Hauptmenü öffnen
Sender Amberg
Funkübertragungsstelle Hirschau 1
Bild des Objektes
Sender Amberg mit alter Mastspitze
Basisdaten
Ort: Freudenberg
Land: Bayern
Staat: Deutschland
Höhenlage: 667 m ü. NN
Koordinaten: 49° 30′ 31,5″ N, 12° 0′ 17,4″ O
Verwendung: Rundfunksender
Besitzer: Deutsche Funkturm
Daten des Mastes
Baustoff: Stahl
Gesamthöhe: 126,8 m
Daten zur Sendeanlage
Letzter Umbau (Sender): November 2008
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetypen: DVB-T, DAB, Mobilfunk, Richtfunk
Positionskarte
Sender Amberg (Bayern)
Sender Amberg
Sender Amberg
Lokalisierung von Bayern in Deutschland
Neue Mastspitze für DVB-T

Auf dem Rotbühl, nahe dem Ort Hainstetten, betreibt die Deutsche Funkturm, Tochterfirma der Deutsche Telekom AG, den Sender Amberg, auch als Funkübertragungsstelle Hirschau 1 bezeichnet, für digitales Fernsehen (DVB-T) und UKW-Hörfunk.

Als Antennenträger wird ein 127,6 m hoher, abgespannter Stahlfachwerkmast verwendet, dessen Fundament sich 667 m über Normalnull befindet.

Dieser Sendemast wurde am 25. November 2008 auf das digitale Fernsehen DVB-T umgestellt. Am 26. September 2018 wurde die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen nach dem DVB-T-Standard beendet. Es erfolgte die Umstellung auf das DVB-T2 HD-Verfahren.

Ferner wird auf UKW 95,3 MHz das Programm von Radio Ramasuri gesendet.

GeschichteBearbeiten

Nachdem das ursprünglich auf dem Amberger Mariahilfberg geplante Senderprojekt fallengelassen wurde, da dadurch lediglich einem kleinen Umkreis mit guter Empfangsqualität gedient gewesen wäre, errichtete man auf dem Rotbühl einen ca. 50 m hohen UKW-Sender. Von hier konnte fast das gesamte Gebiet der Oberpfalz erreicht werden. Die Sendungen des Bayerischen Rundfunks konnten ab Inbetriebnahme des Turms drahtlos über UKW an die Zentrale des Sendebereichs Nordbayern in Moritzberg bei Lauf/Nürnberg übermittelt werden. Von dort wurde das Programm über Peilantennen an die einzelnen Stationen verteilt. Neben dem Sendeturm befand sich ein Wirtschaftsgebäude mit Betriebsräumen und einer kleinen Wohnung für den Sendeleiter sowie Schlafräume für die Sendetechniker. Ende des Jahres 1959 wurde der Sender stillgelegt, da kurz zuvor die Sender Dillberg und Ochsenkopf mit hoher Strahlungsleistung ausgebaut worden waren.[1]

Im Mai 1965 wurde der neue Sender in Betrieb genommen. Im September 1985 wurde eine neue Mastanlage installiert. Die Höhe des Mastes betrug dann 130 m.[1]

Frequenzen und ProgrammeBearbeiten

Analoges Radio (UKW)Bearbeiten

Frequenz 
(in MHz)
Programm RDS PS Regionalisierung ERP 
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
95,3 Radio Ramasuri RAMASURI - 1 D H

Digitales Radio (DAB)Bearbeiten

DAB wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt.

Block Programme
(Datendienste)
ERP 
(kW)
Antennen- diagramm
rund (ND),
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Gleichwellennetz (SFN)
5C
DRDeutschland
(D__00188)
DAB+ Block der Media Broadcast: 10 ND V
11D 
BR Bayern 
(D__00165)
DAB-Block des Bayerischen Rundfunks 10 ND V
12D 
Bayern
(D__00008)
DAB-Block der Bayern Digital Radio : 10 ND V Altenstadt, Amberg, Dillberg, Hohe Linie (Regensburg), Hoher Bogen (Furth im Wald), Ochsenkopf


Digitales Fernsehen (DVB-T2)Bearbeiten

Die DVB-T2 HD-Ausstrahlungen vom Sender Amberg laufen seit dem 26. September 2018 und sind im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network) mit anderen Sendestandorten.

Kanal Frequenz 
(in MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(in kW)
Antennen-
diagramm

rund (ND)/
gerichtet (D)
Polari-
sation

horizontal (H)/
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
(in MBit/s)
SFN
23 490 ARD Digital (BR) 50 ND H 64-QAM 3/5 19/128 21,56 Amberg
47 682 ARD regional (BR) 50 ND H 64-QAM 3/5 19/128 21,56 Amberg, Dillberg, Büttelberg, Nürnberg
37 602 Substream 0:

ZDF

(ZDFmobil)

Substream 1: MEDIA BROADCAST

Substream 0:

Substream 1:

50 ND H 64-QAM 3/5 19/128 22 Amberg, Ochsenkopf, Bamberg(Kälberberg)

 1)rbb Berlin außerhalb der Regionalzeiten des BR Fernsehens

 2)Für den Empfang des WDR ist ein hbb-TV fähiges Endgerät erforderlich.

Digitales Fernsehen (DVB-T)Bearbeiten

Die DVB-T Ausstrahlungen liefen seit 25. November 2008 und waren im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network) mit anderen Sendestandorten. Sie wurden am 26. September 2018 beendet.

Kanal Frequenz 
(in MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(in kW)
Antennen-
diagramm

rund (ND) /
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H) /
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
(in MBit/s)
SFN
30 546 ARD Digital (BR-Bouquet 1) 50 ND H 16-QAM 2/3 1/4 13,27
28 530 ARD Digital (BR-Bouquet 2 Südbayern) 50 ND H 16-QAM 2/3 1/4 13,27 Amberg, Hoher Bogen, Hohe Linie
23 490 ZDFmobil 50 D H 16-QAM 2/3 1/4 13,27 Amberg, Ochsenkopf

Analoges FernsehenBearbeiten

Bis zur Umstellung auf DVB-T am 25. November 2008 wurden vom Sender Amberg folgende Programme in analogem PAL gesendet:

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
37 599,25 ZDF 280 ND H
43 647,25 Bayerisches Fernsehen (Schwaben/Altbayern) 320 ND H
45 663,25 Das Erste (BR) 0,05 D H

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Hans Grieger: Buchberg - der "Hausberg" der Schnaittenbacher. 2002, S. 6.