Bundesverband Deutscher Gewichtheber

Sportverband

Der Bundesverband Deutscher Gewichtheber e. V. (BVDG) ist der Dachverband der deutschen Gewichtheber.

Bundesverband Deutscher Gewichtheber
Gegründet 1969
Präsident Florian Sperl
Vereine 214[1]
Mitglieder 19.004[1]
Verbandssitz Leimen (Baden)
Homepage german-weightlifting.de

GeschichteBearbeiten

Der BVDG wurde im Jahr 1969 gegründet und von der International Weightlifting Federation (IWF) anerkannt. Entsprechend der Anzahl der Bundesländer wurde auch der BVDG in 16 untergeordnete Verbände gegliedert, welche den direkten Kontakt zu den Vereinen und damit zu den Athleten halten. Der BVDG geht letztlich auf den 1891 gegründeten Deutschen Athletenverband (DAV) zurück, der später in Deutscher Athletik-Sport-Verband (DASV) umbenannt wurde. Daneben ist 1905 der Arbeiter-Athletenbund Deutschlands (AABD) entstanden, der 1933 verboten wurde. In der jungen Bundesrepublik wurden bis zur Gründung des BVDG die Interessen der Gewichtheber vom 1949 entstandenen Deutschen Athleten-Bund (DAB) wahrgenommen. Zeitweilig gehörte zur Interessenvertretung des BVDG auch der Kraftdreikampf.

In der DDR wurde am 27. April 1958 der Deutsche Gewichtheber-Verband (DGV) gegründet, der auch für Kraftsport und Bodybuilding zuständig war. Dessen Landesverbände sind am 30. September 1990 dem BVDG beigetreten, die Sparten Kraftsport und Bodybuilding waren bereits vorher ausgegliedert worden und bildeten den damaligen Deutschen Kraftsport- und Bodybuilding Verband e. V. (DKBV).

LandesverbändeBearbeiten

Folgende Landesverbände sind Mitglied im BVDG (Stand: 2020):

  • Baden-Württembergischer Gewichtheberverband e. V. (BWG)
  • Bayerischer Gewichtheber- und Kraftsportverband e. V. (BGKV)
  • Berliner Gewichtheber- und Kraftsportverband e. V. (BGKV)
  • Brandenburgischer Gewichtheber- und Fitnessverband e. V. (BGFV)
  • Bremer Gewichtheberverband e. V. (BGV)
  • Hamburger Gewichtheber-Verband e. V.
  • Hessischer Athleten-Verband e. V. (HAV)
  • Gewichtheber- und Kraftsportverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. (GKMV)
  • Niedersächsischer Gewichtheber Verband e. V. (NGV)
  • Gewichtheberverband Nordrhein-Westfalen e. V.
  • Gewichtheberverband Rheinland-Pfalz e. V. (GVRLP)
  • Saarländischer Gewichtheber Verband e. V. (SGV)
  • Verband für Gewichtheben, Kraftdreikampf und Fitness Sachsen e. V. (VGKF Sachsen)
  • Verband für Gewichtheben, Kraftdreikampf und Fitness Sachsen-Anhalt e. V. (VGKF Sachsen-Anhalt)
  • Gewichtheber-Verband Schleswig-Holstein von 1982 e. V. (GVSH)
  • Thüringer-Athleten-Verband e. V. (TAV)

WettbewerbeBearbeiten

Folgende Wettbewerbe werden unter dem Dach des BVDG ausgetragen:

LigastrukturBearbeiten

Ebene Leistungsklasse
Bundesebene (organisiert vom BVDG)
1 1. Bundesliga
8 Mannschaften
2 3 Staffeln der
2. Bundesliga
20 Mannschaften
Landesebene (organisiert von den Landesverbänden)
3 Regional-/Oberligen
4+ Oberligen
Landesligen
Bezirksligen

Die Bundesligen werden vom BVDG organisiert und die unteren Ligen von den jeweiligen Landesverbänden. In den einzelnen Bundesländern können die Strukturen voneinander abweichen, so existieren zum Beispiel sowohl Regional- als auch Oberligen als dritthöchste Leistungsklassen.

OrganeBearbeiten

Der BVDG hat seinen Hauptsitz in Leimen (Baden), wo sich auch das Bundesleistungszentrum für Gewichtheben befindet.

Präsident ist seit dem 5. Dezember 2020 Florian Sperl, Vizepräsident Sport Jürgen Spieß und Vizepräsident Finanzen und Verwaltung André Rohde-Kopp.[2] Dem Präsidium gehören weiter an Carsten Diemer als Vizepräsident Jugend und Simon Brandhuber als Athletenvertreter. Bundestrainer ist Almir Velagic, Sportdirektor Frank Mantek. Die Geschäftsstellenleitung des BVDG wird von Marco Rehmer ausgeführt.

Als Veröffentlichungsorgan des BVDG fungiert die verbandseigene Website. Davor erschienen offizielle Bekanntmachungen des Verbandes in der Fachzeitschrift Athletik.

NationalkaderBearbeiten

Der aktuelle Senioren-Nationalkader umfasst derzeit folgende Athletinnen und Athleten: Simon Brandhuber, Max Lang, Jon Luke Mau, Nico Müller (Olympiakader), Sabine Kusterer, Nina Schroth, Lisa Marie Schweizer.[3]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bestandserhebung 2021. (PDF) Deutscher Olympischer Sportbund, abgerufen am 21. April 2022.
  2. BVDG Bundestag wählt Florian Sperl als neuen Präsidenten. In: german-weightlifting.de. BVDG, 5. Dezember 2020, abgerufen am 18. Dezember 2020.
  3. BVDG-Kader 2022. In: german-weightlifting.de. BVDG, 3. März 2022, abgerufen am 19. März 2022.