Hauptmenü öffnen

Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2019

Rugbyturnier
Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2019
2019 Rugby World Cup
Anzahl Nationen 20 (von 93 Bewerbern)
Weltmeister SudafrikaSüdafrika Südafrika (3. Titel)
Austragungsort JapanJapan Japan
Eröffnungsspiel 20. September 2019
Endspiel 2. November 2019
Spiele 45
Punkte 2196 (⌀: 48,8 pro Spiel)
Versuche 284 (⌀: 6,31 pro Spiel)
Zuschauer 1.702.088 (⌀: 37.824 pro Spiel)
Meiste Punkte SudafrikaSüdafrika Handré Pollard (69)
Meiste Versuche WalesFlag of Wales (1959–present).svg Josh Adams (7)
Gelbe Karte Gelbe Karten 28 (⌀: 0,62 pro Spiel)
Gelb-Rote Karte Gelb-Rote Karten (⌀: 0,02 pro Spiel)
Rote Karte Rote Karten (⌀: 0,16 pro Spiel)
2015
2023

Die 9. Rugby-Union-Weltmeisterschaft (englisch Rugby World Cup Japan 2019) fand vom 20. September bis 2. November 2019 in Japan statt. Im Finale, das im International Stadium in Yokohama ausgetragen wurde, setzte sich Südafrika mit 32:12 gegen England durch und sicherte sich zum dritten Mal nach 1995 und 2007 den Weltmeistertitel.

Im Juli 2009 war Japan vom Weltverband World Rugby zum Ausrichter des Turniers bestimmt worden. Weitere Bewerber waren England, Italien und Südafrika, wobei England den Zuschlag für 2015 erhielt. Diese Weltmeisterschaft war die erste, die in einem asiatischen Land stattfand. Nach der Fußball-Weltmeisterschaft und den Olympischen Sommerspielen lockte sie erneut die meisten Zuschauer in die Stadien und vor die Fernsehgeräte.

BewerbungenBearbeiten

 
Schwimmender Rugbyball im Hafen von Osaka

Der Weltverband World Rugby (bis 2014 unter dem Namen International Rugby Board auftretend) wünschte, dass alle interessierten Verbände bis zum 15. August 2008 ihre Absicht für die Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2015 und 2019 bekanntgeben. Erforderlich war zu diesem Zeitpunkt lediglich eine Absichtserklärung ohne detaillierte Planungen. Zehn Verbände, so viele wie nie zuvor, bekundeten formell ihr Interesse: Australien, England, Irland, Italien, Jamaika, Japan, Russland, Schottland, Südafrika und Wales.[1] Von diesen zehn Verbänden zogen sechs in der ersten Hälfte des Jahres 2009 ihre Kandidatur zurück. Übrig blieben England, Italien, Japan und Südafrika, wobei England und Japan als Favoriten galten. Am 28. Juli 2009 erteilte der Weltverband der englischen Kandidatur den Zuschlag für 2015, während Japan die WM 2019 zugesprochen erhielt.[2]

QualifikationBearbeiten

Neben Gastgeber Japan, das sich auch sportlich durch den dritten Platz in der Vorrundengruppe der Weltmeisterschaft 2015 qualifizierte, waren vorab die acht Viertelfinalisten der letzten WM-Endrunde sowie die weiteren drei Drittplatzierten der Vorrundengruppen für das Turnier qualifiziert. So waren noch acht Plätze für das insgesamt zwanzig Nationen umfassende Turnier in der Qualifikation zu vergeben. Jeweils zwei Plätze waren für die Kontinentalverbände Amerikas und Ozeaniens und jeweils einer für Afrika und Europa reserviert. Die letzten zwei Startplätze wurden in einer interkontinentalen Qualifikationsrunde (Play-off Europa-Ozeanien) sowie einer Repechage ausgespielt.

Die qualifizierten Mannschaften sind: Japan als Gastgeber und Gruppendritter 2015, Neuseeland als Titelverteidiger, Australien als Zweit- und Südafrika als Drittplatzierter 2015, Argentinien als Halbfinalist, die Viertelfinalisten Irland, Frankreich, Schottland und Wales, die Gruppendritten Italien, Georgien und England. Hinzu kommen die USA und Uruguay als die zwei Qualifikanten Amerikas, Russland aus Europa, Fidschi und Tonga aus Ozeanien, Namibia aus Afrika, Samoa als Sieger des Play-off Europa-Ozeanien und Kanada als Sieger der Repechage. Deutschland verpasste die Qualifikation in der Repechage als Zweitplatzierter nur knapp.

Die teilnehmenden Nationen sind fast die gleichen wie bei der WM vor vier Jahren. Anstelle von Rumänien hat sich diesmal Russland qualifiziert.

AustragungsorteBearbeiten

Die im Jahr 2009 nach der Vergabe der Weltmeisterschaft präsentierte provisorische Liste von Austragungsorten enthielt 22 Stadien. Anfänglich gab es Überlegungen, einzelne Spiele in Hongkong und Singapur auszutragen.[3] Die am 2. März präsentierte offizielle Liste der Austragungsorte enthielt noch zwölf Stadien. Unter anderem war das International Stadium Yokohama aufgenommen worden, das in der ersten Liste noch gefehlt hatte. Hongkong und Singapur waren gestrichen worden, womit nun sämtliche Spiele in Japan stattfanden.[4]

Kernstück der Bewerbung war der von Zaha Hadid im Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele 2020 geplante Neubau des Olympiastadions in Tokio. Mit einer angestrebten Kapazität von 80.000 Zuschauern wäre es das größte Stadion gewesen, ebenso der Austragungsort des WM-Finales und weiterer wichtiger Partien. Aufgrund massiver Kostenüberschreitungen kündigte Premierminister Shinzō Abe am 17. Juli 2015 an, dass das Projekt gestrichen wurde und eine neue Ausschreibung durchgeführt wird. Durch diese Verzögerung stand das neue Olympiastadion nicht rechtzeitig für die Rugby-WM zur Verfügung.[5] In einer Erklärung ließ World Rugby daraufhin verlauten, man sei sehr enttäuscht über diese Entscheidung, zumal das Organisationskomitee und der japanische Sportrat wiederholt Zusicherungen gemacht hätten, dass das Projekt rechtzeitig beendet sein würde.[6]

World Rugby gab den Organisatoren Zeit bis Ende September, um einen Alternativplan auszuarbeiten. Angesichts verschiedener Medienberichte, die über eine mögliche Neuvergabe der Weltmeisterschaft an Italien oder Südafrika spekulierten, betonte Verbandspräsident Bernard Lapasset, dass Japan auf alle Fälle Ausrichter bleiben werde und dass es keinen „Plan B“ gäbe.[7] Am 28. September 2015 gab World Rugby bekannt, man habe sich mit den Organisatoren auf ein neues Stadienkonzept geeinigt. Wichtigste Spielstätte war nun das International Stadium, während im Tokioter Vorort Chōfu das Tokyo Stadium genutzt wurde.[8]

Yokohama Fukuroi Chōfu Toyota
International Stadium Shizuoka Stadium Ecopa Tokyo Stadium City of Toyota Stadium
Kapazität: 72.327 Kapazität: 50.889 Kapazität: 49.970 Kapazität: 45.000
       
Sapporo
Stadien der WM 2019
Ōita
Sapporo Dome Oita Stadium
Kapazität: 41.410 Kapazität: 40.000
   
Kumamoto Kōbe
Kumamoto Stadium Kobe Misaki Stadium
Kapazität: 32.000 Kapazität: 30.312
   
Kumagaya Higashiōsaka Fukuoka Kamaishi
Kumagaya-Rugbystadion Hanazono Rugby Stadium Fukuoka Hakatanomori Stadium Kamaishi Recovery Memorial Stadium
Kapazität: 24.000 Kapazität: 30.000 Kapazität: 22.563 Kapazität: 16.187
       

AuslosungBearbeiten

Am 10. Mai 2017, noch während der Qualifikationsphase, wurden in Kyōto die Gruppen der Weltmeisterschaft ausgelost. Dabei waren die Teilnehmer auf fünf Töpfe verteilt. Ausschlaggebend für die ersten drei Töpfe mit den bereits qualifizierten Mannschaften war zum Zeitpunkt die Platzierung in der World-Rugby-Weltrangliste nach Abschluss der End-of-year Internationals. So kamen Neuseeland, England, Australien und Irland in den Lostopf 1, Schottland, Frankreich, Südafrika und Wales in den Lostopf 2 sowie Argentinien, Japan, Georgien und Italien in den Lostopf 3. Im vierten Lostopf befanden sich die Qualifikanten Ozeanien 1, Amerika 1, Europa, Afrika, im fünften Ozeanien 2, Amerika 2 und der Sieger des Interkontinentalen Vergleichs und die Repechage. Die Auslosung der Gruppen ergab folgende Einteilung:

Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D
Irland  Irland
Schottland  Schottland
Japan  Japan
Russland  Russland
Samoa  Samoa
Neuseeland  Neuseeland
Sudafrika  Südafrika
Italien  Italien
Namibia  Namibia
Kanada  Kanada
England  England
Frankreich  Frankreich
Argentinien  Argentinien
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten
Tonga  Tonga
Australien  Australien
  Wales
Georgien  Georgien
Fidschi  Fidschi
Uruguay  Uruguay

OffizielleBearbeiten

Am 7. Mai 2019 gab der Weltverband die Namen der Offiziellen bekannt. Insgesamt wurden zwölf Schiedsrichter, sieben Assistenten und vier Video-Schiedsrichter bestimmt.[9]

Schiedsrichter
Land Name
England  England Wayne Barnes
Australien  Australien Nic Berry
Frankreich  Frankreich Jérôme Garcès
Australien  Australien Angus Gardner
Frankreich  Frankreich Pascal Gaüzère
Neuseeland  Neuseeland Ben O’Keeffe
Wales  Wales Nigel Owens
England  England Luke Pearce
Sudafrika  Südafrika Jaco Peyper
Frankreich  Frankreich Romain Poite
Frankreich  Frankreich Mathieu Raynal
Neuseeland  Neuseeland Paul Williams
Assistenten
Land Name
Argentinien  Argentinien Federico Anselmi
  Irland Andrew Brace
England  England Matthew Carley
England  England Karl Dickson
Japan  Japan Shūhei Kubo
Neuseeland  Neuseeland Brendon Pickerill
Frankreich  Frankreich Alexandre Ruiz
Video-Schiedsrichter
Land Name
England  England Graham Hughes
Sudafrika  Südafrika Marius Jonker
England  England Rowan Kitt
Neuseeland  Neuseeland Ben Skeen

TurnierregelnBearbeiten

Es gab vier Vorrundengruppen mit jeweils fünf Teilnehmern. Innerhalb jeder Gruppe spielten die Mannschaften je einmal gegeneinander. Die Mannschaften auf den Plätzen 1 und 2 qualifizierten sich für das Viertelfinale. Die ersten drei Mannschaften jeder Gruppe sicherten sich die Teilnahme bei der WM 2023.

Die Punkteverteilung in der Vorrunde erfolgte nach folgendem System:

  • 4 Punkte bei einem Sieg
  • 2 Punkte bei einem Unentschieden
  • 0 Punkte bei einer Niederlage (vor möglichen Bonuspunkten)
  • 1 Bonuspunkt für vier oder mehr Versuche, unabhängig vom Endstand
  • 1 Bonuspunkt bei einer Niederlage mit sieben oder weniger Spielpunkten Unterschied

Bei Punktgleichheit von zwei oder mehr Mannschaften wurde die bessere Tabellenposition nacheinander nach folgenden Kriterien ermittelt:

  1. Sieger der Direktbegegnung zwischen zwei punktgleichen Mannschaften
  2. Bessere Differenz bei den Spielpunkten
  3. Bessere Differenz bei den Versuchen
  4. Höhere Anzahl der Spielpunkte
  5. Höhere Anzahl der Versuche
  6. Bessere Platzierung in der World-Rugby-Weltrangliste vom 14. Oktober 2019

Die Finalrunde begann mit den Viertelfinalspielen. Jedes Spiel musste zwingend mit einem Sieg enden. Stand es in einer Begegnung nach der regulären Spielzeit von 80 Minuten unentschieden, folgte eine Verlängerung von 2 x 10 Minuten. War noch immer kein Sieger ermittelt, gab es eine weitere Verlängerung von zehn Minuten Dauer mit Sudden Death. Wenn auch nach insgesamt 110 Minuten immer noch kein Sieger feststand, wäre der Sieger in einem Platztrittschießen zu den Torstangen bestimmt.[10]

VorrundeBearbeiten

  • für Viertelfinale und WM 2023 qualifiziert
  • für WM 2023 qualifiziert
  • Gruppe ABearbeiten

     
    Japan gegen Russland

    Obwohl Japan vier Jahre zuvor sensationell Südafrika geschlagen und seither weitere beachtliche Leistungen gezeigt hatte, war das Erreichen der beiden Qualifikationsplätze der Gruppe A keineswegs von vornherein sicher. Das Eröffnungsspiel gegen Russland gewann der Gastgeber deutlich, wobei Kōtarō Matsushima als erstem Japaner überhaupt ein Hattrick in einem WM-Spiel gelang.[11] Im zweiten Spiel gegen Irland siegten die Japaner völlig unerwartet 19:12 und sorgten damit erneut für eine große Überraschung. Die Art, wie sie den Weltranglistenführenden phasenweise richtiggehend dominierten, verblüffte selbst Experten.[12] Der dritte Sieg gegen Samoa war ungefährdet, worauf es zur entscheidenden vierten Partie gegen Schottland kam. Die Japaner hielten dem enormen Druck stand und gewannen 28:21, worauf sie sich ungeschlagen und als erstes asiatisches Team überhaupt für das Viertelfinale qualifizierten.[13]

    Irland startete als einer der meistgenannten Favoriten auf den Weltmeistertitel in das Turnier. Es dominierte Schottland im ersten Spiel fast nach Belieben und war dabei dem Gegner haushoch überlegen.[14] Umso erstaunlicher war es, dass die Iren gegen die entfesselten Japaner kein Rezept fanden und nie in der Lage waren, ihre Taktik durchzuziehen. Daraufhin rehabilitierten sie sich gegen Russland und gestanden dem Gegner dabei keinen einzigen Punkt zu. Obwohl die Iren in ihrer vierten Partie nach einer roten Karte über 50 Minuten lang in Unterzahl spielen mussten, setzten sie sich auch gegen Samoa deutlich durch und sicherten sich die Viertelfinalqualifikation.[15]

    Nach der Startniederlage gegen Irland stand Schottland bereits früh unter Druck, konnte sich aber mit zwei überaus deutlichen Siegen gegen Samoa und Russland (jeweils ohne einen Punkt des Gegners zuzulassen) rehabilitieren und schuf sich wieder eine gute Ausgangslage. Angesichts einer möglichen Absage des vierten Spiels gegen Japan wegen des Taifuns Hagibis (siehe dort) drohte Mark Dodson, der CEO der Scottish Rugby Union, mit rechtlichen Schritten, sollte die Partie nicht stattfinden. Seine Äußerungen sorgten für Empörung und World Rugby kündigte ein Verfahren wegen Fehlverhaltens an, da er die Begegnung in Misskredit gebracht habe.[16] Die Schotten unterlagen dem Gastgeber und verpassten zum zweiten Mal nach 2011 die Finalrunde. Das Team aus Samoa konnte nur in der ersten Partie gegen Russland sein gewohntes Angriffsspiel zeigen und blieb gegen die übrigen Mannschaften chancenlos. Russland beendete das Turnier wie erwartet am Tabellenende mit vier deutlichen Niederlagen.

    Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
    punkte
    Diff. Bonus-
    punkte
    Punkte
    1. Japan  Japan 4 4 0 0 115:62 + 53 3 19
    2. Irland  Irland 4 3 0 1 121:27 + 94 4 16
    3. Schottland  Schottland 4 2 0 2 119:55 + 64 3 11
    4. Samoa  Samoa 4 1 0 3 58:128 − 70 1 5
    5. Russland  Russland 4 0 0 4 19:160 − 141 0 0
    20. September 2019
    Japan  Japan 30 : 10 Russland  Russland Tokyo Stadium, Chōfu

    22. September 2019
    Irland  Irland 27 : 30 Schottland  Schottland International Stadium, Yokohama

    24. September 2019
    Russland  Russland 09 : 34 Samoa  Samoa Kumagaya-Rugbystadion, Kumagaya

    28. September 2019
    Japan  Japan 19 : 12 Irland  Irland Shizuoka Stadium Ecopa, Fukuroi

    30. September 2019
    Schottland  Schottland 34 : 00 Samoa  Samoa Kobe Misaki Stadium, Kōbe

    3. Oktober 2019
    Irland  Irland 35 : 00 Russland  Russland Kobe Misaki Stadium, Kōbe

    5. Oktober 2019
    Japan  Japan 38 : 19 Samoa  Samoa City of Toyota Stadium, Toyota

    9. Oktober 2019
    Schottland  Schottland 61 : 00 Russland  Russland Shizuoka Stadium Ecopa, Fukuroi

    12. Oktober 2019
    Irland  Irland 47 : 50 Samoa  Samoa Fukuoka Hakatanomori Stadium, Fukuoka

    13. Oktober 2019
    Japan  Japan 28 : 21 Schottland  Schottland International Stadium, Yokohama

    Gruppe BBearbeiten

     
    Italien gegen Namibia

    Das erste Spiel in Gruppe B war das Aufeinandertreffen zwischen Titelverteidiger Neuseeland und Südafrika, die beide als mögliche Gruppensieger gehandelt worden waren. Die All Blacks hielten die Springboks (die einen Monat zuvor die Rugby Championship 2019 gewonnen hatten) stets in Schach und gewannen letztlich sicher. Damit setzten sie ihre seit 1987 andauernde Ungeschlagenheit bei WM-Vorrundenspielen fort und etablierten sich sogleich als Favoriten für den Weltmeistertitel.[17] Die beiden folgenden Partien gegen Kanada und Namibia gerieten wie erwartet zu einem regelrechten Schaulaufen mit neun bzw. elf Versuchen. Gegen Kanada standen mit Jordie, Beauden und Scott Barrett erstmals überhaupt drei Brüder gemeinsam für Neuseeland auf dem Spielfeld.[18] Das vierte Spiel gegen Italien musste wegen des Taifuns Hagibis abgesagt werden.

    Abgesehen vom ersten Spiel gegen Neuseeland bekundete auch Südafrika keinerlei Schwierigkeiten und es resultierten deutliche Siege gegen Namibia, Italien und Kanada. Gegen Kanada gelang Cobus Reinach der schnellste Hattrick der WM-Geschichte, mit drei Versuchen innerhalb von elf Minuten.[19] Die Italiener gewannen ihre beiden ersten Partien gegen Namibia und Kanada. Für kurze Zeit führten sie sogar die Tabelle an, bis sie eine deutliche Niederlage gegen Südafrika hinnehmen mussten. Damit war das Turnier für Italien beendet. Sowohl Namibia als auch Kanada waren chancenlos und blieben ohne Sieg; die direkte Begegnung zwischen beiden Teams fiel ebenfalls aus. Namibia schloss bei seiner sechsten Weltmeisterschaftsteilnahme erstmals nicht als Gruppenletzter ab.

    Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
    punkte
    Diff. Bonus-
    punkte
    Punkte
    1. Neuseeland  Neuseeland 4 3 1 0 157:22 + 135 2 16
    2. Sudafrika  Südafrika 4 3 0 1 185:36 + 149 3 15
    3. Italien  Italien 4 2 1 1 98:78 + 20 2 12
    4. Namibia  Namibia 4 0 1 3 34:175 − 141 0 2
    5. Kanada  Kanada 4 0 1 3 14:177 − 163 0 2
    21. September 2019
    Neuseeland  Neuseeland 23 : 13 Sudafrika  Südafrika International Stadium, Yokohama

    22. September 2019
    Italien  Italien 47 : 22 Namibia  Namibia Hanazono Rugby Stadium, Higashiōsaka

    26. September 2019
    Italien  Italien 48 : 70 Kanada  Kanada Fukuoka Hakatanomori Stadium, Fukuoka

    28. September 2019
    Sudafrika  Südafrika 57 : 30 Namibia  Namibia City of Toyota Stadium, Toyota

    2. Oktober 2019
    Neuseeland  Neuseeland 63 : 00 Kanada  Kanada Ōita Stadium, Ōita

    4. Oktober 2019
    Sudafrika  Südafrika 49 : 30 Italien  Italien Shizuoka Stadium Ecopa, Fukuroi

    6. Oktober 2019
    Neuseeland  Neuseeland 71 : 90 Namibia  Namibia Tokyo Stadium, Chōfu

    8. Oktober 2019
    Sudafrika  Südafrika 66 : 70 Kanada  Kanada Kobe Misaki Stadium, Kōbe

    12. Oktober 2019
    Neuseeland  Neuseeland 00 : 0 * Italien  Italien City of Toyota Stadium, Toyota

    13. Oktober 2019
    Namibia  Namibia 00 : 0 * Kanada  Kanada Kamaishi Recovery Memorial Stadium, Kamaishi

    * Das Spiel zwischen Neuseeland und Italien wurde am 10. Oktober aufgrund des herannahenden Taifuns Hagibis sicherheitshalber abgesagt und als 0:0-Unentschieden gewertet.[20] Am Morgen des 13. Oktober folgte aus demselben Grund auch die Absage der Partie zwischen Namibia und Kanada.[21]

    Gruppe CBearbeiten

    Gruppe C galt als «Todesgruppe» dieser Weltmeisterschaft, und wie schon vier Jahre zuvor war England in diese gelost worden. Im Gegensatz zu 2015 überstanden die Engländer die Vorrunde dieses Mal nicht nur unbeschadet, sondern hinterließen dabei einen sehr überzeugenden Eindruck. Sowohl gegen Tonga als auch gegen die USA siegten sie problemlos. Argentinien schien eine höhere Hürde zu sein, doch der WM-Vierte von 2015 musste nach einem Platzverweis über eine Stunde lang in Unterzahl spielen und war somit ebenfalls chancenlos.[22] Die mit Spannung erwartete Begegnung mit Erzrivale Frankreich fiel wegen des Taifuns aus, sodass England vorzeitig als Gruppensieger feststand.

    Frankreich führte zur Halbzeit des ersten Spiels gegen Argentinien deutlich, ließ den Gegner aber wieder aufschließen. Ein Dropgoal durch Camille Lopez zehn Minuten vor Spielende entschied das Spiel mit zwei Punkten Unterschied zugunsten der Franzosen.[23] Während sie das darauf folgende Spiel gegen die USA deutlich für sich entschieden, endete die Partie gegen Tonga erneut mit lediglich zwei Punkten Unterschied. Nur mit Mühe gelang es den Franzosen, eine WM-Niederlage gegen das Team aus dem Südpazifik abzuwenden (es wäre die zweite nach 2011 gewesen).[24] Bereits vor der Abssge des Spiels gegen England war die Viertelfinalqualifikation gesichert.

    Die Pumas aus Argentinien zeigten eine insgesamt enttäuschende Weltmeisterschaft und waren weit von der Form der WM 2015 entfernt. Zwei Siegen gegen Tonga und die USA standen zwei Niederlagen gegen Frankreich und England gegenüber. Tonga war im ersten Spiel gegen England chancenlos, verlor die zwei folgenden Spiele gegen Argentinien und Frankreich relativ knapp und setzte sich zum Abschluss gegen die USA durch. Die Amerikaner wiederum verabschiedeten sich mit vier Niederlagen aus dem Turnier.

    Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
    punkte
    Diff. Bonus-
    punkte
    Punkte
    1. England  England 4 3 1 0 119:20 + 99 3 17
    2. Frankreich  Frankreich 4 3 1 0 79:51 + 28 1 15
    3. Argentinien  Argentinien 4 2 0 2 106:91 + 15 3 11
    4. Tonga  Tonga 4 1 0 3 67:105 − 38 2 6
    5. Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 4 0 0 4 52:156 − 104 0 0
    21. September 2019
    Frankreich  Frankreich 23 : 21 Argentinien  Argentinien Tokyo Stadium, Chōfu

    22. September 2019
    England  England 35 : 30 Tonga  Tonga Sapporo Dome, Sapporo

    26. September 2019
    England  England 45 : 70 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Kobe Misaki Stadium, Kōbe

    28. September 2019
    Argentinien  Argentinien 28 : 12 Tonga  Tonga Hanazono Rugby Stadium, Higashiōsaka

    2. Oktober 2019
    Frankreich  Frankreich 33 : 90 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Fukuoka Hakatanomori Stadium, Fukuoka

    5. Oktober 2019
    England  England 39 : 10 Argentinien  Argentinien Tokyo Stadium, Chōfu

    6. Oktober 2019
    Frankreich  Frankreich 23 : 21 Tonga  Tonga Kumamoto Stadium, Kumamoto

    9. Oktober 2019
    Argentinien  Argentinien 47 : 17 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Kumagaya-Rugbystadion, Kumagaya

    12. Oktober 2019
    England  England 00 : 0 * Frankreich  Frankreich International Stadium, Yokohama

    13. Oktober 2019
    Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 19 : 31 Tonga  Tonga Hanazono Rugby Stadium, Higashiōsaka

    * Das Spiel wurde am 10. Oktober aufgrund des herannahenden Taifuns Hagibis sicherheitshalber abgesagt und als 0:0-Unentschieden gewertet.[20]

    Gruppe DBearbeiten

    Wales begann das Turnier mit einem deutlichen Sieg gegen Georgien. In der Partie gegen Australien, den anderen Favoriten auf den ersten Platz in der Gruppe D, setzten sich die Waliser knapp mit vier Punkten Unterschied durch. Dazu trug auch ein Dropgoal von Dan Biggar nach nur 35 Sekunden bei, das schnellste der WM-Geschichte.[25] Gegen Fidschi gerieten die Waliser früh in Rückstand, konnten diesen aber wettmachen und das Spiel letztlich für sich entscheiden.[26] Mit dem Sieg im vierten Spiel gegen Uruguay sicherten sie sich den ersten Platz in der Gruppe.

    Australien lag in seinem Auftaktspiel gegen Fidschi zur Pause mit zwei Punkten zurück, doch mit vier Versuchen in der zweiten Halbzeit gelang den Wallabies doch noch ein deutlicher Sieg.[27] Nach der Niederlage gegen Wales gewannen sie die zwei weiteren Spiele gegen Uruguay und Georgien deutlich, was ihnen ebenfalls die Viertelfinalqualifikation sicherte. Während Fidschis Auftaktniederlage gegen Australien nicht ganz unerwartet war, kam die zweite Niederlage gegen Uruguay einer kleineren Sensation gleich. Obwohl die Fidschianer fünf Versuche (und damit zwei mehr als ihre Gegner) erzielten, verloren sie trotzdem, da sie bei nicht weniger als vier Erhöhungen und zwei Penaltys wichtige Punkte liegen ließen.[28] Ein deutlicher Sieg gegen Georgien und eine knappe Niederlage gegen Wales bedeuteten letztlich Platz 3.

    Georgien versuchte an das gute Ergebnis von 2015 anzuknüpfen, was nicht ganz gelang: Dem Sieg gegen Uruguay standen drei Niederlagen gegen Wales, Fidschi und Australien gegenüber. Trotz des überraschenden Sieges im ersten Spiel gegen Fidschi blieb Uruguay nur letzte Platz.

    Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
    punkte
    Diff. Bonus-
    punkte
    Punkte
    1.   Wales 4 4 0 0 136:69 + 67 3 19
    2. Australien  Australien 4 3 0 1 136:68 + 68 4 16
    3. Fidschi  Fidschi 4 1 0 3 110:108 + 2 3 7
    4. Georgien  Georgien 4 1 0 3 65:122 − 57 1 5
    5. Uruguay  Uruguay 4 1 0 3 60:140 − 80 0 4
    21. September 2019
    Australien  Australien 39 : 21 Fidschi  Fidschi Sapporo Dome, Sapporo

    23. September 2019
      Wales 43 : 14 Georgien  Georgien City of Toyota Stadium, Toyota

    25. September 2019
    Fidschi  Fidschi 27 : 30 Uruguay  Uruguay Kamaishi Recovery Memorial Stadium, Kamaishi

    29. September 2019
    Georgien  Georgien 33 : 70 Uruguay  Uruguay Kumagaya-Rugbystadion, Kumagaya

    29. September 2019
    Australien  Australien 25 : 29   Wales Tokyo Stadium, Chōfu

    3. Oktober 2019
    Georgien  Georgien 10 : 45 Fidschi  Fidschi Hanazono Rugby Stadium, Higashiōsaka

    5. Oktober 2019
    Australien  Australien 45 : 10 Uruguay  Uruguay Ōita Stadium, Ōita

    9. Oktober 2019
      Wales 29 : 17 Fidschi  Fidschi Ōita Stadium, Ōita

    11. Oktober 2019
    Australien  Australien 27 : 80 Georgien  Georgien Shizuoka Stadium Ecopa, Fukuroi

    13. Oktober 2019
      Wales 35 : 13 Uruguay  Uruguay Kumamoto Stadium, Kumamoto

    FinalrundeBearbeiten

    ÜbersichtBearbeiten

    Viertelfinale Halbfinale Finale
                       
    19. Oktober 2019 in Ōita        
      England  England   40
    26. Oktober 2019 in Yokohama
      Australien  Australien   16  
      England  England   19
    19. Oktober 2019 in Chōfu
        Neuseeland  Neuseeland   7  
      Neuseeland  Neuseeland   46
    2. November 2019 in Yokohama
      Irland  Irland   14  
      England  England   12
    20. Oktober 2019 in Ōita
        Sudafrika  Südafrika   32
        Wales   20
    27. Oktober 2019 in Yokohama
      Frankreich  Frankreich   19  
        Wales   16 Spiel um Platz drei
    20. Oktober 2019 in Chōfu
        Sudafrika  Südafrika   19  
      Japan  Japan   3   Neuseeland  Neuseeland   40
      Sudafrika  Südafrika   26       Wales   17
    1. November 2019 in Chōfu

    ViertelfinaleBearbeiten

    19. Oktober 2019
    England  England 40 : 16 Australien  Australien Ōita Stadium, Ōita

    19. Oktober 2019
    Neuseeland  Neuseeland 46 : 14 Irland  Irland Tokyo Stadium, Chōfu

    20. Oktober 2019
      Wales 20 : 19 Frankreich  Frankreich Ōita Stadium, Ōita

    20. Oktober 2019
    Japan  Japan 03 : 26 Sudafrika  Südafrika Tokyo Stadium, Chōfu

    Im ersten Viertelfinale standen sich England als Sieger der Gruppe C und Australien als Zweitplatzierter der Gruppe D gegenüber. Christian Lealiifano brachte die Wallabies mit einem Strafstoß 0:3 in Führung. Die Engländer reagierten prompt mit zwei Versuchen von Jonny May und zwei Erhöhung von Owen Farrell, womit es nach 25 Minuten 14:3 stand. Nach je einem weiteren Strafstoß von Lealiifano und Farrell ging es mit 17:9 in die Pause. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit kam Australien mit einem Strafstoß, einem Versuch von Marika Koroibete und einer Erhöhung nochmals bis auf einen Punkt heran; nach 44 Minuten stand es noch 17:16. Doch die Australier gerieten anschließend immer mehr unter Druck der zunehmend stärker werdenden Engländer, die jeden Fehler konsequent ausnutzten. Mit einem erhöhten Versuch von Kyle Sinckler und zwei weiteren Strafstößen von Farrell zogen sie vorentscheidend auf 33:16 davon. Schließlich machte Anthony Watson in der 76. Minute mit dem vierten erhöhten Versuch alles klar und sicherte England das erste WM-Halbfinale seit 2007.[29]

    Titelverteidiger Neuseeland (Erster der Gruppe B) und Mitfavorit Irland (Zweiter der Gruppe A) trafen im zweiten Viertelfinale aufeinander. Von Anfang an übernahmen die All Blacks das Kommando und ließen ihren Gegnern nicht den Hauch einer Chance. Zwei Versuche von Aaron Smith und ein weiterer von Beauden Barrett (wobei Richie Mo’unga einen Strafstoß und zwei Erhöhungen beisteuerte), sorgten nach etwas mehr als einer halben Stunde für eine komfortable 22:0-Führung. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff zogen die Neuseeländer ihr Angriffsspiel weiterhin konsequent durch. Codie Taylor und Matt Todd steuerten zwei weitere Versuche bei, sodass es nach 61 Minuten bereits 34:0 stand. Erst jetzt vermochten die Iren effektiv Gegenwehr zu leisten und erzielten erst in der 69. Minuten mit einem Versuch von Robbie Henshaw sowie einer Erhöhung von Joey Carbery ihre ersten Punkte. Ein Strafversuch für Irland in der 76. Minute und ein nicht erhöhter Versuch Jordie Barrett kurz vor Schluss ergaben das überaus deutliche Endergebnis von 46:14 für die All Blacks.[30]

    Am spannendsten war das dritte Viertelfinale zwischen Wales (Sieger der Gruppe D) gegen Frankreich (Zweiter der Gruppe C). Eine Besonderheit war der Umstand, dass sich zwei bisher ungeschlagene Teams gegenüberstanden. Mit zwei Versuchen von Sébastien Vahaamahina und Charles Ollivon sowie einer Erhöhung von Romain Ntamack lagen die Franzosen nach nur acht Minuten bereits mit 0:12 in Führung. Die Waliser konterten mit einem Versuch von Aaron Wainwright sowie je einer Erhöhung und einem Strafstoß von Dan Biggar, sodass es nach 20 Minuten nur noch 10:12 stand. Virimi Vakatawa mit einem Versuch nach 31 Minuten und Ntamack mit einer Erhöhung legten wieder für Frankreich vor, der Pausenstand lautete 10:19. In der 48. Minute wurde Vahaamahina wegen eines absichtlichen Ellbogenchecks in Wainwrights Gesicht mit einer roten Karte vom Platz gestellt. Die nun in Unterzahl spielenden Franzosen konnten in der Folge keine Akzente mehr setzen. Biggar brachte die Waliser in der 54. Minute mit einem weiteren Strafstoß auf 13:19 heran. Der Versuch von Ross Moriarty in der 74. Minute und die Erhöhung von Biggar brachten die Wende. Wales lag nun 20:19 in Führung und gab sie bis zum Spielende nicht mehr ab.[31]

    Im letzten Viertelfinale hoffte Gastgeber Japan (Sieger der Gruppe A) auf einen ähnlichen Erfolg gegen Südafrika (Zweiter der Gruppe B) wie vier Jahre zuvor bei der WM 2015. In der vierten Minute gingen die Springboks dank eines nicht erhöhten Versuchs von Makazole Mapimpi mit 0:5 in Führung. Nach 20 Minuten verkürzte Yū Tamura mit einem Strafstoß auf 3:5. Ansonsten neutralisierten sich beide Teams während der ersten Hälfte gegenseitig und gingen mit diesem Ergebnis in die Pause. In der zweiten Hälfte schwanden die Kräfte der Japaner zusehends und hatten dem Ansturm der Südafrikaner immer weniger entgegenzusetzen. Nachdem Handré Pollard mit drei Strafstößen auf 3:14 vorgelegt hatte, machten Faf de Klerk und Mapimpi mit weiteren Versuchen sowie Pollard mit einer Erhöhung alles klar. Dennoch stellte die Viertelfinalteilnahme den bisher größten Erfolg für den aufstrebenden japanischen Rugbysport dar.[32]

    HalbfinaleBearbeiten

    26. Oktober 2019
    England  England 19 : 70 Neuseeland  Neuseeland International Stadium, Yokohama

    27. Oktober 2019
      Wales 16 : 19 Sudafrika  Südafrika International Stadium, Yokohama

    Mit England und Neuseeland standen sich im ersten Halbfinale jene zwei Teams gegenüber, die im Verlaufe des Turniers bisher den besten Eindruck hinterlassen hatten. Diese Partie galt dementsprechend auch als eine Art «vorgezogenes Finale». Völlig unerwartet wurden die favorisierten All Blacks von den taktisch hervorragend eingestellten Engländern überrumpelt und waren nicht in der Lage, ihr gewohntes flüssiges Angriffsspiel durchzuziehen. Mit einem Versuch von Manu Tuilagi nach 96 Sekunden und einer Erhöhung von Owen Farrell ging England früh 7:0 in Führung. Die Engländer dominierten alle Standardsituationen und drängten ihre Gegner konsequent in die Defensive. Der Schiedsrichter erklärte in der 25. Minute einen Versuch von Sam Underhill für ungültig, da ein Mitspieler unmittelbar zuvor ein mögliches Tackle regelwidrig abgeblockt hatte. Nach einem Strafstoß von George Ford stand es zur Pause 10:0 für England. Kurz nach Wiederanpfiff wurde nach Intervention des Video-Schiedsrichters ein weiterer Versuch durch Ben Youngs aberkannt, diesmal wegen Ballverlusts im offenen Gedränge. Das englische Team ließ sich davon nicht beirren und Ford legte in der 50. Minute mit einem weiteren Strafstoß auf 13:0 vor. Ein Fehler der Engländer beim Gasseneinwurf führte nach 57 Minuten zu den einzigen Punkten der All Blacks, als Ardie Savea einen Versuch legte, gefolgt von einer Erhöhung durch Richie Mo’unga zum 13:7. Ford steuerte zwei weitere Strafstöße zum 19:7-Endstand bei. Es war dies Neuseelands erste WM-Niederlage seit dem Viertelfinale von 2007 gegen Frankreich. Ebenso war es der erste WM-Sieg der Engländer gegen die Neuseeländer überhaupt.[33]

    Das zweite Halbfinale zwischen Wales und Südafrika war vor allem in der ersten Halbzeit stark von Taktik geprägt. Keiner der Mannschaften gelang ein entscheidender Vorstoß, weshalb sich beide zunächst auf das Verwerten von Strafstößen beschränkten. Zwei erfolgreiche Kicks von Dan Biggar für Wales und drei von Handré Pollard für Südafrika führten zum 6:9-Pausenstand. Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste aufgehört hatte: Biggar glich mit einem Strafstoß in der 46. Minute aus und es stand 9:9. Den ersten erfolgreichen Versuch des Spiels legte Damian de Allende in der 57. Minute, gefolgt von einer Erhöhung Pollards, wodurch Südafrika auf 9:16 davonzog. Wales konnte acht Minuten später kontern, als Josh Adams seinen insgesamt sechsten Versuch in diesem Turnier erzielte und Leigh Halfpenny mit seiner Erhöhung zum 16:16 ausglich. Vier Minuten später gelang Pollard mit einem Strafstoß der entscheidende Punktgewinn zum 16:19-Sieg der Springboks.[34]

    Spiel um Platz 3Bearbeiten

    1. November 2019
    Neuseeland  Neuseeland 40 : 17   Wales Tokyo Stadium, Chōfu
     
    Spielszene

    Im Duell der Halbfinalverlierer strebten die Waliser den ersten Sieg gegen die All Blacks seit 66 Jahren an; es war zugleich das letzte Spiel für Wales’ Trainer Warren Gatland. Nach zwei erhöhten Versuchen von Joe Moody und Beauden Barrett stand es jedoch nach 13 Minuten bereits 14:0 für Neuseeland. Zwar konnten die Waliser mit einem erhöhten Versuch von Hallam Amos und einem Strafstoß von Rhys Patchell bis zur 27. Minute auf 14:10 verkürzen, doch es gelang ihnen in der Folge nicht, aus ihren Raumgewinnen und ihrem höheren Anteil am Ballbesitz einen Nutzen zu ziehen. Stattdessen zogen die All Blacks dank zweier erhöhter Versuche von Ben Smith bis zur Pause vorentscheidend auf 28:10 davon. Kurz nach dem Wiederanpfiff steuerte Ryan Crotty einen weiteren erhöhten Versuch zur 35:10-Führung bei. In der 59. Minute erzielte der Waliser Josh Adams seinen insgesamt siebten Versuch in diesem Turnier, womit er seine Position als Topskorer ausbauen konnte. Richie Mo’unga, der zuvor alle Erhöhungen der Neuseeländer getreten hatte, gelang vier Minuten vor Schluss ebenfalls ein Versuch zum 40:17-Endstand.[35]

    FinaleBearbeiten

    2. November 2019
    England  England 12 : 32 Sudafrika  Südafrika International Stadium, Yokohama

    Aufgrund der Leistungen während der Finalrunde galten die Engländer bei den Buchmachern vor dem entscheidenden Spiel als Favoriten. Doch von Anfang an gelang es ihnen nicht, ihr bisher so erfolgreiches Angriffspiel zu entfalten. Sie scheiterten wiederholt an der südafrikanischen Defensive und machten zahlreiche ungewohnte Fehler, insbesondere im Gedränge. Dies wiederum erlaubte es den Springboks, von günstigen Positionen aus Strafstöße zu treten. Handré Pollard brachte die Südafrikaner in der 10. Minute mit 0:3 in Führung. Owen Farrell konnte nach 23 Minuten zwar zum 3:3 ausgleichen, doch Pollard sorgte mit zwei weiteren Strafstößen für eine 6:12-Führung zur Pause. Auch in der zweiten Halbzeit fanden die Engländer kein Rezept gegen das südafrikanische Defensivkonzept. Nach weiteren Strafstößen durch Pollard und Farrell stand es nach einer Stunde 12:18. Dann gelang Makazole Mapimpi in der 66. Minute der erste vorentscheidende Durchbruch und erzielte einen Versuch, den Pollard erhöhte. Nach 74 Minuten gelang Cheslin Kolbe ein weiterer erhöhter Versuch zum 12:32-Endstand. Zum dritten Mal nach 1995 und 2007 sicherten sich die Springboks den Webb Ellis Cup; es war auch das erste Mal, dass ein Team nach einer Niederlage in der Gruppenphase den Weltmeistertitel errang.[36]

    Weltmeister 2019

    Sudafrika 

    Südafrika
    (Dritter Titel)

    StatistikenBearbeiten

    Meiste erzielte Punkte:[37]
    Name Punkte
    1. Sudafrika  Handré Pollard 69
    2. England  Owen Farrell 58
    3. Neuseeland  Richie Mo’unga 54
    4. Japan  Yū Tamura 51
    5. Wales  Dan Biggar 41
    6. Wales  Josh Adams 35
    7. England  George Ford 32
    8. Neuseeland  Jordie Barrett 31
    9. Uruguay  Felipe Berchesi 30
    Sudafrika  Makazole Mapimpi
    11. Sudafrika  Elton Jantjies 28
    12. Frankreich  Romain Ntamack 27
    13. Schottland  Adam Hastings 26
    Irland  Jonathan Sexton
    15. Japan  Kōtarō Matsushima 25
    16. Wales  Rhys Patchell 24
    17. Italien  Tommaso Allan 23
    Australien  Christian Lealiifano
    19. Tonga  Sonatane Takulua 21
    Fidschi  Ben Volavola
    Meiste erzielte Versuche:[38]
    Name Versuche
    1. Wales  Josh Adams 7
    2. Sudafrika  Makazole Mapimpi 6
    3. Japan  Kōtarō Matsushima 5
    4. Japan  Kenki Fukuoka 4
    Argentinien  Julián Montoya
    Neuseeland  Ben Smith
    7. Neuseeland  Beauden Barrett 3
    Neuseeland  Jordie Barrett
    Irland  Andrew Conway
    England  Luke Cowan-Dickie
    Australien  Dane Haylett-Petty
    Schottland  George Horne
    Sudafrika  Cheslin Kolbe
    Australien  Marika Koroibete
    England  Jonny May
    Sudafrika  Bongi Mbonambi
    Sudafrika  Cobus Reinach
    England  Manu Tuilagi
    Tonga  Telusa Veainu

    Auswirkungen des Taifuns HagibisBearbeiten

    World Rugby und das WM-Organisationskomitee teilten am 10. Oktober mit, dass sie die Vorrundenspiele der Gruppe B zwischen Neuseeland und Italien und der Gruppe C zwischen England und Frankreich abgesagt hatten.[39] Gründe für die Entscheidung waren der herannahende Taifun Hagibis und die damit verbundenen Folgen für die Metropolregion Tokio, darunter wahrscheinliche Störungen im öffentlichen Nahverkehr und Sturmschäden. Dies war das erste Mal überhaupt, dass Weltmeisterschaftsspiele abgesagt werden mussten.[40] World Rugby und die Organisatoren behielten sich weitere mögliche Absagen am 13. Oktober aufgrund der Wetterlage vor, insbesondere für das Spiel zwischen Japan und Schottland.[41]

    Am Abend des 12. Oktober (Ortszeit) veröffentlichten World Rugby und die Organisatoren eine Erklärung, wonach sie die Mannschaften aus Namibia und Kanada über die Möglichkeit einer Spielabsage in Kenntnis gesetzt hätten, da der Taifun über den Spielort Kamaishi ziehen würde. Die Entscheidung zur Absage fiel am darauf folgenden Morgen aufgrund einer behördlichen Evakuierungsanordnung.[21] Die kanadische Mannschaft blieb in Kamaishi, um der lokalen Bevölkerung bei den Aufräumarbeiten zu helfen.[42]

    Kurz nach der Absage des Spiels Namibia–Kanada folgte die Bestätigung, dass die Spiele zwischen Wales und Uruguay sowie zwischen den USA und Tonga wie geplant stattfinden würden, da die Spielorte nicht im Einzugsbereich des Taifuns lagen.[43] Um die Mittagszeit des 12. Oktober wurde bestätigt, dass die Partie zwischen Japan und Schottland nicht vom Taifun betroffen sei und wie vorgesehen ausgetragen werde. Zuvor hatte es auch Befürchtungen gegeben, dass das Spiel aus Sicherheitsgründen ohne Zuschauer ausgetragen werden könnte, was dann aber nicht eintraf.[44][45]

    Gemäß den Turnierregeln wurden alle abgesagten Vorrundenspiele als Unentschieden mit einem Spielstand von 0:0 gewertet, weshalb alle betroffenen Mannschaften je zwei Tabellenpunkte zugesprochen erhielten.[10] Dadurch war es Frankreich nicht möglich, um die erste Position in der Gruppe A zu spielen, die zu diesem Zeitpunkt von England gehalten wurde. Für Italien bedeutete die Absage das Turnierende; ein (eher unwahrscheinlicher) Sieg gegen Neuseeland hätte der Mannschaft die Qualifikation für die Finalrunde ermöglicht.[46]

    FernsehübertragungBearbeiten

    Zum ersten Mal war der einheimische Rechte-Inhaber nicht gleichzeitig der Produzent der Fernsehübertragungen. Stattdessen war International Games Broadcast Services (IGBS) zuständig, ein Joint-Venture zwischen Host Broadcast Services (HBS) und IMG. IGBS nutzte Produktionsressourcen aus traditionellen Rugbyländern wie Australien, Frankreich, Neuseeland, Südafrika und Großbritannien. Der japanische Sender NHK verbreitete erstmals überhaupt Bilder in 8K-Auflösung und verwendete dafür eine Kombination von neun 8K-Kameras mit hochgerechneten 4K-Signalen von IGBS. Das internationale Übertragungszentrum befand sich neben dem Tokyo Stadium.[47]

    In Deutschland erwarb die ProSiebenSat.1 Media die Übertragungsrechte an den Qualifikationsspielen 2018 und den Weltmeisterschaftspartien 2019. Während die drei Spiele mit deutscher Beteiligung auf dem Free-TV-Sender ProSieben Maxx ausgestrahlt wurden, waren die restlichen Spiele auf dem kostenlosen Live-Streamingdienst ran.de ebenfalls zu sehen. Kommentator bei den TV-Übertragungen war Jan Lüdecke.[48] Bei den restlichen Spielen gab es einen englischen Kommentar zu hören. Die Live-Übertragungen wurden im Rahmen der Fernsehsendung ran Rugby durch Aiman Abdallah begleitend moderiert.[49] In Österreich und in der Schweiz waren diese Übertragungen ebenfalls zu sehen.

    31 der insgesamt 48 Spiele der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2019 wurden von September bis November auf ProSieben Maxx und ran.de mit deutschem Kommentar übertragen. Die restlichen Spiele waren als Stream auf ran.de zu sehen. Kommentatoren der Weltmeisterschaftsspiele sind Markus Krawinkel, Jan Lüdecke und der ehemalige deutsche Rugby-Nationalspieler Manuel Wilhelm.[50] Im deutschsprachigen Teil der Schweiz übertrug SRF info die beiden Halbfinalspiele live, SRF zwei das Finale.[51]

    WeblinksBearbeiten

      Commons: Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2019 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. IRB confirm 2015 & 2019 host bids. BBC Sport, 15. August 2008, abgerufen am 22. September 2015 (englisch).
    2. England will host 2015 World Cup. BBC Sport, 28. Juli 2009, abgerufen am 22. September 2015 (englisch).
    3. World Rugby to meet Japan's 2019 World Cup organisers over stadium scrapping. stuff.co.nz, 30. Juli 2015, abgerufen am 22. September 2015 (englisch).
    4. Host cities and venues announced for RWC 2019 in Japan. World Rugby, 2. März 2015, abgerufen am 22. September 2015 (englisch).
    5. Japan rips up 2020 Olympic stadium plan. Yahoo, 17. Juli 2015, abgerufen am 22. September 2015 (englisch).
    6. World Rugby officials seeking answers from Japan. Reuters, 17. Juli 2015, abgerufen am 22. September 2015 (englisch).
    7. Japan will host 2019 Rugby World Cup, insists Bernard Lapasset. The Guardian, 15. September 2015, abgerufen am 22. September 2015 (englisch).
    8. World Rugby approves revised Japan 2019 hosting roadmap. rugbyworldcup.com, 28. September 2015, abgerufen am 3. Oktober 2015 (englisch).
    9. Match officials selected for RWC 2019: introducing Team 21. World Rugby, 7. Mai 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    10. a b Tournament rules. rugbyworldcup.com, 1. August 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    11. Japan off to flying start after Russians strike first blow. rugbyworldcup.com, 20. September 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    12. Joseph's pride as magnificent Japan stun Ireland in World Cup classic. rugbyworldcup.com, 28. September 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    13. Joyous fans roar Japan to thrilling win and a place in knockouts. rugbyworldcup.com, 13. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    14. Ireland power past Scots for impressive start to the campaign. rugbyworldcup.com, 22. September 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    15. Seven-try victory puts Irish into last eight despite red card. rugbyworldcup.com, 12. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    16. Paul Rees: World Rugby throws book at Scotland following war of words over cancellation. The Guardian, 15. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    17. Robert Kitson: New Zealand stand firm against South Africa in heavyweight thriller. The Guardian, 21. September 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    18. Daniel Gallan: All Blacks cruise to victory in nine-try rout of Canada. CNN, 3. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    19. Max Benson: RWC 2019 results and highlights: South Africa 66-7 Canada – as it happened. The South African, 8. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    20. a b Justin McCurry: Rugby World Cup: England v France off and Japan v Scotland under threat from Typhoon Hagibis. The Guardian, 10. Oktober 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019 (englisch).
    21. a b Namibia v Canada match cancelled, Hanazono and Kumamoto matches go ahead. rugbyworldcup.com, 13. Oktober 2019, abgerufen am 13. Oktober 2019 (englisch).
    22. Mitch Philipps: England reach quarterfinals as red card cripples Pumas. Japan Today, 5. Oktober 2019, abgerufen am 13. Oktober 2019 (englisch).
    23. Lopez drop goal clinches victory for France in classic. rugbyworldcup.com, 21. September 2019, abgerufen am 13. Oktober 2019 (englisch).
    24. France narrowly avoid history repeating against Tonga. rugbyworldcup.com, 6. Oktober 2019, abgerufen am 13. Oktober 2019 (englisch).
    25. Robert Kitson: Wales cling on in face of Australia comeback to edge brilliant Pool D clash. The Guardian, 29. September 2019, abgerufen am 13. Oktober 2019 (englisch).
    26. Wounded Wales beat Fiji in thriller to make last eight. rugbyworldcup.com, 9. Oktober 2019, abgerufen am 13. Oktober 2019 (englisch).
    27. Tom Decent: Escape act pulls Wallabies back from brink of disaster against Fiji. The Sydney Morning Herald, 21. September 2019, abgerufen am 13. Oktober 2019 (englisch).
    28. Uruguay's greatest day leaves Flying Fijians stunned. rugbyworldcup.com, 25. September 2019, abgerufen am 13. Oktober 2019 (englisch).
    29. Tom Fordyce: England beat Australia 40-16 to make Rugby World Cup semi-finals. BBC Sport, 19. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    30. Michael Morrow: Rugby World Cup: New Zealand overpower Ireland to reach semi-finals. BBC Sport, 19. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    31. Gareth Griffiths: Wales beat France 20-19 to reach Rugby World Cup semi-finals in thriller. BBC Sport, 20. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    32. Becky Grey: South Africa 26-3 Japan: Springboks through to Rugby World Cup semi-finals. BBC Sport, 20. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    33. Tom Fordyce: England 19-7 New Zealand: Eddie Jones' side beat All Blacks to reach World Cup final. BBC Sport, 26. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    34. Gareth Griffiths: Wales 16-19 South Africa: Warren Gatland laments not meeting England in World Cup final. BBC Sport, 27. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    35. Gareth Griffiths: Rugby World Cup 2019 bronze match: Wales 17-40 New Zealand. BBC Sport, 1. November 2019, abgerufen am 1. November 2019 (englisch).
    36. Tom Fordyce: England 12-32 South Africa: Springboks win World Cup for record-equalling third time. BBC Sport, 2. November 2019, abgerufen am 2. November 2019 (englisch).
    37. Points scored. rugbyworldcup.com, 2. November 2019, abgerufen am 2. November 2019 (englisch).
    38. Tries scored. rugbyworldcup.com, 2. November 2019, abgerufen am 2. November 2019 (englisch).
    39. Typhoon Hagibis impact on Rugby World Cup 2019 matches. rugbyworldcup.com, 10. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    40. Typhoon Hagibis impact on Rugby World Cup 2019 matches. rugbyworldcup.com, 10. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    41. Chris Jones: Rugby World Cup: Typhoon Hagibis forces England-France off; Scotland wait & Ireland play. rugbyworldcup.com, 10. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    42. Rugby: Canada help cleanup efforts in Kamaishi after typhoon. Mainichi Shimbun, 13. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    43. Rick Mulvenney: Signs good Scotland match will go ahead after another cancellation. The Sydney Morning Herald, 13. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    44. Japan v Scotland at Yokohama to go ahead as scheduled. rugbyworldcup.com, 13. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    45. Nik Simon: Scotland's Rugby World Cup match against Japan to go ahead despite Typhoon Hagibis. Daily Mail, 13. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    46. O’Shea rues typhoon-forced end to Italy’s World Cup. rugbyworldcup.com, 10. Oktober 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019 (englisch).
    47. Philip Stevens: Journey to Japan 2019: Rugby World Cup host broadcast plans fall into place. SVG Europe, 11. Juni 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019.
    48. Alle Repechage-Spiele live im Free-TV. Rugby Verband Deutschland, 26. Oktober 2018, abgerufen am 26. November 2018.
    49. ranRugby-Moderator Aiman Abdallah exklusiv: "Rugby ist ein Rowdysport für Gentlemen". ran.de, 10. November 2018, abgerufen am 26. November 2018.
    50. ProSieben Maxx zeigt Rugby-WM, Sky spart bei 2. Liga. dwdl.de, 26. November 2018, abgerufen am 26. November 2018.
    51. Welche Spiele der Rugby-WM zeigt SRF live? Schweizer Radio und Fernsehen, 24. September 2019, abgerufen am 28. Oktober 2019.