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46. Landwehr-Division (2. Königlich Sächsische)

Die 46. Landwehr-Division (2. Königlich Sächsische) war ein Großverband der Sächsischen Armee im Ersten Weltkrieg.

46. Landwehr-Division (2. Königlich Sächsische)
Aktiv 15. Februar 1917 bis März 1919
Land Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich
Streitkräfte Sächsische Armee
Teilstreitkraft Heer
Typ Infanterie-Division
Grobgliederung Siehe: Gliederung
Garnison Dresden
Erster Weltkrieg Ostfront
Kommandeure
Siehe: Liste der Kommandeure

GliederungBearbeiten

Kriegsgliederung vom 15. Februar 1917Bearbeiten

Kriegsgliederung vom 25. Januar 1918Bearbeiten

  • 46. Landwehr-Infanterie-Brigade
    • Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 101
    • Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 103
    • Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 105
    • 4. Eskadron/Ulanen-Regiment „Kaiser Franz Josef von Österreich, König von Ungarn“ (1. Königlich Sächsisches) Nr. 17
  • Artillerie-Kommandeur Nr. 140
    • Feldartillerie-Regiment Nr. 246
  • Pionier-Bataillon Nr. 446
  • Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 546

GefechtskalenderBearbeiten

Die Division wurde im Februar 1917 im Bereich des XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps in Dresden aus Landwehr- und Ersatzeinheiten zusammengestellt. Sie kam dann Mitte März 1917 an die Ostfront, verblieb dort über das Kriegsende hinaus und fungierte als Polizei- und Besatzungsmacht in Litauen.

1917Bearbeiten

1918Bearbeiten

  • bis 18. Februar --- Waffenstillstand
  • 18. Februar bis 3. März --- Verfolgungskämpfe durch Weißruthenien
  • 3. März bis 15. November --- Okkupation großrussischen Gebietes
  • ab 16. November --- Besatzungs- und Sicherungsdienst in Litauen und Weißrussland

1919Bearbeiten

  • bis 11. Februar --- Besatzungs- und Sicherungsdienst in Litauen
  • Am 22. Februar 1919 wurde Generalleutnant Walter von Eberhardt Kommandeur der Division. Aus Freiwilligen der Division wurde im April die Brigade Südlitauen, ein Freikorps, gebildet, die aus den Freiwilligen-Regimenter 18, 19 und 20, der Freiwilligen Fliegerstaffel 18 und den Freiwilligen Artillerie-Abteilungen 18 und 19 bestand und mit litauischen Truppen gegen die Invasionstruppen der Roten Armee kämpfte. Die letzten Freiwilligen der Brigade Südlitauen verließen Litauen im Juli 1919.

KommandeureBearbeiten

Dienstgrad Name Datum
Generalleutnant Bernhard von Watzdorf 13. Februar bis 8. September 1917[1]
Generalmajor Otto Freiherr von Ompteda 8. September 1917 bis 7. August 1918[1]
Generalmajor Albrecht Graf von Mandelsloh 7. August 1918 bis 21. Februar 1919[1]
Generalleutnant Walter von Eberhardt 22. Februar 1919 bis April 1919

LiteraturBearbeiten

  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee, herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 70, 141
  • Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918), United States War Office as War Department Document No. 905, Office of the Adjutant, 1920, S. 473
  • Artur Baumgarten-Crusius: Die Sachsen im Felde 1914–1918, Verlag der Literaturwerke "Minerva", R. Max Lippold, Leipzig 1923, S. 515–516

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939 Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939, Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 197