Olympische Sommerspiele 1952/Leichtathletik – Hochsprung (Frauen)

Der Hochsprung der Frauen bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki wurde am 27. Juli 1952 ausgetragen. 17 Athletinnen nahmen teil.

Olympische Ringe
Nations at 1952 Olympics.jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin Hochsprung
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 17 Athletinnen aus 20 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Helsinki
Wettkampfphase 27. Juli 1952
Medaillengewinnerinnen
Goldmedaille Esther Brand (Sudafrika 1928Südafrikanische Union RSA)
Silbermedaille Sheila Lerwill (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR)
Bronzemedaille Alexandra Tschudina (Sowjetunion 1923Sowjetunion URS)
Bronze für Alexandra Tschudina aus der Sowjetunion (hier beim Weitsprung)

Olympiasiegerin wurde die Südafrikanerin Esther Brand. Sie gewann vor der Britin Sheila Lerwill und Alexandra Tschudina aus der Sowjetunion.

Bestehende RekordeBearbeiten

Weltrekord 1,72 m Sheila Lerwill (Vereinigtes Konigreich  Großbritannien) London, Großbritannien 7. Juli 1951[1]
Olympischer Rekord 1,68 m Alice Coachman (Vereinigte Staaten 48  USA) London, Großbritannien 7. August 1948
Dorothy Tyler (Vereinigtes Konigreich  Großbritannien)

Durchführung des WettbewerbsBearbeiten

Die Teilnehmerinnen traten am 27. Juli um 15.20 Uhr[2] zum Wettkampf an. Auf eine Qualifikationsrunde wurde verzichtet.

Wettbewerbsverlauf und EndergebnisBearbeiten

Datum: 27. Juli 1952, 15.20 Uhr[2]

Als Favoritin galt die Europameisterin und Weltrekordhalterin Sheila Lerwill. Zu ihren stärksten Konkurrentinnen zählten die Südafrikanerin Esther Brand und die Sowjetrussin Alexandra Tschudina. Diese drei machten dann auch die Medaillen unter sich aus. Sie waren die einzigen, die die Höhe von 1,61 m schafften. Tschudina ging bei 1,63 m in Führung, sie übersprang die Höhe im ersten Versuch, Brand im zweiten und Lerwill im dritten. Bei 1,65 m scheiterte Tschudina jedoch und blieb damit auf dem Bronzerang. Durch ihren erfolgreichen Sprung über diese Höhe im zweiten Versuch übernahm nun Brand die Führung, Lerwill blieb aber im Rennen und folgte im dritten Versuch. Brand übersprang die nächste Höhe von 1,67 m im dritten Versuch, Lerwill riss dreimal die Latte und gewann so die Silbermedaille. Brand ließ 1,69 m m auflegen, scheiterte aber an dieser Höhe. Sie wurde Olympiasiegerin mit übersprungenen 1,67 m.[3]

Esther Brand gewann die Goldmedaille in der Leichtathletik überhaupt für Südafrika. Gleichzeitig war es die erste Goldmedaille einer südafrikanischen Frau.

Alexandra Tschudina gelang der erste Medaillengewinn für die Sowjetunion im Hochsprung der Frauen.

Platz Name Nation 1,35 m 1,40 m 1,45 m 1,50 m 1,55 m 1,58 m 1,61 m 1,63 m 1,65 m 1,67 m 1,69 m Resultat Anmerkung
1 Esther Brand Sudafrika 1928  Südafrikanische Union - o o o o o o xo xo xxo xxx 1,67 m
2 Sheila Lerwill Vereinigtes Konigreich  Großbritannien - o - xo o o o xxo xxo xxx 1,65 m
3 Alexandra Tschudina Sowjetunion 1923  Sowjetunion - - o o o o xo o xxx 1,63 m
4 Thelma Hopkins Vereinigtes Konigreich  Großbritannien - - - o o o xxx 1,58 m
5 Olga Modrachová Tschechoslowakei  Tschechoslowakei - o o o o o xxx 1,58 m
6 Feodora Schenk Osterreich  Österreich - - o o o xo xxx 1,58 m
7 Nina Kossowa Sowjetunion 1923  Sowjetunion - - o o o xxo xxx 1,58 m
Dorothy Tyler Vereinigtes Konigreich  Großbritannien
9 Gunhild Larking Schweden  Schweden - o o o o xxx 1,55 m
10 Alice Whitty Kanada 1921  Kanada o o o o xo xxx 1,55 m
11 Galina Ganeker Sowjetunion 1923  Sowjetunion - - o xo xo xxx 1,55 m
12 Deyse de Castro Brasilien 1889  Brasilien - - - o xxx 1,50 m
13 Dawn Josephs Kanada 1921  Kanada o o o o xxx 1,50 m
14 Solveig Ericsson Schweden  Schweden - o xo o xxx 1,50 m
15 Seija Pöntinen Finnland  Finnland - o o xxo xxx 1,50 m
16 Sisko Heikkilä Finnland  Finnland o o xxx 1,40 m
17 Tamar Metal Israel  Israel o xo xxx 1,40 m

LiteraturBearbeiten

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 106

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 644 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. a b Offizieller Bericht S. 266, engl. (PDF)
  3. SportsReference (engl.)