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Pospelicha (russisch Поспе́лиха) ist ein Dorf in der Region Altai (Russland) mit 12.496 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Dorf
Pospelicha
Поспелиха
Föderationskreis Sibirien
Region Altai
Rajon Pospelicha
Gegründet 1748
Dorf seit 1992
Bevölkerung 12.496 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 200 m
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahl (+7) 38556
Postleitzahl 659700–659702
Kfz-Kennzeichen 22
OKATO 01 234 895 001
Geographische Lage
Koordinaten 51° 59′ N, 81° 50′ OKoordinaten: 51° 59′ 0″ N, 81° 50′ 0″ O
Pospelicha (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Pospelicha (Region Altai)
Red pog.svg
Lage in der Region Altai
Liste großer Siedlungen in Russland

GeographieBearbeiten

Das Dorf liegt in den Steppen des nordwestlichen Altaivorlandes, 200 Kilometer südwestlich der Regionshauptstadt Barnaul am linken Ufer des Ob-Nebenflusses Alei.

Pospelicha ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons Pospelicha.

GeschichteBearbeiten

Das Dorf Pospelicha wurde 1748 gegründet und nach einem wenige Kilometer flussaufwärts in den Alei mündenden Bach benannt. Es entwickelte sich bis zur Wende zum 20. Jahrhundert zum Verwaltungszentrum einer Wolost (etwa Landgemeinde) des Okrugs Smeinogorsk des damaligen Gouvernements Tomsk. 1904 wurde eine Kirche errichtet. In dieser Zeit hatte der Ort etwa 4000 Einwohner.[2]

Im Zusammenhang mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Nowonikolajewsk–Barnaul–Semipalatinsk – später Teil der Turkestan-Sibirischen Eisenbahn – ab 1913 entstand in einiger Entfernung vom alten Dorf eine gleichnamige Bahnstation, die am 3. November 1915 offiziell eröffnet wurde. Für die bei der Station entstandene Siedlung wird häufig 1916 als Gründungsjahr angegeben und auf den gesamten Ort bezogen.[3] Mit der Gründung des Rajons 1924 wurde die Stationssiedlung dessen Verwaltungszentrum.

Im Rahmen der – auch propagandistisch – großangelegten Kampagne zur Urbarmachung landwirtschaftlich bislang ungenutzter Gebiete („Neulanderschließung“) in Kasachstan und Südwestsibirien in den 1950er Jahren entstanden in Pospelicha mehrere größere Betriebe. Die Ortsteile wuchsen zusammen, und die Einwohnerzahl stieg erheblich, sodass 1958 der Status einer Siedlung städtischen Typs verliehen wurde. Seit 1992 ist Pospelicha jedoch trotz weiterhin wachsender Einwohnerzahl wie eine Reihe vergleichbarer Ortschaften der Region mit landwirtschaftlicher Orientierung wieder Dorf.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1939 8.551
1959 10.751
1970 11.770
1979 12.299
1989 13.131
2002 13.693
2010 12.496

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Pospelicha ist Zentrum eines bedeutenden Landwirtschaftsgebietes mit vorwiegendem Getreideanbau und Rinderhaltung. Im Ort gibt es Betriebe zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse (Großbäckerei und -molkerei, Teigwarenfabrik, Getreidesilo) sowie der Bauwirtschaft und Reparatur landwirtschaftlicher Geräte.[3]

Der Ort liegt an der Eisenbahnstrecke Nowosibirsk–Barnaul–Rubzowskkasachische Grenze (Streckenkilometer 439).

Einige Kilometer nördlich des Dorfes führt die parallel zur Bahnstrecke in Richtung Semei (Kasachstan) verlaufende Fernstraße A349 vorbei, von der hier die Regionalstraße R370 über Smeinogorsk in das ebenfalls unweit der kasachischen Grenze in Richtung Öskemen gelegene Dorf Tretjakowo abzweigt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Rajon Pospelicha (Memento des Originals vom 1. Juli 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pospeliha.ru auf der Webseite der Rajonzeitung Nowy put („Neuer Weg“) (russisch)
  3. a b Pospelicha auf der Webseite des Geographischen Instituts der RAN (russisch)

WeblinksBearbeiten