VfB 91 Suhl

deutscher Sportverein

Der VfB 91 Suhl ist ein Sportverein aus Thüringen. Bekannt ist der Verein durch seine Volleyball-Frauen, die in der Bundesliga spielen. Von 2013 bis 2016 trat das Bundesliga-Team des VfB unter dem Namen VolleyStars Thüringen an, seit 2017 trägt das Bundesliga-Team den Namen VfB Suhl LOTTO Thüringen.

VfB 91 Suhl e.V.
Logo
Deutscher Volleyball-Verband
Vereinsdaten
Gründung 1991
Adresse Gutenbergstraße 4
98527 Suhl
Präsident Guido Reinhardt
Homepage https://volleyball-suhl.de/
Volleyball-Abteilung
Liga Bundesliga
Spielstätte Sporthalle Wolfsgrube
Trainer László Hollósy
Erfolge 3. Platz Bundesliga 2007, 2011
DVV-Pokalsieger 2008
letzte Saison 5. Platz Bundesliga
Stand: 9. April 2022

Volleyball (Frauen)Bearbeiten

TeamBearbeiten

Der Kader der Saison 2021/22 besteht aus folgenden Spielerinnen.

Kader – Saison 2021/22
Name Nr. Nation Größe Geburtsdatum Position im Verein seit Vertrag bis
Laura de Zwart 10 Niederlande  Niederlande 1,98 m 19. März 1999 MB 2020[1]
Kayla Haneline 13 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 1,88 m 4. Juli 1994 MB 2021[2] 2022[2]
Danielle Harbin 3 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 1,85 m 2. Sep. 1995 D 2020[3]
Vedrana Jakšetić 17 Kroatien  Kroatien 1,83 m 17. Sep. 1996 Z 2020[4]
Elisa Lohmann 14 Deutschland  Deutschland 1,75 m 22. Juli 1998 L 2020[5]
Annick Meijers 12 Niederlande  Niederlande 1,90 m 23. März 2000 AA 2021[6] 2022[6]
Lisanne Meis 5 Deutschland  Deutschland 1,74 m 31. Dez. 1996 Z 2020[5]
Ágnes Pallag 16 Ungarn  Ungarn 1,82 m 2. Sep. 1993 AA 2020[3]
Tatjana Proswirina 7 Russland  Russland 1,86 m 22. Jan. 2000 MB 2021[7] 2022[7]
Jelena Šunjić 8 Kroatien  Kroatien 1,90 m 4. Jan. 1994 D 2020[8]
Roxanne Wiblin 2 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 1,89 m 18. Dez. 1998 AA 2021[9] 2022[9]

Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel

Neuzugänge 2021 Abgänge 2021
Spielerin bisheriger Verein Spielerin neuer Verein
Kayla Haneline Rote Raben Vilsbiburg[2] Dagmar Boom unbekannt
Annick Meijers Chieri ’76[6] Blake Mohler TS Volley Düdingen[10]
Tatjana Proswirina VK Saretschje Odinzowo[7] Sabrina Müller Karriereende[11]
Roxanne Wiblin University of San Diego[9] Claudia Steger Karriereende[12]

Chef-Trainer ist seit 2020 der Ungar László Hollósy.[5] Lukasz Marciniak arbeitet als Co-Trainer und Scout. Jens Haferkorn ist Teammanager. Für die medizinische Betreuung sind Mannschaftsarzt Dr. Gerald Lutz sowie die Physiotherapeutin Celine Schweser zuständig.

BundesligaBearbeiten

 
Die Mannschaft des VfB 91 Suhl nach dem Erreichen des dritten Platzes in der Bundesliga 2011

In der Saison 2006/07 konnte Suhl den neuen deutschen Meister Dresdner SC in der Endrunde besiegen und belegte den dritten Platz. In der folgenden Saison schaffte es Suhl wieder in die Playoffs und wurde Vierter. 2008/09 wurde Suhl Siebter, 2009/10 landete man auf Platz sechs. Die Saison 2010/11 endete für den VfB Suhl mit dem Gewinn der Bronzemedaille. Dabei schied Suhl im Halbfinale der Play-offs gegen den späteren Vizemeister Dresdner SC erst im „Golden Set“ aus. 2012 erreichte Suhl das Viertelfinale der Play-offs, wo man gegen den späteren Meister Schweriner SC ausschied. Die Saison 2012/13 verlief wenig erfolgreich für ein völlig neu zusammengestelltes Team. Nach Platz Zehn in der Hauptrunde erfolgte das „Aus“ im Pre-Playoff nach zwei Niederlagen gegen VT Aurubis Hamburg.

Am 23. Mai 2017 gab der Verein bekannt, dass der Lizenzantrag für die 1. Volleyball-Bundesliga zum 31. Mai 2017 zurückgezogen wird. Der Verein begründete den Schritt mit „fehlende[n] Rückhalt und eine[r] ungenügende[n] Positionierung, insbesondere bei den Hauptverantwortlichen der Stadt Suhl“ sowie einer Etat-Lücke für den Anspruch die „1. Bundesligamannschaft auf ein konkurrenzfähiges Niveau anzuheben“.[13] Anfang August 2017 wurde bekannt, dass der Verein sich auf Grund der Nichtverfügbarkeit der Sporthalle Wolfsgrube (Umbau und Sanierung) in Suhl mit dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen und der Stadt Meiningen einigen konnte, den Spielbetrieb in der Multihalle Meiningen weiterzuführen, was die Teilnahme an der Deutsche Volleyball-Bundesliga 2017/18 schließlich doch sicherte.[14]

DVV-PokalBearbeiten

In der Saison 2003/04 scheiterte Suhl bereits im Achtelfinale gegen Ulm und ein Jahr später kam das Aus im Viertelfinale gegen Dresden. In den Spielzeiten 2005/06 und 2006/07 erreichten die Frauen aus Thüringen jeweils das Halbfinale, in dem sie zuerst gegen den USC Münster und dann gegen Dresden ausschieden. In der Saison 2007/08 erreichten sie mit Siegen gegen den Zweitligisten Erfurt sowie gegen die Bundesliga-Konkurrenten Münster (3:0) und Vilsbiburg (3:2) erstmals das Endspiel im Gerry-Weber-Stadion, wo sie gegen NA. Hamburg den ersten Titel der Vereinsgeschichte gewannen. In der Saison 2008/09 schied der VfB bereits im Achtelfinale durch eine 1:3-Heimniederlage gegen die Roten Raben Vilsbiburg aus. Im folgenden Jahr musste man sich erst im Finale dem Dresdner SC in 3:1 Sätzen geschlagen geben. In der Saison 2010/11 erreichte man erneut das Finale, das man mit 0:3 gegen Smart Allianz Stuttgart verlor. Die erfolgreiche Pokalgeschichte des Vereins wurde in der Saison 2013/14 fortgeschrieben. Nach zwei 3:0-Siegen beim VfL Oythe und beim USC Münster wurde durch einen 3:1-Erfolg im Halbfinale gegen Meister und Pokalsieger Schweriner SC zum vierten Mal in sieben Jahren das deutsche Pokalfinale erreicht.

EuropapokalBearbeiten

Als Pokalsieger der Saison 2007/08 war der VfB Suhl für den Europapokal qualifiziert, verzichtete aber auf das Startrecht auf Grund der vom Weltverband FIVB geplanten, aber bis zum Meldeschluss unklaren Ausländerregel.

Durch den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft (Saison 2010/11) qualifizierte sich der VfB Suhl für den CEV Challenge Cup. Nach einem Freilos in der ersten Runde wurde in Runde Zwei der VC Tirol Innsbruck in beiden Spielen souverän mit 3:0 geschlagen. In der Zwischenrunde traf der VfB Suhl auf den israelischen Erstligisten Neve Shaanan Haifa, der aus dem höherklassigen CEV-Pokal hinzugestoßen war. Auch in diesen beiden Spielen im Januar 2012 konnte der VfB Suhl mit zwei 3:0-Erfolgen die Oberhand behalten und erreichte somit in seiner ersten Europapokalsaison das Achtelfinale, in dem man im Februar 2012 auf Volley Köniz aus der Schweiz traf. Das Hinspiel in Suhl entschied Volley Köniz mit 3:2 für sich. Das Rückspiel in Köniz konnte der VfB Suhl seinerseits jedoch 3:2 und den „Golden Set“ mit 15:11 gewinnen. Im Viertelfinale setzte sich der VfB Suhl gegen Iller Bankasi Ankara mit 3:1 und 3:0 durch und schied dann im Halbfinale gegen Baki Baku aus.

FansBearbeiten

Offiziell unterstützen mehrere Fanclubs den VfB 91 Suhl. Die „Dynamics Suhl“ unterhalten eine Fanfreundschaft mit dem Fanclub „Klatsch-Up“ des Köpenicker SC und mit dem VC Kanti Schaffhausen, da dort eine ehemalige Spielerin des VfB unter Vertrag steht. Weitere Fanclubs sind die „Suhler Wölfe“, „Hinternah“ und „Ostheim“. Auf der Fanclub-Webseite der „Dynamics Suhl“ sind auch umfangreiche Statistiken zu Ergebnissen und eingesetzten Spielerinnen des VfB zu finden.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Laura de Zwart wechselt von der Elbe nach Suhl. VfB Suhl, 29. Juni 2020, abgerufen am 29. Juni 2020.
  2. a b c Kayla Haneline wechselt von der Vils nach Suhl. VfB 91 Suhl, 27. Mai 2021, abgerufen am 23. Oktober 2021.
  3. a b VfB mit zwei internationalen Transfers: Pallag & Harbin nach Suhl. VfB 91 Suhl, 23. Mai 2020, abgerufen am 24. Mai 2020.
  4. Vedrana Jakšetić zum VfB: Europäische Topspielerin kommt nach Suhl. VfB 91 Suhl, 5. Juni 2020, abgerufen am 5. Juni 2020.
  5. a b c Suhls Volleyballerinnen stellen erste Weichen für die Saison 2020/21. VfB 91 Suhl, 14. Mai 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  6. a b c VfB Suhl verpflichtet Annick Meijers aus Italien. VfB 91 Suhl, 24. Juni 2021, abgerufen am 23. Oktober 2021.
  7. a b c VfB Suhl LOTTO Thüringen schließt Kaderplanung ab. volleyballer.de, 20. August 2021, abgerufen am 23. Oktober 2021.
  8. Wolfsrudel komplett: Jelena Šunjić wechselt nach Suhl. VfB 91 Suhl, 24. September 2020, abgerufen am 22. Oktober 2020.
  9. a b c Roxanne Wiblin wird eine Suhler Wölfin. VfB 91 Suhl, 3. Juni 2021, abgerufen am 23. Oktober 2021.
  10. Volley Düdingen: Team 21/22 steht. nau.ch, 18. Mai 2021, abgerufen am 23. Oktober 2021.
  11. Kader Frauen. (PDF) Volleyball-Magazin, abgerufen am 23. Oktober 2021.
  12. Claudia Steger beendet aktive Volleyball-Laufbahn. VfB 91 Suhl, 10. Juni 2021, abgerufen am 23. Oktober 2021.
  13. VfB 91 Suhl wird Lizenzantrag für die 1. Volleyball Bundesliga am 31. Mai 2017 zurückziehen. In: 1.bundesliga.vfb-suhl.de. VfB 91 Suhl, 23. Mai 2017, abgerufen am 23. Mai 2017.
  14. Tim Berks: Bundesliga: Aufschlag in Meiningen. vfbsuhl.de, 2. August 2017, abgerufen am 26. November 2017 (deutsch).