Jonny Clayton

walisischer Dartspieler
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Jonny Clayton 4-6 James Wade - Jonny Clayton - 2019251202135 2019-09-08 PDC European Darts Matchplay - 0413 - AK8I0414 (cropped).jpg
Zur Person
Spitzname The Ferret
Nation Wales Wales
Geburtsdatum 4. Oktober 1974
Geburtsort Pontyberem, Wales
Wohnort Pontyberem, Wales
Dartsport
Wurfhand rechts
Darts Red Dragon 21 g
Einlaufmusik Johnny B. Goode von Chuck Berry
BDO/WDF 2008–2015
PDC seit 2015
Platz Weltrangliste 8.[1]
Wichtigste Erfolge
Infobox zuletzt aktualisiert: 23. Mai 2022

Jonny Clayton (* 4. Oktober 1974 in Pontyberem, Carmarthenshire, Wales) ist ein walisischer Dartspieler. Sein Spitzname ist The Ferret, auf deutsch Frettchen.

KarriereBearbeiten

Clayton spielte von 2008 bis 2015 in der BDO. Seinen ersten größeren Erfolg in der BDO feierte er 2012 bei dem WDF Europe Cup. Clayton konnte das Halbfinale erreichen und verlor hier gegen den damals amtierenden BDO-Weltmeister Christian Kist.[2] Danach konnte Clayton, außer einen Viertelfinaleinzug bei den BDO International Open 2014, keine weiteren Erfolge in der BDO für sich verbuchen.

Trotz ausbleibender größerer Erfolge in der BDO entschied Clayton sich 2015 zur PDC zu wechseln. Hier konnte er sich am letzten Tag der Qualifying School 2015 eine Tour Card für zwei Jahre erspielen.[3] Bei der PDC spielte Clayton deutlich erfolgreicher als bei der BDO zuvor und stieg stetig in der PDC Order of Merit auf. 2017 feierte Clayton sein WM Debüt. In der ersten Runde war er siegreich gegen seinen Landsmann Gerwyn Price. Er schied schlussendlich in der zweiten Runde gegen den Engländer Ian White aus. Im Laufe des Jahres 2017 konnte Clayton sein erstes Turnier auf der PDC Pro Tour gewinnen, im Finale gewann er mit 6:1 gegen James Wilson.[4] Seinen bis dato größten Erfolg feierte Clayton bei den Players Championship Finals 2017, er erreichte erstmals in seiner Laufbahn ein Finale in einem Major Turnier der PDC. Letztendlich musste er sich nur Michael van Gerwen geschlagen geben. Bei seiner zweiten WM-Teilnahme konnte er allerdings nicht an seine Leistungen bei den Players Championship Finals anschließen und verlor in der ersten Runde mit 0:3 gegen seinen Landsmann Jamie Lewis.

Nach einem schleppenden Start in das Jahr 2018 feierte er mit einem 8:5 gegen Gerwyn Price seinen ersten Turniersieg auf der European Tour bei den Austrian Darts Open in Graz. Bei den UK Open 2020 gelang ihm im Achtelfinale am 7. März 2020 bei seinem 10:8-Sieg gegen Chris Dobey sein erster Neun-Darter vor laufenden TV-Kameras. Am 8. November 2020 konnte Clayton seinen bis dato größten Erfolg feiern, als er an der Seite von Gerwyn Price den World Cup of Darts für Wales gewann. Im Finale setzten sich die Waliser dabei glatt mit 3:0 gegen die an Nummer eins gesetzten Engländer durch, die mit Michael Smith und Rob Cross an den Start gegangen waren.[5]

Am 31. Januar 2021 setzte er sich im Finale des Masters 2021 mit 11:8 gegen Mervyn King durch und gewann erstmals ein Einzel-Major-Turnier. In diesem Turnier spielte er im Viertelfinale gegen James Wade eine Doppelquote von 91 Prozent und stellte damit einen neuen Rekord für den Modus "Best of 19 Legs" auf. Nach seinem Finalsieg wurde seine Teilnahme an der Premier League 2021 verkündet. Bei den Players Championships 2021 gewann er das Players Championship 4 und das Players Championship 7. Bei der Premier League Darts 2021 gelang ihm am dritten Spieltag am 7. April 2021 bei seinem 7:3-Sieg gegen José de Sousa ein Neun-Darter. Er beendete das Turnier nach 16 Spieltagen auf Rang vier und qualifizierte sich somit für die Play-Offs. Hier bezwang er im Halbfinale Michael van Gerwen mit 10:8. Im Finale besiegte er José de Sousa mit 11:5 Legs. Er war damit der vierte Debütant nach Gary Anderson 2011, Michael van Gerwen 2013 und Glen Durrant 2020, der die Premier League auf Anhieb gewinnen konnte. Außerdem war er der erste Waliser, der die Premier League für sich entscheiden konnte. Im Oktober gewann Clayton auch noch den World Grand Prix und damit sein erstes Major-Turnier vor Zuschauern und sein erstes Major-Ranglistenturnier. Durch den Erfolg zog Clayton erstmals in die Top 10 der PDC Order of Merit ein. Im Finale bezwang er den amtierenden Weltmeister Gerwyn Price mit 5:1 Sätzen; außerdem spielte er im Laufe des Turniers zwei 170er-Finishes.

Sein Lauf im Jahr 2021 machte auch vor den World Series of Darts Finals nicht Halt. Hier bezwang er erneut Landsmann Gerwyn Price im Viertelfinale, nachdem er bereits mit fünf Legs zurückgelegen hatte[6], bevor er im Finale Dimitri Van den Bergh mit 11:6 bezwang und den nächsten Majortitel einfuhr.

Beim Grand Slam of Darts 2021 errang Clayton mit drei Siegen aus drei Spielen den ersten Platz in seiner Gruppe. Im Achtelfinale schlug er Nathan Rafferty, ehe er im Viertelfinale erneut auf Gerwyn Price traf, der diesmal die Oberhand behielt und am Ende den Titel gewann. Bei den Players Championship Finals 2021 unterlag Clayton im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Peter Wright.

Mit vier PDC-Major-Titeln wurde Clayton in dieser Hinsicht der erfolgreichste Spieler im Kalenderjahr 2021.

Bei der Weltmeisterschaft 2022 erreichte er mit Siegen über Keane Barry und Gabriel Clemens erstmals das Achtelfinale. Dort verlor er in einem hochklassigen Spiel knapp gegen den späteren Finalisten Michael Smith.[7] In allen drei Spielen hatte Clayton einen Average von über 100 gespielt, gegen Barry mit 103,70 den dritthöchsten Match-Average des Turniers. Mit einem Turnier-Average von über 102 belegt Clayton den ersten Platz.[8]

Beim PDC Awards Dinner gewann Clayton die Wahlen zum Fans’ Player of the Year und zum Players’ Player of the Year und war auch unter den Nominierten zum Player of the Year. Sein WM-Spiel gegen Smith wurde zur Televised Performance of the Year gekürt, sein Viertelfinale der UK-Open gegen James Wade war ebenfalls nominiert.[9]

Bei den Masters 2022 gelang Clayton bis ins Halbfinale gegen Dave Chisnall. Bei der neu strukturierten Premier League Darts 2022 unterlag er am ersten Spieltag im Finale, am zweiten konnte er selbiges gewinnen. Zudem gelang dem Waliser der Tagessieg am achten und elften Spieltag. Bei den UK Open scheiterte er im Achtelfinale mit 8:10 an Damon Heta.

WeltmeisterschaftsresultateBearbeiten

PDCBearbeiten

TitelBearbeiten

PDCBearbeiten

AndereBearbeiten

  • 2016: Worthingtons Darts Champion of Champions

WeblinksBearbeiten

Commons: Jonny Clayton – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. PDC Order of Merit. 22. Mai 2022, abgerufen am 23. Mai 2022 (englisch).
  2. WDF Europe Cup 2012; dartsdatabase.co.uk; Abgerufen am 21. Dezember 2018
  3. Wechsel zur PDC und Biographie; darts1.de; Abgerufen am 21. Dezember 2018
  4. Clayton PDC Pro Tour Sieg; dartsdatabase.co.uk; Abgerufen am 21. Dezember 2018
  5. Players Championship, WM 2018, European Tour + Biographie; dartn.de; Abgerufen am 21. Dezember 2018
  6. Walisisches Top-Duell bereits im Viertelfinale | World Series of Darts Finals: Viertelfinale. In: youtube.com. 31. Oktober 2021, abgerufen am 31. Oktober 2021.
  7. Dart WM 2022: Smith ringt Clayton in Krimi nieder und trifft auf Price. 30. Dezember 2021, abgerufen am 4. Januar 2022.
  8. PDC World Darts Championship 2022: Draw, schedule, betting odds, results & live Sky Sports TV coverage. 4. Januar 2022, abgerufen am 5. Januar 2022.
  9. Wright wins Player of the Year at 2021 PDC Awards. In: pdc.tv. Abgerufen am 29. Januar 2022.