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Liste der Geotope im Landkreis Ebersberg

Wikimedia-Liste

Diese Liste enthält die Geotope des Oberbayerischen Landkreises Ebersberg in Bayern.[1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand Oktober 2018) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Geotop ID Gemeinde / Lage Geologische Raumeinheit Beschreibung Fläche m² / Ausdehnung m Geologie Aufschlussart Wert Schutzstatus Bemerkung
Nagelfluhwand Tegernau 175A001 Frauenneuharting
(48° 1′ 21″ N, 12° 2′ 28″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Im ehemaligen Nagelfluhsteinbruch findet man ungegliederten Deckenschotter aufgeschlossen. 1200
400 × 3
Typ: Gesteinsart
Art: Konglomerat
Steinbruch bedeutend kein Schutzgebiet
Kalktuff-Steinbruch WSW von Pullenhofen 18.06.2017 19.39.06 Pullenhofen (HS).jpg
175A003 Bruck
(48° 1′ 44″ N, 11° 54′ 19″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Im Moosachtal w von Pullenhofen befindet sich ein aufgelassener Steinbruch, in dem bis 1972 Kalktuff (Quelltuff) abgebaut wurde. Der Tuff war bis ins 20. Jahrhundert ein beliebtes Baumaterial. Zahlreiche Gehöfte der Umgebung sowie u. a. die Kirchen in Taglaching und Alxing wurden daraus errichtet. Auch die Ludwigsbrücke in München wurde mit Pullenhofener Tuff verkleidet. Dass das Material schon früher Verwendung fand, bestätigen frühmittelalterliche Tuffplattengräber, die unmittelbar nw von Pullenhofen entdeckt wurden. Am gegenüberliegenden Talhang weisen Reste von neuzeitlichen Kalköfen darauf hin, dass der Kalk auch für die Baustoff- und Düngemittelproduktion gebrannt wurde. Der Abbaubereich ist bereits stark zugewachsen, anstehender Kalktuff ist nur noch an wenigen Stellen anzutreffen. In der näheren Umgebung des neueren Bruches belegen stark verrollte ehemalige Abbaustellen ohne Aufschlüsse den einst größeren Umfang der Gewinnungsarbeiten. Die Quellen, die für die Entstehung des Tuffs verantwortlich sind, werden heute für die Trinkwassergewinnung genutzt. 4500
150 × 30
Typ: Gesteinsart
Art: Kalktuff, Schotter
sonstiger Aufschluss wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Entwässerungsstollen N von Eisendorf Entwässerungsstollen nördlich von Eisendorf 1 (Harald Süpfle) (03).jpg
175G001 Grafing bei München
(48° 1′ 10″ N, 11° 58′ 4″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Der Stollen wurde 1829 zur Entwässerung eines Sees und Nutzung der trockengefallenen Flächen für die Landwirtschaft gebaut. Seine Funktion als Wasserlösungsstollen erfüllt er noch immer. Die beiden Uraufnahmen aus dem 19. Jahrhundert zeigen den See vorher und den Stollen nachher. Der Stolleneingang liegt in sumpfigem Weidegelände, der Ausgang in einem steilen Hang mit Nagelfluhbänken. 100
100 × 1
Typ: Stollen
Art: Kalkstein, Kies
kein Aufschluss bedeutend Landschaftsschutzgebiet
Quellaustritte NW von Glonn 175Q001 Glonn
(47° 59′ 34″ N, 11° 51′ 26″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion In einem steilen Talkessel findet sich westlich von Glonn, bei Urspring, eine Reihe starker Quellen. Die Schichtquellen treten an der Grenze zwischen Deckenschotter und Oberer Süßwassermolasse aus. Der Wasseraustritt ist durch den über der Sohle des Schmelzwassertals gelegenen Flinzsockel beeinflusst. Die Quellen sind schwer zugänglich, einige liegen in einem umzäunten Fischzuchtgelände. 2000
50 × 40
Typ: Schichtquelle
Art: Schotter, Mergel
kein Aufschluss bedeutend FFH-Gebiet
Quellaustritte in Altenburg NW von Moosach 175Q002 Moosach
(48° 2′ 9″ N, 11° 51′ 57″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Der Quellhorizont liegt im Grenzbereich Deckenschotter – Obere Süßwassermolasse. Es existieren mehrere Quellaustritte, die gefasst wurden. Die Quellteiche werden als Fischweiher genutzt. 6000
300 × 20
Typ: Verengungsquelle
Art: Schotter, Mergel
kein Aufschluss bedeutend Landschaftsschutzgebiet
Erratischer Block in Ebersberg 175R002 Ebersberg
(48° 4′ 49″ N, 11° 57′ 47″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Der Nagelfluhblock wurde von seinem ursprünglichen Standort vor die Hauptschule in Ebersberg versetzt. 12
4 × 3
Typ: Findling
Art: Konglomerat
Block geringwertig Naturdenkmal
Erratischer Block in Grafing 175R004 Grafing bei München
(48° 2′ 51″ N, 11° 58′ 10″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Irrblock nördlich der Mauer des Pfarrfriedhofes. Der ursprüngliche Standort des Blocks ist nicht bekannt. 6
3 × 2
Typ: Findling
Art: Blöcke
Block bedeutend Naturdenkmal
Erratischer Block im Egmatinger Forst NE von Aying 175R005 Egmating
(47° 59′ 3″ N, 11° 48′ 19″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Der Gneis-Findling im Egmatinger Forst ist zum Teil in Würmschotter eingebettet. 12
5 × 2
Typ: Findling
Art: Gneis
Block bedeutend Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
Egglburger Os W von Ebersberg 175R006 Ebersberg
(48° 4′ 47″ N, 11° 56′ 18″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Das Egglburger Os ist als markanter Hügelzug über ca. 1 km zu erkennen. Im Süden ist eine schräggeschichtete Ton-, Sand- und Kieswechsellagerung sowie gekritztes Geschiebe aufgeschlossen. 240000
800 × 300
Typ: Os
Art: Schotter, Moräne
kein Aufschluss wertvoll Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet
Eiszerfallslandschaft Dobel S von Grafing 175R007 Grafing bei München
(48° 1′ 59″ N, 11° 58′ 4″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Das bewaldete Areal der Toteislandschaft ist ungefähr einen Quadratkilometer groß. Es finden sich typische Trockentäler, Toteislöcher und Kames. 1000000
1000 × 1000
Typ: Kames, Eiszerfallslandschaft
Art: Moräne
kein Aufschluss wertvoll Landschaftsschutzgebiet
Hupfauer Höhe in Ebersberg 175R008 Ebersberg
(48° 4′ 24″ N, 11° 57′ 43″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Es handelt sich um eine Endmoränenkuppe des Ebersberger Stadiums. 40000
200 × 200
Typ: End-(Wall-) Moräne
Art: Moräne
kein Aufschluss bedeutend Naturdenkmal
Umlaufberg Roßkopf E von Ebersberg 175R009 Ebersberg
(48° 4′ 44″ N, 11° 58′ 48″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Der Umlaufberg entstand durch Schmelzwassererosion aus dem Endmoränenwall des Ebersberger Stadiums. 18000
300 × 60
Typ: Umlauf-/Durchbruchsberg
Art: Moräne
kein Aufschluss wertvoll kein Schutzgebiet
Erratischer Block SW von Moosach 175R010 Moosach
(48° 1′ 41″ N, 11° 52′ 17″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Der Sandsteinblock wurde beim Straßenbau freigelegt. Er weist deutliche Politur und Schrammen auf. 12
4 × 3
Typ: Findling
Art: Sandstein
Block bedeutend Landschaftsschutzgebiet
Toteisloch 1 SW von Buch 175R011 Kirchseeon
(48° 3′ 21″ N, 11° 50′ 46″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Das Toteisloch ist mit Verlandungsgesellschaften und Großseggen bewachsen. Es wird durch den Ackerbau gefährdet. 12000
120 × 100
Typ: Toteisloch
Art: Schotter
kein Aufschluss bedeutend kein Schutzgebiet
Terrasse zwischen Gutterstätt und Baumhau 175R014 Moosach
(48° 2′ 1″ N, 11° 53′ 46″ O)
Inn-Chiemsee-Jungmoränenregion Zwischen Gutterstätt und Baumhau befindet sich eine auffällige Terrasse. Sie ist in den würmzeitlichen Schottern des Inngletschers angelegt. Der östliche Bereich wird weidewirtschaftlich genutzt und daher weitestgehend von störendem Bewuchs freigehalten. Daher ist dieser Abschnitt von der Straße Gutterstätt – Taglaching aus besonders gut zu erkennen. Dagegen ist der Westteil der Terrasse wegen des Baumbestandes weniger gut zu erkennen (Bild 3). Am Fuß der Terrasse treten gelegentlich Quellen aus, an denen sich Quelltuff bildet (Bild 4). 75000
750 × 100
Typ: Terrasse
Art: Schotter, Kalktuff
kein Aufschluss wertvoll kein Schutzgebiet

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)