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Südafrikanische Rugby-Union-Nationalmannschaft

Nationalmannschaft Südafrikas im Rugby

Die südafrikanische Rugby-Union-Nationalmannschaft ist die offizielle Nationalmannschaft Südafrikas im Rugby Union und repräsentiert das afrikanische Land bei allen Nationalspielen. Die Mannschaft ist besser bekannt unter ihrem Spitznamen Springbokke, benannt nach der Springbock-Antilope. Teilweise wird das Team auch als Bokke oder amaBokoboko bezeichnet. Die wichtigsten internationalen Auftritte sind die Rugby Championship, ein seit 1996 jährlich stattfindendes Turnier. Teilnehmer sind die vier besten Nationalmannschaften der südlichen Hemisphäre: die „Pumas“ aus Argentinien, die „Wallabies“ aus Australien, die „All Blacks“ aus Neuseeland und die „Springboks“ aus Südafrika, sowie die Rugby-Union-Weltmeisterschaft. In den Jahren 1995, 2007 und 2019 konnten sie das Weltmeisterschaftsturnier für sich entscheiden und sind gemeinsam mit Neuseeland Rekordsieger.

Südafrika
Logo
Spitzname(n) Springboks (Englisch)
Springbokke (Afrikaans)
amaBokoboko (isiXhosa)
Verband South African Rugby Union
Trainer SudafrikaSüdafrika Rassie Erasmus (seit 2018)
Kapitän Siya Kolisi
WR-Kürzel RSA
WR-Rang 1. (94,19 Punkte)
(Stand: 25. November 2019)
[1]
Heim
Auswärts
Meiste Länderspiele
Victor Matfield (121)
Meiste erzielte Punkte
Percy Montgomery (893)
Meiste erzielte Versuche
Bryan Habana (57)
Erstes Länderspiel
Free Use British and Irish Lions flag.PNG British Isles 4:0 Kapkolonie Flag of the Cape Colony (1876–1910).svg
(30. Juli 1891)
Höchster Sieg
UruguayUruguay Uruguay 3:134 Südafrika SudafrikaSüdafrika
(11. Juni 2005)
Höchste Niederlage
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 57:0 Südafrika SudafrikaSüdafrika
(16. September 2017)
Weltmeisterschaft
Teilnahmen: 7
Bestes Ergebnis: Weltmeister 1995, 2007, 2019

Die in gold-grünen Trikots und weißen Hosen auftretenden Springbokke spielen bereits seit 1891 Rugby. Heute gehört die Mannschaft zu den besten der Welt und der Zentralverband des Landes, die South African Rugby Union zählt neben neun anderen zur ersten Kategorie (englisch: first tier) des International Rugby Board.

GeschichteBearbeiten

Die AnfängeBearbeiten

Knapp 40 Jahre nach der angeblichen Erfindung des Rugby-Sports durch William Webb Ellis in England, genauer gesagt im Jahr 1861, wurde Canon George Ogilvie Rektor des renommierten Diocesan College in Kapstadt. Dieser brachte ein fußballähnliches Spiel nach Kapstadt, so wie es am Winchester College unterrichtet wurde. Der Sport ähnelte dem heutigen Rugby schon sehr und wird als Beginn des Rugby-Sports in Südafrika angesehen. Rasch fand es unter den jungen Gentlemen der Stadt Gefallen. Das erste offizielle Spiel wurde 1862 in Kapstadt zwischen Offizieren der Armee und Beamten ausgetragen und endete 0:0.

Mit der Gründung der englischen Rugby Football Union im Jahr 1871 wurde das genaue Reglement des Rugby-Union-Sports festgelegt. Für die Verbreitung der neuen Sportart waren maßgeblich britische Kolonisten sowie Soldaten verantwortlich. Verschiedene Vereine beanspruchen den Titel, erster Rugbyverein des Landes zu sein, so zum Beispiel der Hamilton RFC und der Villagers RFC. 1883 gab es im Westen des Landes bereits genug Vereine, dass ein Verband, der Western Province Rugby Football Union, gegründet werden konnte. Sechs Jahre später hatte sich die Sportart über das ganze Land verbreitet und es wurden weitere regionale Verbände aufgebaut, bis 1889 ein landesweiter Verband seine Tätigkeit aufnahm. Ebenfalls 1889 wurde das erste landesweite Turnier ausgetragen.

Die ersten LänderspieleBearbeiten

1891 fand die erste internationale Tour für eine Auswahl südafrikanischer Spieler statt, finanziert durch Cecil Rhodes und Paul Kruger. Alle 20 Spiele gegen die British Isles gingen verloren (die Spiele der Lions gegen regionale Mannschaften gelten ebenfalls als Länderspiele, da die verschiedenen südafrikanischen Kolonien bis 1891 nicht vereinigt waren). Die Briten stiftete den Currie Cup an die Mannschaft von Griqualand West, die ihrer Meinung nach die beste Leistung erbracht hatte. Noch heute stellt der Currie Cup die nationalen Rugby-Meisterschaften Südafrikas dar.

Bei einer weiteren Länderspielreihe der Lions in Südafrika konnte die heimische Mannschaft 1896 den ersten Sieg in ihrer Geschichte feiern. Seit diesem Zeitpunkt tritt sie in ihren heutigen Farben auf und seit der ersten Tour der Lions wurde dem Rugby eine immer größere Bedeutung in Südafrika eingeräumt, das öffentliche Interesse an dieser Sportart stieg sprunghaft an.

Nicht nur die britischen Kolonisten, auch die niederländischstämmigen Buren nahmen das Rugby-Spiel in ihre Lebenskultur auf. Eine kuriose Begebenheit ereignete sich während des Zweiten Burenkriegs: Damals wurden die Kriegshandlungen teilweise kurz unterbrochen, damit Briten und Buren ein Rugby-Spiel austragen konnten. Noch größere Beliebtheit erlangte das Spiel unter den Buren, als sie nach dem Krieg in britische Kriegsgefangenschaft gerieten.

Die „Springboks“Bearbeiten

 
Die Mannschaft im Jahr 1906

Paul Roos war der erste offizielle Trainer des südafrikanischen Rugby-Union-Teams. Er leitete die Mannschaft während der Tour durch die Home Nations, also Schottland, England, Wales und Irland, in den Jahren 1906/07. In insgesamt 29 Spielen schaffte England ein einziges Unentschieden, während nur Schottland einen Sieg davontragen konnte. In diesen Jahren wurde erstmals der Begriff Springbokke verwendet und bevor sich britische Zeitungen einen anderen Spitznamen für die relativ neue Mannschaft einfallen lassen konnten, bestätigte Paul Roos, man wolle die Mannschaft De Springbokken nennen, aus dem heute – ins Englische übertragen – die Springbokke wurden. Seitdem wurde auf den Trikots immer der Schriftzug des neuen „Wappentiers“ getragen. Die ganze Euphorie, die wegen des Rugby-Sports und insbesondere durch die patriotische Namensgebung das ganze Land bewegte, half maßgeblich dabei mit, die Wunden des Krieges, die 1902/03 aufgerissen worden waren, wieder zu verschließen und das Land zu einen.

In den folgenden Jahren blühte die Mannschaft richtig auf. 1912/13 schafften die Südafrikaner den Grand Slam, sie bezwangen also alle vier „Home Nations“ auf einer Tour und konnten auch gegen Frankreich einen Sieg davontragen. Die 1920er und 1930er Jahre waren geprägt von einer spannenden Rivalität zwischen den Springbokke und den neuseeländischen All Blacks, die im Gastland Südafrika nur selten als Gewinner vom Platz gingen und erst wieder 1996 die Springbokke auf südafrikanischem Boden besiegen konnten.

Nachkriegszeit und Apartheid-ÄraBearbeiten

Als Daniël Craven im Jahr 1949 Trainer der Springbokke wurde, erreichte er einen großen Erfolg für die südafrikanische Mannschaft, die zehn Spiele in Serie gewannen, unter anderem zweimal gegen die All Blacks. Nachdem die Neuseeländer im Jahr 1956 erstmals eine ganze Serie von Spielen gewonnen hatten, schöpften die „Bokke“ neues Selbstvertrauen und gewannen 1960/61 zum vierten und bisher letzten Mal alle Spiele gegen die Home Nations und schafften so abermals einen Grand Slam.

1960 gab es wegen der südafrikanischen Apartheid-Politik erste Protestbewegungen auf neuseeländischer Seite gegen die geplante Neuseeland-Tour der Springbokke, die aber folgenlos blieben. Die New Zealand Rugby Football Union zog aber in Erwägung, den für 1967 geplanten Gegenbesuch abzusagen, da die südafrikanische Regierung keine Maori-Spieler bei den All Blacks dulden wollte. Aufgrund dieser Androhung änderte die südafrikanische Regierung ihre Meinung und tolerierte Zuschauer und Spieler der Maori als Ehrenweiße (englisch: honorary whites).

Ungeachtet dieser Entwicklung spielten die British Lions gegen zahlreiche Provinzmannschaften Südafrikas, gegen die sie meist als Sieger hervorgingen. Sie verloren aber drei der vier Spiele gegen eine Auswahl der Springbokke. Der Gegenbesuch in den Home Nations war von massiven Demonstrationen begleitet, so dass die Spiele teilweise nur hinter Stacheldraht-Zäunen abgehalten werden konnten. Es folgten weitere umstrittene Touren, von denen die Australien-Tour von 1971 wohl die bekannteste ist. Diese gipfelte in der Ausrufung des Notstandes vor dem Spiel in Brisbane.

BoykotteBearbeiten

1974 ereignete sich im Boet Erasmus Stadium in Port Elizabeth zwischen den Springboks und den Lions eine der heftigsten Schlägereien in der Geschichte des Rugby-Sports. Daraufhin sagte auch Frankreich in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren alle Spiele gegen die Südafrikaner ab. Dadurch stand das Land auch sportlich zunehmend isoliert da. Als trotz heftiger Proteste die All Blacks im Jahr 1976 nach Südafrika reisten, forderten 20 afrikanische Staaten den Ausschluss Neuseelands von den Olympischen Sommerspielen 1976. Das Internationale Olympische Komitee ging jedoch nicht darauf ein, da Rugby keine olympische Sportart ist; die afrikanischen Staaten boykottierten danach wie angekündigt die Spiele.

Die sportliche Isolierung Südafrikas wurde durch die Unterzeichnung der Gleneagles-Vereinbarung durch die Mitgliedsstaaten des Commonwealth of Nations noch weiter verschärft. Diese sah die systematische Abkopplung Südafrikas von der Sportwelt des Commonwealth vor, um gegen die Apartheid-Politik vorzugehen. Trotz dieser Vereinbarung fand die äußerst umstrittene Neuseeland-Tour von 1981 statt, die die All Blacks 2 zu 1 gewannen. Doch das sportliche Ergebnis dieses Aufeinandertreffens erschien angesichts der Umstände bedeutungslos, da der Besuch der Südafrikaner von heftigen Gegendemonstrationen, so in Hamilton unter der Führung von Thomas Oliver Newnham, überschattet wurde. Der International Rugby Board schloss den südafrikanischen Verband daraufhin aus.

Als Reaktion auf diese vollständige sportliche Isolierung lud Südafrika die aus verschiedenen südamerikanischen Spielern bestehenden South American Jaguars zu zahlreichen Spielen ein, die fast alle in Südafrika ausgetragen wurden. Ein 1985 geplanter Besuch der All Blacks in Südafrika wurde vom Obersten Gericht Neuseelands, dem New Zealand High Court, gestoppt. Eine geringe Anzahl von Spielern aus Neuseeland, die als „the Cavaliers“ bezeichnet wurden, spielte ein Jahr später trotzdem gegen die Springbokke.

Seit den 1990er JahrenBearbeiten

 
Gasseeinwurf bei einem Tri-Nations-Match gegen die All Blacks

Bis zu den 1990er Jahren wiesen die Springbokke gegen jede Mannschaft, gegen die sie jemals spielten, eine positive Bilanz auf. Als der südafrikanische Verband 1992 wieder in das International Rugby Board aufgenommen wurde, waren die Springbokke stark von der fehlenden Spielpraxis gezeichnet und versuchten anfangs vergeblich, mit den besten Mannschaften mitzuhalten. Das erste offizielle Spiel nach der Wiederaufnahme in das IRB gegen die All Blacks am 15. August 1992 verloren sie mit 24:27. Abseits der sportlichen Ebene schlug der an die Macht gelangte African National Congress vor, die Springbokke in Protea (nach der südafrikanischen Nationalpflanze) umzubenennen und den Springbock durch ebendiese Pflanze zu ersetzen, um die zwiespältige Vergangenheit hinter sich zu lassen. Es lag nicht zuletzt am Engagement des neu gewählten Präsidenten Nelson Mandela, dass das ursprüngliche Emblem beibehalten wurde, aufgrund der langen Tradition dieses Symbols und der Tatsache, dass die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1995 in Südafrika stattfinden sollte.

Im Vorfeld der nahenden Weltmeisterschaft wurden die Springbokke von Weißen und Schwarzen gleichermaßen unterstützt und erhielten folglich großen Rückhalt aus der Bevölkerung. Obwohl sich die Mannschaft multikulturell darstellte und auch so angesehen wurde, war Chester Williams während der Weltmeisterschaft der einzige schwarze Spieler im Kader. Vor dieser Großveranstaltung belegten die Springbokke den neunten Platz in der Weltrangliste. Nachdem sie gegen Australien, Rumänien, Kanada, Westsamoa und Frankreich gewonnen hatten, standen sie im Finale den Weltrangersten, den All Blacks aus Neuseeland, gegenüber. In einem knappen Finale im Ellis-Park-Stadion gewannen die Springbokke gegen den geschwächten Gegner mit 15:12 und wurden gleich bei ihrer ersten Teilnahme Weltmeister. Die All Blacks waren von einer ominösen Lebensmittelvergiftung vom Vortag sehr mitgenommen. Bis heute kursieren − vor allem in Neuseeland − Gerüchte, dass südafrikanische Rugby-Verantwortliche mit diesem Vorfall in Verbindung stehen[2].

Nach dem Weltmeistertitel bis zum Beginn des neuen Jahrtausends konnten die Springbokke nicht mit der internationalen Konkurrenz mithalten. Einzige größere Ausnahme bildete der Gewinn des Tri-Nation-Turniers im Jahr 1998. Nach einer Durststrecke von einigen Jahren, in der die Springbokke zum Beispiel an der Weltmeisterschaft 2003 bereits im Viertelfinale ausschieden, markierte der wiederholte Gewinn des Tri-Nations-Pokals im Jahr 2004 eine Trendwende.

Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Frankreich siegten die Springbokke in ihrer Vorrundengruppe gegen Samoa, den amtierenden Weltmeister England, Tonga und die USA. Im Viertelfinale folgte ein Sieg gegen Fidschi, im Halbfinale setzten sie sich gegen Argentinien durch. Im Endspiel trafen die Springbokke erneut auf England und holten nach dem 15:6-Sieg zum zweiten Mal nach 1995 den Weltmeistertitel. Mit diesem Erfolg setzten sie sich erstmals überhaupt an die Spitze der Weltrangliste.

Aufgrund der hervorragenden Leistungen der Springbokke bei der Weltmeisterschaft 2007 wurde dem Team der Laureus Award verliehen. Hugo Porta und Sean Fitzpatrick übergaben den Anwesenden, Trainer Jake White und den Spielern Bryan Habana, Schalk Burger, Percy Montgomery, Bakkies Botha und Butch James den Preis für die Mannschaft des Jahres. Die Südafrikaner sind nach England, die den Award 2004 bekamen, die zweite Rugby-Union-Nationalmannschaft, der diese Ehre zuteilwird.

Bei den Tri Nations 2008 beendeten die „Springbokke“ die fünf Jahre andauernde Heimsiegesserie der All Blacks durch einen 30:28-Erfolg in Dunedin. Das dortige Stadion, das „House of Pain“ genannt wird, gilt als unbezwingbare Bastion der Neuseeländer. Südafrika hatte zuvor alle Spiele dort verloren. Im selben Turnier gelang den Springbokke mit 53:8 der höchste Sieg gegen Australien in der Geschichte der Rugbygeschichte beider Länder. Da das Team jedoch alle anderen vier Spiele der Tri Nations verlor, musste es mit dem letzten Platz vorliebnehmen.

2009 gewann Südafrika die Serie gegen die British and Irish Lions mit 2:1 und sicherte sich zudem den dritten Tri-Nations-Titel nach 1998 und 2004. Bei der WM 2011 scheiterte man nach vier Vorrundensiegen im Viertelfinale an Australien. 2015 blamierte sich Südafrika durch eine 32:34-Niederlage in der WM-Vorrunde gegen Japan, steigerte sich jedoch im Verlaufe des Turniers und schied erst im Halbfinale nach einer knappen 18:20-Niederlage gegen den Erzrivalen Neuseeland aus.

StadienBearbeiten

 
Das Loftus Versfeld Stadium in Pretoria

In Südafrika gibt es kein offizielles „Nationalstadion“, vielmehr spielen die Springbokke in zahlreichen verschiedenen Orten. Das Stadion des Finalspiels der Weltmeisterschaft von 1995 ist das Ellis-Park-Stadion in Johannesburg mit einer Kapazität von 60.000 Zuschauern. Weitere oft genutzte Spielorte der Springbokke sind das Loftus-Versfeld-Stadion in Pretoria mit einer Kapazität von 45.000 Zuschauern, das etwa 50.000 Zuschauern Platz bietende Newlands-Stadion in Kapstadt sowie das Kings-Park-Stadion in Durban und das Nelson-Mandela-Bay-Stadion in Port Elizabeth.

LänderspieleBearbeiten

Stand: 24. November 2018[3]

Land Spiele Gewonnen Verloren Unentschieden
Argentinien  Argentinien 28 24 3 1
Australien  Australien 87 47 37 3
Barbarians 8 3 4 1
  British and Irish Lions 46 23 17 6
England  England 42 25 15 2
Fidschi  Fidschi 3 3 0 0
Frankreich  Frankreich 44 27 11 6
Georgien  Georgien 1 1 0 0
Irland  Irland 26 18 7 1
Italien  Italien 14 13 1 0
Japan  Japan 1 0 1 0
Namibia  Namibia 2 2 0 0
Neuseeland  Neuseeland 97 36 58 3
  Pacific Islanders 1 1 0 0
Rumänien  Rumänien 1 1 0 0
Samoa  Samoa 9 9 0 0
Schottland  Schottland 27 22 5 0
Südamerika 8 7 1 0
Spanien  Spanien 1 1 0 0
Tonga  Tonga 2 2 0 0
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 4 4 0 0
Uruguay  Uruguay 3 3 0 0
  Wales 35 28 6 1
World XV 3 3 0 0
Total 497 307 166 24

ErfolgeBearbeiten

 
Weltmeisterschaft 2007

WeltmeisterschaftenBearbeiten

Tri Nations/Rugby ChampionshipBearbeiten

Das einzige jährliche Turnier der Springboks ist das seit 1996 ausgetragene Tri Nations gegen Neuseeland und Australien beziehungsweise Rugby Championship einschließlich Argentinien seit 2012. Die Südafrikaner erzielten bisher vier Turniersiege (1998, 2004, 2009, 2019).

Mannschaftsstatistik beim Tri Nations (1996 bis 2011)
Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
punkte
Diff. Bonus
punkte
Tabellen-
punkte
Titel
  Neuseeland 72 50 0 22     1936:1395     + 541 32 232 10
  Australien 72 29 1 42     1531:1721     − 190 34 152 03
  Südafrika 72 28 1 43     1480:1831     − 351 24 138 03


Mannschaftsstatistik bei der Rugby Championship (seit 2012)
Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
punkte
Diff. Bonus-
punkte
Tabellen-
punkte
Titel
  Neuseeland 42 36 2 4 1423:751 + 672 26 174 06
  Südafrika 42 19 4 19 1048:974 + 74 19 103 01
  Australien 42 19 3 20 952:1088 − 136 9 91 01
  Argentinien 42 5 1 36 766:1376 − 610 11 33 00


Die Punkte werden wie folgt berechnet: 4 Punkte bei einem Sieg, 2 Punkte bei einem Unentschieden, 0 Punkte bei einer Niederlage (vor möglichen Bonuspunkten), 1 Bonuspunkt für vier oder mehr erfolgreiche Versuche, 1 Bonuspunkt bei einer Niederlage mit weniger als sieben Punkten Unterschied.

SpielerBearbeiten

Aktueller KaderBearbeiten

Die folgenden Spieler bilden den Kader während der Weltmeisterschaft 2019:[4]

Hintermannschaft (backs)

Spieler Position Mannschaft Länderspiele
Faf de Klerk Gedrängehalb Sale Sharks 24
Herschel Jantjies Gedrängehalb Stormers 3
Cobus Reinach Gedrängehalb Northampton Saints 12
Elton Jantjies Verbinder Lions 35
Handré Pollard Verbinder Bulls 41
Lukhanyo Am Innendreiviertel Sharks 8
Damian de Allende Innendreiviertel Stormers 39
Jesse Kriel Innendreiviertel Bulls 44
François Steyn Innendreiviertel Montpellier Hérault RC 60
Cheslin Kolbe Außendreiviertel Stade Toulousain 9
Makazole Mapimpi Außendreiviertel Sharks 7
Sbu Nkosi Außendreiviertel Sharks 8
Warrick Gelant Schlussmann Bulls 7
Willie le Roux Schlussmann Toyota Verblitz 55

Stürmer (forwards)

Spieler Position Mannschaft Länderspiele
Steven Kitshoff Pfeiler Stormers 39
Vincent Koch Pfeiler Saracens 15
Frans Malherbe Pfeiler Stormers 31
Tendai Mtawarira Pfeiler Sharks 110
Trevor Nyakane Pfeiler Bulls 40
Schalk Brits Hakler Bulls 13
Malcolm Marx Hakler Lions 26
Bongi Mbonambi Hakler Stormers 29
Lood de Jager Zweite-Reihe-Stürmer Bulls 40
Eben Etzebeth Zweite-Reihe-Stürmer Stormers 78
Franco Mostert Zweite-Reihe-Stürmer Gloucester RFC 31
RG Snyman Zweite-Reihe-Stürmer Bulls 15
Pieter-Steph du Toit Flügelstürmer Stormers 49
Siya Kolisi   Flügelstürmer Stormers 42
Francois Louw Flügelstürmer Bath Rugby 68
Kwagga Smith Flügelstürmer Lions 4
Duane Vermeulen Nummer Acht Bulls 48

Bekannte SpielerBearbeiten

Neun südafrikanische Spieler wurden aufgrund ihrer herausragenden Leistungen in die International Rugby Hall of Fame aufgenommen. Es sind dies Naas Botha, Danie Craven, Danie Gerber, Hennie Muller, Bennie Osler, Francois Pienaar, Morne du Plessis, Frik du Preez und Joost van der Westhuizen.

AuszeichnungenBearbeiten

Die italienische Sportzeitung Gazzetta dello Sport wählte die südafrikanische Nationalmannschaft 2007 zur „Weltmannschaft des Jahres“.

FilmeBearbeiten

Invictus – UnbezwungenBearbeiten

Die Springboks spielen eine zentrale Rolle in dem 2009 in den USA erschienenen Film Invictus – Unbezwungen. Der auf dem Buch Playing the Enemy von John Carlin basierende Film beschreibt, wie der damalige Präsident von Südafrika, Nelson Mandela, die Weltmeisterschaft nutzte, um die noch kurz zuvor durch Apartheid gespaltene Nation durch die Unterstützung des südafrikanischen Nationalteams, den Springboks, über Rassengrenzen hinweg zu einen. Die Regie des Films führte Clint Eastwood. In den Hauptrollen sind Morgan Freeman als Nelson Mandela und Matt Damon als Teamkapitän Francois Pienaar zu sehen.

Modder en BloedBearbeiten

Der südafrikanische Film Modder en Bloed (deutsch: Schlamm und Blut), der dort 2016 erschien, thematisiert die Anfänge des Rugby im Kriegsgefangenenlager auf der britischen Insel St. Helena während des zweiten Burenkriegs. Der südafrikanische Musiker und Schauspieler Bok van Blerk ist in der Rolle des Buren-Kommandanten Gideon Jacobus Scheepers zu sehen. Der Protaganist Willem Morkel basiert auf den Rugbyspieler Sommie Morkel der 1906 vier Spiele für Südafrika absolvierte.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. World Rugby Rankings. world.rugby, 25. November 2019, abgerufen am 26. November 2019.
  2. The Observer vom 4. Juli 2004
  3. Teams played by South Africa. rugbydata.com, abgerufen am 27. August 2019 (englisch).
  4. Springbok Rugby World Cup squad blend is #StrongerTogether. SA Rugby, abgerufen am 27. August 2019 (englisch).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Südafrikanische Rugby-Union-Nationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien