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The Rugby Championship
The-Rugby-Championship-logo.jpgVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Logoformat
Aktuelle Saison Saison 2019
Verband SANZAR
Sportart Rugby Union
Erstaustragung 1996
Mannschaften 4
Spielmodus Rundenturnier
Titelträger SudafrikaSüdafrika Südafrika
Rekordsieger NeuseelandNeuseeland Neuseeland (16 Siege)
Rekordspieler NeuseeländerNeuseeländer Richie McCaw (58)
Meiste Punkte NeuseeländerNeuseeländer Daniel Carter (554)
Meiste Versuche SüdafrikanerSüdafrikaner Bryan Habana (21)
Website www.sanzarrugby.comVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite

The Rugby Championship (englisch für Die Rugbymeisterschaft) ist ein seit 1996 jährlich stattfindendes Turnier in der Sportart Rugby Union. Teilnehmer sind die vier besten Nationalmannschaften der südlichen Hemisphäre: die „Pumas“ aus Argentinien, die „Wallabies“ aus Australien, die „All Blacks“ aus Neuseeland und die „Springboks“ aus Südafrika. Die Mannschaften spielen in einem Heim- und einem Auswärtsspiel je zweimal gegeneinander. Vor der Teilnahme Argentiniens war das Turnier von 1996 bis 2011 unter dem Namen Tri Nations (deutsch: Drei-Nationen-Turnier) bekannt. Organisator des Turniers ist das Konsortium SANZAR, bestehend aus den Verbänden Australian Rugby Union (ARU), New Zealand Rugby Union (NZRU) und South African Rugby Union (SARU).

Im Rahmen des Turniers spielen Australien und Neuseeland zusätzlich um den traditionsreichen Bledisloe Cup, Südafrika und Neuseeland um den Freedom Cup, Australien und Südafrika um die Mandela Challenge Plate sowie Argentinien und Australien um die Puma Trophy.

GeschichteBearbeiten

 
Altes Logo der Tri Nations

Australien und Neuseeland spielten erstmals 1903 gegeneinander, während Südafrika 1921 beiden Ländern erstmals einen Besuch abstattete. Im Gegensatz zu Five Nations (heute Six Nations) in der nördlichen Hemisphäre gab es jedoch in der Südhemisphäre keinen regelmäßigen Wettbewerb. Die drei Länder trafen sporadisch aufeinander, Australien und Neuseeland regelmäßig im Rahmen des Bledisloe Cup.

 
Letztes Logo der Tri Nations

Die Professionalisierung des Sports Mitte der 1990er Jahre führte zur Ausarbeitung des Tri-Nations-Konzepts. Während der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1995 führten die Verbände Australiens, Neuseelands und Südafrikas Verhandlungen und gründeten schließlich das Konsortium SANZAR. Das Konsortium schloss für die nächsten zehn Jahre Werbeverträge im Wert von über einer halben Milliarde Euro ab.

Das erste Turnier im Jahr 1996 dominierten die Neuseeländer, die unbesiegt blieben. 1998 gewann erstmals Südafrika das Turnier. Im Jahr 2000 sicherte sich Australien, der damalige amtierende Weltmeister, den ersten Turniersieg. 109.874 Zuschauer verfolgten das Eröffnungsspiel im Stadium Australia in Sydney, was für diese Sportart einen neuen Weltrekord bedeutete.

2012 wurde das Turnier mit der Aufnahme Argentiniens um eine Mannschaft erweitert und in The Rugby Championship umbenannt. Somit können alle zehn Nationalmannschaften, die in der ersten Stärkeklasse eingeteilt sind, regelmäßig an einem Turnier teilnehmen. Vor allem Südafrika begrüßte dieses Vorhaben, weil dadurch der Nachteil der langen Flugreisen ausgeglichener wird.

FormatBearbeiten

 
Vorbereitung zum Haka der Neuseeländer vor dem letzten Spiel der Tri Nations 2005 gegen Australien im Eden Park, Auckland

Der Ablauf des Turniers wurde im Laufe der Jahre mehrmals geändert. In der Vergangenheit spielte jede Mannschaft je zweimal gegen die zwei anderen Mannschaften, mit je einem Heim- und einem Auswärtsspiel. Nach einigen Veränderungen am Spielplan setzte sich folgende Lösung durch: Das Turnier beginnt mit je zwei Spielen in Südafrika oder Neuseeland, im darauf folgenden Jahr in jenem Land, wo die Eröffnungsspiele nicht stattfanden. Aus diesem Grund waren die Spiele Australiens immer in der Mitte des Turniers angesetzt.

Im Jahr 2006 erfolgte eine Formatänderung, nachdem SANZAR mit Fernsehanstalten in Großbritannien, Australien, Neuseeland und Südafrika neue Übertragungsrechte ausgehandelt hatte. Jede Mannschaft spielt nun je dreimal gegen die beiden anderen. Tri Nations 2006 begann mit einem Spiel in Neuseeland. Die ersten vier Runden wurden alternierend in Neuseeland und Australien ausgetragen. Das fünfte Spiel fand wiederum in Australien statt. Nach einer einwöchigen Pause folgten die drei Heimspiele Südafrikas. Jede Mannschaft hatte zwei Heimspiele gegen einen Gegner und nur eines gegen den anderen. Das Turnier 2007 wurde jedoch wegen der Weltmeisterschaften in zeitlicher Nähe wieder mit nur je zwei Spielen jeder gegen jeden (Hin- und Rückspiel) ausgetragen.

Mit der Erweiterung des Wettbewerbs um Argentinien spielt jede Mannschaft wieder je zweimal gegen die drei anderen Mannschaften, mit je einem Heim- und einem Auswärtsspiel.

Der Sieger eines Spiels erhält vier Tabellenpunkte, bei einem Unentschieden erhält jeder zwei, der Verlierer bekommt keinen Punkt. Einen Bonuspunkt kann jede Mannschaft erhalten, die vier oder mehr Versuche in einem Match erzielt. Der Verlierer erhält einen Tabellenpunkt, wenn er mit sieben oder weniger Spielpunkten Unterschied verliert.

SiegerlisteBearbeiten

Turnier Mannschaft
Tri Nations 1996   Neuseeland
Tri Nations 1997   Neuseeland
Tri Nations 1998   Südafrika
Tri Nations 1999   Neuseeland
Tri Nations 2000   Australien
Tri Nations 2001   Australien
Tri Nations 2002   Neuseeland
Tri Nations 2003   Neuseeland
Turnier Mannschaft
Tri Nations 2004   Südafrika
Tri Nations 2005   Neuseeland
Tri Nations 2006   Neuseeland
Tri Nations 2007   Neuseeland
Tri Nations 2008   Neuseeland
Tri Nations 2009   Südafrika
Tri Nations 2010   Neuseeland
Tri Nations 2011   Australien
Turnier Mannschaft
The Rugby Championship 2012   Neuseeland
The Rugby Championship 2013   Neuseeland
The Rugby Championship 2014   Neuseeland
The Rugby Championship 2015   Australien
The Rugby Championship 2016   Neuseeland
The Rugby Championship 2017   Neuseeland
The Rugby Championship 2018   Neuseeland
The Rugby Championship 2019   Südafrika

GesamttabelleBearbeiten

Mannschaftsstatistik beim Tri Nations (1996 bis 2011)
Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
punkte
Diff. Bonus
punkte
Tabellen-
punkte
Titel
  Neuseeland 72 50 0 22     1936:1395     + 541 32 232 10
  Australien 72 29 1 42     1531:1721     − 190 34 152 03
  Südafrika 72 28 1 43     1480:1831     − 351 24 138 03


Mannschaftsstatistik bei der Rugby Championship (seit 2012)
Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
punkte
Diff. Bonus-
punkte
Tabellen-
punkte
Titel
  Neuseeland 42 36 2 4 1423:751 + 672 26 174 06
  Südafrika 42 19 4 19 1048:974 + 74 19 103 01
  Australien 42 19 3 20 952:1088 − 136 9 91 01
  Argentinien 42 5 1 36 766:1376 − 610 11 33 00


RekordeBearbeiten

(Stand 4. Dezember 2018)

Meiste SpieleBearbeiten

Aktive Spieler sind durch Fettdruck gekennzeichnet.

  1. Richie McCaw (NZL) − 58
  2. Bryan Habana (RSA) − 54
    Keven Mealamu (NZL) − 54
  3. Kieran Read (NZL) − 52
  4. Jean de Villiers (RSA) − 51
  5. Tendai Mtawarira (RSA) − 50
  6. Victor Matfield (RSA) − 49
  7. George Gregan (AUS) − 48
  8. Adam Ashley-Cooper (AUS) − 47
    Nathan Sharpe (AUS) − 47
    Tony Woodcock (NZL) − 47
  9. Stephen Moore (AUS) − 46
  10. Sam Whitelock (NZL) − 44[1]

Meiste erzielte VersucheBearbeiten

Aktive Spieler sind durch Fettdruck gekennzeichnet.

  1. Bryan Habana (RSA) − 21
  2. Ben Smith (NZL) − 18
  3. Richie McCaw (NZL) − 17
  4. Christian Cullen (NZL) − 16
  5. Joe Rokocoko (NZL) − 15[2]

Meiste erzielte PunkteBearbeiten

Aktive Spieler sind durch Fettdruck gekennzeichnet.

  1. Daniel Carter (NZL) − 554
  2. Morné Steyn (RSA) − 390
  3. Andrew Mehrtens (NZL) − 328
  4. Matt Burke (AUS) − 271
  5. Nicolás Sánchez (ARG) − 270
  6. Beauden Barrett (NZL) − 268
  7. Matt Giteau (AUS) − 266
  8. Bernard Foley (AUS) − 221
  9. Percy Montgomery (RSA) − 210
  10. Stirling Mortlock (AUS) − 198[3]

Die Turniere im EinzelnenBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten