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Tony Settember

US-amerikanischer Autorennfahrer

KarriereBearbeiten

Bevor der Kalifornier nach Europa kam, fuhr er mit einer Corvette und einem Mercedes-Benz 300 SL Sportwagenrennen in den USA. In Italien gewann er auf einem Maserati Ende der 1950er-Jahre den Großen Preis von Neapel.

Zur Saison 1962 überredete Settember seinen vermögenden Freund Hugh Powell, Geld in das britische Emeryson-Team zu investieren, um in der Formel 1 anzutreten. Der Emeryson mit dem 4-Zylinder-Climax-Motor war zwar ein einfaches Rennfahrzeug, aber Settember und sein Teamkollege John Campbell-Jones hatten Probleme, das Fahrzeug richtig abzustimmen.

Settember gab beim Großen Preis von Großbritannien 1962 sein Debüt in der Automobil-Weltmeisterschaft. Mit vier Runden Rückstand auf den Sieger Jim Clark im Lotus 25 wurde er Elfter. Bald kam Streit im Team auf und das Team wurde noch vor dem Ende der Saison aufgelöst.

Powell und Settember organisierten sich neu und gingen 1963 als Scirocco Powell Racing Cars-Team an den Start. Das neue Chassis wurde von Hugh Aiden-Jones in Anlehnung an die Konstruktion Paul Emerys gebaut, als Antrieb diente ein V8-Motor von B.R.M. Das Fahrzeug war nicht konkurrenzfähig. In der Weltmeisterschaft war Settember damit chancenlos, einzig beim nicht zur Weltmeisterschaft zählenden Großen Preis von Österreich konnte er Zweiter werden.

Ende der Saison zog sich auch Powell zurück und Settember kehrte Europa den Rücken, um in den USA an der Fortsetzung seiner Karriere zu arbeiten. Er fuhr wieder Sportwagenrennen; zuerst mit einem Lotus 23, später mit einem Lotus 30 und einer AC Cobra. Anfang der 1970er-Jahre stieg er mit einem Lola T70 in die CanAm-Serie ein, erzielte aber nur selten Erfolge und zog sich bald vom Rennsport zurück.

StatistikBearbeiten

Statistik in der Automobil-WeltmeisterschaftBearbeiten

Diese Statistik umfasst alle Teilnahmen des Fahrers an der Automobil-Weltmeisterschaft, die heutzutage als Formel-1-Weltmeisterschaft bezeichnet wird.

GesamtübersichtBearbeiten

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
1962 Emeryson Cars Emeryson Mk2 Climax 1.5 L4 2
1963 Scirocco-Powell Scirocco 01 BRM 1.5 V8 4
Gesamt 6

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1962                  
11 DNF
1963                    
DNF DNF DNF DNF DNQ
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1962 Vereinigte Staaten  Scirocco Powell Racing Cars Chevrolet Corvette C2 Vereinigtes Konigreich  John Turner Ausfall Getriebeschaden

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
1962 Scirocco Powell Chevrolet Corvette Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  SEB Italien  MAI Italien  TAR Deutschland  BER Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Frankreich  TAV Italien  CCA Vereinigtes Konigreich  RTT Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI Frankreich  PAR
DNF
1966 Ecurie Cinquante Cinq Shelby Cobra Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MON Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  MUG Italien  CCE Deutschland  HOK Schweiz  SIM Deutschland  NÜR Osterreich  ZEL
DNF DNF DNF

LiteraturBearbeiten

  • Steve Small: Grand Prix Who’s who. 3rd Edition. Travel Publishing, Reading 2000, ISBN 1-902007-46-8.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Tony Settember – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tony Settember