalhöhle
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,6
Tumuli in Wallgau 180R027


Wallgau
Am Rand des Isartals in Wallgau befinden sich zwei schöne, gut erhaltene würmzeitliche Tumuli. Diese sind vom geologischen Rundwanderweg Wallgau zu sehen und werden auf einer Schautafel erläutert.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 50 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Tumulus
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,5
Gletscherschliff N von Wallgau 180R028


Wallgau
Direkt neben der Bundesstraße befindet sich ein kleiner, frisch freigelegter Gletscherschliff im Hauptdolomit, dessen z.T. brekziiertes Gefüge hier besonders gut studiert werden kann. Der Gletscherschliff liegt am geologischen Rundwanderweg Wallgau und wird auf einer Schautafel erläutert.
  • Größe: Länge 5 m, Breite 3 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Gletscherschliff, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Vogelschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,0015
Hornsteinschichten bei der Blauen Gumpe S Unternogg 180A011


Saulgrub
Im Bachbett des Hengstbaches sind entlang kleiner Kaskaden Radiolarite des alpinen Malms aufgeschlossen, die meist rötlich, teilweise aber auch bunt gefärbt sind. Die dünnbankigen Gesteine sind teilweise intensiv verfaltet. Aufschlüsse von Radiolariten sind in Bayern in Talnähe nur selten vorhanden.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 20 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,2
Bänderton-Aufschluss am Neuen Stall S Unternogg 180A012


Saulgrub
Im Bachbett des Hengstbaches sind südlich des Wilden Jäger Bändertone aufgeschlossen, die im würmeiszeitlichen Halbammer-Stausee abgelagert wurden.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 15 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,15
Bärenhöhle und Kleiner Wasserfall W von Wallgau 180A013


Wallgau
Oberhalb eines kleinen Wasserfalls (beschildert) liegt die breite Auswitterungshöhle in Raibler Rauhwacken, die einen guten Aufschluss des Gesteins bietet. Unmittelbar vor dem Objekt liegt ein ca. 1 m großer Findling aus Gneis.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 5 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Höhle (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,01
Flyschaufschlüsse im Halbammertal 180A017


Saulgrub
Im Norden des Halbammertals liegen Aufschlüsse des Feuerstätter Flyschs, der hier früher als Unternogg-Schichten bezeichnet wurde. Nach Süden folgen an Rutschungen und im Bachprofil Aufschlüsse der Piesenkopfserie, der Zementmergelserie und des Reiselsberger Sandsteins. Typische Turbiditabfolgen und Faltenstrukturen sind zu erkennen.
  • Größe: Länge 2000 m, Breite 100 m, Höhe 100 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
20
Meilerhütten-Breccie SSE von Garmisch-Partenkirchen 180A018


Garmisch-Partenkirchen
Unterhalb der Meilerhütte befindet sich gut zugänglich die Meilerhütten-Breccie (Tertiär) in Kontakt zum Wettersteinkalk. Die aus überwiegend nur kantengerundeten Komponenten bestehende Grobbreccie wird als Ablagerung in einer Schlucht oder einem Canyon gedeutet.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 10 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Sedimentstrukturen
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,02
Längenfeld-Breccie SE von Grainau 180A019


Garmisch-Partenkirchen
Das Geotop bildet Türme und Felswände mit einer maximalen Höhe von etwa 70 Metern. Die Abfolge besteht aus grobem, eckigen bis meist nur kantengerundeten und feinkörnig angerundeten Material (Diamikt). Es ist schlecht bis mäßig sortiert. Die blockigen Bestandteile sind bis zu m-groß, die feinkörnigen bestehen aus Sand bis Schluff. Die Komponenten bestehen überwiegend aus der Wetterstein- und Raibl-Formation. Es lassen sich aber auch Komponenten aus der Steinalm- und Reifling-Formation (Alpiner Muschelkalk) sowie der Allgäu- und Schrambachformation finden. Die aus den Zentralalpen stammenden Vorkommen von Kristallinkomponenten, überwiegend Gneise, und durch Eisdruck gestauchte Sandlinsen lassen auf eine glazigene Bildung schließen.
  • Größe: Länge 500 m, Breite 80 m, Höhe 70 m
  • Geotoptyp: Sedimentstrukturen
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
4
Aufschlüsse der Partnach-Formation S der Partnachklamm 180A020


Garmisch-Partenkirchen
Die Partnach-Formation mit dunklen Tonmergelsteinen und Kalkstein-Bänken ist nach der Partnach benannt. Es gibt allerdings kein offizielles Typusprofil und damit keine offizielle Typlokalität. Aufschlüsse sind selten. In der Nähe des südlichen Partnachklamm-Eingangs befindet sich ein vom Weg aus einsehbarer Aufschluss am gegenüberliegenden Ufer der Partnach. Etwas oberhalb dieses Aufschlusses kommen am Weg zur Partnachalm immer wieder dunkle Tonmergelsteine der Parrtnach-Formation zum Vorschein.
  • Größe: Länge 10 m, Breite 2 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,002
Falten in der Partnach-Klamm 180A021


Garmisch-Partenkirchen
Schön verfaltete Abfolge von dünnbankigen Kalksteinen der Reifling-Formation. Aufgrund ihrer Dünnbankigkeit und zwischen den Kalksteinhorizonten liegenden Mergelsteinbänken reagiert die hornsteinreiche Reifling-Formation gegenüber lang andauernder mechanischer Beanspruchung (etwa Gebirgsbildungsprozesse) viskos und bildet entsprechende Faltenstrukturen aus. Der Aufschluss liegt gut zugänglich am Wanderweg, der unmittelbar vor dem nördlichen Partnachklamm-Eingang zum Gasthaus Vordergraseck abzweigt.
  • Größe: Länge 25 m, Breite 100 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Falte/Mulde/Sattel
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,26
Wetzsteinbrüche bei Ohlstadt 180G006


Ohlstadt
Die Wetzsteinbrüche von Ohlstadt sind die ältesten, am längsten betriebenen (1350 bis 1950) und daher auch tiefsten Wetzsteinbrüche in Bayern. FLURL (1792) beschreibt die mit mehr als 40 Lachtern (ungefähr 80 Meter!) gefährlich hohen senkrechten Bruchwände, die fast jedes Jahr zu Unfällen führten. Er macht dafür eine ungeschickte Anlage der bis zu 19 nebeneinanderliegenden Brüche verantwortlich. Die Brüche sind über einen Pfad zwischen den gewaltigen Abraumhalden zugänglich, sind teils überwachsen und weisen eine noch immer 70 m hohe steile Südwand auf, von der man sich fernhalten sollte. Die Wetzsteine wurden aus den feinsandhaltigen Kalken der unteren Malm-Aptychenschichten gewonnen. Das Geotop steht als Bodendenkmal unter Schutz (Denkmal-Nr. D-1-8333-0091).
  • Größe: Länge 550 m, Breite 250 m, Höhe 40 m
  • Geotoptyp: Steinbruch/Grube
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Bodendenkmal
  • Wert: wertvoll
13,75
Partnachursprung S von Grainau 180Q005


Garmisch-Partenkirchen
Das Einzugsgebiet des Partnachursprungs ist Deutschlands höchstgelegenes Karstgebiet und liegt im Wetterstein- Kalk und -Dolomit. Die darunterliegenden mergelig-tonigen Partnachschichten agieren als Wasserstauer und zwingen das Wasser - durch die Kreuzung zweier Verwerfungen begünstigt - an die Oberfläche zu treten. Mit Hilfe von Markierungsarbeiten des LfU konnte nachgewiesen werden, dass das gesamte Zugspitzplatt ein in sich abgeschlossenes Einzugsgebiet mit nur diesem einen Quellaustritt darstellt und sehr schnell auf Niederschlag und Schmelzwasserabfluss reagiert.
  • Größe: Länge 10 m, Breite 2 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Störungsquelle
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: besonders wertvoll
0,002
Höllentalferner 180R029


Grainau
Der Höllentalferner liegt im obersten Höllental und ist Deutschlands zweitgrößter Gletscher. Der Blick vom Zugspitz- Ostgipfel gegen NE zeigt sehr gut die unterschiedlichen Gletscherstände zwischen heute und der Kleinen Eiszeit, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts andauerte. Seit dieser Zeit hat sich der Höllentalgletscher ca. 500 m bergwärts zurückgezogen. Hauptsächlich von Lawinen genährter Gletscher, seine Zunge reicht auf fast 2200 m ü.NN herab.
  • Größe: Länge 700 m, Breite 500 m, Höhe 300 m
  • Geotoptyp: Gletscher/Firnfeld
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
35
Nördlicher Schneeferner 180R030


Garmisch-Partenkirchen
Der Nördliche Schneeferner befindet sich im oberen Teil des Zugspitzplatts. Er ist Deutschlands größter Gletscher und wird als Skigebiet genutzt. Im Sommer wird versucht, durch eine Teilabdeckung mit Planen das starke Abschmelzen zu verlangsamen.
  • Größe: Länge 600 m, Breite 500 m, Höhe 150 m
  • Geotoptyp: Gletscher/Firnfeld
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
30
Mur-Rinne am Wanderweg zum Kramerplateau 180R031


Garmisch-Partenkirchen
Der Querschnitt durch eine Mur-Rinne zeigt kleinstückig zerlegte, ausschließlich eckige Komponenten aus Hauptdolomit, die vor allem nach (Stark-)Niederschlägen geschüttet werden. Gut zu sehen ist das aktuelle Zusammenspiel von gravitativer Gleitung von Geröllmassen mit Wasser als Gleitmittel und sedimentärer Schichtung aufgrund von Korngrößenunterschieden. Die Rinne wird von einem Wanderweg (Kramerplateau-Weg) geschnitten.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 20 m, Höhe 280 m
  • Geotoptyp: Schuttkegel
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,6
Findlingsgruppe am Zeilboden N von Schlattan 180R032


Garmisch-Partenkirchen
Knapp nördlich der flachen Kuppe des Steinbichels liegen im Wald verstreut mehrere Meter große Eklogit-Blöcke, die vermutlich Bruchstücke eines ehemals größeren Findlings sind, der durch würmzeitliches Ferneis (Inntal-Gletscher) antransportiert wurden. In der weiteren Umgebung finden sich zahlreiche kleinere, stets gut gerundete Findlinge. Das Gelände ist über den Wanderweg von der Schalmeischlucht zum Gasthaus Gschwandtnerbauer gut zu erreichen.
  • Größe: Länge 10 m, Breite 10 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Findling
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,01
Quelltuff am Kankerbach SW von Garmisch-Partenkirchen 180R033


Garmisch-Partenkirchen
Die Quell- oder Kalktuffstufe hat sich über einer als Gesteinshärtling herauserodierten Rippe aus Partnachkalk gebildet. Das kalkreiche Wasser fließt vor allem über Moose und niederwüchsige Pflanzen. Organische Reste werden von Kalk bedeckt, inkrustiert und so fossilisiert. Die Tuffbildung ist über einen Wanderweg vom Kainzenbad aus gut zu erreichen.
  • Größe: Länge 15 m, Breite 8 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Sinterbildung
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,012
Schwemm- und Murkegel Friedergrieß W von Garmisch- 180R034


Garmisch-Partenkirchen
Das Friedergrieß ist ein kombinierter Schwemm-/Murkegel, der fast ausschließlich aus Hauptdolomitschutt besteht. Dieser stammt aus dem Graben des Wildbachs Friederlaine. Die Friederlaine versickert nach wenigen 100 m im Schutt. Am Beginn sowie im Verlauf des Friedergrießes sind immer wieder Terrassenkanten ersichtlich. Größere Steine und Blöcke sind vor allem im unteren Teil des Grießes an bestimmten Stellen angehäuft, selbst auf Baumästen sind Steine zu sehen. Dies deutet alles auf größere Hochwasserereignisse hin. Viele Bäume sind abgesoffen, so dass sich das Friedergrieß stellenweise durch einen Totwald windet. Durch Überschwemmungen lagern sich jedoch immer wieder Kiesbänke und Treibholz ab. Dabei entstehen neue Lebensräume für speziell angepasste Tier- und Pflanzenarten, wie etwa Deutsche Tamariske oder Kiesbank-Grashüpfer.
  • Größe: Länge 1500 m, Breite 400 m, Höhe 100 m
  • Geotoptyp: Schwemmfächer
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
71,5
Leutaschklamm SSW von Mittenwald Commons-logo.svg Leutaschklamm (Marius Hoch) 28.JPG 180R035


Mittenwald
Die Leutaschklamm liegt zum größten Teil in Österreich. Der unterste mit einer historischen Weganlage (Wasserfallsteig) erschlossene Teil ist jedoch nur über den Osteingang in Bayern erreichbar. Am Ende dieses Steiges sprudelt aus ca. 25 Metern Höhe ein Wasserfall in die Tiefe. Wieder zurück und weiter in Richtung Süden auf dem Koboldpfad (Lehrpfad mit Erläuterungstafeln) kommt man über den Berggasthof Gletscherschliff (Geotop 180R008) zum Klammsteig. Auf etwa 800 m führt der metallene Steig direkt und freischwebend über die Leutascher Ache. Es sind einige Hochwasserstandsmarken im Fels zu erkennen. Lehrtafeln machen die Besucher mit Geologie und Historie der Leutaschklamm vertraut.
  • Größe: Länge 1000 m, Breite 50 m, Höhe 60 m
  • Geotoptyp: Klamm
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
5
Toteiskessel NW von Maxau 183R006


Gars a.Inn
Das annähernd kreisrunde Toteisloch liegt im Wald und ist stark versumpft. Im Südwesten befindet sich eine kleine offene Wasserfläche. Der vorübergehend stark zugewachsene Kessel wurde 2011/2012 entbuscht. Er liegt am Toteiskesselweg Haager Land und ist durch einen nummerierten (4) Findling gekennzeichnet.
  • Größe: Länge 30 m, Breite 30 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Toteisloch
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Landschaftsbestandteil
  • Wert: geringwertig
0,09
Moränenlandschaft bei Joppenpoint 183R018


Haag i.OB
Am Ortsrand von Joppenpoint befindet sich ein Gebiet mit stark hügelig ausgeprägtem Relief, das nicht mit Wald bestanden und dadurch besonders gut erkennbar ist. Das Gelände ist landwirtschaftlich genutzt und teilweise eingezäunt. Man hat jedoch gute Einblicke von der Mühlstraße aus und vom Beginn des Robert-Scherzer-Wegs am oberen nordwestlichen Ende des Areals.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 150 m, Höhe 25 m
  • Geotoptyp: End-(Wall-) Moräne
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
3
Bachschwinde Gleißental SE von Großdingharting 184R005


Straßlach-Dingharting
Das Gleißental ist eine etwa 40 m tief in Mindel-Schotter eingeschnittene würmzeitliche Schmelzwasserrinne des Isargletschers und bildet heute ein Trockental. Der Gleißenbach versickert bereits nach wenigen hundert Metern. Diese Bachschwinde lässt sich auf einer Strecke von etwa 200 m auch morphologisch anhand immer flacher und undeutlicher werdender Unterschneidungskanten nachvollziehen.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 20 m, Höhe 40 m
  • Geotoptyp: Bachschwinde
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,4
Legende für Geotop


Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Geotope im Landkreis Garmisch-Partenkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien