Deutscher Hockey-Bund

deutscher Sportverband

Der Deutsche Hockey-Bund e. V. (DHB) ist der Dachverband für Hockey in Deutschland und wurde am 31. Dezember 1909[2] in Bonn gegründet. Nach einigen Umzügen, zuletzt aus Hürth, hat der Verband nun seinen Sitz im Hockeypark in Mönchengladbach. Der DHB hat etwa 84.000 Mitglieder in rund 370 Vereinen (Stand 2019). Er ist der Zusammenschluss der deutschen Hockeyvereine, die in den 15 Landeshockeyverbänden Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz/Saar, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und Westdeutschland organisiert sind.

Deutscher Hockey-Bund
Deutscher Hockey-Bund Logo2.svg
Gegründet 31. Dezember 1909
Gründungsort Bonn
Präsident Henning Fastrich
Präsidentin Carola Morgenstern-Meyer
Vereine 370[1]
Mitglieder 83.912[1]
Verbandssitz Am Hockeypark 1
41179 Mönchengladbach
Homepage web.hockey.de
Hauptsitz des DHB im Verwaltungsgebäude des Hockeyparks in Mönchengladbach

Der Deutsche Hockey-Bund ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund, sowie im Welthockeyverband FIH (Fédération Internationale de Hockey) und im europäischen Hockeyverband EHF (European Hockey Federation). Zuständig ist der Deutsche Hockey-Bund außerdem für die deutschen Hockeynationalmannschaften. Präsidentin ist seit Mai 2019 Carola Meyer.[3]

GeschichteBearbeiten

 
Ehemaliges Logo (bis 2014)

Der Deutsche Hockey-Bund wurde am 31. Dezember 1909[2] in Bonn im Rahmen einer internationalen Hockeywoche in Bonn von einer Reihe ab 1901 gegründeter Clubs ins Leben gerufen. Kurt Doerry wurde zum ersten Präsidenten gewählt.

WettbewerbeBearbeiten

Nationale WettbewerbeBearbeiten

Deutsche MeisterschaftBearbeiten

Die deutsche Meisterschaft ist sowohl im Männer- als auch im Frauenhockey der wichtigste nationale Titel, der jeweils auf dem Feld und in der Halle ausgespielt wird. Der Deutsche Hockeymeister der Herren wird seit der Saison 1937/1938 ausgespielt. Erster Titelträger war der Berliner Sport-Club. Bei den Damen wird der Deutsche Meister seit der Saison 1939/1940 ausgespielt. Erster Titelträger war Rot-Weiß Berlin[2].

Internationale WettbewerbeBearbeiten

Sowohl die Damen- als auch die Herren-Hockeynationalmannschaft konnten seit ihrem Bestehen Weltmeister werden.

Erfolge bei Hockey-WeltmeisterschaftenBearbeiten

Weltmeisterschaft der Herren (Feld):

Weltmeisterschaft der Damen (Feld):

Erfolge bei Hockey-EuropameisterschaftenBearbeiten

Europameisterschaft der Herren (Feld):

Europameisterschaft der Damen (Feld):

Erfolge bei Olympischen SpielenBearbeiten

Olympische Spiele (Herren):

Olympische Spiele (Damen):

Organisation und StrukturBearbeiten

 
Die 15 Hockey-Landesverbände

Der Westdeutsche Hockeyverband ist Landes- und Regionalverband, die Verbandsgrenzen entsprechen im Wesentlichen den Bundesländern:

  Landesverband Regionalverband
01 Bremer Hockey-Verband Interessengemeinschaft Nord
02 Hamburger Hockey-Verband
03 Schleswig-Holsteinischer Hockey-Verband
04 Niedersächsischer Hockey-Verband
05 Berliner Hockey-Verband Ostdeutscher Hockey-Verband
06 Brandenburgischer Hockey-Sportverband
07 Hockey-Verband Mecklenburg-Vorpommern
08 Sächsischer Hockeyverband
09 Hockey-Verband Sachsen-Anhalt
10 Thüringer Hockey-Sportverband
11 Hockey-Verband Baden-Württemberg Süddeutscher Hockey-Verband
12 Bayerischer Hockey-Verband
13 Hessischer Hockey-Verband
14 Hockey-Verband Rheinland-Pfalz/Saar
15 Westdeutscher Hockey-Verband Westdeutscher Hockey-Verband

Nach seiner Wiedergründung am 10. Dezember 1949 in Köln hatte der DHB zunächst elf Landesverbände: Der Badische HV und der Württembergische HV fusionierten erst am 22. Juni 1996 zum HV Baden-Württemberg,[4] der Brandenburgische HSV, der HV Mecklenburg-Vorpommern, der Sächsische HV, der HV Sachsen-Anhalt und der Thüringer HSV traten am 3. November 1990 in Hürth dem DHB bei.[2]

Die Präsidenten des DHBBearbeiten

  • 1909–1914 Kurt Doerry, Berlin
  • 1914–1928 Georg Berger, Berlin
  • 1928–1937 Georg Evers, Berlin
  • 1937–1945 Willy Jäger, SS-Führer
  • 1949–1967 Paul Reinberg, Hamburg
  • 1967–1973 Adolf Kulzinger, Mannheim
  • 1973–1985 Jürg Schaefer, Frankfurt/M.
  • 1985–1993 Wolfgang P. R. Rommel, Hamburg
  • 1993–1999 Michael Krause, Dortmund
  • 1999–2005 Christoph Wüterich, Stuttgart
  • 2005–2015 Stephan Abel, Köln
  • 2015–2019 Wolfgang Hillmann,[3] Köln
  • 2019–2021 Carola Morgenstern-Meyer, Köln
  • seit 2021 Carola Morgenstern-Meyer (Köln) und Henning Fastrich (Jork)

NationalmannschaftenBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bestandserhebung 2020. (PDF) Deutscher Olympischer Sportbund, abgerufen am 18. August 2021.
  2. a b c d hockey.de Geschichte DHB
  3. a b Carola Meyer als erste Frau an der DHB-Spitze. Abgerufen am 23. April 2020.
  4. Deutsche Hockey Zeitung, 49. Jahrgang, Nr. 22, 4. Juli 1996.