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FIFA-Konföderationen-Pokal 2009

Fußballturnier
FIFA-Konföderationen-Pokal 2009
FIFA Confederations Cup 2009
Confederations Cup 2009 Logo.svg
Anzahl Nationen 8
Sieger BrasilienBrasilien Brasilien (3. Titel)
Austragungsort SudafrikaSüdafrika Südafrika
Eröffnungsspiel 14. Juni 2009
Endspiel 28. Juni 2009
Spiele 16
Tore 44 (⌀: 2,75 pro Spiel)
Zuschauer 584.894 (⌀: 36.556 pro Spiel)
Torschützenkönig BrasilienBrasilien Luís Fabiano (5 Tore)
Bester Spieler BrasilienBrasilien Kaká
Bester Torhüter Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim Howard
Gelbe Karte Gelbe Karten 50 (⌀: 3,13 pro Spiel)
Rote Karte Rote Karten (⌀: 0,25 pro Spiel)

Der FIFA-Konföderationen-Pokal 2009 (englisch FIFA Confederations Cup 2009) war die sechste Ausspielung dieses interkontinentalen Fußball-Wettbewerbs für Nationalmannschaften unter diesem Namen und Obhut der FIFA und die achte insgesamt und fand vom 14. bis zum 28. Juni in Südafrika statt. Der Wettbewerb galt für den Gastgeber als Generalprobe für die ein Jahr später dort stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft 2010.

Südamerikameister Brasilien gewann das Turnier im Finale gegen Gold-Cup-Sieger USA und war damit nach seinen Siegen 1997 und 2005 mit insgesamt drei Titeln alleiniger Rekordgewinner des Wettbewerbs.

Inhaltsverzeichnis

SpielorteBearbeiten

Als Austragungsorte wurden im Herbst 2006 fünf von neun Städten ausgewählt. In Frage kamen dabei die Hauptstadt Pretoria, Kapstadt mit dem Sitz des Parlamentes sowie dem halbjährigen Sitz der Regierung von Januar bis Juni, Johannesburg, Durban, Bloemfontein, Rustenburg, Polokwane, Nelspruit und Port Elizabeth. Im Juli 2008 wurde erklärt, dass das Nelson-Mandela-Bay-Stadion in Port Elizabeth nicht rechtzeitig fertiggestellt wird und der Pokal nur in den übrigen vier Stadien stattfindet.[1]

Spielstätten waren dann folgende vier WM-Stadien, die allesamt modernisiert und erweitert wurden:

Rustenburg
Bloemfontein
Johannesburg
Pretoria
Rustenburg
Spielorte 2009 in Südafrika
Pretoria
Royal-Bafokeng-Stadion Loftus-Versfeld-Stadion
Kapazität: 42.000 Kapazität: 50.000
   
Bloemfontein Johannesburg
Free-State-Stadion Coca-Cola Park
Kapazität: 48.000 Kapazität: 60.000

TeilnehmerBearbeiten

Als Teilnehmer waren qualifiziert:

Die Kader der Teilnehmer
Gruppe A Gruppe B
1. Sudafrika  Südafrika 1. Vereinigte Staaten  USA
2. Irak  Irak 2. Italien  Italien
3. Neuseeland  Neuseeland 3. Brasilien  Brasilien
4. Spanien  Spanien 4. Agypten  Ägypten

VorrundeBearbeiten

Die Auslosung fand am Samstag, dem 22. November 2008 in Johannesburg statt.[2]

Gruppe ABearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Spanien  Spanien  3  3  0  0 008:000  +8 09
 2. Sudafrika  Südafrika  3  1  1  1 002:200  ±0 04
 3. Irak  Irak  3  0  2  1 000:100  −1 02
 4. Neuseeland  Neuseeland  3  0  1  2 000:700  −7 01
14. Juni, 16:00 Uhr, Johannesburg
Südafrika Irak 0:0
14. Juni, 20:30 Uhr, Rustenburg
Neuseeland Spanien 0:5 (0:4)
17. Juni, 16:00 Uhr, Bloemfontein
Spanien Irak 1:0 (0:0)
17. Juni, 20:30 Uhr, Rustenburg
Südafrika Neuseeland 2:0 (1:0)
20. Juni, 20:30 Uhr, Johannesburg
Irak Neuseeland 0:0
20. Juni, 20:30 Uhr, Bloemfontein
Spanien Südafrika 2:0 (0:0)

In Gruppe A war Gastgeber Südafrika gleich nach dem Turnierfavoriten Spanien ein Kandidat für das Halbfinale. Im ersten Spiel gegen den Irak wussten die Afrikaner jedoch nicht zu überzeugen. Gegen gut stehende Iraker gelang es ihnen trotz klarer Feldüberlegenheit nicht, ein Tor zu erzielen. Jedoch tat sich auch der hochgehandelte Europameister in seinem zweiten Spiel schwer gegen den Asienmeister, was die Leistung von Südafrika relativierte. Am letzten Spieltag kam der Gastgeber trotz einer 0:2-Niederlage gegen Spanien noch weiter, da die offensivschwachen Iraker gegen Neuseeland kein Tor erzielten.

Gruppe BBearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Brasilien  Brasilien  3  3  0  0 010:300  +7 09
 2. Vereinigte Staaten  USA  3  1  0  2 004:600  −2 03
 3. Italien  Italien  3  1  0  2 003:500  −2 03
 4. Agypten  Ägypten  3  1  0  2 004:700  −3 03
15. Juni, 16:00 Uhr, Bloemfontein
Brasilien Ägypten 4:3 (3:1)
15. Juni, 20:30 Uhr, Pretoria
USA Italien 1:3 (1:0)
18. Juni, 16:00 Uhr, Pretoria
USA Brasilien 0:3 (0:2)
18. Juni, 20:30 Uhr, Johannesburg
Ägypten Italien 1:0 (1:0)
21. Juni, 20:30 Uhr, Pretoria
Italien Brasilien 0:3 (0:3)
21. Juni, 20:30 Uhr, Rustenburg
Ägypten USA 0:3 (0:1)

In Gruppe B schien es zwischen Brasilien und Weltmeister Italien nur um den Gruppensieg zu gehen. Doch Afrikameister Ägypten sorgte mit einem 1:0-Sieg gegen die Italiener für die erste Überraschung in diesem Turnier. Im letzten Spiel gegen Brasilien unterlag die Elf von Marcello Lippi überraschend deutlich mit 0:3. Die Vereinigten Staaten gewannen am letzten Spieltag mit 3:0 gegen Ägypten und sicherten sich somit, wenn auch mit brasilianischer Schützenhilfe, den Einzug ins Halbfinale.

FinalrundeBearbeiten

HalbfinaleBearbeiten

24. Juni, 20:30 Uhr in Bloemfontein
Spanien  Spanien Vereinigte Staaten  USA 0:2 (0:1)
25. Juni, 20:30 Uhr in Johannesburg
Brasilien  Brasilien Sudafrika  Südafrika 1:0 (0:0)

Im ersten Halbfinalspiel war Spanien der klare Favorit. Doch ihre US-amerikanischen Kontrahenten standen kompakt und nutzten zwei Fehler in der spanischen Verteidigung effektiv aus. Der Europameister war zwar feldüberlegen, konnte jedoch keine seiner zahlreichen Chancen verwerten.

In der zweiten Halbfinalpartie spielte Gastgeber Südafrika gegen Brasilien überraschend stark. So erspielten sie sich gegenüber dem Rekordweltmeister eine Feldüberlegenheit und hatten einige Chancen, um zum Torerfolg zu kommen. Kurz vor Spielende sicherte Dani Alves mit einem direkten Freistoßtor den Sieg für die Brasilianer.

Spiel um Platz 3Bearbeiten

28. Juni, 15:00 Uhr in Rustenburg
Spanien  Spanien Sudafrika  Südafrika 3:2 n. V. (2:2, 0:0)

Im Spiel um den dritten Platz traten der afrikanische Gastgeber und die Iberer an. Das Spiel beider Mannschaften litt die ersten 70 Minuten unter dem zähen Spielfluss. In der ersten Hälfte wurde dem Europameister ein regulärer Treffer wegen angeblichen Abseits aberkannt. Südafrika ging in der 73. Minute durch Mphela in Führung und hielt diese Führung bis zur 88. Minute. Es folgte eine ereignisreiche Schlussphase: Der eingewechselte Stürmer Daniel Güiza erzielte zunächst den Ausgleich und nur eine Minute später mit einem Schlenzer in den Torwinkel das 2:1 für Spanien. Doch in der 3. Minute der Nachspielzeit erzielte Mphela mit einem direkt verwandelten Freistoßtor das 2:2. In der Verlängerung hatten die Südafrikaner zunächst die besseren Gelegenheiten. Der entscheidende Treffer gelang jedoch dem spanischen England-Legionär Xabi Alonso mit einem Freistoß.

FinaleBearbeiten

28. Juni, 20:30 Uhr in Johannesburg
Vereinigte Staaten  USA Brasilien  Brasilien 2:3 (2:0)

Im Finale standen sich der Nord- und Mittelamerikameister USA und der Südamerikameister Brasilien gegenüber. Dieses Duell gab es schon in der Vorrunde, wo die Brasilianer mit 3:0 siegten.

Im Endspiel gingen die US-Amerikaner jedoch durch eine Direktabnahme von Clint Dempsey in der 10. Minute in Führung. In der Folge hatten die Südamerikaner Schwierigkeiten ins Spiel zu finden, da die USA wie schon gegen Spanien sehr kompakt in der Defensive standen. Landon Donovan gelang ein Konter zum 2:0 in der 27. Minute. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte erzielte Luís Fabiano vom FC Sevilla per Drehschuss den Anschlusstreffer. Fabiano köpfte danach in der 74. Minute auch noch das 2:2. Zehn Minuten später brachte Lúcios Kopfballtor die Brasilianer in Führung, was schließlich auch den Endstand in dieser Partie bedeutete.

TorschützenlisteBearbeiten

Rang Spieler Tore
1 Brasilianer  Luís Fabiano 5
2 Spanier  Fernando Torres 3
Spanier  David Villa 3
US-Amerikaner  Clint Dempsey 3
5 Brasilianer  Kaká 2
Ägypter  Mohamed Zidan 2
Italiener  Giuseppe Rossi 2
Spanier  Daniel Güiza 2
Südafrikaner  Katlego Mphela 2
Südafrikaner  Bernard Parker 2
US-Amerikaner  Landon Donovan 2
12 Ägypter  Mohamed Homos 1
Ägypter  Mohamed Shawky 1
Brasilianer  Dani Alves 1
Rang Spieler Tore
12 Brasilianer  Juan 1
Brasilianer  Lúcio 1
Brasilianer  Maicon 1
Brasilianer  Felipe Melo 1
Brasilianer  Robinho 1
Italiener  Daniele De Rossi 1
Spanier  Xabi Alonso 1
Spanier  Cesc Fàbregas 1
Spanier  Fernando Llorente 1
US-Amerikaner  Jozy Altidore 1
US-Amerikaner  Michael Bradley 1
US-Amerikaner  Charlie Davies 1
Italiener  Andrea Dossena ET

AuszeichnungenBearbeiten

Goldener Ball Der "Goldene Ball" für den besten Spieler des Turniers ging an den Brasilianer Kaká. Der "Silberne Ball" ging an seinen Landsmann Luís Fabiano und der "Bronzene Ball" an den US-Amerikaner Clint Dempsey.

Goldener Schuh Der "Goldene Schuh" für den besten Torschützen ging an den Brasilianer Luís Fabiano für seine fünf Turniertore. Der "Silberne Schuh" ging an den Spanier Fernando Torres und der "Bronzene Schuh" an den Spanier David Villa. Da beide gemeinsam mit dem US-Amerikaner Clint Dempsey die gleiche Toranzahl hatten, entschieden die Torvorlagen und danach die weniger absolvierten Spielminuten über die Rangfolge.

Goldener Handschuh Den erstmals vergebenen "Goldenen Handschuh" für die beste Torhüterleistung des Turniers erhielt der US-Amerikaner Tim Howard. Eine silberne und bronzene Trophäe wurden in dieser Kategorie nicht vergeben.

FIFA-Fair-Play-Trophäe Den Fair-Play-Preis für sportlich korrektes Auftreten auf dem Rasen und außerhalb des Rasens erhielt die brasilianische Fußballnationalmannschaft.

SchiedsrichterBearbeiten

Im Mai 2009 nominierte FIFA 9 Schiedsrichter-Trios, die die Spiele leiten sollten.[3] Vor Turnierbeginn mussten die Teams um Carlos Batres (Guatemala) und Carlos Amarilla (Paraguay) ihre Teilnahme verletzungsbedingt absagen. Dafür wurden mit den Gespannen um Benito Archundia und Pablo Pozo jeweils ein Team aus der entsprechenden Konföderation nachnominiert.

Kontinentalverband Schiedsrichter Schiedsrichter-Assisstenten
AFC Australien  Matthew Breeze Australien  Matthew Cream
Australien  Ben Wilson
CAF Benin  Coffi Codjia Togo  Komi Konyoh
Benin  Alexis Fassinou
CONCACAF Mexiko  Benito Archundia Mexiko  Marvin Torrentera
Kanada  Héctor Vergara
CONMEBOL Chile  Pablo Pozo Chile  Patricio Basualto
Chile  Francisco Mondria
Uruguay  Jorge Larrionda Uruguay  Pablo Fandiño
Uruguay  Mauricio Espinosa
OFC Neuseeland  Michael Hester Neuseeland  Jan Hendrik-Hintz
Neuseeland  Mark Rule
UEFA England  Howard Webb England  Peter Kirkup
England  Mike Mullarkey
Schweden  Martin Hansson Schweden  Henrik Andrén
Schweden  Fredrik Nilsson
Schweiz  Massimo Busacca Schweiz  Matthias Arnet
Schweiz  Francisco Buragina

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. dpa: Südafrika streicht Port Elizabeth als Austragungsort, 9. Juli 2008 11:57
  2. FIFA Konföderationen-Pokal: Die Gruppen stehen fest, abgerufen am 6. Juli 2009
  3. FIFA appoints match officials, abgerufen am 26. Mai 2017