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Fédération Internationale de Hockey

internationaler Hockeyverband

Die Fédération Internationale de Hockey, auch International Hockey Federation, (FIH) ist der Welthockeyverband mit Sitz in Lausanne. Er organisiert verschiedene Hockey-Wettbewerbe wie zum Beispiel die Hockey-Weltmeisterschaften. Präsident ist seit 29. November 2008 der Spanier Leandro Negre. Die FIH wurde am 7. Januar 1924 in Paris gegründet und besteht aus 132 Nationalverbänden (Stand: Oktober 2014).[1][2]

Fédération Internationale de Hockey
International Hockey Federation Logo.svg
Gründungsdatum/-jahr 1924
Gründungsort Paris, FrankreichFrankreich Frankreich
Präsident SpanienSpanien Leandro Negre
Mitglieder 132
Verbandssitz Lausanne, SchweizSchweiz Schweiz
Offizielle Sprache(n) Englisch, Französisch
Homepage www.fih.ch

GeschichteBearbeiten

Die FIH wurde am 7. Januar 1924 in Paris gegründet. Bereits 1908 (London) und 1920 (Antwerpen) war Hockey Disziplin bei den Olympischen Sommerspielen. Bei den Olympischen Sommerspielen 1924 wurde Hockey nicht berücksichtigt, da es noch keinen Weltverband gab. Deswegen wurde 1924 auf Initiative des Franzosen Paul Léautey die Fédération Internationale de Hockey sur Gazon gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Österreich, Belgien, Tschechoslowakei, Frankreich, Ungarn, Schweiz und Spanien. Noch im selben Jahr wurde die FIH Mitglied der olympischen Bewegung.[3] 1925 schloss sich Dänemark an, 1926 folgten die Niederlande (Herren), 1927 die Türkei und 1928 Deutschland, Indien, Polen und Portugal.[1]

1927 wurde der Weltverband für Damen International Federation of Women’s Hockey Associations (IFWHA) gegründet. Gründungsmitglieder waren Australien, Dänemark, England, Irland, Schottland, Südafrika, USA und Wales. 1982 fusionierten die beiden Weltverbände zur FIH.

Seit 1928 (Amsterdam) gehört Hockey bei den Herren dauerhaft zum Programm der Olympischen Sommerspiele, seit 1980 Moskau wird auch ein Damen-Turnier ausgetragen. Mit der Feldhockey-Weltmeisterschaft der Herren 1971 und der Feldhockey-Weltmeisterschaft der Damen 1974 wurden erstmals Welttitelkämpfe im Feldhockey ausgetragen. 2003 in Leipzig fanden die ersten Weltmeisterschaften im Hallenhockey statt.

KontinentalverbändeBearbeiten

 
Weltkarte mit den Nationalverbänden

Die FIH besteht aus 127 Nationalverbänden, die wiederum Mitglied in 5 Kontinentalverbänden sind:

Großbritannien hat einen Sonderstatus und tritt nur zu Olympischen Spielen an, ansonsten spielen die eigenständigen Mitglieder England, Schottland und Wales. Irland vertritt die gesamte irische Insel: Republik Irland und Nordirland.

MitgliederBearbeiten

Afrika (20 Nationen)
Agypten  Ägypten Botswana  Botswana Burundi  Burundi Ghana  Ghana Kamerun  Kamerun
Kenia  Kenia Libyen  Libyen Malawi  Malawi Marokko  Marokko Namibia  Namibia
Nigeria  Nigeria Seychellen  Seychellen Sudan  Sudan Sudafrika  Südafrika Tansania  Tansania
Togo  Togo Uganda  Uganda Sambia  Sambia Sierra Leone  Sierra Leone Simbabwe  Simbabwe
Asien (31 Nationen)
Afghanistan  Afghanistan Bangladesch  Bangladesh Brunei  Brunei China Volksrepublik  China Hongkong  Hongkong
Indien  Indien Indonesien  Indonesien Iran  Iran Japan  Japan Kambodscha  Kambodscha
Kasachstan  Kasachstan Katar  Katar Korea Sud  Südkorea Taiwan  Taiwan Korea Nord  Nordkorea (DPR)
Macau  Macao Malaysia  Malaysia Mongolei  Mongolei Myanmar  Myanmar Nepal  Nepal
Oman  Oman Pakistan  Pakistan Philippinen  Philippinen Singapur  Singapur Sri Lanka  Sri Lanka
Tadschikistan  Tadschikistan Thailand  Thailand Turkmenistan  Turkmenistan Usbekistan  Usbekistan Vereinigte Arabische Emirate  Vereinigte Arabische Emirate
Vietnam  Vietnam
Europa (45 Nationen)
Armenien  Armenien Aserbaidschan  Aserbaidschan Belgien  Belgien Bulgarien  Bulgarien Danemark  Dänemark
Deutschland  Deutschland England  England Estland  Estland Finnland  Finnland Frankreich  Frankreich
Georgien  Georgien Gibraltar  Gibraltar Griechenland  Griechenland Vereinigtes Konigreich  Großbritannien[4] Irland Hockey  Irland
Israel  Israel Italien  Italien Kroatien  Kroatien Lettland  Lettland[4] Litauen  Litauen
Luxemburg  Luxemburg Nordmazedonien  Mazedonien Malta  Malta Moldau Republik  Moldawien Niederlande  Niederlande
Norwegen  Norwegen Osterreich  Österreich Polen  Polen Portugal  Portugal Rumänien  Rumänien
Russland  Russland Schottland  Schottland Schweden  Schweden Schweiz  Schweiz Serbien  Serbien
Slowakei  Slowakei Slowenien  Slowenien Spanien  Spanien Tschechien  Tschechische Republik Turkei  Türkei
Ukraine  Ukraine Ungarn  Ungarn Wales  Wales Weissrussland  Weißrussland Zypern Republik  Zypern
Ozeanien (9 Nationen)
Samoa Amerikanisch  Amerikanisch-Samoa Australien  Australien Fidschi  Fidschi Neuseeland  Neuseeland Papua-Neuguinea  Papua-Neuguinea
Salomonen  Salomonen Tonga  Tonga Vanuatu  Vanuatu Samoa  Westsamoa
Amerika (27 Nationen)
Argentinien  Argentinien Bahamas  Bahamas Barbados  Barbados Bermuda  Bermuda Brasilien  Brasilien
Chile  Chile Costa Rica  Costa Rica Dominikanische Republik  Dominikanische Republik Ecuador  Ecuador El Salvador  El Salvador
Guatemala  Guatemala Guyana  Guyana Haiti  Haiti Jamaika  Jamaika Cayman Islands  Kaimaninseln
Kanada  Kanada Kuba  Kuba Mexiko  Mexiko Niederlandische Antillen  Niederländische Antillen Panama  Panama
Paraguay  Paraguay Peru  Peru Puerto Rico  Puerto Rico Trinidad und Tobago  Trinidad & Tobago Vereinigte Staaten  USA
Uruguay  Uruguay Venezuela  Venezuela

PräsidentenBearbeiten

  • 1924–1926 Paul Léautey (Frankreich)
  • 1926–1932 Frantz Reichel (Frankreich)
  • 1932–1936 Marc Bellin du Coteau (Frankreich)
  • 1936–1945 Georg Evers (Deutschland)
  • 1945–1946 Robert Liégeois (Belgien)
  • 1946–1966 Quarles van Ufford (Niederlande)
  • 1966–1983 René Franck (Belgien)
  • 1983–1996 Étienne Glichitch (Frankreich)
  • 1996–2001 Juan Ángel Calzado (Spanien)
  • 2001–2008 Els van Breda Vriesman (Niederlande)
  • seit 2008 Leandro Negre (Spanien)

WelthockeyspielerBearbeiten

Seit 1998 zeichnet die FIH jährlich die besten weiblichen und männlichen Hockeyspieler der Welt aus. Seit 2001 gibt es außerdem Auszeichnungen für Spieler unter 23 Jahren.

WeltranglistenBearbeiten

Seit 2003 führt die FIH Ranglisten der Nationalmannschaften. In die Wertung fliesst das Abschneiden der letzten vier Jahre bei den grossen internationalen Turnieren ein: Olympische Spiele, Weltmeisterschaften, Champions Trophy bzw. Challenge und Kontinentalmeisterschaften. 2008 wurden weitere Turniere, insbesondere die Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele und die Weltmeisterschaften, in die Wertung einbezogen. Das aktuelle Jahr wird zu 100 % berücksichtigt, die Jahre davor zu 75 %, 50 % bzw. 25 %. Die Aktualisierung wird ca. 4 Mal jährlich jeweils nach den grossen Turnieren vorgenommen.[5]

Die Weltrangliste ist in der Regel die Grundlage für die Gruppeneinteilung bei den grossen Turnieren und für die Besetzung der Qualifikations-Turniere.

SponsorenBearbeiten

Wichtige Sponsoren sind das Unternehmensnetzwerk BDO International, die niederländische Bank Rabobank, der südkoreanische Mischkonzern Samsung und der indische Konzern Sahara. Offiziell werden sie als FIH Global Hockey Partners bezeichnet. Diese Sponsoren treten auch als Titelsponsoren bei internationalen Turnieren auf wie z. B. bei der BDO Hockey World Cup Men 2006.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b FIH: History of Hockey. Abgerufen am 22. Oktober 2012.
  2. FIH concludes successful 2014 Congress in Marrakesh. Abgerufen am 2. November 2014.
  3. Factsheet: The programme of the games of the olympiad. (PDF; 167 kB) Internationales Olympisches Komitee, Dezember 2011, abgerufen am 15. Februar 2013 (englisch).
  4. a b Angeschlossene Mitglieder, FIH Website, Stand Juli 2012
  5. World Ranking, FIH Website, Stand Juli 2012