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Welterbe in der Slowakei

Wikimedia-Liste

Zum Welterbe in der Slowakei gehören (Stand 2018) sieben UNESCO-Welterbestätten, darunter fünf Stätten des Weltkulturerbes und zwei Stätten des Weltnaturerbes. Die Slowakei hat die Welterbekonvention 1993 ratifiziert, in demselben Jahr wurden die ersten drei Welterbestätten in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte wurde 2008 eingetragen.[1]

WelterbestättenBearbeiten

Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in der Slowakei in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, R – auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes).

f1  Karte mit allen Koordinaten der Welterbestätten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Bergbaustadt Banská Štiavnica (Schemnitz) und technische Denkmäler in der Umgebung
(Lage)
1993 K 618 Dazu gehört auch der über der Stadt liegende Kalvarienberg.
Levoča (Leutschau), Spissky Hrad (Zipser Burg) und damit assoziierte Kulturmonumente 1993, erweitert 2009 K 620 2009 wurde die Zipser Burg (Lage) um Levoča (Lage), Spišské Podhradie (dt. Kirchdrauf) und der Heilig-Geist-Kirche in Žehra (dt. Schigra) erweitert.
Vlkolínec
(Lage)
1993 K 622
Höhlen im Aggteleker und Slowakischen Karst
(Lage)
1995, erweitert 2000 N 725 Gombasecká jaskyňa (dt. Gombaseker Höhle), Jasovská jaskyňa (dt. Jossauer Höhle), Domica (dt. Domica-Höhle), Ochtinská aragonitová jaskyňa (dt. Ochtinaer Aragonithöhle) und die Dobšinská Ice Cave. Die Höhlen des slowakischen Karstes bilden zusammen mit den Höhlen des Aggteleker Karstes in Ungarn ein länderübergreifendes Welterbe.
Städtisches Denkmalreservat Bardejov
(Lage)
2000 K 973
Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas 2007, erweitert 2011 und 2017 N 1133 Länderübergreifende Welterbestätte mit der Ukraine, 2011 um Buchenwälder in Deutschland erweitert. Aus der Slowakei gehören dazu Buchenwälder im Vihorlatgebirge (Lage) und im Nationalpark Poloniny (Lage).
Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten 2008 K 1273 Acht Kirchen in Bodružal (Lage), Hervartov (Lage), Hronsek (Lage), Kežmarok (Lage), Ladomirová (Lage), Leštiny (Lage), Ruská Bystrá (Lage) und Tvrdošín (Lage).

TentativlisteBearbeiten

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind.

Aktuelle WelterbekandidatenBearbeiten

Mit Stand 2018 sind 13 Stätten in der Tentativliste der Slowakei eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte 2007.[2] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.

f1  Karte mit allen Koordinaten aktueller Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Kirchen in den Regionen Gemer und Abov mit mittelalterlichen Wandmalereien 1995 K 580 10 Beispiele in den Okresy: Rožňava, Rimavská Sobota, Revúca und Brezno
Tokaj-Weinbaugebiet
(Lage)
2002 K 1684 geplante Ergänzung der ungarischen Welterbestätte (Ref. 1063) um die Tokajská vinohradnícka oblasť, den in der Slowakei liegenden Teil des Anbaugebiets für den Tokajer.
Ursprüngliche Wiesen – Weideflächen der Slowakei 2002 K 1685
Chatam-Sofer-Gedenkstätte 2002 K 1731 Begräbnis- und Gedenkstätte an den Rabbiner Moses Sofer (1762–1839) auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof von Bratislava
Limes Romanus – antike römische Denkmäler am mittleren Lauf der Donau 2002 K 1732 Zum 1. Februar 2018 wurde ein gemeinsamer Antrag Deutschlands, Österreichs, der Slowakei und Ungarns eingereicht, das Welterbe Grenzen des römischen Reichs um den Donaulimes zu erweitern.[3]
Befestigungssystem am Zusammenfluss von Donau und Váh in Komárno
(Lage)
2002 K 1733 Festungen in Komárno im winkel zwischen Donau und Waag, umfasst die Alte Festung, die Neue Festung, die Palatin-Line und die Waag-Linie
Konzeption des linsenförmigen historischen Stadtkerns von Košice
(Lage)
2002 K 1734
Naturreservate der Tatra 2002 N 1737 Naturschutzgebiete im Tatra-Gebirge
Karsttäler der Slowakei 2002 N 1738 Auswahl verschiedener Typen von Karsttälern

Überarbeitung und Erweiterung der Vorschläge von 1995: „Nationalpark SlowakischesParadies“ und „Durchbruch des Dunajec

Natur- und Kulturlandschaft der Donau 2002 K/N 1739
Pilzflora der Bukovec-Berge 2002 N 1740 Biotope im Bereich der Bukovské vrchy mit dem Schwerpunkt Artenvielfalt bei makroskopischen Pilzen.
Geysir von Herľany 2002 N 1741 Kaltwassergeysir in der Gemeinde Herľany in der Ostslowakei am Fuße des Slanské vrchy-Gebirges,
Stätten Großmährens
(Lage)
2007 K 5093 transnationaler Vorschlag von Stätten des Mährerreichs gemeinsam mit Tschechien (Ref. 1559), umfasst in der Slowakei die St.-Margareta-Kirche in Kopčany
Buchenurwälder und Alte Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas (Erweiterung) 2019 N 6393 Erweiterung der Welterbestätte Buchenurwälder und Alte Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas um sechs Schutzgebiete in der Slowakei: StužicaBukovské vrchy, Udava, Havešová, Rožok, Vihorlat und Kyjovský prales.

Ehemalige WelterbekandidatenBearbeiten

Diese Stätten standen früher auf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen oder von der UNESCO abgelehnt. Stätten, die in anderen Einträgen auf der Tentativliste enthalten oder Bestandteile von Welterbestätten sind, werden hier nicht berücksichtigt.[4]

f1  Karte mit allen Koordinaten ehemaliger Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Burg Devín
(Lage)
1995–2002 K
Oberstadt und Burg Nitra
(Lage)
1995–2002 K umfasst die Burg Nitra und die unmittelbar südlich von dieser gelegene Oberstadt von Nitra.
Artikuläre Holzkirche und Altstadt von Kežmarok
(Lage)
1995–2002 K Nur die Evangelische Holzkirche von Kežmarok wurde in die serielle Welterbestätte Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten (Ref. 1273) aufgenommen, die Altstadt von Kežmarok dagegen nicht.
Nationalpark Kleine Fatra
(Lage)
1995–2002 N
Nationalpark Slovenský raj
(Lage)
1995–2002 N
Waldeisenbahn Kysuce–Orava
(Lage)
1996–1999 K 1999 von der Unesco abgelehnt

WeblinksBearbeiten

  Commons: Welterbestätten in Slowakei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Slowakei auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Slowakei. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 25. März 2018 (englisch).
  2. Tentativliste der Slowakei. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 25. März 2018 (englisch).
  3. Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler zum eingereichten Antrag auf Erweiterung der Welterbestätte "Grenzen des römischen Reichs" um den Donau-Limes. Pressemitteilung des bayerischen Kultusministeriums. 2. Februar 2018, abgerufen am 12. Februar 2018.
  4. Former Tentative Sites of Slovakia. In: World Heritage Site. Abgerufen am 25. März 2018 (englisch).