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10. Ersatz-Division (Deutsches Kaiserreich)

Großverband der Preußischen Armee im Ersten Weltkrieg

Die 10. Ersatz-Division war ein Großverband der Preußischen Armee im Ersten Weltkrieg.

10. Ersatz-Division
Aktiv 2. August 1914 bis 12. Januar 1919
Land Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich
Streitkräfte Deutsches Heer
Teilstreitkraft Heer
Typ Infanterie-Division
Grobgliederung Siehe: Gliederung
Stärke 15.000
Erster Weltkrieg Westfront
Schlacht an der Somme
Doppelschlacht an der Aisne und in der Champagne
Schlacht in Flandern

Ostfront

Kommandeure
Siehe: Liste der Kommandeure

Inhaltsverzeichnis

GliederungBearbeiten

  • 25. gemischte Ersatz-Brigade
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 25
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 26
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 27
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 28
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 79
    • Kavallerie-Ersatz-Abteilung Münster/XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps
    • Feldartillerie-Ersatz-Abteilung Nr. 22
    • Feldartillerie-Ersatz-Abteilung Nr. 43
  • 37. gemischte Ersatz-Brigade
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 37
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 38
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 39
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 40
    • Kavallerie-Ersatz-Abteilung Hannover/X. Armee-Korps
    • Feldartillerie-Ersatz-Abteilung Nr. 46
    • Feldartillerie-Ersatz-Abteilung Nr. 62
    • 1. Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 10
  • 43. gemischte Ersatz-Brigade
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 43
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 44
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 76
    • Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 83
    • Kavallerie-Ersatz-Abteilung Kassel/XI. Armee-Korps
    • Feldartillerie-Ersatz-Abteilung Nr. 47
    • Feldartillerie-Ersatz-Abteilung Nr. 55
    • 3. Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 11

Kriegsgliederung vom 20. Februar 1918Bearbeiten

  • 43. gemischte Ersatz-Brigade
  • Artillerie-Kommandeur Nr. 136
    • Feldartillerie-Regiment Nr. 95
  • Pionier-Bataillon Nr. 510
  • Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 560

GefechtskalenderBearbeiten

Die Division wurde mit der Mobilmachung am 2. August 1914 aufgestellt, war zwölf Tage nach ihrer Zusammenstellung im Aufstellungraum Norddeutschland zum Abtransport fähig[1] und wurde in den Westen verlegt. Sie wurde der 6. Armee zugeteilt und sammelte sich um Saarlouis. Zunächst hielt man den Verband als Armeereserve bei Bolchen zur Verfügung bereit. Sie trat dann aktiv in die Kämpfe an der Westfront ein. Kurzzeitig war sie Ende 1917 auch an der Ostfront im Einsatz. Nach Kriegsende trat die Division den Rückmarsch in die Heimat an, wo sie ab Dezember 1918 demobilisiert und im Januar 1919 schließlich aufgelöst wurde.

1914Bearbeiten

1915Bearbeiten

  • bis 27. April --- Kämpfe am Montsec
  • ab 28. April --- Kämpfe bei Flirey

1916Bearbeiten

  • bis 5. September --- Kämpfe bei Flirey
    • 10. August bis 5. September --- Kämpfe bei Richecourt
  • 6. bis 26. September --- Schlacht an der Somme
  • 28. September bis 30. November --- Stellungskämpfe in der Champagne
  • 1. bis 15. Dezember --- Reserve der OHL
  • ab 16. Dezember --- Stellungskämpfe vor Verdun

1917Bearbeiten

1918Bearbeiten

  • bis 7. Januar --- Waffenstillstand
  • 1. bis 7. Januar --- Transport nach dem Westen
  • 8. Januar bis 20. Februar --- Reserve der OHL
  • 21. Februar bis 20. April --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • 20. bis 29. April --- Schlacht um den Kemmel
  • 30. April bis 3. Juli --- Stellungskrieg in Flandern
  • 3. Juli bis 4. August --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • 5. August bis 6. September --- Kämpfe vor der Front Ypern-La Bassée
  • 7. September bis 6. Oktober --- Kämpfe vor der Front Armentières-Lens
  • 6. bis 8. Oktober --- Abwehrschlacht zwischen Cambrai und St. Quentin
  • 9. Oktober bis 4. November --- Kämpfe vor und in der Hermannstellung
  • 5. bis 11. November --- Rückzugskämpfe vor der Antwerpen-Maas-Stellung
  • 12. November bis 19. Dezember --- Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat

KommandeureBearbeiten

Dienstgrad Name Datum
General der Infanterie z.D. Georg Freiherr von Gayl 2. August 1914 bis 18. September 1916[2]
Generalleutnant Georg von Logan 19. September 1916 bis 19. August 1917[2]
Generalmajor Hermann Rumschöttel 20. August 1917 bis 12. Januar 1919[2]

LiteraturBearbeiten

  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee, Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 64, 105
  • Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918), United States War Office as War Department Document No. 905, Office of the Adjutant, 1920, S. 188–190

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Reichsarchiv (Hrsg.): Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Erster Band: Die Grenzschlachten im Westen, E.S. Mittler & Sohn, Berlin 1925, S. 71
  2. a b c Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939 Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939, Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 200