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Sender Hochrhein
Bild des Objektes
Sendemast des Hochrheinsenders
Basisdaten
Ort: Rickenbach
Land: Baden-Württemberg
Staat: Deutschland
Höhenlage: 800 m ü. NN
Koordinaten: 47° 36′ 12,3″ N, 7° 56′ 55,8″ O
Verwendung: Fernmeldemast
Besitzer: Deutsche Funkturm
Daten des Mastes
Bauzeit: 1966
Baustoff: Stahl
Betriebszeit: seit 1966
Gesamthöhe: 184 m
Daten zur Sendeanlage
Letzter Umbau (Sender): 2007
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetypen: DAB, DVB-T, Mobilfunk
Positionskarte
Sender Hochrhein (Baden-Württemberg)
Sender Hochrhein
Sender Hochrhein
Lokalisierung von Baden-Württemberg in Deutschland

Der Sender Hochrhein ist ein Grundnetzsender zur terrestrischen Verbreitung von digitalem Hörfunk. Er befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Rickenbach im Landkreis Waldshut zwischen den Ortsteilen Bergalingen und Jungholz in einer Höhenlage von 800 m ü. NN. Als Antennenträger dient ein 184 Meter hoher, abgespannter Sendemast.

Eigentümerin des Hochrheinsenders ist die Deutsche Funkturm, betrieben wird er von Media Broadcast.

Der Hochrheinsender wurde 1966 errichtet und strahlte bis 2007 analog die Programme ZDF (Kanal 39; 230 kW) und SWR-Fernsehen (Kanal 52; 235 kW) aus. Von 2007 bis 2017 wurde digitales Fernsehen in DVB-T ausgestrahlt und die Region des südlichen Schwarzwaldes versorgt. Bei der Umschaltung auf DVB-T2 HD wurde der Sendestandort für TV ersatzlos abgeschaltet; seither ist zwischen Basel und weiten Teilen der Bodenseeregion der Empfang terrestrisch ausgestrahlten deutscher Programme nicht mehr möglich, sondern nur noch über Satellit, Kabelnetz oder Telephonie/Glasfaserleitung.

Digitales Radio (DAB/DAB+)Bearbeiten

Seit dem 1. Dezember 2015 wird DAB ausgestrahlt[1].

Block Programme
(Datendienste)
ERP 
(kW)
Antennen- diagramm
rund (ND),
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Gleichwellennetz (SFN)
5C
DRDeutschland
(D__00188)
DAB+ Block der Media Broadcast: 5 ND H/V

Digitales Fernsehen (DVB-T)Bearbeiten

Zwischen dem 10. Juli 2007 und dem 8. November 2017 wurden im Gleichwellenbetrieb mit weiteren Sendern von hier folgende Programme im Digitalstandard DVB-T verbreitet:

Kanal Gleichwellennetz Programme im Ensemble ERP Polarisation
33 (570 MHz) Baden-Baden, Brandenkopf, Vogtsburg 1, Langenbrand ZDF, 3sat, KiKA/ZDFneo, ZDFinfo 50 kW horizontal
39 (618 MHz) Brandenkopf, Vogtsburg 1 SWR Fernsehen Baden-Württemberg, Bayerisches Fernsehen, hr-fernsehen, WDR Fernsehen 50 kW horizontal
52 (722 MHz) Brandenkopf, Vogtsburg 1 Das Erste, ARTE, Phoenix, One 50 kW horizontal

Im Rahmen der Umstellung auf DVB-T2 HD wurde die Ausstrahlung von TV-Programmen am 8. November 2017 ersatzlos abgeschaltet, da ARD/ZDF nicht bereit waren, ohne Mitfinanzierung durch die Privaten den Senderbetrieb aufrechtzuerhalten[2][3][4]. Der Sender Hochrhein ist nicht der einzige abgeschaltete Sender, der eine Versorgungslücke hinterlässt; auch beim Sender Brandenkopf wurde zu diesem Datum das Fernsehen ersatzlos abgeschaltet.

SonstigesBearbeiten

Von 1953 bis etwa 1970 betrieb der Südwestfunk in Hochsal eine ebenfalls als Hochrheinsender bezeichnete Sendeanlage. Dieser Füllsender für UKW wurde durch den Sender Laufenburg AG im schweizerischen Laufenburg ersetzt.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hochrheinsender – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.media-broadcast.com/uploads/media/pm_MB_DAB_II-final.pdf
  2. Viele TV-Zuschauer gucken bald in die Röhre: SWR schaltet Hochrhein-Sender ab; Begründung zur Abschaltung des Senders Hochrhein gilt ebenso für den Sender Brandenkopf; in Südkurier vom 6. November 2017
  3. Ab November 2017 sind die Regionen Freiburg und Koblenz dabei; (FAQ Welche Gebiete sind in der zweiten Ausbaustufe am 8. November 2017 im SWR Sendegebiet betroffen?), Informationen des SWR vom 30. Oktober 2017
  4. DVB-T2 HD | Empfang. In: swr.online. (swr.de [abgerufen am 31. Oktober 2017]).