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Die 1. Division, für die Dauer des mobilen Verhältnisses auch als 1. Infanterie-Division bezeichnet, war ein Großverband der Bayerischen Armee.

1. Königlich Bayerische Division
Aktiv 27. November 1815 bis 1919
Land Flag of Bavaria (striped).svg Königreich Bayern
Streitkräfte Bayerische Armee
Teilstreitkraft Heer
Typ Infanterie-Division
Grobgliederung siehe: Gliederung
Unterstellung I. Armee-Korps

Inhaltsverzeichnis

GliederungBearbeiten

Friedensgliederung 1914Bearbeiten

1914 war die Division Teil des I. Armee-Korps.

Kriegsgliederung vom 2. August 1914Bearbeiten

Kriegsgliederung vom 23. Februar 1918Bearbeiten

  • 1. Infanterie-Brigade
    • 1. Infanterie-Regiment „König“
    • 2. Infanterie Regiment „Kronprinz“
    • 24. Infanterie-Regiment
    • Bayerische MG-Scharfschützen-Abteilung
    • 2. Eskadron/8. Chevaulegers-Regiment
  • Bayerischer Artillerie-Kommandeur Nr. 1
    • 1. Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold“
    • Bayerisches Fußartillerie-Bataillon
  • 1. Pionierbataillon
  • Bayerischer Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 1

GeschichteBearbeiten

Der Großverband wurde am 27. November 1815 zuerst als Infanterie-Division des Generalkommandos München gebildet. Im weiteren Verlauf ihres Bestehens änderten sich die Bezeichnungen mehrfach. Vom 1. Juni 1822 bis 31. März 1872 hieß sie 1. Armee-Division. Zwischenzeitlich führte sie vom 20. November 1848 bis 30. September 1851 den Namen 1. Infanterie-Division, sowie vom 22. April 1859 bis 31. Juli 1869 die Bezeichnung Generalkommando München. Schließlich erhielt sie am 1. April 1872 die letztliche Bezeichnung 1. Division. Das Kommando stand bis zur Auflösung 1919 in München.

Deutscher KriegBearbeiten

Während des Krieges gegen Preußen nahm die Division am 10. Juli an der Schlacht bei Kissingen sowie am 25. Juli 1866 am Gefecht bei Helmstadt teil.

Deutsch-Französischer KriegBearbeiten

Im Krieg gegen Frankreich kam der Großverband in den Kämpfen bei Wörth (6. August), Beaumont (30. August), Bazeilles (1. September), Sedan (1. September), Artenay (10. Oktober), Orléans (11. Oktober), Coulmiers (9. November), Villepion (1. Dezember), Loigny und Poupry (2. Dezember), Orléans (3./4. Dezember) und vom 8. bis 10. Dezember in der Schlacht bei Beaugency sowie vom 19. September 1870 bis zum 28. Januar 1871 bei der Belagerung von Paris zum Einsatz.

Erster WeltkriegBearbeiten

Die Division wurde zu Beginn des Ersten Weltkrieges im Rahmen der 6. Armee an der Westfront eingesetzt.

1914Bearbeiten

1915Bearbeiten

1916Bearbeiten

  • bis 9. Mai – Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • 09. Mai bis 15. Juli – Schlacht um Verdun
  • 14. Juli bis 9. Oktober – Kämpfe zwischen Maas und Mosel
  • 09. bis 30. Oktober – Schlacht an der Somme
  • ab 5. November – Kämpfe im Wald von Apremont und Ailly

1917Bearbeiten

1918Bearbeiten

  • 01. bis 25. Januar – Stellungskämpfe in der Champagne
  • 25. Januar bis 27. Februar – Stellungskämpfe in den Argonnen
  • 28. Februar bis 20. März – Ruhezeit hinter der 18. Armee
  • 21. März bis 6. April – Große Schlacht in Frankreich
  • 07. bis 20. April – Kämpfe an der Avre und bei Montdidier-Noyon
  • 20. April bis 14. Juli – Stellungskämpfe in der Champagne
  • 15. bis 17. Juli – Angriffsschlacht an der Marne und in der Champagne
  • 18. bis 25. Juli – Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims
  • 26. Juli bis 3. August – Bewegliche Abwehrschlacht zwischen Marne und Vesle
  • 04. bis 16. August – Stellungskämpfe zwischen Oise und Aisne
  • 17. August bis 4. September – Abwehrschlacht zwischen Oise und Aisne
    • 28. August bis 3. September – Schlacht am Nordkanal bei Nesle und Noyon
  • 03. bis 28. September – Kämpfe vor der Siegfriedfront
  • 26. September bis 9. Oktober – Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas
  • 13. bis 17. Oktober – Kämpfe an der Aisne und Aire
  • 18. Oktober – Schlacht bei Wassigny
  • 18. bis 23. Oktober – Vouziers
  • 24. bis 31. Oktober – Kämpfe an der Aisne und Aire
  • 01. bis 4. November – Kämpfe zwischen Aisne und Maas
  • 04. November – Schlacht um Guise
  • 05. bis 11. November – Rückzugskämpfe vor der Antwerpen-Maas-Stellung
  • ab 12. November – Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat

KommandeureBearbeiten

Dienstgrad Name Datum[1]
Generalleutnant Johann Baptist Stephan 08. Januar 1869 bis 17. Juli 1870
Generalmajor Karl von Dietl 18. Juli 1870 bis 11. April 1873
Generalleutnant Karl von Orff 12. April 1873 bis 4. Juli 1875
Generalleutnant Anton von Täuffenbach 07. August 1875 bis 23. Juli 1878
Generalleutnant Hugo von Diehl 24. Juli 1878 bis 15. Juni 1881
Generalleutnant Leopold von Bayern 16. Juni 1881 bis 2. März 1887
Generalleutnant Arnulf von Bayern 03. März 1887 bis 7. Juli 1892
Hugo von Helvig 08. Juli bis 20. September 1892
Generalleutnant Franz Berg 21. September 1892 bis 15. Juni 1894
Generalleutnant Heinrich von Xylander 16. Juni 1894 bis 21. März 1900
Generalleutnant Albert von Könitz 22. März 1900 bis 24. Januar 1904
Generalleutnant Rupprecht von Bayern 27. Januar 1904 bis 18. April 1906
Generalleutnant Otto Kreß von Kressenstein 19. April 1906 bis 21. Mai 1910
Generalleutnant Eugen von Benzino 22. Mai 1910 bis 17. Dezember 1913
Generalleutnant Albert von Schoch 18. Dezember 1913 bis 12. Januar 1917
Generalmajor Rudolf Dänner 12. Januar 1917 bis 18. Dezember 1919

LiteraturBearbeiten

  • Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 1248.
  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 59, 82.
  • Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department Dokument Nr. 905, Office of the Adjutant, 1920, S. 39–41.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 660.