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QualifikationBearbeiten

Als Titelverteidiger war Italien automatisch qualifiziert.

AufgebotBearbeiten

Name Verein zu WM-Beginn Geburtstag Spiele Tore  
Torhüter
Carlo Ceresoli Italien 1861  FC Bologna 14.06.1910 0 0 0
Guido Masetti Italien 1861  AS Rom 22.11.1907 0 0 0
Aldo Olivieri Italien 1861  AS Lucchese Libertas 02.10.1910 4 0 0
Verteidiger
Alfredo Foni Italien 1861  Juventus Turin 20.01.1911 3 0 0
Eraldo Monzeglio Italien 1861  AS Rom 05.06.1906 1 0 0
Pietro Rava Italien 1861  Juventus Turin 21.01.1916 4 0 0
Mittelfeldspieler
Miguel Andreolo Italien 1861  FC Bologna 06.09.1912 4 0 0
Aldo Donati Italien 1861  AS Rom 29.09.1910 0 0 0
Giovanni Ferrari Italien 1861  Ambrosiana-Inter 06.12.1907 4 0 0
Mario Genta Italien 1861  CFC Genua 01.03.1912 0 0 0
Ugo Locatelli Italien 1861  Ambrosiana-Inter 05.02.1916 4 0 0
Renato Olmi Italien 1861  Ambrosiana-Inter 12.07.1914 0 0 0
Mario Perazzolo Italien 1861  CFC Genua 07.06.1911 0 0 0
Pietro Serantoni Italien 1861  AS Rom 11.12.1906 4 0 0
Stürmer
Sergio Bertoni Italien 1861  Pisa Calcio 23.09.1915 0 0 0
Amedeo Biavati Italien 1861  FC Bologna 04.04.1915 3 0 0
Bruno Chizzo Italien 1861  US Triestina 19.04.1916 0 0 0
Gino Colaussi Italien 1861  US Triestina 04.03.1914 3 4 0
Pietro Ferraris Italien 1861  Ambrosiana-Inter 15.02.1912 1 1 0
Giuseppe Meazza Italien 1861  Ambrosiana Inter 23.08.1910 4 1 0
Piero Pasinati Italien 1861  US Triestina 21.07.1910 1 0 0
Silvio Piola Italien 1861  Lazio Rom 29.09.1913 4 5 0
Trainer
Italien 1861  Vittorio Pozzo 12.03.1886

Spiele der italienischen MannschaftBearbeiten

AchtelfinaleBearbeiten

18.000 Stade Vélodrome (Marseille) Italien 1861  Italien Norwegen  Norwegen Beranek (Deutschland) 2:1 n. V. (1:1, 1:0) 1:0 Ferraris (2.)
1:1 Brustad (83.)
2:1 Piola (94.)

Weltmeister Italien musste sich gegen Norwegen durch die Extrazeit quälen. Lange führte das Team von Trainer Pozzo 1:0 durch Ferrari (2.). Doch sieben Minuten vor dem Abpfiff gelang Brustad der damals sensationelle Ausgleich. Erst als Piola das 2:1 für die Azzurri erzielte (94.), das über die Zeit gerettet werden konnte, waren die abwehrstarken Norweger besiegt.

ViertelfinaleBearbeiten

58.000 Stade Olympique de Colombes (Paris) Frankreich  Frankreich Italien 1861  Italien Baert (Belgien) 1:3 (1:1) 0:1 Colaussi (9.)
1:1 Heisserer (10.)
1:2 Piola (51.)
1:3 Piola (72.)

Italien verwies in Paris den Veranstalter Frankreich mit 3:1 in die Grenzen.

HalbfinaleBearbeiten

30.000 Stade Vélodrome (Marseille) Italien 1861  Italien Brasilien 1889  Brasilien Wüthrich (Schweiz) 2:1 (0:0) 1:0 Colaussi (51.)
2:0 Meazza (60. / Elfmeter)
2:1 Romeu (87.)

Das zweite Semifinalspiel zwischen Italien und Brasilien war sehr eng. Brasilien (ohne Leonidas – eine Quelle sagt, er wurde geschont; eine andere, er war verletzt) musste kurz hintereinander die beiden entscheidenden Gegentore von Colaussi (55.) und Giuseppe Meazza (60., per Elfmeter) hinnehmen. Das Anschlusstor durch Romeo (87.) kam viel zu spät, als dass es einen Umschwung hätte bedeuten können. Ohne Leonidas war der Angriff gegen die kompakte Abwehr Italiens auch letztlich zu harmlos.

FinaleBearbeiten

60.000 Stade Olympique de Colombes (Paris) Ungarn 1918  Ungarn Italien 1861  Italien Capdeville (Frankreich) 2:4 (1:3) 0:1 Colaussi (6.)
1:1 Titkos (8.)
1:2 Piola (16.)
1:3 Colaussi (35.)
2:3 Sárosi (70.)
2:4 Piola (82.)

Im Finale trafen Italien (Stärken: Kampf, Erfolgsbessenheit, Cleverness) und Ungarn (Stärken: Technik, Eleganz, Angriff) aufeinander. Die favorisierten Italiener gingen schon nach sechs Minuten durch ihren Linksaußen Colaussi in Front. Ungarn glich umgehend durch seinen Linksaußen Titkos (8.) aus. Ein toller Spielzug über vier Stationen landete in der 16. Minute vor den Füßen des wohl besten Italieners, Silvio Piola. Seine ‚Bombe’ aus ca. 10 Metern schlug unhaltbar für Keeper Szabo ein. Auch beim vorentscheidenden 3:1 war Piola involviert. Sein Zuckerpass auf Colaussi nutzte dieser kaltblütig aus (35.). Dank seiner stabilen Abwehr überstand die Pozzo-Truppe auch die wütenden Angriffsversuche der Ungarn nach dem Seitenwechsel. Nicht verhindern konnten die Italiener jedoch das Anschlusstor zum 2:3 durch Ungarns Mannschaftskapitän Dr. Sarosi (70.). Wieder war es Piola, dessen kraftvoller Linksschuss zum 4:2 (80.) auch die letzten Hoffnungen der Magyaren zerstörte. 55.000 Zuschauer, die mehrheitlich den vermeintlich Schwächeren, das Team Ungarns, anfeuerten, mussten neidlos anerkennen, dass die bessere Mannschaft ihren Titel verteidigen konnte.