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Lettische Botschaft in Berlin

Sitz der diplomatischen Vertretung Lettlands in Deutschland
LettlandLettland Lettische Botschaft in Berlin
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Staatliche Ebene bilateral
Stellung der Behörde Botschaft
Aufsichts­behörde(n) Regierung
Bestehen seit 1921–1940, Wiederaufnahme 1991
Hauptsitz DeutschlandDeutschland Berlin
Botschafterin Inga Skujina
Website http://www.mfa.gov.lv/de/berlin/
Botschaft Lettlands in der Reinerzstraße 40/41 in Berlin

Die Lettische Botschaft in Berlin (offiziell Botschaft der Republik Lettland, lettisch Latvijas Republikas vēstniecība) ist der Hauptsitz der diplomatischen Vertretung Lettlands in Deutschland. Das Botschaftsgebäude befindet sich in der Reinerzstraße 40/41 im Berliner Ortsteil Schmargendorf des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Lettischen Botschaft in Berlin untersteht des Weiteren Honorarkonsulate in Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Künzelsau, München und Rostock. Botschafterin ist seit dem 29. August 2017 Inga Skujina.[1]

GeschichteBearbeiten

Als erster Gesandter der Republik Lettland in Berlin überreichte Oskars Voits am 22. November 1921 dem Reichspräsidenten Friedrich Ebert das Beglaubigungsschreiben. Die Gesandtschaft der Republik Lettland befand sich in der Burggrafenstraße 13 (Nähe U-Bahnhof Wittenbergplatz).

Als Folge des geheimen Zusatzprotokolls zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt (Ribbentrop-Molotow-Pakt) vom 23. August 1939 wurde Lettland 1940 von der Sowjetunion besetzt. Das Gesandtschaftsgebäude und das Grundstück würden vom Deutschen Reich an die Sowjetunion übertragen, nach Beginn des Krieges zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion – an das Deutsche Reich. Das Gebäude wurde im Krieg zerstört, das Grundstück nach dem Krieg aufgrund komplizierter Eigentumsverhältnisse dem Senat von Berlin zugeordnet.[2] Exil-Letten hatten über mehrere Jahrzehnte den rechtlichen Anspruch auf das Grünstück aus ihren Privatmitteln aufrechterhalten, in den 1980er Jahren gaben sie es jedoch auf und verkauften ihre Rechte auf das Grundstück.

Nach Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit im Jahre 1991 wurde die Vertretung Lettlands (auch Estlands und Litauens) zunächst in den Räumlichkeiten des Baltischen Informationsbüros in Bonn, Berta von Suttner-Platz untergebracht. Das Informationsbüro wurde im September 1991 eröffnet, nachdem der Deutsche Bundestag, noch bevor der offiziellen Wiedererlangung der Unabhängigkeit der baltischen Länder, für seine Gründung im Juni 1991 abgestimmt hatte.

Am 23. September 1992 beschloss die Regierung Lettlands den Kauf eines Botschaftsgebäudes in Bonn, in der Adenauerallee 110, direkt gegenüber dem Auswärtigen Amt. Die offizielle Eröffnung der Bonner Botschaft erfolgte im April 1993.

Im Sommer 1999 ist die Botschaft in die neue Bundeshauptstadt Berlin umgezogen – nach Berlin-Schmargendorf, wo Grundstück und Gebäude in der Reinerzstraße 40/41 gekauft wurden. Das heutige Botschaftsgebäude wurde in den 1920er Jahren als Stadtvilla des Kommerzienrates Schöndorff erbaut. Die feierliche Eröffnung des Berliner Botschaftsgebäudes fand am 29. Juni 2000 unter Teilnahme der Staatspräsidentin der Republik Lettland Vaira Vīķe-Freiberga statt.

Botschafter in DeutschlandBearbeiten

Siehe auch Liste der lettischen Botschafter in Deutschland

Amtszeit Name
1921–1932 Oskars Voits
1932–1935 Edgars Krieviņš
1935–1938 Hugo Celmiņš
1938–1940 Edgars Krieviņš
1991 Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen
1992–1994 Egils Levits
1994–1997 Andris Ķesteris
1997–2002 Andris Teikmanis
2002–2008 Mārtiņš Virsis
2008–2013 Ilgvars Kļava
2013–2017 Elita Kuzma
seit 2017 Inga Skujina

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Webseite der Botschaft Lettlands Abgerufen am 10. Dezember 2017
  2. Geschichte der Botschaft. Abgerufen am 6. Februar 2017.

Koordinaten: 52° 29′ 2,8″ N, 13° 17′ 10,4″ O