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USC Münster

deutscher Volleyballverein

Der USC Münster ist ein Volleyball-Verein aus Münster, dessen erste Frauen-Mannschaft in der Bundesliga spielt. Mit neun Meistertiteln, elf Siegen im DVV-Pokal sowie vier Titeln im Europapokal ist diese eine der erfolgreichsten deutschen Mannschaften. In früheren Jahren waren die Männer in Münster erfolgreich, sie waren von 1965 bis 1972 deutscher Meister und gewannen 1976 den DVV-Pokal.

USC Münster
Deutscher Volleyball-Verband
Vereinsdaten
Gründung 1961
Adresse Sperlichstraße 10
48151 Münster
Präsident Martin Gesigora
Homepage http://www.usc-muenster.de/
Volleyball-Abteilung
Liga Bundesliga
Spielstätte Großsporthalle Berg Fidel
Trainer Teun Buijs
Co-Trainer Marvin Mallach, Lisa Thomsen
Erfolge Männer:

Frauen:

letzte Saison 7. Platz Bundesliga, Playoff-Viertelfinale
Stand: 9. Juli 2019

TeamBearbeiten

Der Kader für die Saison 2019/20 besteht aus folgenden Spielerinnen.

Kader – Saison 2019/20
Name Nr. Nation Größe Geburtsdatum Position
Lina Alsmeier 8 Deutschland  Deutschland 1,89 m 29. Juni 2000 AA
Linda Bock 1 Deutschland  Deutschland 1,80 m 27. Mai 2000 L
Liza Kastrup 5 Deutschland  Deutschland 1,85 m 05. Okt. 1999 D
Luisa Keller 3 Deutschland  Deutschland 1,83 m 25. Aug. 2001 AA
Demi Korevaar 6 Niederlande  Niederlande 1,87 m 09. Aug. 2000 MB
Juliane Langgemach 9 Deutschland  Deutschland 1,88 m 06. Nov. 1994 MB
Doreen Luther 4 Deutschland  Deutschland 1,87 m 27. Mär. 1997 MB
Johanna Müller-Scheffsky 12 Deutschland  Deutschland 1,78 m 04. Feb. 1998 L
Taylor Nelson 2 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 1,80 m 03. Mär. 1996 Z
Sarah van Aalen 10 Niederlande  Niederlande 1,83 m 21. Jan. 2000 Z
Ivana Vanjak 7 Deutschland  Deutschland 1,93 m 30. Mai 1995 AA
Barbara Roxana Wezorke 11 Deutschland  Deutschland 1,86 m 12. Apr. 1993 MB

Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel

Neuzugänge 2019
Spieler bisheriger Verein
Barbara Roxana Wezorke Dresdner SC[1]
Sarah van Aalen Sliedrecht Sport[2]
Demi Korevaar Sliedrecht Sport[3]
Doreen Luther ASV Senden[3]
Taylor Nelson Slavia Bratislava[4]
Johanna Müller-Scheffsky VC Offenburg[5]
Abgänge 2019
Spieler neuer Verein
Lisa Thomsen Karriereende[6]
Chiara Hoenhorst Karriereende[7]
Juliët Lohuis Allianz MTV Stuttgart[8]
Marie Schölzel Schweriner SC (war ausgeliehen)[9]
Teresa Mersmann Fokus Studium[10]
Mareike Hindriksen Ladies in Black Aachen[11]
Kazmiere Brown unbekannt[12]
Lena Vedder 1. VC Wiesbaden[13]
Svenja Enning Stralsunder Wildcats[4]

Cheftrainer in der dritten Saison ist der Niederländer Teun Buijs. Er wird unterstützt von Marvin Mallach und Lisa Thomsen, wobei Thomsen auch gleichzeitig als Teammanagerin fungiert[14]. Für die medizinische Betreuung sind die Mannschaftsärzte Christian Fechtrup, Stephan Maurer, Jessica Maurer und Rieke Herzog sowie die Physiotherapeutinnen Anna Lea Pannenbäcker, Chistoph Lang, Nadine Rensing und Rolf Riegert zuständig. Als Scout arbeitet Manuela Kiousis.

GeschichteBearbeiten

Gegründet wurde der USC unter dem Namen Universitäts-Sportclub Münster im Jahre 1961. Zunächst waren die Männer um Karl Herzog, Hans-Ulrich Graßhoff und Manfred Kindermann erfolgreich. Sie waren von 1965 bis 1972 ununterbrochen Deutscher Meister und gewannen 1976 den DVV-Pokal. Seit die Volleyballabteilung 1981/82 eigenständig wurde und Unabhängiger Sportclub Münster heißt, haben die Frauen die Führung übernommen. Mit derzeit neun Deutschen Meisterschaften und elf DVV-Pokalsiegen ist der USC nach dem Schweriner SC der zweiterfolgreichste deutsche Verein bei den Frauen. Ein weiterer Meistertitel wurde 1998 aberkannt, weil die Münsteranerin Wendy Stammer gedopt war.[15] Auch international waren die Münsteranerinnen erfolgreich: Sie gewannen den CEV-Pokal 1982, 1994 und 1996 sowie den Europapokal der Pokalsieger 1992. Zahlreiche Rekordnationalspielerinnen und Volleyballerinnen des Jahres spielten beim USC: Annedore Richter, Margret Stender, Uschi Westphal, Heidi Kerstiens, Marina Staden, Sigrid Terstegge, Gudula Staub, Karen Baumeister, Alexandra Ludwig, Ariane Radfan, Ines Pianka, Beate Bühler, Ulrike Schmidt, Anne-Kathrin Schade, Judith Flemig, Angelina Grün, Maren Brinker, Louisa Lippmann.[16] Die Mannschaft wurde vom Sportbund der Stadt Münster beim Ball des Sports 1995, 1996, 1997, 2000, 2001, 2004, 2005 sowie 2011 als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet.[17]

BundesligaBearbeiten

Der USC Münster wurde 2004 zum achten Mal deutscher Meister. In der folgenden Saison gelang den Westfalen die Titelverteidigung. In der Saison 2005/06 belegte die Mannschaft nach der Meisterrunde den vierten Platz. Ein Jahr später konnte sich der USC nicht für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizieren und belegte als bestes Team der Playdown-Runde den siebten Platz. Noch schlechter war das Ergebnis in der 2008 mit dem neunten Platz. Nachdem die Endrunde abgeschafft worden war, wurde Münster in der Saison 2008/09 erneut Neunter, wobei der USC die gleiche Punktzahl und das gleiche Satzverhältnis wie der achtplatzierte Köpenicker SC und außerdem punktgleich mit dem Zehnten und Elften war. In der folgenden Saison verbesserte sich der Verein um einen Rang. 2011 wurde Münster ebenfalls Achter. In der Saison 2011/12 gelang dem USC das beste Ergebnis seit sechs Jahren, als er sich als Vierter der Hauptrunde für die Play-Offs qualifizierte und erst im Halbfinale dem Dresdner SC unterlag. Ein Jahr später musste sich die Mannschaft dem gleichen Gegner im Play-Off-Viertelfinale geschlagen geben. 2014 gelangte der USC als Siebter der Hauptrunde über die Pre-Play-Offs ins Viertelfinale und schied dort nach drei Spielen gegen den 1. VC Wiesbaden aus. Den gleichen Weg ging Münster in der Saison 2014/15, als es das Aus im Viertelfinale gegen Allianz MTV Stuttgart gab. In der Saison 2015/16 qualifizierte sich der USC wie vier Jahre zuvor als Vierter der Hauptrunde für die Play-Offs und unterlag erneut erst im Halbfinale dem Dresdner SC, der sich anschließend den Meistertitel holte. In der Saison 2016/17 belegten die Münsteranerinnen nach der Hauptrunde Platz Sieben, qualifizierten sich durch zwei Siege in den Pre-Play-Offs über Suhl für das Viertelfinale und schieden dort nach zwei Niederlagen gegen Stuttgart aus. In der Saison 2017/18 erreichten sie als Hauptrunden-Sechster ebenfalls das Play-Off-Viertelfinale, in dem sie nach zwei 0:3-Niederlagen gegen den späteren Meister SSC Palmberg Schwerin ausschieden. Wieder Hauptrunden-Siebter wurden sie in der Saison 2018/19, woraufhin sie im anschließenden Play-Off-Viertelfinale erneut gegen Schwerin mit zwei Niederlagen (0:3 und 2:3) ausschieden.

DVV-PokalBearbeiten

Die Münsteranerinnen gewannen 2004 in Schwerin mit einem 3:2 im Finale gegen den TV Fischbek den DVV-Pokal. In der folgenden Saison erreichten sie als Titelverteidiger erneut das Endspiel und setzten sich in Bonn mit 3:0 gegen Bayer Leverkusen durch. 2006 schafften sie zum dritten Mal in Folge den Einzug ins Finale, das erstmals im Gerry-Weber-Stadion ausgetragen wurde; diesmal musste sich der USC jedoch dem Schweriner SC mit 0:3 geschlagen geben. In der Saison 2006/07 schied Münster bereits im Viertelfinale gegen Leverkusen aus. 2007/08 gegen den VfB 91 Suhl, 2008/09 gegen Schwerin und 2009/10 gegen den Dresdner SC endete der Pokalwettbewerb für die Westfalen ebenfalls im Viertelfinale. In der Saison 2010/11 verlor Münster das Achtelfinale daheim gegen das Allgäu Team Sonthofen mit 2:3. Ein Jahr später konnte der USC den Titelverteidiger Smart Allianz Stuttgart im Viertelfinale nicht aufhalten. Im DVV-Pokal 2012/13 wiederholte sich dieses Ergebnis. In der folgenden Saison unterlag Münster im Viertelfinale den VolleyStars Thüringen. 2014/15 erreichte der USC das Halbfinale, das er gegen den späteren Pokalsieger Stuttgart verlor. In der Saison 2015/16 schied der USC erneut im Halbfinale gegen Allianz MTV Stuttgart aus. 2016/17 gewann Münster im Achtelfinale mit 3:2 gegen Wiesbaden und schied im Viertelfinale mit 0:3 gegen Schwerin aus. 2017/18 sowie 2018/19 scheiterte man erneut jeweils im Viertelfinale gegen Stuttgart bzw. Schwerin.

Weitere MannschaftenBearbeiten

Beim USC Münster gibt es neben der Bundesliga-Mannschaft vier weitere Frauen-, zwei Männer- und zahlreiche Jugendmannschaften. Die zweite Frauenmannschaft spielte jahrelang in der 2. Bundesliga Nord und heute in der 3. Liga West. Die Jugendmannschaften des Vereins gewannen zahlreiche Westdeutsche und Deutsche Meisterschaftstitel.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Henner Henning: Doppelter Transfer: Barbara Wezorke und Helge Baues zieht es nach Münster. Westfälische Nachrichten, 24. Mai 2019, abgerufen am 24. Mai 2019.
  2. Henner Henning: Der USC Münster verpflichtet mit Sarah van Aalen eine spannende Regisseurin. Westfälische Nachrichten, 3. Juli 2019, abgerufen am 3. Juli 2019.
  3. a b Der USC Münster macht die Mitte dicht – Koorevaar und Luther kommen. Westfälische Nachrichten, 10. Juli 2019, abgerufen am 10. Juli 2019.
  4. a b Wechsel auf der Zuspielposition. USC Münster, 16. Juli 2019, abgerufen am 16. Juli 2019.
  5. Henner Henning: Neuer USC-Ehrenpräsident Fell, neue Spielerin Müller-Scheffsky. Westfälische Nachrichten, 9. September 2019, abgerufen am 10. September 2019.
  6. Henner Henning: Großes Finale und Abschied für USC-Libera Lisa Thomsen. Westfälische Nachrichten, 4. April 2019, abgerufen am 9. April 2019.
  7. Henner Henning: Chiara Hoenhorst muss ihre Profikarriere beenden. Westfälische Nachrichten, 8. April 2019, abgerufen am 9. April 2019.
  8. Henner Henning: Neuer Zweijahresvertrag für Top-Talent Luisa Keller bleibt beim USC. Westfälische Nachrichten, 4. April 2019, abgerufen am 9. April 2019.
  9. Wilfried Sprenger: Nationalspielerin Schölzel wechselt auf Leihbasis bis zum Saisonende zum USC. Westfälische Nachrichten, 31. Januar 2019, abgerufen am 5. Februar 2019.
  10. Henner Henning: Das Studium hat bei Teresa Mersmann nun erst einmal Vorfahrt. Westfälische Nachrichten, 10. Mai 2019, abgerufen am 10. Mai 2019.
  11. Mareike Hindriksen zieht es vom USC Münster zu den Ladies in Black Aachen. Westfälische Nachrichten, 27. Mai 2019, abgerufen am 28. Mai 2019.
  12. Saisonabschluss mit Partnern und Sponsoren. USC Münster, 26. April 2019, abgerufen am 29. April 2019.
  13. Kader komplett: VCW holt Lena Vedder aus Münster. 1. VC Wiesbaden, 17. Juli 2019, abgerufen am 17. Juli 2019.
  14. Henner Henning: Lisa Thomsen in neuer Mission für den USC Münster unterwegs. Westfälische Nachrichten, 26. Juni 2019, abgerufen am 10. Juli 2019.
  15. Die Deutschen dürfen doch vom Olympiagold träumen welt.de 9. März 2016
  16. Geschichte USC Münster (Memento vom 24. Juni 2009 im Internet Archive)
  17. Westfälische Nachrichten: Letzte Runde ist eingeläutet – Hochgeschwindigkeits-Endspurt: Viele Kandidaten geben im neuen Jahr schon wieder Vollgas, Münsters Sportler des Jahres 2012, 30. Januar 2013.