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Kubanische Botschaft in Berlin

Hauptsitz der diplomatischen Vertretung Kubas in Deutschland
KubaKuba Kubanische Botschaft in Berlin
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Staatliche Ebene bilateral
Stellung der Behörde Botschaft
Aufsichts­behörde(n) Ministerium
Bestehen seit 1910
Hauptsitz DeutschlandDeutschland Berlin
Botschafter Ramón Ignacio Ripoll Diaz
Website www.cubadiplomatica.cu
Kubanische Botschaft in der Stavangerstraße 20 in Berlin-Prenzlauer Berg

Die Kubanische Botschaft in Berlin (offiziell Botschaft der Republik Kuba, spanisch Embajada de Cuba) ist der Hauptsitz der diplomatischen Vertretung Kubas in Deutschland. Das Botschaftsgebäude befindet sich in der Stavangerstraße 20 im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg des Bezirks Pankow. Eine Außenstelle der Botschaft befindet sich in Bonn, Kennedyallee 22–24. Botschafter ist seit dem 15. Dezember 2017 Ramón Ignacio Ripoll Diaz.[1]

GeschichteBearbeiten

Das Deutsche Reich unterhielt seit 1910 diplomatische Beziehungen mit Kuba.[2] Die Gesandtschaft in Havanna war für Kuba, Haiti und die Dominikanische Republik zuständig. Die Beziehungen waren 1917–1920 unterbrochen, auch 1941–1953 gab es keine Beziehungen. Als Standort für die Cubanische Gesandtschaft (Schreibweise mit ‚C‘) in Deutschland ist im Berliner Adressbuch von 1921 das Berliner Hotel Esplanade angegeben.[3] Später, in den 1930er Jahren, befand sich die Gesandtschaftskanzlei von Cuba im Bezirk Tiergarten, Rauchstraße 7 in einem Wohnhaus des Regierungsrats a. D. Valentin.[4][5]

 
Außenstelle der Botschaft in Bonn, Kennedyallee 22–24

Mit der Bundesrepublik Deutschland bestanden diplomatische Beziehungen zwischen 1952 und 1963, die dann abgebrochen, aber 1975 wieder aufgenommen wurden. Die Botschaft hatte von 1975 bis 1999 ihren Sitz in der Kennedyallee 22–24 im Ortsteil Plittersdorf des Bonner Stadtbezirks Bad Godesberg. Hier befindet sich seit dem Umzug der Botschaft nach Berlin eine Außenstelle der Botschaft.

Die DDR und Kuba richteten 1961 Missionen in Havanna und Ost-Berlin ein, die 1963 in den Rang von Botschaften erhoben wurden. Die kubanische Botschaft hatte ihren Sitz im Gebäude des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses in der Berliner Straße 120/121 im Berliner Bezirk Pankow.[6] Hier befand sich auch die Handelsvertretung.[7]

In der Berliner Nachbarschaft des heutigen Botschaftsgebäudes gab es in der Stavangerstraße 23 zu DDR-Zeiten die diplomatische Vertretung der Islamischen Republik Iran.[6]

Botschafter in Deutschland (seit 1987)Bearbeiten

Amtszeit Name
1987–1992 Angel Raúl Barzaga Navas
1994–1995 Rodney Alejandro López Clemente
1995–2000 Oscar Israel Martínez Cordovésl
2001–2005 Marcelino Medina González
2005–2013 Gerardo Peñalver Portal
2013–2017 René Juan Mujica Cantelar
seit 2017 Ramon Ignacio Ripoll Diaz

Botschafter in der DDRBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vertretungen der Republik Kuba. Auswärtiges Amt; abgerufen am 16. August 2018.
  2. Tobias C. Bringmann: Handbuch der Diplomatie 1815–1963: Auswärtige Missionschefs in Deutschland und deutsche Missionschefs im Ausland. De Gruyter, Berlin 2001, S. 244
  3. Fremde Diplomatische Missionen. In: Berliner Adreßbuch, 1921, Teil 2, S. 4. „Hotel Esplanade“.
  4. Rauchstraße 7. In: Berliner Adreßbuch, 1932, Teil 4, S. 693. „de Agüero, A. (Gesandter)“.
  5. Reichsministerien. In: Berliner Adreßbuch, 1940, Teil 3, S. 12. „Gesandtschaftskanzlei Cuba“.
  6. a b Buchplan Berlin. Tourist Verlag, Berlin 1988, S. 53/54.
  7. Diplomatische und andere Vertretungen. In: Fernsprechbuch für die Hauptstadt der DDR, 1986, S. 90. „Kuba; Botschaft der Republik Kuba und Handelsvertretung“.

Koordinaten: 52° 33′ 22,5″ N, 13° 24′ 39,4″ O