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FIFA-Konföderationen-Pokal 2017

Sportveranstaltung
FIFA-Konföderationen-Pokal 2017
FIFA Confederations Cup 2017
Anzahl Nationen 8
Sieger DeutschlandDeutschland Deutschland (1. Titel)
Austragungsort RusslandRussland Russland
Eröffnungsspiel 17. Juni 2017
Endspiel 2. Juli 2017
Spiele 16
Tore 43 (⌀: 2,69 pro Spiel)
Zuschauer 628.304 (⌀: 39.269 pro Spiel)
Torschützenkönig DeutschlandDeutschland Timo Werner
Bester Spieler DeutschlandDeutschland Julian Draxler
Bester Torhüter ChileChile Claudio Bravo
Gelbe Karte Gelbe Karten 59 (⌀: 3,69 pro Spiel)
Gelb-Rote Karte Gelb-Rote Karten (⌀: 0,19 pro Spiel)
Rote Karte Rote Karten (⌀: 0,06 pro Spiel)

Der FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 (offiziell englisch FIFA Confederations Cup 2017; russisch Кубок конфедераций 2017 Kubok konfederazi 2017) war die zehnte Ausspielung dieses interkontinentalen Fußball-Wettbewerbs für Nationalmannschaften. Das Turnier fand zwischen dem 17. Juni und dem 2. Juli 2017 in Russland statt. Da der Weltfußballverband FIFA seit 2005 den Konföderationen-Pokal als sportliche und organisatorische Generalprobe grundsätzlich an das Land vergibt, das im folgenden Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtet, stand Russland mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 an den russischen Fußballverband auch als Ausrichter des Konföderationen-Pokals fest.[1][2] Russlands Rolle als Gastgeber wurde am 2. Dezember 2010 bekannt gegeben.[3]

Durch den Sieg im Finalspiel gegen Chile konnte Deutschland erstmals das Turnier gewinnen.

Inhaltsverzeichnis

SpielorteBearbeiten

Stadien in vier Städten dienten für den FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 als Veranstaltungsort.[4][5] Diese sollen auch für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 genutzt werden.

Sankt Petersburg Moskau
Moskau
Kasan
Sankt Petersburg
Sotschi
Kasan Sotschi
Krestowski-Stadion Otkrytije Arena Kasan-Arena Olympiastadion Sotschi
Kapazität: 69.500
(Neubau)
Kapazität: 42.000
 
Kapazität: 45.015
(Neubau)
Kapazität: 47.659
(Neubau)
       

TeilnehmerBearbeiten

Für den Wettbewerb waren folgende Nationalmannschaften qualifiziert (Platz in der FIFA-Weltrangliste im November 2016[6]):

  1. Russland  Russland als Gastgeber (55.)
  2. Deutschland  Deutschland als Weltmeister 2014 (3.)
  3. Australien  Australien als Asienmeister 2015 (48.)
  4. Chile  Chile als Sieger der Copa América 2015 (4.)
  5. Mexiko  Mexiko als Sieger des CONCACAF Cups 20151 (18.)
  6. Neuseeland  Neuseeland als Ozeanienmeister 2016 (110.)
  7. Portugal  Portugal als Europameister 2016 (8.)
  8. Kamerun  Kamerun als Afrikameister 2017 (65.)
1 Nach Verlängerung 3:2-Sieger im Entscheidungsspiel gegen den Gold-Cup-Gewinner 2013 (Vereinigte Staaten  USA)[7]

AuslosungBearbeiten

Die Auslosung fand am 26. November 2016 in Kasan statt.[8] Der Spielplan wurde am 24. Juli 2015 bekannt gegeben.[9] Für die Auslosung wurden Gastgeber Russland, Weltmeister Deutschland, Südamerikameister Chile und Europameister Portugal, die in der FIFA-Weltrangliste im November 2016 die höchsten Plätze belegten,[6] in Topf 1 gesetzt. Mexiko, Australien, Neuseeland und der zu dem Zeitpunkt noch nicht feststehende Afrikameister des Jahres 2017 (Kamerun) kamen in Topf 2.[10] Zudem wurde Russland als Gruppenkopf von Gruppe A festgelegt. Es ergaben sich Änderungen zu den bisherigen Losverfahren: Zum einen war der amtierende Weltmeister nicht mehr als zweiter Gruppenkopf gesetzt. Zum anderen galt durch die Teilnahme dreier europäischer Mannschaften nicht mehr die Regel, dass zwei Teams aus demselben kontinentalen Verband in der Gruppenphase nicht aufeinander treffen dürfen, nun durften es höchstens zwei sein.[11]

Gruppen und Kader
Gruppe A Gruppe B
Russland  Russland Kamerun  Kamerun
Neuseeland  Neuseeland Chile  Chile
Portugal  Portugal Australien  Australien
Mexiko  Mexiko Deutschland  Deutschland

VorrundeBearbeiten

Zeitangaben in Ortszeit UTC+3, dahinter in Klammern die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) (UTC+2).

Gruppe ABearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Portugal  Portugal  3  2  1  0 007:200  +5 07
 2. Mexiko  Mexiko  3  2  1  0 006:400  +2 07
 3. Russland  Russland  3  1  0  2 003:300  ±0 03
 4. Neuseeland  Neuseeland  3  0  0  3 001:800  −7 00
Sa., 17. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Sankt Petersburg
Russland Neuseeland 2:0 (1:0)
So., 18. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Kasan
Portugal Mexiko 2:2 (1:1)
Mi, 21. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Moskau
Russland Portugal 0:1 (0:1)
Mi, 21. Juni 2017, 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Sotschi
Mexiko Neuseeland 2:1 (0:1)
Sa., 24. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Kasan
Mexiko Russland 2:1 (1:1)
Sa., 24. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Sankt Petersburg
Neuseeland Portugal 0:4 (0:2)

Gruppe BBearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Deutschland  Deutschland  3  2  1  0 007:400  +3 07
 2. Chile  Chile  3  1  2  0 004:200  +2 05
 3. Australien  Australien  3  0  2  1 004:500  −1 02
 4. Kamerun  Kamerun  3  0  1  2 002:600  −4 01
So., 18. Juni 2017, 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Moskau
Kamerun Chile 0:2 (0:0)
Mo., 19. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Sotschi
Australien Deutschland 2:3 (1:2)
Do., 22. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Sankt Petersburg
Kamerun Australien 1:1 (1:0)
Do., 22. Juni 2017, 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Kasan
Deutschland Chile 1:1 (1:1)
So., 25. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Sotschi
Deutschland Kamerun 3:1 (0:0)
So., 25. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Moskau
Chile Australien 1:1 (0:1)

FinalrundeBearbeiten

HalbfinaleBearbeiten

Mi., 28. Juni 2017, 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Kasan
Portugal  Portugal Chile  Chile 0:0 n. V., 0:3 i. E.
Do., 29. Juni 2017, 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Sotschi
Deutschland  Deutschland Mexiko  Mexiko 4:1 (2:0)

Spiel um Platz 3Bearbeiten

So., 2. Juli 2017, 15:00 Uhr (14:00 Uhr MESZ) in Moskau
Portugal  Portugal Mexiko  Mexiko 2:1 n. V. (1:1, 0:0)

FinaleBearbeiten

So., 2. Juli 2017 um 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Sankt Petersburg
Chile  Chile Deutschland  Deutschland 0:1 (0:1)

TorschützenlisteBearbeiten

 
Timo Werner,
Gewinner des Goldenen Schuhs
 
Lars Stindl,
Gewinner des Silbernen Schuhs
 
Leon Goretzka,
Gewinner des Silbernen Schuhs

Nachfolgend aufgelistet sind die Torschützen der Endrunde.[12] Die Sortierung erfolgt nach Anzahl der geschossenen Tore, bei gleicher Trefferzahl sind die Vorlagen und danach die Spielminuten ausschlaggebend.

Rang Spieler To­re Vor­lagen Spiel­minuten
1 Deutschland  Timo Werner
„Goldener Schuh“
3 2 292
2 Deutschland  Lars Stindl
„Silberner Schuh“
3 0 336
2 Deutschland  Leon Goretzka
„Silberner Schuh“
3 0 337
4 Portugal  Cristiano Ronaldo 2 1 367
5 Mexiko  Marco Fabián 1 1 133
6 Portugal  Ricardo Quaresma 1 1 252
7 Russland  Alexander Samedow 1 1 270
8 Portugal  André Silva 1 1 372
9 Chile  Eduardo Vargas 1 1 421
10 Chile  Alexis Sánchez 1 1 422
11 Deutschland  Julian Draxler 1 1 431
12 Chile  Arturo Vidal 1 1 480
13 Deutschland  Amin Younes 1 0 19
14 Deutschland  Kerem Demirbay 1 0 77
15 Chile  Martin Rodriguez 1 0 87
16 Australien  James Troisi 1 0 134
17 Australien  Tom Rogic 1 0 150
18 Mexiko  Oribe Peralta 1 0 162
19 Mexiko  Hirving Lozano 1 0 194
20 Portugal  Nani 1 0 195
21 Portugal  Bernardo Silva 1 0 218
Australien  Tomi Juric 1 0 218
23 Portugal  Adrien Silva 1 0 255
24 Russland  Fjodor Smolow 1 0 258
25 Kamerun  André Zambo Anguissa 1 0 269
26 Australien  Mark Milligan 1 0 270
Neuseeland  Chris Wood 1 0 270
Kamerun  Vincent Aboubakar 1 0 270
29 Mexiko  Raúl Jiménez 1 0 286
30 Portugal  Cédric Soares 1 0 300
31 Mexiko  Chicharito 1 0 355
32 Portugal  Pepe 1 0 390
33 Mexiko  Néstor Araujo 1 0 413
34 Mexiko  Héctor Moreno 1 0 425

Außerdem gab es je ein Eigentor von Michael Boxall (Neuseeland) im Eröffnungsspiel gegen Russland und von Neto (Portugal) im Spiel um Platz 3 gegen Mexiko.

AuszeichnungenBearbeiten

Goldener BallBearbeiten

Julian Draxler wurde von der FIFA als bester Spieler des Konföderationen-Pokals 2017 mit dem Goldenen Ball prämiert. Den Silbernen Ball erhielt der Chilene Alexis Sánchez, den Bronzenen Ball Leon Goretzka.[13]

Goldener SchuhBearbeiten

Den Goldenen Schuh für den Torschützenkönig des Turniers erhielt Timo Werner für seine drei Tore und zwei Vorlagen. Seine Mannschaftskollegen Lars Stindl und Leon Goretzka teilten sich den Silbernen Schuh; sie kamen ebenfalls auf drei Tore, konnten aber im Gegensatz zu Werner keine Torvorlagen verbuchen.[13]

Goldener HandschuhBearbeiten

Der chilenische Torhüter Claudio Bravo wurde von der FIFA zum besten Torwart des Turniers ernannt.[13]

Fairplay-AuszeichnungBearbeiten

Deutschland erhielt die Fairplay-Auszeichnung der FIFA. Die Nationalmannschaft kassierte nur acht Gelbe Karten während des Turniers und fiel laut FIFA auch abseits des Platzes positiv auf.[13]

Tor des TurniersBearbeiten

In einer Internetabstimmung auf der Seite der FIFA waren die Zuschauer aufgefordert, das schönste Tor aus fünf Vorschlägen zu wählen. Tausende Fans beteiligten sich. Mit 55 Prozent der Stimmen wurde der Treffer des Mexikaners Marco Fabián zum zwischenzeitlichen 1:3 im Halbfinale gegen Deutschland zum Tor des Turniers gewählt.[14]

Gesperrte Spieler und TrainerBearbeiten

SchiedsrichterBearbeiten

Am 27. April 2017 gab die FIFA eine Liste mit neun Unparteiischen aus fünf Kontinentalverbänden bekannt, die beim Konföderationen-Pokal 2017 zum Einsatz kommen sollen. Die neun Schiedsrichter wurden von jeweils zwei Assistenten unterstützt. Komplettiert wurde das Feld von acht Videoschiedsrichtern aus fünf Kontinentalverbänden sowie dem unterstützenden Schiedsrichter Abdelkader Zitouni aus Tahiti (Oceania Football Confederation).[17] Schiedsrichter aus dem deutschsprachigen Raum waren erstmals seit der Austragung 1999 nicht nominiert worden. Die Schiedsrichter Gassama, Geiger, Pitana, Roldán und Mažić waren schon bei der Weltmeisterschaft 2014 im Einsatz, die diesjährigen Videoschiedsrichter Ermatov und Ricci waren auch bei der Weltmeisterschaft 2014, Ermatov zudem beim Konföderationen-Pokal 2013 als Hauptschiedsrichter nominiert.

Verband Schiedsrichter Assistenten Spiele Spiele
(4. Off.)
      Videoschiedsrichter
AFC Saudi-Arabien  Fahad Al-Mirdasi Saudi-Arabien  Abdulah Alshalwai
Saudi-Arabien  Mohammed Al-abakry
2 1 10 3 0 Usbekistan  Ravshan Ermatov
Iran  Alireza Faghani Iran  Mohammadreza Mansouri
Iran  Reza Sokhandan
2 1 11 0 0
CAF Gambia  Bakary Gassama Burundi  Jean-Claude Birumushahu
Kenia  Marwa Range
1 0 4 0 0 Senegal  Malang Diedhiou
CONCACAF Vereinigte Staaten  Mark Geiger Kanada  Joe Fletcher
Vereinigte Staaten  Charles Morgante
2 2 6 0 0 Vereinigte Staaten  Jair Marrufo
CONMEBOL Argentinien  Néstor Pitana Argentinien  Juan Pablo Belatti
Argentinien  Hernán Maidana
2 2 5 0 0 Paraguay  Enrique Cáceres
Brasilien  Sandro Ricci
Kolumbien  Wilmar Roldán Kolumbien  Cristian de la Cruz
Kolumbien  Alexander Guzmán
2 1 1 0 1
UEFA Serbien  Milorad Mažić Serbien  Dalibor Đurđević
Serbien  Milovan Ristić
2 2 10 0 0 Portugal  Artur Dias
Rumänien  Ovidiu Hațegan
Frankreich  Clément Turpin
Italien  Gianluca Rocchi Italien  Elenito Di Liberatore
Italien  Mauro Tonolini
2 1 11 0 0
Slowenien  Damir Skomina Slowenien  Jure Praprotnik
Slowenien  Robert Vukan
1 3 1 0 0

BesonderheitenBearbeiten

  • Erstmals belegten drei Spieler einer Mannschaft die ersten drei Plätze der Torschützenliste.
  • Mit Deutschland gewann die bisher jüngste Mannschaft das Turnier, die im Schnitt 24 Jahre und 4 Monate alt war.[18] Die im Finale eingesetzten Spieler waren mit einem Schnitt von 16,6 Länderspielen[19] auch die unerfahrensten vor Dänemark 1995 (18,2[20]).
  • Drei Spieler bestritten während des Turniers ihr 100. Länderspiel: Igor Akinfejew (als erster Torhüter Russlands) gegen Portugal, João Moutinho (Portugal) gegen Neuseeland und Tim Cahill (als erster Feldspieler Australiens) gegen Chile.
  • Alexis Sánchez (Chile) wurde mit seinem Tor im Gruppenspiel gegen Deutschland alleiniger chilenischer Rekordtorschütze und stellte in dem Spiel mit seinem 112. Länderspiel den Landesrekord von Claudio Bravo ein, den beide dann zusammen in den nächsten Spielen auf 115 steigerten. Das Tor war zudem das 400. Tor der Confed-Cup-Geschichte.
  • Cristiano Ronaldo erzielte im Spiel gegen Neuseeland sein 75. Länderspieltor und zog damit mit dem Ungarn Sándor Kocsis gleich. Beide werden in Europa nur noch von Ferenc Puskás (Ungarn, 84 Tore) übertroffen.
  • Das Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Kamerun war das 150. Spiel und der 100. Sieg unter Trainer Joachim Löw.
  • Anthony Hudson, Neuseelands englischer Trainer ist nun mit einem Alter von 36 Jahren und 96 Tagen der jüngste Confed-Cup-Trainer.
  • Mexiko stellte mit seiner Teilnahme den Rekord von Brasilien ein (beide sieben Teilnahmen).
  • Die chilenische Mannschaft ist nun mit einem Durchschnittsalter von 29 Jahren und einem Monat das bisher älteste Confed-Cup-Team.
  • Portugal ist die erste Mannschaft, der in einem Elfmeterschießen beim Confed-Cup kein Tor gelang.
  • Chile ist die erste Mannschaft, die beim Confed-Cup dreimal nacheinander remis spielte.

Quellen: resources.fifa.com, Zahlen und Fakten zu Russland 2017

Vermarktung, Organisation und UmfeldBearbeiten

FernsehübertragungBearbeiten

DeutschlandBearbeiten

In Deutschland wurden die Spiele von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern Das Erste und ZDF übertragen. Für die ARD kommentierten Tom Bartels und Gerd Gottlob, für das ZDF Claudia Neumann und Béla Réthy. Das Erste strahlte das Eröffnungsspiel aus, das ZDF übertrug das Finale. Die Übertragungen der Parallelspiele der Vorrunde am dritten Spieltag, die aus Wettbewerbsgründen gleichzeitig ausgetragen wurden, wurden bei der Gruppe A in einer Konferenzschaltung übertragen, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Spiel Russland gegen Mexiko lag. Von den Parallelspielen der Gruppe B wurde das Spiel der deutschen Mannschaft gezeigt. Drei Spiele der Vorrunde wurden von Sport1 übertragen, darunter das Parallelspiel am letzten Spieltag, welches nicht vom ZDF live gezeigt wurde.[21] Die Übertragung des Finalspiels im ZDF erreichte mit 14,69 Millionen Zuschauern (Marktanteil: 42,7 %) einen neuen Quotenrekord für den FIFA-Konföderationen-Pokal im deutschen Fernsehen.[22]

ÖsterreichBearbeiten

In Österreich wurden die Spiele von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern ORF eins und ORFSport+ übertragen.

SchweizBearbeiten

In der Schweiz übertrug der Fernsehsender SRF zwei alle Spiele. Als Moderatoren wurden Rainer Maria Salzgeber und Matthias Hüppi, als Kommentatoren Sascha Ruefer und Dani Kern engagiert.[23]

SpielballBearbeiten

Der offizielle Spielball wurde, wie schon bei Weltmeisterschaften, von Adidas gefertigt und trug bei diesem Turnier den Namen Krasava, was in der russischen Sprache „wunderschön“ bedeutet. Neben dem weißen Spielball gab es erstmals einen Winterball in orange, den man auch bei Schneetreiben erkennen sollte. Die Technik und der Aufbau orientierte sich an dem Modell der WM 2014, allerdings wurden nun nur noch sechs kongruente Paneele verwendet.[24]

TrikotausrüsterBearbeiten

Adidas (Deutschland, Russland, Mexiko), Nike (Australien, Chile, Portugal, Neuseeland) und Puma (Kamerun) waren die drei Ausrüster der acht Teilnehmer.[25]

Bearbeiten

Das Logo lehnt sich bei der Formgebung an die Trophäe des Konföderationen-Pokals an.[26] Auf dem Pokal ist ein Feuervogel, ein magisches Wesen aus der slawischen Mythologie, abgebildet. Neben dem Vogel finden sich noch mehrere Fenster, die eine Verbindung mit dem Logo der Weltmeisterschaft 2018[27] herstellen sollen. Sie zeigen die Verwandlung des Feuervogels in einen Feuerball, der im WM-Logo zu sehen ist. Im Sockel des Pokals sind acht rote Punkte sichtbar, sie repräsentieren die acht teilnehmenden Mannschaften. Dominierend ist die russische Nationalfarbe rot.[28]

Eröffnungs- und SchlussfeierBearbeiten

Vor dem ersten Spiel des Turniers traten im Stadion von St. Petersburg in einer knapp halbstündigen Aufführung hunderte Sänger und Tänzer auf. Das Stadion war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch weitgehend leer.[29] Neben einem Überblick über die russische Geschichte und Kultur wurden auch die vier Austragungsorte vorgestellt. Thematisch war die Feier an das Ballett Der Feuervogel angelehnt.[30] Vor Spielbeginn hielten der russische Präsident Wladimir Putin und der FIFA-Präsident Gianni Infantino jeweils eine Rede.[31]

Im Vorfeld des Finalspiels fand eine rund zwanzig Minuten dauernde Schlussfeier statt. Die Präsentation hat die Kultur, Geschichte und Kunst des Spielorts St. Petersburg aufgegriffen. Zudem flossen Motive des Konföderationen-Pokals, seiner früheren Gewinner und der teilnehmenden Mannschaften ein.[32]

Auswirkungen auf die FIFA-WeltranglisteBearbeiten

Durch das Turnier ergaben sich einige Veränderungen in der FIFA-Weltrangliste.[33] Sieger Deutschland kehrte nach zwei Jahren wieder auf Platz 1 zurück (zuvor Platz 3).[34] Finalgegner Chile, der im Turnier nur ein Spiel regulär gewann, verlor drei Plätze und fiel auf Rang 7 zurück. Dies ist darauf zurückzuführen, dass drei Spiele, darunter das Halbfinale gegen Portugal, das im Elfmeterschießen entschieden wurde, Unentschieden endeten. Zudem verloren die Chilenen in der Vorbereitung in Rumänien und erreichten bei einem Testspiel gegen Russland nur ein 1:1. Der Drittplatzierte Portugal verbesserte sich um vier (nun 4.), der Vierte Mexiko um einen Platz (nun 16.).[6]

Von den in der Gruppenphase ausgeschiedenen Teams gewannen Australien drei Plätze (nun 45.) und Russland einen Platz (nun 62.), während Kamerun vier (nun 36.) und Neuseeland sogar 27 Plätze verlor und bis auf Platz 122 abstürzte.[6]

WeblinksBearbeiten

  Commons: FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Putin urges Russia to prepare. In: fifa.com. FIFA, 7. April 2011, abgerufen am 31. Juli 2013 (englisch).
  2. FIFA, Russia Cement 2018 World Cup Deal. In: thisdaylive.com. THISDAY Newspapers Limited, 24. Januar 2011, archiviert vom Original am 15. Juli 2014; abgerufen am 31. Juli 2013 (englisch).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.thisdaylive.com
  3. FIFA-Präsident Blatter besucht Russland. In: fifa.com. FIFA, 23. Januar 2011, abgerufen am 21. Juli 2011.
  4. Soccer-Mutko to chair 2018 World Cup organising committee. In: reuters.com. Reuters, 27. April 2011, abgerufen am 21. Juli 2011 (englisch).
  5. Russia 2018 to start and finish at Luzhniki Stadium. In: fifa.com. FIFA, 15. Dezember 2012, abgerufen am 31. Juli 2015 (englisch).
  6. a b c d Männer-Weltrangliste. FIFA, abgerufen am 9. Juli 2017.
  7. Klinsmanns US-Team verpasst Confed-Cup-Platz. welt.de, 11. Oktober 2015, abgerufen am 8. Juli 2017.
  8. Deutschland einziger Weltmeister beim Confed Cup 2017. In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung, 11. Juli 2016, abgerufen am 16. Juli 2016.
  9. Präsentation der Spielpläne für den FIFA Konföderationen-Pokal 2017 und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018. In: fifa.com. FIFA, 24. Dezember 2015, abgerufen am 31. Juli 2015.
  10. Verfahren für die Auslosung für den FIFA Konföderationen-Pokal 2017. In: fifa.com. FIFA, 24. November 2016, abgerufen am 24. November 2016.
  11. Confed Cup 2017 Auslosung. In: confed-cup.de. 24. November 2016, abgerufen am 24. November 2016.
  12. Spieler – Meiste Tore. In: fifa.com. FIFA, 19. Juni 2017, abgerufen am 20. Juni 2017.
  13. a b c d Auszeichnungen weitgehend in deutscher Hand, FIFA, 2. Juli 2017
  14. Fabiáns traumhafter Distanzschuss ist Tor des Turniers. FIFA.com, 10. Juli 2017, abgerufen am 5. August 2017.
  15. 2006 war Mike Hanke nach der Roten Karte im Spiel um Platz 3 beim Confed-Cup 2005 für das WM-Eröffnungsspiel 2006 gesperrt.
  16. fifa.com: „Juan Carlos Osorio für sechs Spiele gesperrt“
  17. List of appointed match officials. In: fifa.com. Abgerufen am 5. Juni 2017.
  18. fifa.com: Deutschland bestraft Chiles mangelnde Chancenverwertung
  19. Chile - Germany 0:1
  20. Argentina - Denmark 0:2
  21. Confed Cup im TV: Übertragung & Spielplan. In: confed-cup.de. Abgerufen am 16. Mai 2017.
  22. Sport1: Rekordquote beim Confed-Cup-Finale, 3. Juli 2017
  23. www.srf.ch
  24. Confed Cup Spielball 2017. In: confed-cup.de. Abgerufen am 11. April 2017.
  25. Confed Cup 2017 Trikots. In: wmtrikots.info. Abgerufen am 26. Mai 2017.
  26. Abbildung des Logos des Konföderationen-Pokals 2017
  27. Abbildung des Logos der Weltmeisterschaft 2018
  28. Media background paper: Confederations Cup 2017. FIFA, März 2017, S. 7, abgerufen am 17. Juni 2017 (englisch).
  29. Bunte Eröffnungsfeier für Confed Cup. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Handelsblatt.de. 17. Juni 2017, ehemals im Original; abgerufen am 27. Juni 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.handelsblatt.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  30. Impressionen von der Eröffnungsfeier. In: ZDF.de. 17. Juni 2017, archiviert vom Original am 21. Juni 2017; abgerufen am 27. Juni 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zdf.de
  31. Bizarre Show: Putin und Infantino lassen Spieler tänzeln. In: wn.de. 18. Juni 2017, abgerufen am 27. Juni 2017.
  32. Confederations Cup set for memorable Closing Ceremony. In: FIFA.com. 27. Juni 2017, abgerufen am 27. Juni 2017 (englisch).
  33. Vergleich der FIFA-Weltranglisten vom Juni und Juli 2017.
  34. Deutschland nach zwei Jahren zurück an der Spitze. In: fifa.com. FIFA, 6. Juli 2017, abgerufen am 6. Juli 2017.