Welterbe in Italien

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Zum Welterbe in Italien gehören (Stand 2021) 58 UNESCO-Welterbestätten, darunter 53 Stätten des Weltkulturerbes und fünf Stätten des Weltnaturerbes. Sechs dieser Stätten sind grenzüberschreitend oder transnational. Bis auf Molise und das Aostatal weisen alle Italienischen Regionen Welterbestätten auf. Italien hat die Welterbekonvention 1978 ratifiziert, als erste Welterbestätte wurden 1979 die Felsbilder im Valcamonica in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzten Welterbestätten wurde 2021 eingetragen.[1]

Anzahl der Welterbestätten nach Region (Stand: 2019)

Das UNESCO-Welterbekomitee tagte bereits zwei Mal in Italien: 1983 in Florenz und 1997 in Neapel.[2]

WelterbestättenBearbeiten

Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in Italien in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, (R) – auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes).

f1  Karte mit allen Koordinaten von Welterbestätten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
 
Felsbild in Capo di Ponte
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Felsbilder der Valcamonica
(Lage)
1979 K 94 Die ersten der über 140.000 Felsbilder entstanden um 8000 vor Christus im Epipaläolithikum. In ihrer Gesamtheit sind die Bilder vorzügliche sowohl real- als auch mentalitätsgeschichtliche Quellen, da sie Themen zur Landwirtschaft, Navigation, Jagd und Magie abbilden und sich anhand ihrer ein Wandel studieren lässt.
 
Forum Romanum
Historisches Zentrum Roms, die extraterritorialen Stätten des Heiligen Stuhls in der Stadt und Sankt Paul vor den Mauern
(Lage)
1980 K 91 Das 1980 vorgeschlagene historische Zentrum Roms wurde 1984 und 1990 um die vatikanischen Besitzungen ergänzt, sodass nun das Zentrum mit einer Größe von 1446,2 ha sowie weitere 38,9 ha, die sich im Besitz des Heiligen Stuhls befinden, unter Schutz stehen. Das Erbe umfasst beispielsweise neben den antiken Stätten nun auch die Kirchen Santa Maria Maggiore, die Lateranbasilika und Sankt Paul vor den Mauern oder Bauten wie die Cancelleria, den Palazzo Maffei Marescotti oder den Palazzo di Propaganda Fide.
 
Außenansicht der Kirche, links befindet sich der Eingang zum Refektorium
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Kirche und Dominikanerkloster Santa Maria delle Grazie in Mailand mit dem Abendmahl von Leonardo da Vinci
(Lage)
1980 K 93 Die Kirche Santa Maria delle Grazie wurde 1463 errichtet und später von Bramante im Auftrag Ludovico il Moro ausgebaut. Leonardo da Vinci vollendete 1497 Das Abendmahl im Refektorium des zur Kirche gehörenden Klosters. Die Anlage wurde am 16. August 1943 bombardiert, sodass umfangreiche Wiederaufbaumaßnahmen notwendig wurden.
 
Altstadt von Florenz
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Historisches Zentrum von Florenz
(Lage)
1982 K 174 Im Zentrum des auf eine etruskische Siedlung gegründeten Florenz’ steht die im 13. Jahrhundert begonnene Kathedrale Santa Maria del Fiore. Der architekturgeschichtlich bedeutsame Ausbau der Stadt fand im 15. Jahrhundert durch Baumeister wie Filippo Brunelleschi und Leon Battista Alberti statt.
 
Satellitenbild von Venedig in der Lagune
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Venedig und seine Lagune
(Lage)
1987 K 394 Die Stadt Venedig, die auf 118 Inseln verteilt ist, und die Lagune wiesen laut ICOMOS eine geografische, historische wie auch ästhetische Einheit auf, die jedoch einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt ist. Der zu schützende Bereich erstreckt sich über 50.000 Quadratkilometer und sei sowohl ein Beweis für den Kampf des Menschen gegen die Widrigkeiten der Natur als auch Zeugnis des interkulturellen Austauschs. Venedigs architektonische Ausgestaltung habe ihresgleichen nicht.
 
Luftbild der Piazza del Duomo
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Die Piazza del Duomo in Pisa
(Lage)
1987 K 395 Der Domplatz in Pisa wird gewöhnlich Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) genannt, das Ensemble aus der Kathedrale, dem schiefen Turm, dem Baptisterium und dem historischen Friedhof gehört zu den weltweit bekanntesten Italiens.
 
Blick auf San Gimignano
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Historisches Zentrum von San Gimignano
(Lage)
1990 K 550 San Gimigniano liegt an der Via Francigena im Süden der Toskana. Von den ehemals 72 Türmen sind noch 14 erhalten. Sie entstanden in der Auseinandersetzung zwischen Ghibellinen und Guelfen und prägten allein schon durch ihre Höhe von bis zu 50 Metern das Stadtbild. Neben der weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Architektur weist die Stadt auch Fresken hohen künstlerischen Ranges beispielsweise von Taddeo di Bartolo und Ghirlandaio auf.
 
Eingänge zu den Sassi von Matera
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Die Sassi und der Park der Felskirchen von Matera
(Lage)
1993 K 670 Matera ist nachweislich seit dem Paläolithikum von Menschen ohne Unterbrechung besiedelt worden und gehört somit zu den ältesten Orten der Menschheitsgeschichte. In Matera befindet sich zudem eine in Tuffstein gehauene Siedlung, die sogenannte città sotterranea. Dort wurden in circa zehn Meter Tiefe Keramikfunde gemacht, die auf die frühe Eisenzeit datieren. Zum deklarierten Erbe gehören auch Felskirchen, die zum Großteil im Hochmittelalter erbaut wurden.
 
La Rotonda, eine Villa Palladios
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Altstadt von Vicenza und Villen Palladios in Venetien
(Lage)
1994 K 712 Der Straßenverlauf des antiken Vicenza, das entweder im ersten oder zweiten Jahrhundert vor Christus gegründet wurde, ist bis in die Gegenwart erkennbar. Architekturgeschichtlich bedeutsam ist die Stadt und ihre Umgebung jedoch wegen des Wirkens von Andrea Palladio, dessen Villenstil in Anlehnung an antike Traditionen entstand und nicht nur europaweit kopiert worden ist. Es befinden sich in Vicenza 23 Palladio zugeschriebene Bauwerke, darunter auch eine Basilica und das Teatro Olimpico.
 
Die Piazza del Campo
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Historisches Zentrum von Siena
(Lage)
1995 K 717 Siena entstand aus einer etruskischen Siedlung und erlangte im Mittelalter eine große Bedeutung. Die Altstadt entstand zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert im gotischen Stil und beeinflusste die Städteplanung und Kunst in Europa. Eines der bedeutendsten Beispiele der gotischen Architektur in Italien ist der Dom Santa Maria Assunta. Der Bau wurde Anfang des 13. Jahrhunderts begonnen und zog sich bis in das 14. Jahrhundert hinein. Wahrzeichen der Stadt ist jedoch das Alte Rathaus mit dem ortsbildprägenden Turm.
 
Castel dell’Ovo
Historisches Zentrum von Neapel
(Lage)
1995 K 726 Neapolis, gegründet am Anfang des fünften Jahrhunderts vor Christus von griechischen Siedlern in der Nähe eines Handelshafens, ist eine der ältesten Städte Europas. Ihre Bauten spiegeln verschiedene Herrschaftsverhältnisse wider: aus der Zeit der Hohenstaufener vor allem religiöse Gebäude; das Castel Nuovo wurde unter Alfons I. von Aragon erheblich umgebaut, der Palazzo Reale dann schon unter spanischer Herrschaft errichtet, ehe Neapel erneut Hauptstadt des im Frieden von Wien (1738) neubegründeten Königreichs Neapel wurde.
 
Bürogebäude
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Crespi d’Adda
(Lage)
1995 K 730 An der Adda kaufte der Textilfabrikant Cristoforo Benigno Crespi circa einen Quadratkilometer Land, um dort eine Anlage zur industriellen Baumwollverarbeitung zu erbauen. Drei Jahre später ließ er die ersten Häuser einer Arbeitersiedlung errichten, die zu einer Planstadt ausgebaut wurde, in der auch die Crespi-Familie residierte. Nach verschiedenen Eigentümerwechseln wird bis in die Gegenwart dort, wenngleich auch vermindert, produziert.
 
Castello Estense
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Die Renaissance-Altstadt von Ferrara und das Po-Delta
(Lage)
1995 K 733 Die Renaissance-Altstadt von Ferrara wurde als „ideale Stadt“ der humanistischen Zeit vom Hofarchitekten Biagio Rossetti entworfen und gilt als die erste moderne Stadtplanung der Welt. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Stadt zum intellektuellen und künstlerischen Zentrum. Das nahe Po-Delta ist eine herausragend geplante Kulturlandschaft, die seine ursprüngliche Form beibehalten hat.
 
Außenansicht des Kastells
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Castel del Monte
(Lage)
1996 K 398 Das Castel del Monte gehört zu den bekanntesten Stauferburgen Italiens und entstand zur Zeit Friedrich II. in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Das oktogonale Schloss enthält antike, islamische und gotische Elemente. Unbekannt ist, zu welchem Zweck und warum in oktogonaler Form das Schloss errichtet worden ist.
 
Trulli in Alberobello
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Trulli von Alberobello
(Lage)
1996 K 787 Trulli sind Kegelbauten aus weiß gestrichenen Mauern mit charakteristischen Kalksteinplatten, die ohne Mörtel in Form eines falschen Gewölbes aufeinander geschichtet sind und die in Apulien vermehrt auftauchen. Aber nur in Alberobello bestehen ganze Stadtteile aus Trulli und bilden damit ein außergewöhnliches Beispiel von Volksarchitektur.
 
Mosaik in Sant’Apollinare Nuovo
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Frühchristliche Bauwerke in Ravenna
(Lage)
1996 K 788 Ravenna war von 402 bis 476 Hauptresidenz der weströmischen Kaiser. Aus dieser Zeit stammen acht Bauwerke, die von besonderer kunsthistorischer Bedeutung sind. Darunter sind frühchristliche Kirchen, Taufkapellen, Mausoleen und Mosaiken. Sie zeigen eine große Kunstfertigkeit, darunter eine wunderbare Mischung aus griechisch-römischer Tradition, christlicher Ikonographie und orientalischen und westlichen Stilen.
 
Innenhof des Palazzo Piccolomini
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Historisches Zentrum von Pienza
(Lage)
1996 K 789 Die Altstadt der Kleinstadt Pienza legt Zeugnis über das städtebauliche Konzept der Renaissance ab. Papst Pius II. ließ ab 1459 seinen Heimatort vom Architekten Bernardo Rossellino umgestalten und damit städtisch wirken lassen. Hervorzuheben sind mehrere Paläste und der Dom Santa Maria Assunta, die Elemente aus Renaissance und Gotik vermischen. 2004 wurde das Welterbe um das umgebende Tal erweitert.
 
Blick vom Hügel des Parks zum Palast
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Palast des 18. Jahrhunderts von Caserta mit Park, dem Vanvitelli-Aquädukt und San-Leucio-Anlage
(Lage)
1997 K 549 Den Palast von Caserta nördlich von Neapel ließ Karl III. nach den Plänen Luigi Vanvitellis in der Mitte des 18. Jahrhunderts erbauen, um mit Schloss Versailles und dem Palacio Real zu konkurrieren. Das Barockbauwerk umgibt eine große Gartenanlage. Zum Welterbe gehören ebenfalls der Stadtteil San Leucio und der Vanvitelli-Aquädukt, der die Anlagen mit Wasser versorgte.
 
Der Große Saal im Hauptbau des Jagdschlösschens von Stupinigi
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Residenzen des Königshauses Savoyen
(Lage)
1997 K 823 Das Haus Savoyen begann ab 1562 in der Residenzstadt Turin und der umgebenden Region eine große Reihe von Bauvorhaben, um die Macht des Herrscherhauses zu demonstrieren. Es sind Schlösser und andere Repräsentationsbauwerke, die als herausragende Gebäudekomplexe entworfen und von den führenden Architekten und Künstler der Zeit verschönert worden sind.
 
Wegeskreuzung des Gartens, rechts die Goethe-Palme
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Botanischer Garten von Padua
(Lage)
1997 K 824 Der älteste botanische Garten der Welt, der sich noch an seinem ursprünglichen Ort befindet, wurde 1545 angelegt. Bekannt ist er für seine besonderen Sammlungen und seinen historischen Aufbau.
 
Manarola in Cinque Terre
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Portovenere und Cinque Terre mit den Inseln Palmaria, Tino und Tinetto
(Lage)
1997 K 826 Die „fünf Länder“, wie die Cinque Terre übersetzt heißen, sind ein Küstenstreifen der steilabfallenden ligurischen Küste. Die Steilküste und die umgebende Landschaft zeigen deutlich ihren Einfluss auf den Städtebau. Die seit etwa einem Jahrtausend bestehende Kulturlandschaft hatte einen großen Einfluss auf den Städtebau.
 
Kathedrale mit Glockenturm
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Kathedrale von Modena, Glockenturm und Piazza Grande
(Lage)
1997 K 827 Die Kathedrale von Modena wurde im 12. Jahrhundert von Wiligelmo und Lanfranco im romanischen Stil errichtet. Der Kirchturm ist die 88 Meter hohe, sogenannte Ghirlandina, welche im gotischen Stil erbaut worden ist und nunmehr als Wahrzeichen der Stadt gelten kann. Zum Welterbe gehört auch die anliegende Piazza.
 
Peristyl im Haus der Vettier in Pompeji
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Archäologische Stätten von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata
(Lage)
1997 K 829 Als der Vesuv am 24. August 79 n. Chr. ausbrach, vernichtete er die beiden blühenden Städte Pompeii und Herculaneum und etliche Villen wohlhabender Römer in der näheren Umgebung. Die Ausgrabungen seit der Mitte des 18. Jahrhunderts geben Aufschluss über den Lebensstil in der Handelsstadt Pompeii, eine der am besten erhaltenen antiken Stadtruinen, und in dem Ferienort Herculaneum sowie den Luxus der Villa von Oplontis in Torre Annunziata.
 
Positano an der Amalfiküste
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Amalfiküste
(Lage)
1997 K 830 Die costiera amalfitana liegt an der Westküste Italiens am Golf von Salerno und ist ein Gebiet von großer architektonischer Schönheit und vielfältiger Natur. Die Küstendörfer sind ein Zeugnis der Anpassungsfähigkeit des Menschen mit terrassierten Weinbergen und Obstgärten an den Hängen. Architektonisch bedeutsam ist die Kathedrale von Amalfi aus dem 10. Jahrhundert.
 
Sportlerin
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Villa Romana del Casale
(Lage)
1997 K 832 Die Villa Romana del Casale ist eine spätrömische Villa in der Nähe der Stadt Piazza Armerina. Das Bauwerk ist ein wichtiges Denkmal des römischen Siziliens und berühmt für seine Bodenmosaiken. Es gilt als hervorragendstes Beispiel einer römischen Luxusvilla, das die vorherrschende soziale und ökonomische Struktur seiner Zeit veranschaulicht. Die Mosaiken sind außergewöhnlich in ihrer künstlerischen Qualität und ihrem Erfindungsreichtum sowie in ihrer Menge.
 
Deckengewölbe mit Öffnung
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Su Nuraxi di Barumini
(Lage)
1997 K 833 Nuraghe sind prähistorische und frühgeschichtliche Turmbauten der Bonnanaro-Kultur und der Nuraghenkultur auf Sardinien. Am besten erhalten geblieben sind die Su Nuraxi. Der Komplex in Barumini, der in der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends erweitert und verstärkt wurde, ist die schönste und vollständigste Beispiel für diese bemerkenswerte Form der prähistorischen Architektur.
 
Dioskurentempel und Heiligtum der chthonischen Gottheiten
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Archäologische Stätten von Agrigent
(Lage)
1997 K 934 Die archäologischen Stätten von Agrigent südlich des heutigen Stadtkerns gehören zu den eindrucksvollsten archäologischen Fundplätzen auf Sizilien und sind erstaunlich gut erhalten geblieben. Sie zeigen vor allem die Überreste von Akragas, einer der bedeutendsten antiken griechischen Städte. Die teilweise noch sehr gut erhaltenen dorischen Tempel zeugen von der Größe, Macht und kulturellen Hochblüte der damaligen Stadt und bilden eines der herausragendsten Denkmäler für die griechische Kunst und Kultur.
 
Außenansicht der Basilika
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Archäologische Stätte und patriarchale Basilika von Aquileia
(Lage)
1998 K 825 Die Basilika Santa Maria Assunta von Aquileia ist ein beeindruckendes Gebäude mit außergewöhnlichen Mosaikfußböden und spielte eine wichtige Rolle in der Evangelisierung einer großen Region Mitteleuropas. Die noch nicht vollständig ausgegrabenen Teile der archäologischen Stätte zeigen eines der größten und reichsten Städte der frühen römischen Kaiserzeit.
 
Ansicht Urbinos mit dem Palazzo Ducale und Dom
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Historisches Zentrum von Urbino
(Lage)
1998 K 828 Der Hügelstadt Urbino erlebte eine große kulturelle Blüte im 15. Jahrhundert, zog Künstler und Wissenschaftler aus ganz Italien und darüber hinaus an und beeinflusste die kulturelle Entwicklungen anderswo in Europa. Aufgrund seiner wirtschaftlichen und kulturellen Stagnation seit dem 16. Jahrhundert, hat Urbino sein von der Renaissance geprägtes Aussehen zu einem bemerkenswerten Umfang erhalten.
 
Tempel der Athene in Paestum
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Nationalpark Cilento und Vallo di Diano mit den archäologischen Stätten von Paestum und Elea und der Kartause von Padula
(Lage)
1998 K 842 Der zweitgrößte Nationalpark Italiens liegt im Cilento, einem abwechslungsreichen Landstrich mit Flusstälern und Steilküsten mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Zum Welterbe gehören die Tempelanlagen der griechischen Kolonien Paestum und Elea sowie ein ehemaliges Kartäuserkloster.
 
Villa Adriana. Poecile
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Villa Adriana
(Lage)
1999 K 907 Die Villa Adriana oder Hadriansvilla war Sommerresidenz und Alterssitz des römischen Kaisers Hadrian.
 
Panorama von Verona
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Altstadt von Verona
(Lage)
2000 K 797 Die historische Stadt Verona wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. gegründet und blühte im 13. und 14. Jahrhundert unter den Scaligern und im 15. bis 18. Jahrhundert als Teil der Republik Venedig auf. Verona hat eine bemerkenswerte Anzahl von Denkmälern aus der Antike, dem Mittelalter und der Renaissance und stellt ein herausragendes Beispiel für eine militärische Festung. Besonders hervorzuheben sind das Castelvecchio und die gut erhaltene Arena.
 
Lipari von Quattrocchi aus gesehen
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Äolische Inseln
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2000 N 908 Lipari, Vulcano, Salina, Stromboli, Filicudi, Alicudi und Panarea sind mit ihren vulkanischen Landschaften klassische Gegenstände der fortdauernden Untersuchung der Vulkanologie weltweit. Durch ihre wissenschaftliche Erforschung zumindest vom 18. Jahrhundert an haben die Inseln den Lehrbüchern der Geologie und Vulkanologie zwei Arten von Eruptionen (Vulcano-Typ und Stromboli-Typ) geliefert und so für mehr als 200 Jahre eine wichtige Rolle bei der Ausbildung aller Geowissenschaftler gespielt. Sie bieten weiter ein reiches Feld für vulkanologische Untersuchungen fortdauernder geologischer Prozesse bei der Bildung von Landschaften.
 
Päpstlicher Altar mit Fresken in der Unterkirche der Basilika
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Assisi, Basilika und Gedenkstätten des Hl. Franziskus
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2000 K 990 Assisi hat als Geburtsort des heiligen Franz viele Bauwerke mit Verbindung zum Franziskanerorden. Die Meisterwerke mittelalterlicher Kunst in Assisi, wie die Basilika, eines der ranghöchsten katholischen Gotteshäuser mit bedeutenden Renaissance-Gemälden, beeinflussten die italienische und europäische Kunst und Architektur.
 
Gartenanlage in der Villa d’Este
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Villa d’Este, Tivoli
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2001 K 1025 Als Palast wählte Ippolito II. d’Este ein ehemaliges Benediktinerkloster in Tivoli. Dieser wurde vergrößert und mit manieristischen Malereien ausgeschmückt. Zugleich entstand eines der Hauptwerke der italienischen Gartenkunst mit Statuen der Renaissance und über 500 Brunnen, Nymphäen, Wasserspiele, Grotten und Wasserbecken sowie eine Wasserorgel. Die Gärten waren Vorbild für viele Gärten im Zeitalter von Manierismus und Barock.
 
Kathedrale von Noto
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Spätbarocke Städte des Val di Noto
(Lage)
2002 K 1024 Die Spätbarocken Städte des Val di Noto bilden eine Gruppe von Städten im Val di Noto im südöstlichen Sizilien, die ein einheitliches Ensemble des Spätbarocks bilden. Dazu zählen die Städte Catania, Caltagirone, Militello in Val di Catania, Modica, Noto, Palazzolo Acreide, Ragusa und Scicli. Sie bieten ein umfangreiches Beispiel des sizilianischen Barocks und weisen einen weitgehend einheitlichen urbanistischen und architektonischen Charakter auf.
 
Sacro Monte in Orta
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Sacri Monti in Piemont und der Lombardei
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2003 K 1068 Die neun Sacri Monti (Heilige Berge) von Norditalien sind weitläufige Kapellenanlagen und andere Pilgerstätten, die im späten 16. und 17. Jahrhundert auf Bergen und an Seen errichtet wurden und jeweils bestimmten Aspekten des christlichen Glaubens geweiht wurden. Zusätzlich zu ihrer symbolischen und spirituellen Bedeutung sind sie von großer Schönheit und gut an die Landschaft angepasst. Sie bergen zahlreiche Kunstwerke, wie etwa Gemälde und Skulpturen.
 
Landstraße im Val d’Orcia
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Val d’Orcia
(Lage)
2004 K 1026 Die Landschaft des Val d’Orcia ist Teil des landwirtschaftlichen Hinterlands von Siena, im 14. und 15. Jahrhundert neugestaltet, um ein idealisiertes Modell der guten Regierungsführung zu reflektieren und ein ästhetisch erfreuliches Landschaftsbild zu erstellen. Die Landschaft besitzt eine unverwechselbare Ästhetik mit flachen Kreide-Ebenen und fast kegelförmigen Hügel mit befestigten Siedlungen.
 
Achilles-Darstellung in der Tomba dei Tori in Tarquinia
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Etruskische Nekropolen von Cerveteri und Tarquinia
(Lage)
2004 K 1158 Diese beiden großen etruskischen Friedhöfe in Latium stellen verschiedene Arten der Bestattungspraktiken aus dem 9. bis 1. Jahrhundert v. Chr. dar und zeugen von den Leistungen der etruskischen Kultur. Einige der Gräber sind monumental, geschnitten in Fels und gekrönt von eindrucksvollen Grabhügeln. Viele verfügen über Schnitzereien an den Wänden, andere Wandmalereien von herausragender Qualität. Die Nekropole in der Nähe von Cerveteri enthält Tausende von Gräbern, die städtisch angelegt sind mit Gassen, kleinen Plätzen und Vierteln. Die Nekropole von Tarquinia enthält 6000 in den Fels gehauene Gräber. Es ist berühmt für seine bemalten Gräber, die ältesten davon stammen aus dem 7. Jahrhundert v. Chr.
 
Felsnekropolis von Pantalica
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Syrakus und die Felsnekropolis von Pantalica
(Lage)
2005 K 1200 Die Nekropolis von Pantalica ist eine der großen Nekropolen Siziliens und umfasst mehr als 5000 Kammergräber. Sie bildet zusammen mit Syrakus, welches ein Beispiel hervorragender architektonischer Leistung verschiedener kultureller Aspekte ist, eine einzigartige Ansammlung bemerkenswerter Zeugnisse der Mittelmeerkulturen. Zu den bedeutendsten Bauten von Syrakus zählen der Apollontempel, die Katakomben und die Kathedrale.
 
Fassade des Palazzo Giacomo Spinola
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Genua: Le Strade Nuove und der Palazzi-dei-Rolli-Komplex
(Lage)
2006 K 1211 Im 16. und 17. Jahrhundert, als die Republik Genua auf ihrem Höhepunkt lag, wurden die Le Strade Nuove (Die neuen Straßen) und ein System aus Patrizierhäusern und prunkvollen Palästen im Stile der Renaissance und des Barocks, genannt Palazzi dei Rolli, errichtet.
 
Ein Zug der Berninabahn quert die Piazza Basilica von Tirano
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Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina
(Lage)
2008 K 1276 Die Albula- und die Berninalinie der Rhätischen Bahn verbinden Thusis mit der italienischen Stadt Tirano. Die Linien wurden 1904 und 1910 fertiggestellt und gelten als eine technische Meisterleistung aus der Pionierzeit der Eisenbahn. Die Kandidatur wurde gemeinsam mit der Schweiz erstellt.
 
Innenansicht der Galleria degli Antichi in Sabbioneta
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Mantua und Sabbioneta
(Lage)
2008 K 1287 Die beiden Städte Mantua und Sabbioneta zeigen auf unterschiedlicher Weise Städtebau und -planung zur Zeit der Renaissance. Während Mantua mit seinem romanischen Dom, der Kirche Sant’Andrea und dem Palazzo Ducale erweitert und erneuert worden ist, wurde Sabbioneta im Auftrag von Vespasiano Gonzaga als Idealstadt errichtet und gilt als die erste autonome Stadtgründung der Renaissance.
 
Die Marmolata vom Piz Boe aus gesehen
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Dolomiten
(Lage)
2009 N 1237 Die neun Teilgebiete des Welterbes Dolomiten, einer Gebirgskette der südlichen Kalkalpen, bilden eine Serie einzigartiger Gebirgslandschaften von außergewöhnlicher Schönheit. Die erhabenen, monumentalen und farbenreichen Landschaften der Dolomiten haben seit jeher eine Vielzahl an Reisenden fasziniert und waren die Quelle zahlreicher wissenschaftlicher und künstlerischer Interpretationen.
 
Luganersee, rechts der Monte San Giorgio
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Monte San Giorgio
(Lage)
2010 N 1090 Der zwischen den südlichen Armen des Luganersees gelegene 1097 m hohe Berg gilt als die bedeutendste Fundstätte für Fossilien aus der Mitteltrias. Wissenschaftliche Ausgrabungen haben seit 1924 zahlreiche Versteinerungen von Fischen, Reptilien, Krustentieren und Insekten freigelegt. 2010 wurde die Welterbestätte um den südlichen, zu Italien zählenden Teil erweitert.
 
Glockenturm der Grottenkirche San Michele in Monte Sant’Angelo
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Die Langobarden in Italien, Orte der Macht
(Lage)
2011 K 1318 Die Stätten zeugen von der hohen Leistung der Langobarden. Die lombardische Synthese von Baustilen markiert den Übergang von der Antike bis zum europäischen Mittelalter, anknüpfend an das Erbe des antiken Rom, an christliche Spiritualität, an die byzantinische Kunst und die des germanischen Nordeuropas. Umfasst u. a. die Grottenkirche San Michele und Tempietto del Clitunno.
 
Überreste einer Pfahlsiedlung in Fiavè
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Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
(Lage)
2011 K 1363 111 Pfahlbausiedlungen aus der Zeit zwischen 5000 und 500 vor Christus wurden in die Liste aufgenommen. 19 Fundstellen davon liegen in Italien, die übrigen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Slowenien und der Schweiz.
 
Die Villa Medici in Poggio a Caiano
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Villen und Gärten der Medici in der Toskana
(Lage)
2013 K 175 Zwölf Villen und zwei Lustgärten, die in der Toskana liegen und zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert erbaut worden sind, legen Zeugnis über den Einfluss der Familie Medici auf die europäische Kunst und Kultur ab.
 
Süd-West-Ansicht des Ätnas
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Ätna
(Lage)
2013 N 1427 Der Ätna ist der höchste auf einer Mittelmeerinsel gelegene Berg und der aktivste Vulkan der Welt. Bedingt durch die Aktivität ist der Ätna leicht zu erforschen und beeinflusste daher Vulkanologie, Geophysik und anderen Geowissenschaften.
 
Weinanbau in Langhe
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Weinbaugebiete im Piemont: Langhe, Roero und Monferrat
(Lage)
2014 K 1390 Die Welterbestätte umfasst fünf Weinanbaugebiete und ein Schloss in den Landschaften Langhe, Roero und Monferrat im Piemont.
 
Kathedrale von Monreale
(weitere Bilder)
Arabisch-normannisches Palermo und die Kathedralen von Cefalù und Monreale
(Lage)
2015 K 1487 Die Stätte umfasst neun zivile und religiöse Bauten aus der Ära des Normannischen Königreichs Sizilien (1130–1194): Der Palazzo dei Normanni mit der Cappella Palatina, das Castello della Zisa, die Kirchen San Giovanni degli Eremiti, Santa Maria dell’Ammiraglio und San Cataldo, die Kathedrale, der Ponte dell’Ammiraglio, sowie die Kathedralen von Cefalú und Monreale. Zusammen sind sie ein Beispiel des soziokulturellen Synkretismus zwischen westlicher, islamischer und byzantinischer Kultur auf der Insel.
Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas
(Lage)
2017, erweitert 2021 N 1133 Transnationales Welterbe mit 17 weiteren Ländern in Europa. In Italien gehören dazu Buchenwälder in 7 Schutzgebieten mit insgesamt 13 Clustern im Nationalpark Foreste Casentinesi, Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise, Monti Cimini, Naturpark Bracciano – Martignano, Nationalpark Pollino, Nationalpark Gargano und Nationalpark Aspromonte.
Venezianisches Verteidigungssystem des 16. bis 17. Jahrhunderts: Stato da Terra – westlicher Stato da Mar
(Lage)
2017 K 1533 In Italien gehören Palmanova, Bergamo und Peschiera del Garda dazu. Weitere Stätten befinden sich in Kroatien  Kroatien und Montenegro  Montenegro. Die nominierten Stätten in der Lagune von Venedig wurden nicht eingetragen, sind jedoch schon Teil des Welterbes „Venedig und seine Lagune“.
Ivrea – Industriestadt des 20. Jahrhunderts
(Lage)
2018 K 1538 Ivrea wurde nach der Gründung der Firma Olivetti 1908 stark davon beeinflusst.
Die Hügel des Prosecco zwischen Conegliano und Valdobbiadene
(Lage)
2019 K 1571 Kulturlandschaft des Proseccoanbaus in dieser Region, die seit Jahrhunderten zu diesem Zweck vom Menschen geformt wird. Charakteristische Landschaftselemente sind Hügel in der Form von Schweinerücken, Anbauparzellen (ciglioni), Wälder, kleine Dörfer und Ackerflächen in der zerklüfteten Umgebung.
 
Montecatini Terme
Bedeutende Kurstädte Europas
(Lage)
2021 K 1613 Städte bzw. Heilbäder, die allgemein wichtige Aspekte der Medizingeschichte und speziell alle wichtigen Aspekte der Geschichte der Kurmedizin bezeugen (sollen).

Das Welterbe umfasst 11 Kurstädte: Spa in Belgien, Baden-Baden, Bad Kissingen und Bad Ems in Deutschland, Vichy in Frankreich, Montecatini Terme in Italien, Baden in Österreich, Franzensbad, Karlsbad und Marienbad in Tschechien und Bath im Vereinigten Königreich.

 
Cappella degli Scrovegni
Paduas Freskenzyklen aus dem 14. Jahrhundert
(Lage)
2021 K 1623 Freskenzyklen, die in acht verschiedenen Gebäuden in der Altstadt von Padua im Trecento von Giotto, Giusto de’ Menabuoi, Guariento di Arpo, Altichiero da Zevio, Jacopo Avanzi, Jacopo da Verona in der Cappella degli Scrovegni, im Baptisterium, in der Kirche der Eremitani, in der Basilika des Heiligen Antonius, im Oratorio San Giorgio und Oratorio San Michele sowie im Palazzo della Ragione und in der Cappella della Reggia Carrarese angefertigt wurden.
Arkadengänge von Bologna
(Lage)
2021 K 1650 Ensemble von zwölf repräsentativen Arkadengängen und der sie umgebenden Gebäude in der Altstadt von Bologna als Ausdruck und Element der urbanen Identität Bolognas.

TentativlisteBearbeiten

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind.

Aktuelle WelterbekandidatenBearbeiten

Mit Stand 2021 sind 39 Stätten in der Tentativliste von Italien eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte 2021.[3] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.

f1  Karte mit allen Koordinaten aktueller Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
 
San Giulio im Ortasee
Seenlandschaft Lago Maggiore und Lago d’Orta 2006 K 325 Kulturlandschaft in der Umgebung der beiden Seen Lago Maggiore (Lage) und Lago d’Orta (Lage)
 
Castello Visconteo
Historisches Zentrum von Pavia und die Kartause 2006 K 327 umfasst neben dem historischen Kern der Stadt Pavia (Lage) auch die etwa 8 km nördlich gelegene Certosa di Pavia (Lage).
Altstadt von Bergamo 2006 K 331 Bergamo wurde 2017 im Rahmen der transnationalen Stätte Venezianisches Verteidigungssystem des 15. bis 17. Jahrhunderts in das Welterbe aufgenommen (Ref. 1533), steht aber weiterhin als nationaler Einzelvorschlag auf der Tentativliste.
Botanischer Garten Hanbury
(Lage)
2006 K 336
Historisches Zentrum von Lucca
(Lage)
2006 K 340
 
Fassade des Domes
(weitere Bilder)
Orvieto
(Lage)
2006 K 344
Via Appia „Regina Viarum“ 2006 K 349
Villen des päpstlichen Adels 2006 K 351 enthält Palazzo Farnese, Villa Lante, Sacro Bosco, Palazzo Giustiniani, Villa Mondragone, Villa Taverna Parisi, Villa Falconieri, Villa Tuscolana, Villa Aldobrandini, Villa Lancelotti, Villa Sora, Villa Torlonia (Frascati), Villa Grazioli, Villa Arrigoni, Palazzo Chigi (Ariccia)
 
Dom und Baptisterium
(weitere Bilder)
Historisches Zentrum von Parma
(Lage)
2006 K 1148
Salento und der „Barocco Leccese“ 2006 K 1149 Stätten des Lecceser Barocks auf der Halbinsel Salento
Kloster Cattolica in Stilo und basilianisch-byzantinische Komplexe 2006 K 1150 umfasst neben dem Kloster Cattolica in Stilo weitere basilianisch-byzantinische Komplexe
 
Stagno Di Santa Giusta
Lagunen der Oristano-Bucht, Sinis-Halbinsel und Insel Mal di Ventre 2006 N 1152 umfasst die Lagunen (Stagni) entlang des Golfo di Oristano, die daran anschließende Sinis-Halbinsel und die acht Kilometer vor der Halbinsel liegende Insel Mal di Ventre
 
Piazza Centrale
Festungsstadt Palmanova 2006 K 1154 Palmanova wurde 2017 im Rahmen der transnationalen Stätte Venezianisches Verteidigungssystem des 15. bis 17. Jahrhunderts in das Welterbe aufgenommen (Ref. 1533), steht aber weiterhin als nationaler Einzelvorschlag auf der Tentativliste.
Romanische Kathedralen in Apulien 2006 K 1160
Taormina und Isola Bella 2006 K 1164 umfasst die Stadt Taormina auf Sizilien und die vor der Küste der Stadt liegende Isola Bella
 
La Maddalena
Archipel von La Maddalena und Inseln der Straße von Bonifacio 2005 N 2028 Umfasst das La-Maddalena-Archipel und die Inseln in der Straße von Bonifacio
Insel Mozia und Lilibaeum: Die phönizisch-punische Zivilisation in Italien 2006 K 2029 umfasst die antike phönizische Stadt Mozia auf der Insel San Pantaleo in der Stagnone di Marsala und die nach deren Zerstörung auf dem gegenüberliegenden Festland in der Nähe des heutigen Marsala angelegte punische Festungsstadt Lilybaion
 
Solfatara bei Pozzuoli
Bradyseismus in der Phlegräischen Region 2006 N 2030 Die Phlegräischen Felder etwa 20 km westlich des Vesuvs sind ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität. Bradyseismos ist ein typisches Phänomen dieses Gebietes.
Cascata delle Marmore und Valnerina: Klosteranlagen und alte hydrogeologische Erschließungsarbeiten 2006 K 2031 umfasst das Gebiet Valnerina, den oberen Teil des Flusstals der Nera, und den von Menschen geschaffen Wasserfall Cascata delle Marmore des Flusses Velino kurz vor dessen Mündung in die Nera.
Pelagos: Das Walschutzgebiet 2006 N 2032
Insel Asinara
(Lage)
2006 N 5002
Sulcis-Iglesiente 2006 N 5003 umfasst die Landschaften Sulcis und Iglesiente im Süden Sardiniens und die diesen vorgelagerten Inseln Sant’Antioco und San Pietro
 
Steinbruch bei Carrara
Marmor-Becken von Carrara 2006 K/N 5004 Gebiet um Carrara in den Apuanischen Alpen mit Steinbrüchen für den Carrara-Marmor
Transhumanz: Der königliche Schäferpfad 2006 K/N 5005
Volterra: Historische Altstadt und Kulturlandschaft 2006 K 5006
Anienetal und Villa Gregoriana in Tivoli 2006 K 5008 umfasst das Tal des Aniene und dessen als Hochwasserschutz für Tivoli errichteten künstlichen Überlauf durch die Parkanlage der Villa Gregoriana
Murge von Altamura 2006 K 5009 Die Murge im Gebiet von Altamura
 
Grotte di Castellana
Karsthöhlen im prähistorischen Apulien 2006 K 5011
Zitadelle von Alessandria
(Lage)
2006 K 5013
Altsteinzeitliches Paläo-Relief in Isernia la Pineta und Notarchirico 2006 K 5020 Altsteinzeitliche archäologische Fundorte Isernia la Pineta und Notarchirico
Mont-Blanc-Massiv 2008 N 5265 Es ist geplant, das Mont-Blanc-Massiv für die Eintragung als grenzüberschreitende Welterbestätte gemeinsam mit Frankreich und der Schweiz vorzuschlagen, mit Stand 2018 steht es jedoch nur auf der Tentativliste von Italien.
Nationalpark Sila – Sila, der große Wald Italiens 2012 N 5669


 
Monte Cassino
Kulturlandschaft der benediktinischen Siedlungen im mittelalterlichen Italien 2016 K 6107 umfasst Klosterkomplex Subiaco, Abtei Montecassino, San Vincenzo al Volturno, San Pietro al Monte, Sacra di San Michele (bereits 1984 nominiert), San Vittore alle Chiuse und Kloster Farfa
Mittelmeer-Alpen 2017 N 6181 Der transnationale Vorschlag gemeinsam mit Frankreich (Ref. 6178) und Monaco (Ref. 6180) beinhaltet in Italien die Zone 5 Ours-Grammondo mit dem Naturpark Seealpen, Parco naturale regionale delle Alpi Liguri, Monte Grammondo und Monte Abellio sowie den Teil des Küstenmeers bei Ventimiglia
Kulturlandschaft von Civita di Bagnoregio 2017 K 6182
Evaporit-Karst und Höhlen der Emilia Romagna 2018 N 6317
Via Francigena in Italien 2019 K 6382 Neben dem eigentlichen Weg sind folgende Städte bzw. Orte nominiert: Grosser St. Bernhard, Aosta, Vercelli, Santhià, Susa, Pavia, Fidenza, Sarzana, Siena, Sutri, Viterbo und Rom.
Kunst und Architektur in der Vorgeschichte Sardiniens. Die Domus de Janas. 2021 K 6523 35 verschiedene Orte
Marine Biodiversität des Eozäns im Val d’Alpone 2021 N 6539 Fossillagerstätte des Eozän in den lessinischen Alpen zwischen Verona und Vicenza mit Zentrum um den Monte Bolca.


Ehemalige WelterbekandidatenBearbeiten

Diese Stätten standen früher auf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen oder von der UNESCO abgelehnt. Stätten, die in anderen Einträgen auf der Tentativliste enthalten oder Bestandteile von Welterbestätten sind, werden hier nicht berücksichtigt.[4]

f1  Karte mit allen Koordinaten ehemaliger Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Alba Fucens
(Lage)
1982–1982 K Ruinen einer antike Stadt
 
Piazza del Popolo
(weitere Bilder)
Ascoli Piceno
(Lage)
1982–1982 K
Festung von Bard
(Lage)
1982–1982 K
Brera, Mailand
(Lage)
1982–1982 K Altstadt-Viertel von Mailand
Teiche von Cagliari 1982–1982 ?
Bahnhof Santa Maria Novella, Florenz 1982–1982 K
Nationalpark Gennargentu 1982–1982 N
Grotte di Castellana
(Lage)
1982–1982 N
Valle d’Itria 1982–1982 K
Locri
(Lage)
1982–1982 K Ort der antiken griechischen Stadt Lokroi Epizephyrioi
Massafra 1982–1982 K Die Gemeinde Massafra in Apulien ist bekannt für ihre Wohnhöhlen und die mit Fresken verzierten Grottenkirchen.
Metapont 1982–1982 K
Die Insel Montecristo und ihre Meeresumgebung 1982–1982 N
Pisticci 1982–1982 K
Piazza Maggiore, Todi 1982–1982 K Hauptplatz von Todi, auch Piazza del Popolo genannt
 
Turiner Dom
Historisches Zentrum von Turin 1982–1982 K Der Turiner Dom stand 1984–1994 als eigener Vorschlag auf der Tentativliste. 1997 wurden die Residenzen des Königshauses Savoyen in und um Turin in das Welterbe aufgenommen.
Parco dell’Uccellina
(Lage)
1982–1982 N
Thermalarchitektur von Arco 1984–1984 K
Kathedrale von Faenza 1984–1984 K Kathedrale San Pietro in Faenza
Santa Maria delle Carceri, Prato 1984–1984 K
Otranto 1984–1985 K
Baptisterium von Albenga 1984–1996 K frühchristliches Baptisterium neben der Kathedrale von Albenga
Castrum von Aosta 1984–1996 K Die Stadt Aosta wurde durch Augustus unter dem Namen Augusta Praetoria anstelle eines bestehenden Legionslager (Castrum) errichtet. Der schachbrettartige Grundriss des Lagers wurde für die zivile Stadt übernommen und ist weiter im Stadtbild der Altstadt zu erkennen.
Naturschutzgebiet Bosco Fontana 1984–1996 K/N
Abtei Casamari 1984–1996 K
Baptisterium von Cremona 1984–1996 K frühchristliches Baptisterium neben der Kathedrale von Cremona
Abtei Fossanova 1984–1996 K
Kloster Galluzzo, Florenz 1984–1996 K Kartause (Kloster des Kartäuserordens) in Florenz
Mailand – Ospedale Maggiore 1984–1996 K ab 1456 errichtetes Krankenhaus in Mailand
Thermalarchitektur von Meran 1984–1996 K
Baptisterium von Novara 1984–1996 K frühchristliches Baptisterium neben der Kathedrale von Novara
 
Altstadt von Sansepolcro
(weitere Bilder)
Piero della Francesca – Siena, Firenze, Borgo San Sepolcro 1984–1996 K Wirkungsstätten des Renaissancemalers Piero della Francesca in Siena, Florenz und Sansepolcro.

Florenz ist bereits seit 1982 eine eigene Welterbestätte, Siena seit 1995, Pieros Geburts-, Sterbe- und langjähriger Wirkungsort Borgo San Sepolcro, das heutige Sansepolcro, wurde jedoch nicht in das Welterbe aufgenommen.

Heiligtum der Fortuna, Palestrina 1984–1996 K Heiligtum und Orakel der Fortuna Primigenia in der antiken Stadt Praeneste, dem heutigen Palestrina
 
Piazza XXIII Aprile
Pomponesco 1984–1996 K
Pyrgi 1984–1996 K Hafen der etruskischen Stadt Caere
 
Rathaus von Bozzolo
Revere und Bozzolo 1984–1996 K umfasst die Orte Revere und Bozzolo in der Provinz Mantua in der Lombardei.
 
Tempel von Segesta
(weitere Bilder)
Archäologische Stätte von Segesta
(Lage)
1984–1996 K antike Stadt der Elymer im Nordwesten Siziliens mit einem dorischen Tempel
Nationalpark Stilfserjoch 1984–1996 N
Kathedrale von Trani 1984–1996 K
 
Castello Buonconsiglio
Burgen und Schlösser des Trentino 1984–1996 K umfasste Burgen und Schlösser in der Provinz Trentino.
Tropea 1984–1996 K
Veji 1984–1996 K
 
Königspalast Portici
Villen am Vesuv 1984–1996 K
 
Cortona
Giotto und Fra Angelico – Assisi und Cortona 1984–1997 K Stätten des Wirkens von Giotto und Fra Angelico in Assisi und Cortona.

Assisi wurde 2000 als Wirkungsstätte des heiligen Franz von Assisi zum Welterbe erklärt.

Promontorio di Portofino 1984–1999 K Halbinsel in Ligurien mit dem historischen Zentrum von Camogli, der Abtei von San Fruttuoso und der Bucht von Paraggi bei Portofino
San Pellegrino Terme 1984–1999 K
Tempio Malatestiano 1984–2005 K Kathedrale von Rimini
Archäologischer Park von Selinunt 1987–1987 K 1987 von der Unesco vertagt, wegen mangelndem Management-Plan
Ostia Antica, Portus Romae und Isola Sacra 1987–1987 K Ostia Antica die Hafenstadt des antiken Roms, mit ihrem Hafen Portus Romae und der vor der Mündung des Tibers liegenden Isola Sacra

Portus Romae stand 1996–2005 noch einmal als eigener Vorschlag auf der Tentativliste.

 
Papstpalast in Anagni
Päpstliche Residenzen von Anagni und Viterbo 1994–1996 K Papstpaläste aus dem 13. Jahrhundert in Anagni und Viterbo
Felsenheiligtum von Olevano sul Tusciano 1996–1997 K Die Grotta di S. Michele ist eine Tropfsteinhöhle mit einer einschiffigen Kapelle mit drei Apsiden, in der Wandmalereien aus dem 10. und 11. Jahrhundert im byzantinisch beeinflussten Stil erhalten sind.
Alghero 1996–2005 K
Altstadt von Bologna 1996–2005 K 2006 ersetzt durch einen Vorschlag, der nur noch die Arkadengänge umfasst.
 
Villa Aldobrandini, Frascati
Parks und Villen der Castelli Romani (Albaner Berge) 1996–2005 K Parks und Villen im Gebiet der Castelli Romani in den Albaner Bergen
Karstgebiet: Quellen des Timavo 1996–2005 N Italienischer Teil eines Karstgebiets, in dem der durch die in Slowenien liegenden Höhlen von Škocjan (Welterbe-Ref. 390) unterirdisch fließende Fluss Reka wieder zutage tritt und als Timavo in die Adria fließt.
Mailänder Dom 1996–2005 K
 
Sant’Agata Feltria
Festungen des Montefeltro 1996–2005 K Festungen in der historische Landschaft Montefeltro im Apennin
Bucht von Neapel 1996–2005 K mit Capri, Ischia und Procida
Oase von Ninfa 1996–2005 K Der Garten von Ninfa ist ein vom WWF betreuter Landschaftspark auf dem Gebiet der Gemeinde Cisterna di Latina. In dem Park liegen die Ruinen der mittelalterlichen Stadt Ninfa.
Spoleto und Tempietto sul Clitunno 1996–2005 K Nur die Basilika San Salvatore in Spoleto und der Tempietto del Clitunno in Campello sul Clitunno wurden 2011 in die Welterbestätte Die Langobarden in Italien, Orte der Macht (568 bis 774 n. Chr.) (Ref. 1318) aufgenommen.
Cividale und die frühen Zentren der Macht der Langobarden in Italien 1996–2011 K 333 Nur das Gastaldaga-Areal und der bischöfliche Komplex wurden 2011 in die Welterbestätte Die Langobarden in Italien, Orte der Macht (568 bis 774 n. Chr.) (Ref. 1318) aufgenommen.
 
Piazza Pretoria
Palermo, Botanischer Garten und Komplex von Monreale 1996–2011 K 363 umfasste die Altstadt von Palermo, den Botanischen Garten Palermo und den Dom- und Kloster-Komplex von Monreale

Seit 2015 gehören sieben Bauwerke Palermos im normannisch-arabisch-byzantinischen Stil und die Kathedrale von Monreale zum Welterbe Arabisch-normannisches Palermo und die Kathedralen von Cefalù und Monreale (Ref. 1487).

Fossiler Wald von Dunarobba 1997–1997 N Versteinerter Wald im Ortsteil Dunarobba der Gemeinde Avigliano Umbro
Samnitisches Heiligtum von Pietrabbondante 1997–2003 K Heiligtum der Samniten in Pietrabbondante
Küste des Gardasees 1998–2003 K
Felsensiedlungen in Apulien 1998–2005 K Höhlenarchitektur in Apulien
Kathedrale und historischer Bezirk von Cefalù 1998–2005 K Nur die Kathedrale von Cefalù gehört seit 2015 zum Welterbe Arabisch-normannisches Palermo und die Kathedralen von Cefalù und Monreale (Ref. 1487)
Nationalpark Gran Paradiso 1999–1999 N
Nationalpark Abruzzen 2000–2000 N
Mittlerer Adda 2000–2001 K 730 Industrielles Erbe zwischen dem Olginate Staudamm und Cassano d’Adda. Als Erweiterung von Crespi d'Adda von der ICOMOS abgelehnt.
Ensembles romanischer Kultur in den Abruzzen 2002–2005 K Architektur der Romanik im Abruzzischen Apennin
Pontinisches Archipel 2002–2005 K
Küstenstreifen von Castellammare del Golfo bis Trapani 2002–2005 K Mittelmeerküste zwischen den Städten Castellammare del Golfo und Trapani, mit der Bergstadt Erice, der Insel Mozia und den Ägadischen Inseln

Seit 2006 steht Mozia als Einzelvorschlag auf der Tentativliste (Ref. 2029)

Vorgebirge Gargano 2002–2005 K/N mit Monte Sant’Angelo, Isole Tremiti und dem Foresta Umbra
 
Julische Alpen
Alpen, a) Westliche Alpen, b) Dolomiten, c) östliche Alpen 2006–2009 N 2026 2009 wurden die Dolomiten zum Welterbe Dolomiten (Ref. 1237) erklärt.
Veltlin 2006–2012 K 5001 Der Vorschlag Weintraubenlandschaften: Langhe, Roero, Monferrato und Valtellina wurde 2012 vertagt, um überarbeitet zu werden. Der überarbeitete Vorschlag mit Weinanbaugebieten in den Landschaften Langhe, Roero und Monferrat im Piemont wurde 2014 in das Welterbe aufgenommen (Ref. 1390). Das Veltlin (Valtellina) war darin jedoch nicht mehr enthalten.

WeblinksBearbeiten

Commons: Welterbe in Italien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Italien auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch)
  • Beni Italiani Unesco Italienische Welterbe-Liste auf der Website der Associazione Beni Italiani Patrimonio Mondiale Unesco

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Italien. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 27. Juli 2019 (englisch).
  2. Sessions. whc.unesco.org (englisch), abgerufen am 9. April 2014
  3. Tentativliste von Italien. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 21. Juli 2021 (englisch).
  4. Former Tentative Sites of Italy. In: World Heritage Site. Abgerufen am 22. Juli 2017 (englisch).