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Zum Welterbe in Russland gehören (Stand 2019) 29 UNESCO-Welterbestätten, darunter 18 Stätten des Weltkulturerbes und 11 Stätten des Weltnaturerbes. Darunter sind mit dem Struve-Bogen, der Kurischen Nehrung und den Daurischen Landschaften drei grenzüberschreitende oder transnationale Welterbestätten. Die Sowjetunion, deren Rechtsnachfolger Russland ist, hat die Welterbekonvention 1988 ratifiziert, die ersten drei Welterbestätten Russlands wurden 1990 in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte wurde 2019 in die Liste aufgenommen.[1]

KartenBearbeiten

WelterbestättenBearbeiten

Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in Russland[2] in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, R – auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes).

f1  Karte mit allen Koordinaten von Welterbestätten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Historisches Zentrum von Sankt Petersburg
(Lage)
1990 K 540 Die Stadt Sankt Petersburg war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert die Hauptstadt des Russischen Kaiserreiches, ist ein europaweit wichtiges Kulturzentrum und beherbergt den wichtigsten russischen Ostsee-Hafen. Zum Welterbe gehören u. a. Gattschina, Kronstadt, Lomonossow, Pawlowsk, Peterhof, Puschkin, Schlüsselburg.
Kirchen von Kischi Pogost
(Lage)
1990 K 544 Die im Jahre 1714 erbaute, 35 m hohe Verklärungskirche, die von 22 Zwiebeltürmen bekrönt und von 30.000 Schindeln aus Espenholz gedeckt wird, gilt als der kühnste erhaltene Holzbau Russlands, bei dem kein Nagel verwandt wurde. Insgesamt befinden sich heute ca. 60 historische Holzbauten aus Karelien und Nordrussland auf der Insel Kischi im Onegasee.
 
Moskauer Kreml
Kreml und Roter Platz in Moskau 1990 K 545 Der Moskauer Kreml (Lage) ist der älteste Teil der russischen Hauptstadt Moskau und deren historischer Mittelpunkt. Es handelt sich dabei um eine ursprünglich im Mittelalter entstandene Burg, die ab Ende des 15. Jahrhunderts nach dem Muster einer Zitadelle neu errichtet wurde. Der Rote Platz (Lage) ist einer der ältesten und auf Grund seiner Größe, seiner geschichtlichen Bedeutung und der angrenzenden historischen Bauwerke der international berühmteste Platz in Moskau und einer der bekanntesten der Welt.
Baudenkmäler von Nowgorod und Umgebung 1992 K 604 Als eine der ältesten Städte Russlands feierte Weliki Nowgorod im September 2009 sein 1150-jähriges Bestehen. Im Mittelalter war Nowgorod Hauptstadt einer einflussreichen Handelsrepublik und bedeutender Mittler zwischen den Rus und dem Abendland, bevor es Teil des zentralisierten russischen Reichs wurde. Zu den bekanntesten Bauten der Altstadt von Nowgorod zählen der Nowgoroder Kreml und die Sophienkathedrale.
Geschichts- und Kulturdenkmäler auf den Solowetzky-Inseln am Weißen Meer 1992 K 632 Im 13. Jahrhundert siedelten sich Mönche auf den Solowezki-Inseln an und errichteten ein Kloster. Dieses wurde im 18. Jahrhundert von den russischen Zaren zu einer Festung und einem Staatsgefängnis ausgebaut, in dem über gut zweieinhalb Jahrhunderte überwiegend politische Gefangene inhaftiert wurden.
Kathedrale von Wladimir, Klöster und Kirchen von Susdal und Kidekscha 1992 K 633 Als Hauptstadt des Großfürstentums Wladimir-Susdal spielte die Stadt Wladimir in der russischen Geschichte eine bedeutende Rolle als ein wichtiges Kultur- und Machtzentrum vor der Mongolischen Invasion der Rus sowie als vorübergehender Sitz des Metropoliten der Russisch-Orthodoxen Kirche. Die Moskauer Großfürsten und Zaren führten in ihren Titeln noch mehrere Jahrhunderte lang Wladimir vor Moskau.
Befestigtes Kloster der heiligen Dreifaltigkeit und des heiligen Sergius in Sergiew Possad
(Lage)
1993 K 657 Das Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad wurde um 1340 vom Heiligen Sergius von Radonesch gegründet und gilt seit Jahrhunderten als eines der bedeutendsten religiösen Zentren der russisch-orthodoxen Kirche.
Christi-Himmelfahrts-Kirche in Kolomenskoe 1994 K 634 Als erste Steinkirche zeltartiger Form kennzeichnete die Christi-Himmelfahrts-Kirche in Kolomenskoje einen gewagten Bruch mit der in Russland bis dahin vorherrschenden byzantinischen Architekturtradition.
Urwälder von Komi 1995 N 719 Mit einer Fläche von 32.800 km² sind die Urwälder von Komi das größte zusammenhängende Urwaldgebiet Europas.
Baikalsee
(Lage)
1996 N 754 Der Baikalsee ist mit 1642 Metern der tiefste und mit mehr als 25 Millionen Jahren der älteste Süßwassersee der Erde.
Vulkan-Region von Kamtschatka mit dem Naturpark Kluchevskoy 1996 N 765 Die Halbinsel Kamtschatka ist 1200 km lang und bis zu 450 km breit. Auf ihr befinden sich 29 aktive Vulkane (von mehr als 160 insgesamt) und viele Geysire. Jährlich brechen im Durchschnitt sechs der Vulkane aus.

Die Welterbestätte umfasste ursprünglich fünf Naturschutzgebiete auf der Halbinsel und wurde 2001 um den Naturpark Kljutschewskoi erweitert.

Goldene Berge des Altai in Südsibirien
(Lage)
1998 N 768 Der Altai ist ein bis zu 4506 m hohes mittelasiatisches Hochgebirge. Das Gebirge ist durch die Schönheit seiner Landschaft und Flora (Naturschutzgebiet „Goldene Berge“) und die altaische Kultur ein Anziehungspunkt für Bergsteiger und Exkursionen.

Das Welterbe umfasst drei getrennte Areale in dem Gebirge.

Westlicher Kaukasus 1999 N 900 umfasst sechs Naturschutzgebiete im Westteil des Kaukasus-Gebirges.
Kreml von Kasan
(Lage)
2000 K 980 Der Kasaner Kreml ist eine historische Zitadelle in Kasan, der Hauptstadt der russischen Republik Tatarstan. Er wurde nach der Einnahme Kasans durch die russischen Truppen Iwans IV. 1552 auf den Ruinen der ehemaligen Residenz des Khans von Kasan errichtet. Der Kasaner Kreml kombiniert heute Elemente der christlich-orthodoxen und der moslemischen Architektur.
Kloster Ferapontow 2000 K 982 Das Kloster Ferapontow ist ein Wehrkloster in der russischen Oblast Wologda. Es ist eines der bedeutendsten Beispiele der russischen Kunst des Mittelalters. Es ist für seine Wand- und Deckenmalereien bekannt, die 1502 von Meister Dionisij geschaffen wurden.
Kurische Nehrung 2000 K 994 grenzübergreifend mit Litauen
Naturschutzgebiet Zentral-Sichote-Alin und Flusstal des Bikin
(Lage)
2001 N 766 Der Sichote-Alin ist ein Hochgebirge im Fernen Osten Russlands. Wegen der Unzugänglichkeit und des ozeanischen Klimas gelten viele Gegenden des Gebirges als abwechslungsreiche Naturlandschaft. Durch Buchenurwälder streifen hier noch Bär, Wolf und der im Bestand bedrohte Sibirische Tiger.

Die Welterbestätte wurde 2018 um das Flusstal des Bikin erweitert, ihre Fläche wurde dadurch nahezu vervierfacht.

Uws-Nuur-Becken 2003 N 769 Das grenzübergreifend in Russland und der Mongolei liegende Uws-Nuur-Becken umfasst mehrere verschiedene Ökosysteme, so z. B. die Schneefelder im Turgen-Gebirge, die Seen- und Steppengebiete, die Wüste von Altan Els. Das Uws-Nuur-Becken stellt die Grenze zwischen Sibirien und Zentralasien dar. Dort schwanken die Temperaturen zwischen −58 °C im Winter und 47 °C im Sommer. Trotz dieser rauen klimatischen Rahmenbedingungen sind in dieser Region 173 Vogelarten und 41 Säugetierarten heimisch. Der Uws Nuur bildet den Lebensraum für viele Wasservögel. In den Wüsten- und Bergregionen um den See leben seltene Tierarten wie die Mongolische Wüstenrennmaus, Schneeleopard, Wildschaf (Argali) und der Sibirische Steinbock.
Zitadelle, Altstadt und Festung von Derbent 2003 K 1070 Derbent ist durch diverse Kultureinflüsse geprägt.
Naturreservat Wrangel-Insel 2004 N 1023 Die Landschaft auf der Wrangelinsel wird ausschließlich von der arktischen Tundra beherrscht; in den Höhenlagen finden sich unbewachsene Frostschuttwüsten. Wegen des Permafrosts und des nur geringen Wassergehalts im Boden können sich keine hohen Pflanzen wie zum Beispiel Bäume entwickeln. Daher herrschen Flechten, Moose, Mohne und Farne vor. Die Flora ist im Vergleich mit anderen arktischen Gebieten sehr artenreich. Mit 417 Pflanzenarten leben hier doppelt so viele Arten wie auf vergleichbaren Flächen und mehr als auf jeder anderen arktischen Insel. Die meisten dieser Pflanzen, die auf den Berghängen gedeihen, werden nur wenige Zentimeter hoch.
Kloster Nowodewitschi 2004 K 1097 Die architektonische Entwicklung des Neujungfrauenklosters vollzog sich zwischen dem 16. und dem 17. Jh. Vorherrschende Stilrichtung dieser Gebäude ist der sogenannte Moskauer Barock. Die fast quadratische Anlage wird umgeben von einer meterdicken Mauer, die auf jeder Seite von einem Tor unterbrochen wird. Das Schutzbedürfnis wird durch vier Ecktürme und weitere acht Türme im Verlauf der Mauer berücksichtigt.
Altstadt von Jaroslawl 2005 K 1170 Jaroslawl, das im September 2010 sein 1000-jähriges Bestehen feierte, gehört zu den ältesten Städten Zentralrusslands. Im Mittelalter war Jaroslawl die Hauptstadt eines Fürstentums, Anfang des 17. Jahrhunderts war es für einige Monate De-facto-Hauptstadt des russischen Zarentums, und vor der Gründung Sankt Petersburgs galt Jaroslawl als zweitgrößte russische Stadt. Die Altstadt verfügt über viele Kirchen aus dem 17. Jahrhundert, dem Ensemble des Erlöser-Verklärungs-Klosters sowie einem gut erhaltenen Straßennetz aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit vorwiegend klassizistischen Profanbauten.
Struve-Bogen 2005 K 1187 Die transnationale Welterbestätte umfasst 34 besonders markierte geodätische Messpunkte entlang des nach dem Astronomen Wilhelm von Struve benannten Meridianbogens in Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Moldawien, Norwegen, Russland, Schweden, der Ukraine und Weißrussland, welche in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur genauen Bestimmung der Erdfigur in Nord- und Osteuropa errichtet wurden.

In Russland gehören dazu zwei Messpunkte auf der Ostseeinsel Gogland.

Putorana-Plateau 2010 N 1234 Das Putorana-Gebirge, aufgrund seiner plateauförmigen Berge auch Putorana-Plateau genannt, wird alljährlich von der größten wilden Rentierherde der Erde durchwandert. Etwa 500.000 Wildrentiere ziehen auf ihren Wanderungen durch das Gebiet und verbringen pro Jahr etwa fünf bis sechs Monate hier. Eine Besonderheit ist das Putorana-Schneeschaf (Ovis nivicola borealis), eine geographisch isolierte Unterart des Schneeschafs, die sich vor 15.000 Jahren von den Artgenossen des östlich gelegenen Hauptverbreitungsgebietes getrennt hat.
Naturpark Lena-Felsen 2012 N 1299 Die Lenafelsen sind eine natürliche Steinformation am Ufer des Flusses Lena. Die Felsen sind 150 bis 300 Meter hoch und erstrecken sich über 80 km.
Historisches Zentrum und archäologische Stätten von Bolgar 2014 K 981 Bolgar war seit dem 10. Jahrhundert die Hauptburg des Stammesverbandes der Wolgabulgaren. Die archäologische Hinterlassenschaft auf dem Burgwall in Bolgar lässt für das 10.–12. Jahrhundert eine Burgstadt mit weitreichenden Fernhandelsverbindungen nach Ost und West sowie Niederlassungen von fremden Kaufleuten erkennen.
Daurische Landschaften 2017 N 1448 grenzüberschreitend mit der Mongolei
Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale der Inselstadt Swijaschsk 2017 K 1525 Nominiert waren unter der Bezeichnung "Ensemble ehemaliger Stadtbauten von Swijaschsk" etwa 60 Hektar des gesamten Stadtgebiets der Stadtinsel Swijaschsk (Ref. 1111), jedoch wurden nur 3,25 Hektar in das Welterbe aufgenommen.
Kirchen der Architekturschule von Pskow
(Lage)
2019 K 1523 Pskow gilt als Geburtsort der Pskower Architekturschule. Zehn Kirchen bzw. Kathedralen in der alten Stadt im äußersten Westen Russlands stehen repräsentativ für den nachhaltigen Einfluss, den dieser Typ russisch-orthodoxer Kirche auf die folgende Sakralarchitektur haben sollte. Charakteristisch für diesen Baustil sind eigentümliche kubische Elemente, Kuppeln, Portale und Glockentürme ausgehend von der byzantinischen und Nowgoroder Tradition, zudem die Inklusion in die naturräumliche Umgebung durch Gärten, Grenzmauern und -zäunen. Dieser Stil reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück und erreicht im 15. und 16. Jahrhundert seinen Höhepunkt.

TentativlisteBearbeiten

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind.

Aktuelle WelterbekandidatenBearbeiten

Mit Stand 2019 sind 21 Stätten in der Tentativliste von Russlandeingetragen, die letzte Eintragung erfolgte im März 2018.[3] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.

f1  Karte mit allen Koordinaten aktueller Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Historisches und kulturelles Dscheirach-Assa Reservat 1996 K 569 18 Siedlungen mit einigen Strukturen aus der Bronzezeit in den Gebirgstälern der Flüsse Armhi und Assa bei Dscheirach in Inguschetien
Historisches Zentrum von Irkutsk
(Lage)
1998 K 1166
Der Kreml von Rostow
(Lage)
1998 K 1185
Historisches Zentrum von Jenisseisk
(Lage)
2000 K 1460
Petroglyphen von Sikachi-Alyan 2003 K 1787
Die Kommandeurinseln (Komandorski-Naturreservat)
(Lage)
2005 N 1997 Der Archipel der Kommandeurinseln umfasst 15 Inseln unterschiedlicher Größe, von 0,5 km2 bis 1667 km2, und ist aufgrund seines Artenreichtums besonders schutzwürdig.
Magadaner Naturreservat 2005 N 1998 Der Vorschlag umfasst vier Gruppen von Teilgebieten im ostsibirischen Oblast Magadan.
Krasnojarsker Säulen 2007 N 5113 Der Naturpark Krasnojarsker Säulen[4] südlich von Krasnojarsk ist bekannt für die namengebenden, bis zu 100 m hohen Felsformationen.
Die Wassjuganje-Sumpflandschaft 2007 N 5114
Ensemble des Astrachaner Kremls 2008 K 5368
Ilmengebirge 2008 N 5388 Das Ilmengebirge ist ein Gebirgszug im südlichen Ural und zeichnet sich durch einen besonderen Reichtum an verschiedensten Mineralen aus.
Die archäologische Stätte von Tanais
(Lage)
2009 K 5422 Die Stadt Tanias an der Mündung des gleichnamigen Flusses, dem heutigen Don, in das Asowsche Meer war eine griechische Gründung zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. und entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden Handelsplatz.


Baschkirischer Ural 2012 K/N 5666 Der Vorschlag umfasst 450 km2 im westlichen Anstieg zum südlichen Ural in der Republik Baschkortostan und beinhaltet unter anderem das Naturreservat und Höhlensystem von Schulgan-Tasch mit steinzeitlichen Höhlenmalereien.
Testament des Kenosero 2014 K/N 5922 Die bäuerliche Kulturlandschaft von Kenosero mit seinen hölzernen Baudenkmälern bildete sich vom 12. bis 16. Jahrhundert heraus. Das Gebiet des Vorschlags im nordwestrussischen Oblast Archangelsk umfasst auch den 1991 eingerichteten Kenosero-Nationalpark, der seit 2004 als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt ist.
Urwälder von Komi (Erweiterung) 2014 N 5925 Ziel der Erweiterung ist es das Gebiet des Welterbe Urwälder von Komi (Ref. 719) mit den inzwischen vergrößerten Schutzgebieten Nationalpark Jugyd Wa und Petschora-Ilytsch-Naturreservat wieder in Einklang zu bringen.
Westlicher Kaukasus (Erweiterung) 2014 N 5926 geplante Erweiterung der Welterbestätte "Westlicher Kaukasus" (Ref. 900), beinhaltet den Vorschlag „Teberdinski-Reservat“ von 2004.
Denkmalkomplex „Für die Helden der Schlacht von Stalingrad“ auf dem Mamajew-Hügel 2014 K 5936
Oglachty-Gebirge 2016 K/N 6165
Historisches Zentrum von Gorochowez 2017 K 6202
Schätze der Pasyryk-Kultur 2018 K 6283 Der Vorschlag umfasst mehrere Gruppen von Kurganen und Petroglyphen der Pasyryk-Kultur im Altai.
Höhlenmalereien der Schulgan-Tasch-Höhle 2018 K 6309 Die Höhlenmalereien der Schulgan-Tasch-Höhle, auch bekannt als Höhle von Kapowa, wurden erstmals 1760 wissenschaftlich beschrieben. Es gibt an die 200 mit Ocker gemalte Höhlenbilder, von denen mehr als die Hälfte erst in jüngster Zeit entdeckt wurden.

Ehemalige WelterbekandidatenBearbeiten

Diese Stätten standen früher auf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen oder von der UNESCO abgelehnt. Stätten, die in anderen Einträgen auf der Tentativliste enthalten oder Bestandteile von Welterbestätten sind, werden hier nicht berücksichtigt.[5]

f1  Karte mit allen Koordinaten ehemaliger Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Die Quellen des großen Ob
(Lage)
1995–1996 N 768 Der Vorschlag umfasste 65.000 km2 unberührter Bergtaiga, Gletscher und den Telezkoje-See im Einzugsbereichs der Quellflüsse des Ob im zentralsibirischen Altai. Eine Auswahl wurde 1998 in das Welterbe aufgenommen (Goldene Berge des Altai, Ref. 768).
Wodlosero-Nationalpark
(Lage)
1996–2014 N 578 Nationalpark am See Wodlosero
Architektonischer und historische Komplex „Heim des Grafen Nikolai Petrowitsch Scheremetew“ 1996–2016 K 571 Von Graf Nikolai Petrowitsch Scheremetew gestiftetes Armen- und Krankenhaus in Moskau
BW Walaam-Archipel
(Lage)
1996–2016 N 572
Christ-Erlöser-Kathedrale
(Lage)
1998–2016 K 1168
Ensemble ehemaliger Stadtbauten von Swijaschsk 1998–2017 K 1111 Der Vorschlag umfasste ursprünglich ein Gebiet von 62 Hektar. Jedoch nur ein Gebiet von 3,25 Hektar mit dem Mariä-Himmelfahrts-Kloster und der Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale wurde 2017 in das Welterbe aufgenommen (Ref. 1525).
Eisenbahnbrücke über den Jenissei
(Lage)
2000–2014 K 1459 Die Eisenbahnbrücke Krasnojarsk ist eine Eisenbahnbrücke über den Jenissei in der Nähe der Stadt Krasnojarsk. Sie wurde in den Jahren 1895 bis 1899 für die Transsibirische Eisenbahn erbaut und war die erste Brücke über den Jenissei.
Dimitri-Blut-Kirche 2001–2016 K 1518 Die Dimitri-Blut-Kirche in Uglitsch wurde 1692 in Erinnerung an den 1591 in der Stadt unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommenen Zarewitsch Dmitri Iwanowitsch, den Sohn Iwans des Schrecklichen, errichtet.
Teberda-Naturreservat 2004–2008 N 1862 geplante Erweiterung der Welterbestätte Westlicher Kukasus
Russische Kreml 2010–2016 K 5517 umfasste den Astrachaner Kreml, den Uglitscher Kreml und den Pskower Kreml
Architektur- und Park-Ensemble „Ismailowo, Landsitz des Zaren“ 2011–2016 K 5622

WeblinksBearbeiten

  Commons: Welterbestätten in Russland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Russland auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Russland. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 19. Juli 2017 (englisch).
  2. Deutsche Bezeichnungen entsprechend Welterbeliste. In: www.unesco.de. Deutsche UNESCO-Kommission, abgerufen am 20. Januar 2018., ggf. mit Anpassung der Transkription
  3. Tentativliste von Russland. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, 14. März 2018, abgerufen am 18. März 2018 (englisch).
  4. Andreas Sternfeldt: Flußkreuzfahrten auf der Wolga: Mit Enisej, Lena und Amur. Trescher-Verlag, 2007, ISBN 978-3-89794-107-6 (441 S.).
  5. Former Tentative Sites of Russia. In: World Heritage Site. Abgerufen am 19. Juli 2017 (englisch).