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Liste der Geotope im Landkreis Rhön-Grabfeld

Wikimedia-Liste

Diese Liste enthält die Geotope des unterfränkischen Landkreises Rhön-Grabfeld in Bayern.[1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand Oktober 2015) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Geotop ID Gemeinde / Lage Geologische Raumeinheit Beschreibung Fläche m² / Ausdehnung m Geologie Aufschlussart Wert Schutzstatus Bemerkung
Ehemaliger Basaltbruch am Nordhang des Kreuzberges 672A015 Bischofsheim an der Rhön
Position
Rhön Der kleine Basaltbruch zeigt schöne Basaltsäulen, ist aber schon sehr verwachsen. Typ: Gesteinsart, Basaltsäulen
Art: Basalt
Steinbruch bedeutend Naturdenkmal Möglicherweise vom LfU gestrichen (Okt. 2018)
Ehem. Basaltbruch Altenfeld NW von Urspringen 673A001 Ostheim vor der Rhön
Position
Rhön Im ehemaligen ausgedehnten Abbaugebiet sind die Aufschlussverhältnisse durch starkes Verwachsen sehr schlecht. Der Bruch dient jedoch als Beispiel für natürliche Sukzession nicht rekultivierter Steinbrüche. 120000
400 × 300
Typ: Gesteinsart
Art: Basalt
Steinbruch bedeutend Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Ehem. Steinbruch Basaltsee NW von Oberelsbach Rhoen Steinernes Haus 2013-05.jpg
673A003 Oberelsbach
Position
Rhön Dieser Aufschluss zeigt typischen, säuligen Basalt der Rhön. Durch den bereits bestehenden Schutzstatus (NSG Rhön) bildeten sich im Bruch Trocken- und Feuchtbiotope. Die Quellaustritte im Aufschluss speisen den Basaltsee. Ehemals waren hier bis zu 12 m hohe Säulen aufgeschlossen, die in den 30er Jahren abgebaut und zum Dammbau bis nach Holland versandt wurden. Nur noch die obersten Enden der Basaltsäulen sind sichtbar. Erschlossen mit Parkplatz, Kiosk, Grillplatz. 450
30 × 15
Typ: Basaltsäulen, Gesteinsart, Schichtquelle
Art: Basalt
Steinbruch bedeutend Naturdenkmal, Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet
Basaltsee (Silbersee) S von Roth Rhön SilberseeRothA 2013-05.jpg
673A004 Hausen
Position
Rhön Im zentralen Teil des ehemaligen Basalt-Steinbruchs wurde fächer- bzw. meilerförmiger Säulenbasalt abgebaut. Die massigen Olivin-Basalte zeigen an der SW-Wand säulige Ausbildung. An der tiefsten Stelle der Sohle bildete sich ein See aus, der teilweise von einem malerischen Baumbestand umgeben wird (Picknickplatz und Wanderwege erschließen den Ort). Schöne, palisaden-ähnliche Basaltsäulen entlang des Süd und Südwest-Ufers. 14000
100 × 140
Typ: Basaltsäulen, Felswand/-hang, Gesteinsart
Art: Basalt
Steinbruch wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Ehem. Basaltbruch NNE von Sennhütte 673A005 Fladungen
Position
Rhön Im ehemaligen Basaltabbau ist an den Steilwänden teilweise auch säulig absondernder Basalt aufgeschlossen. 21600
120 × 180
Typ: Gesteinsart, Basaltsäulen
Art: Basalt
Steinbruch bedeutend Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Ehem. Basaltbruch E von Sennhütte 673A006 Fladungen
Position
Rhön Der gesamte Steinbruchkomplex (ca. 3 größere Gewinnungsbereiche) erschließt Tuffe, Basanite und säuligen Basalt. Basalt-Flows lagern z. T. auf Pyroklastiten auf. In diesem Bruch ist interessante Geologie gepaart mit wertvollen Feucht- und Trockenbiotopen. Der gesamte Komplex ist zugewachsen und schlecht begehbar, die beiden Seen sind Fischereigewässer. 120000
300 × 400
Typ: Basaltsäulen, Schichtfolge, Gesteinsart
Art: Basalt, Tuff/Tuffit
Steinbruch bedeutend Vogelschutzgebiet, Naturpark
Ehem. Basaltbruch WSW von Roth 673A007 Hausen
Position
Rhön Der ehemalige Steinbruch liegt unmittelbar am Rand des NSG Lange Rhön. Er erschließt Olivinbasalte in massiger Ausbildung. 20000
100 × 200
Typ: Gesteinsart
Art: Basalt
Steinbruch bedeutend Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Ehem. Basaltbruch N von Bischofsheim (am Holzberg) 673A008 Bischofsheim an der Rhön
Position
Rhön Der ausgedehnte Basaltbruchkomplex besitzt zwei Hauptabbausohlen. Über der oberen Sohle stehen Basaltsäulen an, die effusive Lava-Decken zeigen (ähnlich denen im benachbarten Bauersberg-Steinbruch), im unteren Bereich wurde z. T. Sperrmüll, teilweise im Grundwasserbereich, abgelagert. 120000
300 × 400
Typ: Gesteinsart, Basaltsäulen
Art: Basalt
Steinbruch bedeutend Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
Ehem. Muschelkalksteinbruch NW von Hollstadt 673A009 Hollstadt
Position
Nördliche Fränkische Platten Der ehemalige Bruch erschließt einen Abschnitt des Unteren Muschelkalks mit der Oolithbank Beta 2 unter der Oberkante. Die Hauptwand, die durch eine einzige große Kluftfläche gebildet wird, zeigt eine Karstschlotte und hervorragend durch die Verwitterung herauspräparierte primäre Sedimentstrukturen (sedimentäre Rutschungen, Schrägschichtung, Bioturbation). Seit der Erstaufnahme schon stark mit Gebäuden zugebaut. 1000
50 × 20
Typ: Sedimentstrukturen, Gesteinsart, Karstschlot, Karstspalte
Art: Kalkstein
Steinbruch wertvoll kein Schutzgebiet
Tongrube ENE von Kleinbardorf 673A010 Bad Königshofen im Grabfeld
Position
Haßberge-Region Aufgeschlossen ist der oberste Abschnitt der Myophorien-Schichten, bestehend aus abwechselnd blaugrünlichen und rotbraunen Tonschluffsteinen mit darin eingeschalteten harten dolomitischen Mergelbänkchen (Steinmergel). Die aufgeschlossene Bruchtektonik ist eine typische (germanotype oder saxonische) Ausweichstektonik. Der Aufschluss ist die Typlokalität der Grabfeld-Formation. 1600
80 × 20
Typ: Typlokalität, Störung, Schichtfolge
Art: Tonmergelstein
Lehmgrube/Tongrube/Mergelgrube besonders wertvoll Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
Aufschluss am Judenhügel NE von Sulzfeld 673A011 Sulzfeld
Position
Haßberge-Region In einem Hohlweg auf der Anhöhe sind tonig-mergelige Schichten des Mittleren bis Oberen Burgsandsteins (Beckenfazies) in leicht (20°) geneigter Lagerung gut aufgeschlossen. Sie werden durch Steinmergelbänke mit dazwischen gelagerten graugrünlichen und rotbraunen Tonschluffsteinen gekennzeichnet. Typisch sind die graugrünlichen (chemisch-reduzierten?) Tonschluffstein-Einschaltungen jeweils direkt unterhalb der Steinmergelbänke. 800
80 × 10
Typ: Schichtfolge, Gesteinsart
Art: Tonmergelstein
Böschung wertvoll Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
Basaltprismenwand am Gangolfsberg WNW von Urspringen Basaltsaeulen Detail Gangolfsberg.jpg
673A016 Oberelsbach
Position
Rhön Holzstapelartig übereinander liegende Basaltsäulen (ca. 30–40 cm Durchmesser). Spektakulär gut aufgeschlossen und sichtbar. Infotafel am Wandfuß. Mittelgroßes Blockmeer rechts der Prismenwand. Sehr seltener Aufschlusstyp. Ca. 50 m westlich rechts des Pfades kleiner Aufschluss mit Kontakt Basalt/Tuff, Schlacke. Evtl. Rest eines Schlackekegels? 150
30 × 5
Typ: Basaltsäulen, Kontakt, Gesteinsart
Art: Basalt, Tuff/Tuffit
Hanganriss/Felswand wertvoll Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Brend-Anschnitt NW von Schönau 673A017 Schönau an der Brend
Position
Rhön Der 10 m hohe Aufschluss im Steilufer der Brend zeigt einen Teil der Volpriehausen-Wechselfolge. Er stellt den einzigen größeren Aufschluss in dieser Schichtfolge in der gesamten Region dar. 0
keine Angabe
Typ: Schichtfolge, Sedimentstrukturen
Art: Sandstein, Tonstein, Schluffstein
Prallhang/Flussbett/Bachprofil wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Naturpark
Gipsmergel-Aufschluss an der Altenburg SE von Trappstadt 673A019 Trappstadt
Position
Haßberge-Region Unterhalb des Plateaus der Altenburg, das aus Schichten des Coburger Sandsteins gebildet wird, ist der Heldburger Gipsmergel aufgeschlossen. Hier wurde früher eine Gipslinse abgebaut. Heute ist nur noch ein kleiner Aufschluss vorhanden, der von standorttypischen und seltenen Pflanzen bewachsen ist. 120
30 × 4
Typ: Gesteinsart, Sedimentstrukturen
Art: Gips, Mergelstein
Tagebau bedeutend Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Aufgel. Rhätsandsteinbruch SE von Johanneshof 673A020 Sulzfeld
Position
Haßberge-Region Der aufgelassene Steinbruch an der Feriensiedlung liegt im unteren Teil des Rhät. Besonders ins Auge springt im Steinbruch eine dichte Schar von Klüften und Verwerfungen, die die Sandsteinschichten regelrecht in Dominosteine zerbrechen. Zum Teil sind die Sandsteinbänke auch verkippt und schief gestellt. In den obersten Partien des Sandsteins findet sich die Brackwassermuschel Haßbergia haßbergensis. Infotafel Nr. 15 der Georoute Haßberge. 250
25 × 10
Typ: Störung, Tierische Fossilien, Gesteinsart
Art: Sandstein
Steinbruch wertvoll Landschaftsschutzgebiet, Vogelschutzgebiet, Naturpark
Aufgelassene Tongrube S von Großbardorf 673A021 Großbardorf
Position
Haßberge-Region Aufgeschlossen sind die Schichten der Grabfeld-Formation mit ihren abwechselnden blaugrünen und rotbraunen Ton- Schluffsteinen. Darin eingeschaltet sind harte dolomitische Steinmergelbänkchen. Die markante Bank im obersten Bereich ist die so genannte Beta-Bank. 1200
120 × 10
Typ: Schichtfolge, Sedimentstrukturen
Art: Ton, Mergelstein
Lehmgrube/Tongrube/Mergelgrube wertvoll kein Schutzgebiet
Aufgelassener Schilfsandsteinbruch NNW von Eyershausen 673A022 Bad Königshofen im Grabfeld
Position
Haßberge-Region Die Abbauwände dokumentieren einen mächtigen und homogenen Sandstein, der von schräg verlaufenden Klüften durchzogen ist. Die Trennfuge, die den Sandstein teilt, ist nur gering ausgebildet. Der Steinbruch liegt im Zentrum einer ehemaligen Flußrinne. Am unteren Zugang zum Bruch ist der Übergang zu den Mittleren Estherienschichten aufgeschlossen. Der obere Teil wurde durch das Flusssystem ausgeräumt. 8100
90 × 90
Typ: Gesteinsart
Art: Sandstein
Steinbruch wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Gipshügel SE von Alsleben 673A023 Trappstadt
Position
Haßberge-Region Im Naturschutzgebiet südöstlich von Alsleben ist auf einer Fläche von etwa 200 200 Meter eine ausgeprägte Subrosionslandschaft erhalten. Zahlreiche Unebenheiten stellen die Hinterlassenschaften der Auslaugung von Gips (Gipskarst) aus dem Gipskeuper dar. Im weiteren Umfeld sind infolge einer intensiven Landwirtschaft keine Zeugnisse der Subrosion mehr erkennbar. Gelegentlich sind auf den Ackerflächen aber noch kleinere Belegstücke von Gips zu finden. 40000
200 × 200
Typ: Subrosionslandschaft, Doline, Erdfall, Schichtstufe
Art: Gips
Hanganriss/Felswand wertvoll Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
Ehem. Basaltbruch am Nordhang des Kreuzberges 673A024 Bischofsheim an der Rhön
Position
Rhön Der kleine im Abhang gelegene Basaltsteinbruch zeigt äußerst regelmäßige, wie mit dem Lineal gezogene Basaltsäulen. Der Steinbruch wächst rasch zu. 400
20 × 20
Typ: Gesteinsart, Basaltsäulen
Art: Basalt
Steinbruch bedeutend Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Ehemaliger Basaltbruch Steinernes Haus 2 673A025 Oberelsbach
Position
Rhön Ehemaliger Abbau von Basaltsäulen, die in den teilweise verwachsenen bis 8 Meter hohen Aufschlusswänden in horizontaler bis vertikaler Stellung anstehen. Im Spätsommer 2010 wurden Teilgebiete des Aufschlusses entholzt. Ungewöhnlich ist das Vorkommen des Sumpf-Herzblattes (Parnassia palustris), einem Anzeiger für feuchte Standorte, welches eher kalkig-mergelige Standorte bevorzugt. Möglicherweise deutet dies auf Verfüllung mit Fremdmaterial hin. 17500
175 × 100
Typ: Gesteinsart, Basaltsäulen
Art: Basalt
Steinbruch bedeutend Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Sandgrube S von Wollbach 673A026 Wollbach
Position
Rhön Die Sandgrube befindet sich im Besitz der Gemeinde und schließt ein ca. 4 m mächtiges Sandvorkommen auf. Privatpersonen dürfen nach Rücksprache mit der Gemeindeverwaltung Sand für nichtgewerbliche Zwecke entnehmen. Der kreuzgeschichtete Sand enthält unregelmäßige, geringmächtige Zwischenlagen von hellgrauem plastischen Ton. Am nördl. Abbaustoß finden sich Brutröhren von Hautflüglern (vermutl. Solitärbienen). Im östl. Bereich gibt es eine selten austrocknende Ansammlung von Oberflächenwasser. Ca. 500 m nordwestl. Befindet sich eine weitere Sandgrube. Diese wird sporadisch betrieben. Sie ist eingezäunt, ihr Betreten ist verboten. In den dortigen Tonlinsen wurden Relikte von Blättern, Früchten und Samen gefunden, die eine stratigraphische Zuordnung in das Pliozän zulassen. Die organische Substanz wurde durch zirkulierende Wässer aufgelöst, sodass lediglich Abdrücke erhalten blieben. Es wird angenommen, dass es sich um Ablagerungen einer Ur-Saale mit flussbegleitendem Auwald handelt. Somit wird hier eines der ältesten bekannten Flusssysteme Nordbayerns dokumentiert. 2700
90 × 30
Typ: Pflanzliche Fossilien, Tagebau
Art: Sand, Ton
Kiesgrube/Sandgrube besonders wertvoll kein Schutzgebiet
Ehemalige Braunkohlengrube Einigkeit am Bauersberg 673G001 Bischofsheim an der Rhön
Position
Rhön Zu dem restaurierten Abbaustollen (elektrisch beleuchtet im Winter wegen Fledermäusen verschlossen) von tertiären Braunkohlen führt ein geologischer Lehrpfad. Seit über 100 Jahren immer wieder Abbauversuche jedoch jedes Mal wegen Unwirtschaftlichkeit wieder aufgegeben. Die Braunkohle ist unrein mit sandig-tonigem Zwischenmittel und geringem Lignitgehalt. Durch hohen Pyritanteil kam es mehrfach zu Selbstentzündung dadurch wurden überlagernde Ton-/Mergelschichten gefrittet. Daneben verfüllte Pingen. Typ: Stollen, Pinge/nfeld, Schichtfolge, Gesteinsart
Art: Braunkohle, Basalt
Tunnel, Stollen, Schacht besonders wertvoll kein Schutzgebiet Möglicherweise vom LfU gestrichen (Okt. 2018)
Frickenhäuser See ESE von Frickenhausen Frickenhaeuser see doline.jpg
673R001 Mellrichstadt
Position
Nördliche Fränkische Platten Der fast kreisrunde, zu- und abflusslose Frickenhäuser See, der einzige natürlich entstandene See im nördlichen Unterfranken, liegt auf einer Verwerfung, die eine ca. 20 Grad nach SW einfallende Schichttafel aus Unterem Muschelkalk im NE von Oberen Buntsandstein im SW trennt. Da die Hälfte des Sees im Bereich des ehemals vorhandenen Unteren Muschelkalks liegt, muss dieser aufgelöst worden sein. Ob die fundamentale Ursache eine Auslaugung von Zechsteinsalz ist, muss offen bleiben. 22500
150 × 150
Typ: Erdfall, Gesteinsart
Art: Kalkstein
Hanganriss/Felswand besonders wertvoll Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet Bayerns schönste Geotope Nr. 12
Basaltblockmeer Johannisfeuer am Kreuzberg KG Basaltblockmeer Johannisfeuer 0.JPG
673R002 Bischofsheim an der Rhön
Position
Rhön Unmittelbar östlich des Sendemastes liegt ein weites Blockmeer aus massigem Basalt. Der Kreuzberg ist der meistbesuchte Ausflugsberg der bayerischen Rhön (Kloster). Dadurch ist auch das Blockmeer bekannter als Blockmeere auf benachbarten Bergen. Der Blockstrom am Ostabhang nährt sich von an der Kante Hochfläche/Talhang anstehendem Basalt. 8000
200 × 40
Typ: Blockmeer, Gesteinsart
Art: Basalt
sonstiger Aufschluss wertvoll Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
Teufelskeller am Gangolfsberg NW von Oberelsbach Basaltprismenwand Gangolfsberg.jpg
673R003 Oberelsbach
Position
Rhön Felswand mit Anschnitt zweier Basalt-Decken über einer Diskordanz: im Hangenden eine mehr oder weniger horizontal geschichtete Decke, darunter eine Decke bestehend aus steilstehenden Basaltsäulen, die direkt unter der Diskordanz umgebogen sind. Der Teufelskeller ist eine 5 3 1,5 m große natürliche Höhle unter einem gewaltigen Sturzblock am Fuße der Steilwand, wo zahlreiche kleine Blöcke herumliegen. Die frühere Deutung der Entstehung als Gasblase im Magma kann nicht bestätigt werden. 4000
100 × 40
Typ: Vulkanschlot, Basaltsäulen, Felsblock, Kontakt, Gesteinsart
Art: Basalt
Hanganriss/Felswand wertvoll Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Basaltblockschutt am Eisgraben WSW von Hausen 673R004 Hausen
Position
Rhön Das Vorkommen befindet sich auf dem Talhang des Eisgrabens hinter einem Haus (Eisgraben-Hütte) und geht talwärts in eine Rutschmasse über. 6000
60 × 100
Typ: Blockmeer
Art: Basalt
Hanganriss/Felswand wertvoll Naturschutzgebiet, Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
Muschelkalk-Schichtstufe NW von Ostheim 673R005 Ostheim vor der Rhön
Position
Nördliche Fränkische Platten Das Naturschutzgebiet Weyershauk liegt auf einer mit ca. 20° nach Osten einfallenden Schichttafel aus Unterem Muschelkalk (Wellenkalk). Der auf die Höhe führende Weg steigt insbesondere in seiner oberen Hälfte (bis zum Gipfelkreuz) mit den an der Geländekante ausstreichenden und z. T. gut aufgeschlossenen Wellenkalkschichten (v. a. mit einer Konglomeratbank) an. 240000
300 × 800
Typ: Schichtstufe
Art: Kalkstein
Hanganriss/Felswand wertvoll Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Erdfall NNW von Großbardorf 673R006 Großbardorf
Position
Nördliche Fränkische Platten Das kreisrunde, ca. 10 m tiefe und trichterförmig erweiterte Loch entstand 1989 durch Auslaugungen im Oberen Muschelkalk, ca. 350 m westlich der Untertanningsmühle im Wald. 4
2 × 2
Typ: Erdfall, Karst-Schachthöhle
Art: Tonmergelstein, Gips
sonstiger Aufschluss wertvoll kein Schutzgebiet
Teufelsmühle SSE von Holzberg ND Teufelsmuehle Holzberg Juni 2015 4.jpg
673R007 Bischofsheim an der Rhön
Position
Rhön Umgeben von Schluchtwald liegt ein sagenumwobener 3 m tiefer Fall. 60
20 × 3
Typ: Wasserfall
Art: Basalt
Prallhang/Flussbett/Bachprofil bedeutend Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Schwarzes Moor WNW von Hausen Schwarzes Moor Moorauge.JPG
673R008 Hausen
Position
Rhön Das Schwarze Moor ist eines der größten und besterhaltenen Moore der Rhön. Die Besucher werden auf Holzbohlen durch das Hochmoor geführt. Tafeln verdeutlichen Entstehung und Ökologie des Moores. Ein Aussichtsturm ermöglicht einen Überblick. 1200000
1500 × 800
Typ: Hochmoor, Niedermoor
Art: Torf, Basalt
kein Aufschluss wertvoll Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet Bayerns schönste Geotope Nr. 47
Basalt-Blockhalden am Gangolfsberg NW von Oberelsbach 673R009 Oberelsbach
Position
Rhön Die Blockhalde aus jungtertiärem Basalt bedeckt weite Bereiche der Westseite des Gangolfsberges. 20000
200 × 100
Typ: Blockmeer
Art: Basalt
Block wertvoll Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
Vulkanrest Arnsberg NE von Wildflecken 673R010 Bischofsheim an der Rhön
Position
Rhön Der Gipfelbereich des Arnsberges besteht aus einer morphologisch auffälligen Basaltkuppe, die den umgebenden Unteren Muschelkalk um etwa 50 m überragt. Der zum Gipfel führende Wanderweg zeigt den Unteren Muschelkalk anstehend, während die teilweise bewaldete Kuppe Fundmöglichkeiten für Basalt (teils anstehend, teils als Lesesteine) bietet. 250000
500 × 500
Typ: Vulkanschlot, Felskuppe
Art: Basalt, Kalkstein
Felshang/Felskuppe wertvoll Landschaftsschutzgebiet

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Geotope im Landkreis Rhön-Grabfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien