Ladies in Black Aachen

deutsche Volleyballmannschaft

Die Ladies in Black Aachen sind die Volleyball-Bundesligamannschaft des Post-Telekom-Sportvereins 1925 Aachen e.V. Bis zum Ende der Saison 2012/13 spielten die Frauen bei Alemannia Aachen. Anschließend wechselten alle Volleyball-Mannschaften von der Alemannia zum PTSV.[1] Die Ladies in Black erhielten diesen Namen wegen ihrer schwarzen Trikots und führen ihn seit 2013 als offiziellen Namen.

Ladies in Black Aachen
Logo
Deutscher Volleyball-Verband
Vereinsdaten
Adresse Ladies in Black Spielbetriebs GmbH
Eulersweg 15
52070 Aachen
Geschäftsführer Dieter Ostlender
Vereinsfarben Schwarz
Homepage ladies-in-black.de
Volleyball-Abteilung
Liga 1. Bundesliga
Spielstätte Sporthalle Neuköllner Straße
Trainerin Eelco Beijl
Co-Trainer Bart Janssen
Erfolge Deutscher Meister (Männer) 1961, Aufstieg Frauen-Bundesliga 2008, 3. Platz Frauen-Bundesliga 2013/14, 3. Platz Frauen-Bundesliga 2017/18, 3. Platz Frauen-Bundesliga 2018/19
letzte Saison Playoff-Halbfinale
Stand: 27. Mai 2019

Bundesliga-MannschaftBearbeiten

Die Mannschaft für die Saison 2020/21 besteht aus folgenden Spielerinnen:

Kader – Saison 2020/21
Name Nr. Nation Größe Geburtsdatum Position im Verein seit Vertrag bis
Annie Cesar Deutschland  Deutschland 1,73 m 24. Apr. 1998 L 2020[2] 2021[2]
Maddie Haynes Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 1,93 m 2. Okt. 1998 AA 2020[3] 2021[3]
Nina Herelová Slowakei  Slowakei 1,84 m 30. Juli 1993 MB 2020[4] 2021[4]
Mareike Hindriksen 12 Deutschland  Deutschland 1,82 m 14. Nov. 1987 Z 2019[5] 2021[5]
Paulina Hougaard-Jensen Danemark  Dänemark 1,87 m 11. Okt. 1996 MB 2020[6] 2021[6]
Kryszina Kicka Weissrussland  Weißrussland 1,88 m 26. März 1992 D 2020[7] 2021[7]
Rugile Lavickyte Norwegen  Norwegen 1,82 m 10. Juli 2001 D 2020[8] 2021[8]
Emilie Olimstad 9 Norwegen  Norwegen 1,78 m 12. Dez. 2000 AA 2019[9] 2021[9]
Jana-Franziska Poll 8 Deutschland  Deutschland 1,85 m 7. Mai 1988 AA 2020[10] 2021[10]
Live Sørbø Norwegen  Norwegen 1,73 m 2. Feb. 2000 Z 2020[9] 2021[9]
Eline Timmerman Niederlande  Niederlande 1,91 m 30. Dez. 1998 MB 2020[11] 2021[11]

Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel

Neuzugänge 2020
Spielerin bisheriger Verein
Annie Cesar Allianz MTV Stuttgart[2]
Maddie Haynes University of California, Berkeley[3]
Nina Herelová Vandœuvre Nancy Volley-Ball[4]
Paulina Hougaard-Jensen Municipal Olympique Mougins Volley-Ball[6]
Kryszina Kicka Siodemka Legionovia[7]
Rugile Lavickyte ToppVolley Norge[8]
Jana-Franziska Poll Il Bisonte Firenze[10]
Live Sørbø Randaberg IL[9]
Eline Timmerman Eurosped Twente[11]
Abgänge 2020
Spielerin neuer Verein
Vanessa Agbortabi SC Potsdam[12]
Manon Bernard Municipal Olympique Mougins Volley-ball[13]
Lynn Blenckers Saint-Raphaël Var[14]
Aziliz Divoux Volley Club de Marcq-en-Baroeul Lille Metropole[15]
Marrit Jasper Banca Valsabbina Millenium Brescia[16]
Polina Malik Pölkky Kuusamo[6]
Tessa Polder ASPTT Mulhouse[17]
Maja Storck Dresdner SC[18]
Emily Thater Vandœuvre Nancy Volley-Ball[19]

Cheftrainer ist seit 2020 der Niederländer Eelco Beijl.[20] Er ist Nachfolger der Niederländerin Saskia van Hintum, die die Mannschaft vier Jahre lange führte.[21] Als Scouts arbeiten Chris Moor und Ramon van der Linden. Um die medizinische Versorgung kümmern sich der Mannschaftsarzt Michael Neuss und der Physiotherapeut Stefan Braunsdorf in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Maas Klinikum.

GeschichteBearbeiten

Die Volleyball-Abteilung von Alemannia Aachen wurde 1960 gegründet. Ihre Männermannschaft, die in den letzten Spielzeiten in der 3. Liga West antrat, wurde 1961 Deutscher Meister. Seit der Saison 2008/09 ist die erste Frauenmannschaft in der Bundesliga vertreten.

Saison 2003/04 bis 2007/08 – Zeit in der Zweiten Liga und AufstiegBearbeiten

Seit der Saison 2003/04 spielte die Alemannia in der zweiten Bundesliga Nord. Sie schloss diese Saison mit dem siebten Rang ab. Diesen Platz konnte sie im folgenden Jahr bestätigen. Im DVV-Pokal unterlag das Team im Achtelfinale dem Bundesligisten VfB 91 Suhl.

Für die Saison 2005/06 konnten mit der Niederländerin Janneke Ernste, Sarah Wolnizki aus Leverkusen und Kasia Trojan aus der eigenen 2. Mannschaft drei neue Spielerinnen verpflichtet werden. Verlassen hatten die Mannschaft Ilka Semmler (Studium in Berlin), Urte Podzuweit (Karriereende), Jule Krumbeck (Beachvolleyball), Moni Koch und Martha Archontoglou (beide 2. Mannschaft). Aus dem letztjährigen Kader geblieben waren Audrey Hervel, Tania van den Berghen, Esther Stahl, Lis Zernickow, Kristina Fuhrmann, Yvonne Altenhof und Bina Rollersbroich.[22] Auch in der Saison 2005/06 belegte Aachen in der zweiten Bundesliga Nord den siebten Platz.

Die Neuzugänge der Saison 2006/07 waren Cecile Casin, Marjorie Pirenne, Diana Berkemeyer und Stefanie Hüttermann. Im Kader geblieben waren Rollersbroich, Stahl, Hervel, Flemig, Sarah Wolnizki und Zernickow. Die Aachener belegten in der Saison 2006/07 den dritten Platz in der zweiten Bundesliga Nord.

In der Saison 2007/08 konnten außer der Zuspielerin Hervel (nach Belgien zu Datovoc Tongeren) alle Spielerinnen gehalten werden. Hinzu kamen die Zuspielerin Hindriksen vom Ligakonkurrenten SCU Emlichheim, die US-amerikanische Außenangreiferin Lauren Goins und Mittelblockerin Alexandra Preiß vom Erstligisten Bayer Leverkusen. Nach fünf Jahren in der Zweiten Liga Nord schafften die Aachenerinnen in dieser Saison mit einer Serie von 17 Siegen in Folge und nur einem verlorenen Spiel den Aufstieg in die erste Bundesliga. Im Achtelfinale des DVV-Pokals unterlagen sie gegen VC Wiesbaden mit 0:3.

Saison 2008/09 bis heute – Erste BundesligaBearbeiten

Der Kader der Saison 2008/09 für die erste Bundesliga bestand aus 13 Spielerinnen. Nach dem Aufstieg verließen sechs Spielerinnen, darunter das Beachvolleyball-Duo Flemig/Hüttermann, den Verein. Verpflichten konnte man Jennifer Schräder vom USC Münster II, Malgorzata Plebanek aus Polen, Anna Rönnbäck von Evreux Volley-Ball, Matilda Wikander von AEL Limassol, Jana Franziska Poll von SCU Emlichheim, Maren Cloot und Margit Klauza.

Reinhard Strauch übernahm im März als Interimstrainer zunächst die Aufgaben von Luc Humblet.[23] Im April übernahm Stefan Falter den Posten des Co-Trainers und wurde als Chef-Trainer für die nächste Saison verpflichtet.[24] Die Alemannia konnte im ersten Jahr in der ersten Bundesliga den Klassenerhalt mit dem 13. Platz sichern. Im DVV-Pokal schied der Aufsteiger im Achtelfinale beim TSV Sonthofen mit 1:3 aus.

Der Kader der Erstligamannschaft der Saison 2009/10 bestand aus 13 Spielerinnen. Goins beendete ihre Karriere und Zernickow wechselten in die zweite Mannschaft, Plebanek verließ den Verein. Neu verpflichtet wurden Anika Brinkmann von USC Münster, Kira Walkenhorst von Bayer 04 Leverkusen, Brynn Maurer vom Regionalligisten TV Villingen, Laura Feldmann von RC Sorpesee und Christina Speer aus USA. Während der Saison kam noch Rita Liliom von La Rochette Volley zum Team. Das Team belegte in der Bundesliga den zwölften Platz. Im DVV-Pokal scheiterte die Alemannia im Qualifikationsspiel beim SC Potsdam.

In der Bundesliga-Saison 2010/11 trat die Alemannia mit zehn Spielerinnen an. Aachen musste in dieser Saison auf Schräder (wechselte in die zweite Mannschaft) und Hindriksen (wechselte zum VfB 91 Suhl) verzichten. Preiß beendete ihre aktive Karriere und auch Stahl, die seit 2001 bei der Alemannia aktiv war, verlängerte ihren Vertrag nicht. Verpflichten konnte man Ciara Michel, Karolína Bednářová, Michaela Balej (von Heutink Pollux) und Lucy Wicks (von Quimper Volley). In der Bundesliga belegten die Aachener am Ende der Saison den neunten Platz. Im DVV-Pokal schaffte man mit einem 3:0-Sieg beim SV Sinsheim die Qualifikation für das Achtelfinale. Nach einem neuerlichen 3:0-Erfolg im Achtelfinale beim Zweitligisten SG Rotation Prenzlauer Berg schied man im Viertelfinale mit 0:3 gegen den TSV Sonthofen aus. Dennoch war das Erreichen des Viertelfinales der größte Erfolg der Vereinsgeschichte in diesem Wettbewerb.

In der folgenden Saison bestand das Team elf Spielerinnen. Neuzugänge waren die Nationalspielerin Angelina Grün, neben Anke Borowikow (vom VC Wiesbaden), der ungarischen Nationalspielerin Barbara Dégi (aus Köniz/Schweiz), Simone Legerstee (von VT Aurubis Hamburg), Karen Lißon (vom VCO Dresden) und Linda Büsscher (vom SCU Emlichheim). Im Team geblieben sind die britischen Nationalspielerinnen Wicks und Michel, Poll, Feldmann und Kapitän Bednářová. Gewechselt haben Speer (zum VfB Suhl), die ungarische Nationalspielerin Liliom (Mielec, Polen), Balej, Wolnizki (Studium, FC Junkersdorf) und Walkenhorst (Beachvolleyballkarriere, SG FdG Herne). Die Bundesliga-Saison 2011/12 schloss Aachen mit dem zehnten Platz ab. Im DVV-Pokal unterlag Aachen im Achtelfinale beim USC Münster mit 0:3.

In der Saison 2012/13 bestand das Team aus elf Spielerinnen. Die Mannschaft haben Amanda Dowdy, Büsscher, Feldmann, Michel, Poll und Legerstee verlassen. Verpflichten konnte man Karine Muijlwijk, Laura Weihenmaier, Kimika Rozier, Nikolina Kovačič, Angie Bland und Paulina Biranowska.[25] Als Elfter der Bundesliga-Saison konnte die Mannschaft den Abstieg nur wegen fehlender Aufsteiger vermeiden. Im DVV-Pokal unterlag Aachen im Viertelfinale mit 2:3 gegen Wiesbaden.

Nach dem Wechsel zum PTSV Aachen erlebten die Ladies in Black 2013/14 mit einem fast komplett neuen Kader die bislang erfolgreichste Saison ihrer Vereinsgeschichte. Im DVV-Pokal unterlag die Mannschaft dem späteren Pokalsieger Rote Raben Vilsbiburg im Viertelfinale erst mit 16:18 im Tiebreak. In der Bundesliga erreichte Aachen erstmals überhaupt die Play-offs. Im Halbfinale gelang dem Team der erste Heimsieg der Geschichte gegen den neuen Meister Dresdner SC, der sich erst nach drei Duellen durchsetzen konnte.

In der Bundesliga-Saison 2014/15 qualifizierten sich die Ladies in Black erneut für die Playoffs und belegten am Ende den sechsten Rang. Im DVV-Pokal kamen sie nach Siegen gegen die zweite Mannschaft von Allianz MTV Stuttgart, gegen VT Aurubis Hamburg und gegen Titelverteidiger Rote Raben Vilsbiburg erstmals ins Finale. Das Endspiel im Gerry-Weber-Stadion verloren sie gegen den Bundesliga-Konkurrenten Stuttgart erst im Tiebreak. In der Saison 2015/16 unterlagen die Aachenerinnen in den Pre-Playoffs der Bundesliga dem SC Potsdam. Im DVV-Pokal 2015/16 erreichten sie hingegen das Halbfinale, in dem sich der Dresdner SC durchsetzte.

Nachdem bereits während der Saison 2015/16 finanzielle Probleme aufgetreten waren, stellten die Ladies in Black am 8. April 2016 einen Insolvenzantrag.[26] Am 1. Juni gab der Verein bekannt, dass die Mannschaft weiterhin in der Bundesliga spielen kann.[27] Wegen des Insolvenzantrags musste die Mannschaft komplett neu aufgestellt werden. In der Saison 2016/17 mussten sich die Ladies in Black im Pokal-Viertelfinale gegen Potsdam geschlagen geben. In der Bundesliga erreichten sie als Tabellenachter der Hauptrunde das Playoff-Viertelfinale, wobei das Heimspiel wegen Auflagen der Liga in der Steengoed Arena im belgischen Maaseik stattfand. Letztlich setzte sich der Schweriner SC durch. Im DVV-Pokal 2017/18 schieden die Ladies in Black im Achtelfinale bei Allianz MTV Stuttgart aus. Gegen denselben Gegner verloren sie auch das Playoff-Halbfinale, nachdem sie die Bundesliga-Saison als Tabellenfünfter abgeschlossen und sich im Viertelfinale gegen den 1. VC Wiesbaden durchgesetzt hatten. Zur Saison 2018/19 konnten sich die Ladies in Black auf den 6. Platz der Volleyball-Bundesliga spielen und besiegten im Viertelfinale der Playoffs sensationell den Dresdner SC. Gegen Allianz MTV Stuttgart war wie im Vorjahr allerdings Endstation und man konnte sich nur schwer behaupten.

Die Ladies in Black müssen zur Saison 2020/21 vorübergehend in eine neue Spielstätte außerhalb der Stadt umziehen, da die Halle an der Neuköllner Straße aufgrund eines undichten Dachs saniert werden muss und keine andere Halle in Aachen geeignet ist. Die Ladies in Black werden voraussichtlich in die Arena Kreis Düren, die Spielstätte des Männer-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren ausweichen.[28]

Europapokal (CEV Challenge Cup)Bearbeiten

In der Saison 2017/18 schafften es die Ladies in Black durch einen 3. Platz in der Bundesliga sich für den Europapokal zu qualifizieren. In Aachen nahm man diese Einladung dann auch an.[29] Für die Saison 2018/19 nahmen sie diese Chance ebenfalls an und starteten im CEV Challenge Cup mit einem Freilos. Danach ging es nach Portugal, genauer gesagt nach Familiçao. Dort gewannen sie das erste Spiel mit 3:0 und besiegten auch im Rückspiel die portugiesische Mannschaft mit 3:2. Im 1/8 Finale ging es dann nach Slowenien zu Calcit Volley Kamnik, wo man allerdings eine Niederlage hinnehmen musste. Im Rückspiel reichte es dann ganz knapp nicht für das 1/4 Finale, obwohl man die slowenische Mannschaft im Tiebreak bezwingen konnte. In dieser Saison konnte man sich allerdings erneut durch einen 3. Platz in der Volleyball-Bundesliga für den Challenge Cup qualifizieren und diese Einladung und zugleich Herausforderung wurde dementsprechend erneut angenommen.[30]

Weitere MannschaftenBearbeiten

Die zweite Frauen-Mannschaft spielte nach dem Abstieg aus der Regionalliga in der Saison 2008/09 in der Oberliga und stieg zur Saison 2009/10 wieder in die damals dritthöchste Spielklasse auf und hielt seitdem die Klasse. Die dritte und vierte Mannschaft spielten 2009/10 gemeinsam in der Verbandsliga, wobei die dritte Mannschaft in die Oberliga aufstieg und sich dort in der Folgesaison behauptete und die vierte Mannschaft in die Landesliga abstieg, jedoch bereits 2011 wieder in die Verbandsliga aufstieg.

Die Männer waren mit der ersten Mannschaft seit der Spielzeit 2009/10 wieder in der Regionalliga vertreten und qualifizierten sich 2012 für die 3. Liga West. Die zweite Männermannschaft spielt als SG Aachen-Düren in der Regionalliga.

Die Ü37-Seniorinnen der Alemannia wurden 2009 Westdeutscher Meister und Deutscher Vizemeister, 2010 Westdeutscher Vizemeister und Deutscher Meister[31] und 2011 wieder Westdeutscher Meister und Deutscher Vizemeister.[32]

PTSV AachenBearbeiten

PTSV Aachen
Name Post-Telekom-Sportverein 1925 Aachen e.V.
Vereinsfarben grün/schwarz
Gegründet 1925
Vereinssitz Aachen
Mitglieder ca. 3.500
Abteilungen 15
Vorsitzender Walter Halmes
Homepage PTSV Aachen

Geschichte des Postsportvereins 1925 Aachen e.V.Bearbeiten

Der Postsportverein wurde als Selbsthilfeeinrichtung der Beschäftigten der Deutschen Reichspost im Jahre 1925 in Aachen gegründet und gehört damit nach dem Post SV Berlin zu den ältesten Postsportvereinen in Deutschland. Die Vereinsfarben des Postsportverein waren blau/gelb.

Die Post erwarb einen Teil des alten Landgut Tivoli am früheren Sandkaulsteinweg 205, der heutigen Krefelder Straße (B57). Dieses Gelände wurde zuvor durch den Fußballverein Alemannia Aachen genutzt. In dieser Zeit gab es die Gaststätte Groß Tivoli auf dem Landgut die dem Verein auch als Vereinsheim diente. Neben dem bereits vorhandenen Fußballplatz (Rasen) wurde noch ein Aschenplatz und Sandplätze sowie Umkleidekabinen mit einer Fitnesshalle angelegt. Der Fußball-Aschenplatz sowie die Tennis-Sandplätze bekamen jeweils eine Flutlichtanlage.

Durch den 4-streifigen Ausbau der Krefelder Straße in den 1970er Jahren musste das alte Vereinsheim weichen und es wurde ein neues Gebäude mit Gaststätte, einem Saal sowie Umkleidekabinen für die Tennisabteilung und eine Judohalle sowie ein Parkplatz errichtet. Außerdem wurden noch Tennisplätze mit Kunststoffbelag angelegt. Zusätzlich bekam der Verein noch ein kleines Waldstück des alten Landgutes von der Stadt. Hier wurde ein Trimm-dich-Pfad angelegt, der jedoch mangels Interesse nach einigen Jahren verwaiste. Der Mehrspartenverein war zu dieser Zeit der mitgliederstärkste Verein in Aachen unter anderem mit den Sportarten Boxen, Judo, Schach, Schwimmen, Tennis und Fußball. Die Fußballabteilung gibt es heute nicht mehr, obwohl besonders im Jugendfußball in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre Erfolge zu verzeichnen waren. Der Vereinsvorstand favorisierte damals den aufkommenden Tennissport und stellte diesem immer mehr Gelände zur Verfügung. In den Tennis-Wettbewerben konnte sich der Verein jedoch nie gegen die Vereine TK Kurhaus Aachen und TK Blau-Weiss Aachen behaupten. Ebenso boxten in dieser Zeit Klaus Gallwe und Mario Guedes als Amateure für den Postsportverein. Guedes wurde Mittelrheinischer Meister im Superschwergewicht und Gallwe 1983 Deutscher Meister im Schwergewicht. Im Folgejahr wechselte er ins Profilager, Guedes machte diesen Schritt 1985. Die Schwimmer trainierten damals in der Schwimmhalle Süd im Stadtteil Burtscheid.

1990 bis heuteBearbeiten

In den 1990er Jahren wurde der Postsportverein 1925 Aachen e.V. durch die Privatisierung der Deutschen Bundespost in Post-Telekom-Sportverein 1925 Aachen e.V. umbenannt. Mit dem Bau des neuen Fußballstadions Tivoli bekam der PTSV im Jahr 2007 ein Ersatzgrundstück am Eulersweg 15 in Aachen.[33] Der ehemalige deutsche Profiboxer im Halbschwergewicht, Achim John ist Cheftrainer der Boxabteilung. Der Box-Gym des PTSV befindet sich im Gebäude der ehemaligen Rheinischen Nadelfabrik, Reichsweg im Ostviertel.

Im Jahr 2013 schlossen sich die Volleyball-Mannschaften der Alemannia dem PTSV an.[34] Da die Sporthalle Neuköllner Straße den Auflagen der Volleyball-Bundesliga nicht entspricht, plant der PTSV in Zusammenarbeit mit dem ALRV eine Multifunktionshalle auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums im Sportpark Soers zu errichten.[35]

Heute hat der Post-Telekom-Sportverein 15 Abteilungen mit ca. 3.500 Mitgliedern und ist damit einer der größten Vereine der Region. Am 22. Juni 2020 schied der Vorsitzende Dr.Schidlowski nach 22 Jahren aus dem Vorstand aus, da er nicht mehr zur Wahl antrat. Neuer Vorsitzender ist Walter Halmes.[36]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Roman Sobierajski: Wechsel von Alemannias Volleyballern ist perfekt. Aachener Zeitung, 19. April 2013, abgerufen am 7. Oktober 2013.
  2. a b c Die neue Libera der Ladies in Black heißt Annie Cesar. Ladies in Black, 11. April 2020, abgerufen am 1. Mai 2020.
  3. a b c Maddie Haynes greift für Aachen an. Ladies in Black, 16. Juni 2020, abgerufen am 16. Juni 2020.
  4. a b c Aachens 10. Spielerin heißt Nina Herelová. Ladies in Black Aachen, 25. Juni 2020, abgerufen am 25. Juni 2020.
  5. a b Hindriksen bläst mit den Ladies zur Attacke. Aachener Zeitung, 27. Mai 2019, abgerufen am 1. Mai 2020.
  6. a b c d Paulina Hougaard-Jensen erste Dänin für Aachen. Ladies in Black Aachen, 20. Mai 2020, abgerufen am 20. Mai 2020.
  7. a b c Kristina Kicka im Anflug. Ladies in Black Aachen, 28. Mai 2020, abgerufen am 28. Mai 2020.
  8. a b c Ladies in Black: Bundesliga-Kader komplett. Ladies in Black Aachen, 3. Juli 2020, abgerufen am 3. Juli 2020.
  9. a b c d e Echtes Norwegen-Duo für die Ladies in Black Aachen. Ladies in Black, 30. April 2020, abgerufen am 1. Mai 2020.
  10. a b c Jana-Franziska Poll kommt – auf jeden Fall. Ladies in Black, 21. April 2020, abgerufen am 1. Mai 2020.
  11. a b c Eline Timmerman kommt. Ladies in Black, 7. Mai 2020, abgerufen am 7. Mai 2020.
  12. Der SC Potsdam verpflichtet Vanessa Agbortabi. SC Potsdam, 27. Mai 2020, abgerufen am 27. Mai 2020.
  13. Manon Bernard (Aix-la-Chapelle) s'engage avec Mougins. L'Equipe, 20. April 2020, abgerufen am 1. Mai 2020 (französisch).
  14. Volleybalster Blenckers verkast naar Zuid-Franse topclub. de Gelderlander, 28. April 2020, abgerufen am 1. Mai 2020 (niederländisch).
  15. Fünf Spielerinnen verlassen auf jeden Fall die Ladies in Black Aachen. Ladies in Black, 6. April 2020, abgerufen am 1. Mai 2020.
  16. L’olandese Marrit Jasper a un passo da Brescia. volleynews.it, 13. Mai 2020, abgerufen am 11. Juni 2020 (italienisch).
  17. Tessa Polder ouvre le bal des arrivées à l'ASPTT Mulhouse. L'Alsace, 4. Mai 2020, abgerufen am 6. Mai 2020 (französisch).
  18. Diagonalangreiferin Maja Storck verstärkt den DSC. Dresdner SC, 23. April 2020, abgerufen am 1. Mai 2020.
  19. Le VNVB recrute l'Américaine Emily Thater. L'Est Républicain, 26. April 2020, abgerufen am 1. Mai 2020 (französisch).
  20. Eelco Beijl wird neuer Cheftrainer der Ladies in Black Aachen. Ladies in Black, 6. April 2020, abgerufen am 1. Mai 2020.
  21. Saskia van Hintum neue Trainerin der Ladies in Black. Ladies in Black Aachen, 5. Juni 2016, abgerufen am 27. Juni 2016.
  22. Die Volleyballerinnen von Alemannia Aachen sitzen in den Startlöchern. (Nicht mehr online verfügbar.) Alemannia Aachen, 23. September 2005, ehemals im Original; abgerufen am 4. September 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.alemannia-aachen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  23. Reinhard Strauch neuer Trainer der Bundesliga-Volleyballerinnen. (Nicht mehr online verfügbar.) Alemannia Aachen, 9. März 2009, ehemals im Original; abgerufen am 2. September 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.alemannia-aachen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  24. Stefan Falter wird Trainer der Volleyballerinnen. (Nicht mehr online verfügbar.) Alemannia Aachen, 27. April 2009, ehemals im Original; abgerufen am 2. September 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.alemannia-aachen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  25. Wechselbörse 2012-2013. (Nicht mehr online verfügbar.) DVL, 15. August 2012, archiviert vom Original am 18. Oktober 2012; abgerufen am 4. September 2012.
  26. Gehen bei den „Ladies in Black“ die Lichter aus? Aachener Nachrichten, 8. April 2016, abgerufen am 9. April 2016.
  27. „Ladies in Black“: Entscheidung im Lizenz-Drama. Aachener Nachrichten, 1. Juni 2016, abgerufen am 23. Juni 2016.
  28. Steht der Profi-Volleyball in Aachen vor dem AUS? WDR, 25. Februar 2020, abgerufen am 27. Februar 2020.
  29. Ladies in Black. Abgerufen am 17. Juni 2019.
  30. Ladies in Black. Abgerufen am 17. Juni 2019.
  31. Alemannia Aachen: Alemannia Aachen ist Deutscher Meister (Memento vom 6. Juli 2010 im Internet Archive), 26. Mai 2010
  32. Alemannia Aachen: Aachenerinnen sind Deutscher Vizemeister (Memento vom 1. Juli 2011 im Internet Archive), 14. Juni 2011
  33. Lageplan auf den Seiten des PTSV Aachen.
  34. Roman Sobierajski: Wechsel von Alemannias Volleyballern ist perfekt. Aachener Zeitung, 19. April 2013, abgerufen am 7. Oktober 2013.
  35. Arena im Sportpark Soers 18. Mai 2018
  36. [1]11. Juli 2020