Music to Be Murdered By

Das 11. Studio-Album von US-Rapper Eminem
Music to Be Murdered By
Studioalbum von Logo of Eminem (2013).svg

Veröffent-
lichung(en)

17. Januar 2020

Aufnahme

2019

Label(s) Shady Records, Aftermath, Interscope

Format(e)

CD, Download, LP

Genre(s)

Hip-Hop, Horrorcore

Titel (Anzahl)

20

Laufzeit

64:22

Produktion

Studio(s)

  • Effigy Studios (Detroit)
  • Record One (Sherman Oaks)
  • The ICU (Brentwood)
  • Heaven Studios Inc.
Chronologie
Kamikaze
(2018)
Music to Be Murdered By
Singleauskopplung
17. Januar 2020 Darkness

Music to Be Murdered By ist das elfte Soloalbum des US-amerikanischen Rappers Eminem. Es erschien unangekündigt am 17. Januar 2020 zum Download und Streaming über die Labels Shady Records, Aftermath Entertainment sowie Interscope Records. Am 28. Januar 2020 wurde es auch als CD und LP veröffentlicht.

HintergrundBearbeiten

Music to Be Murdered By erschien, wie schon das Vorgängeralbum Kamikaze, ohne Vorankündigung. Der Titel ist eine Hommage an den Regisseur Alfred Hitchcock, der 1958 ein Album unter demselben Namen veröffentlichte. Hitchcock wird auch mehrfach auf dem Album zitiert.

Zeitgleich veröffentlichte Eminem das Albumcover in den sozialen Netzwerken sowie ein Musikvideo zum Song Darkness, an dessen Ende die Zuschauer aufgefordert werden, für schärfere Waffengesetze in den Vereinigten Staaten einzutreten.

InhaltBearbeiten

Eminem kehrt auf dem Album abermals zum Horrorcore-Stil zurück, den er schon vermehrt auf den Alben The Slim Shady LP und Relapse nutzte. Dafür schlüpft er in die Rolle seines Alter Egos Slim Shady und rappt unter anderem über Morde und weitere Gewalttaten.[1]

Im ersten Song Premonition (Intro) blickt Eminem auf seine letzten beiden Studioalben Revival und Kamikaze zurück, die teilweise von Fans und der Musikpresse kritisiert wurden. Er zieht den Bogen zum Beginn seiner Karriere, als er unumstritten war und meint, er sei auch heute noch besser als die anderen. Letztendlich richtet Eminem sich an seine Kritiker und meint, das neue Album sei “music for you to be murdered by.” Auf Unaccommodating teilt Eminem, wie schon auf Kamikaze, gegen die heutige Rapszene aus, deren Musik er nicht mehr auf dem Niveau von früher sieht. Dabei nutzt er Wortspiele und Metaphern und vergleicht sich auf ironische Weise mit Diktatoren und Terroristen. Eine Zeile, die auf den Terroranschlag in Manchester am 22. Mai 2017 bei einem Konzert von Ariana Grande anspielt, löste in den Medien große Kritik aus.[2] In You Gon’ Learn rappen Royce da 5′9″ und Eminem über ihren steinigen Lebensweg, von der Armut bis zum Rapstar, und die damit verbundenen Hürden, Rückschläge und Prüfungen, die sie immer stärker machten.[1]

Those Kinda Nights beschreibt eine typische Partynacht zu Beginn von Eminems Karriere. Dabei befindet er sich mit seiner Rapgruppe D12 in einem Club, konsumiert Drogen und flirtet mit verschiedenen Frauen, bevor es schließlich zum Sex kommt. Auf In Too Deep rappt und singt Eminem aus der Sicht des lyrischen Ichs über eine komplizierte Dreiecksbeziehung, bei der seine Affäre einen Ehemann hat und sich beide nur heimlich treffen können und eifersüchtig aufeinander sind. Er selbst hat auch eine Freundin, wodurch sie beide in einer anderen Welt leben würden und nie gegenseitig die Nummer eins sein könnten, doch sei er verliebt und immer bereit, sich heimlich mit seiner Affäre zu treffen. Im Lied Godzilla vergleichen sich Eminem und Juice Wrld aufgrund ihres Raptalents mit dem fiktiven Monster Godzilla. Juice Wrld übernimmt den Refrain, während Eminem die drei Strophen rappt, wobei er zahlreiche Wortspiele, Vergleiche und Metaphern benutzt. Besonders schnell rappt Eminem in der letzten Strophe, wo er 10,65 Silben pro Sekunde bzw. 224 Wörter in 30 Sekunden rappt und somit seinen persönlichen Bestwert von Majesty und Rap God überbietet.[3][1]

Bei Darkness rappt Eminem zunächst vermeintlich aus seiner Perspektive und beschreibt die Nervosität vor einem Konzert und vermischt diese mit seinem Leben bzw. seiner Karriere als Rapper. Die Angst vor einem leeren Konzert verbreitet sich bei ihm. In der dritten Strophe wird klar, dass Eminem aus der Perspektive des Massenmörders Stephen Paddock, der für den Massenmord in Las Vegas am 1. Oktober 2017 verantwortlich war, erzählt und nicht aus seiner eigenen. Dieser schlägt das Fenster seines Hotelzimmers ein und schießt auf die Menschenmenge eines Konzerts. Er sagt, dass ein Motiv nie ausfindig gemacht werden kann und erschießt sich anschließend. Am Ende des Songs werden verschiedene Medienberichte über Amokläufe eingespielt. Zu Beginn von Leaving Heaven reflektiert Eminem seinen heutigen Erfolg und Status, um kurz darauf über seine harte Kindheit zu rappen, in der er in Armut lebte und von anderen Kindern gemobbt und bestohlen wurde. Zudem richtet er sich an seinen am 26. Juni 2019 verstorbenen Vater und erneuert seine Vorwürfe, dass dieser nie für ihn da war und er deshalb schon vorher für ihn gestorben sei.[1]

Der Song Yah Yah ist ein Posse Cut, bei dem Eminem zusammen mit Royce da 5′9″, Black Thought, Q-Tip und Denaun sein lyrisches Können zeigt. Dabei huldigt er verschiedenen Hip-Hop-Veteranen, die ihn inspiriert haben, darunter LL Cool J, Big L, Del tha Funkee Homosapien, K-Solo, Kool G Rap, Ol’ Dirty Bastard, Kool Moe Dee, Run-D.M.C., EPMD, The D.O.C., Ice-T, King Tee, Schoolly D, Public Enemy, Boogie Down Productions, Eric B. & Rakim, The Notorious B.I.G., N.W.A und Dr. Dre. Dagegen stellt Stepdad eine Abrechnung mit Eminems Stiefvater dar, der seine Mutter und ihn in seiner Kindheit tätlich angegriffen habe. Im Lied beschreibt Eminem Rachefantasien, die schließlich in der Ermordung seines Stiefvaters gipfeln. Auf Marsh bezeichnet der Rapper sich als Außerirdischen und rappt abermals schnell, mit zahlreichen Wortspielen, Vergleichen und Metaphern, um diese Behauptung zu untermalen. Das Lied Never Love Again beschreibt unter dem Deckmantel eines Trennungssongs Eminems frühere Drogenabhängigkeit. Er schwört, nie wieder rückfällig zu werden und spült die Drogen am Ende in der Toilette herunter.[1]

Little Engine ist ein typischer Horrorcore-Song, in dem Eminem aus der Perspektive des lyrischen Ichs diverse Gewalttaten beschreibt, die er unter Drogeneinfluss begeht. Dabei werden verschiedene Mörder, wie O. J. Simpson, Charles Manson, Susan Atkins und Albert Henry DeSalvo, erwähnt. Auch auf Lock It Up rappt Eminem teilweise über Gewalt. Der Song Farewell ist ein Trennungslied, das von enttäuschter Liebe, innerer Zerrissenheit und Eifersucht handelt, was letztendlich wieder in Gewaltfantasien gegenüber dem Partner ausartet. In No Regrets greift Eminem seine turbulente Vergangenheit, sowohl hinsichtlich der Rapkarriere als auch privat, auf. Jedoch bereue er nichts und würde alles nochmal genauso machen. Zudem attackiert er die Leute, die den „alten“ Eminem zurückwollen. Der letzte Song I Will ist ein weiterer Posse Cut mit den ehemaligen Slaughterhouse-Mitgliedern KXNG Crooked, Royce da 5′9″ und Joell Ortiz. Er ist an den Oldschool-Hip-Hop angelehnt und handelt erneut von Gewalt, die die Rapper auf Wunsch des Teufels, der als Stimme in ihrem Kopf auftritt, begehen.[1]

Produktion und SamplesBearbeiten

Dr. Dre und Eminem fungierten bei Music to Be Murdered By als Ausführende Produzenten. Eminem war dabei an der Produktion von 14 der 20 Titel beteiligt: Premonition (Intro) (zusammen mit Dawaun Parker, Dr. Dre, Luis Resto und Mark Batson), Unaccommodating (mit Tim Suby), You Gon’ Learn (mit Luis Resto und Royce da 5′9″), Those Kinda Nights (mit Fred und D.A. Got That Dope), In Too Deep (mit Tim Suby), Godzilla (mit D.A. Got That Dope), Darkness (mit Luis Resto und Royce da 5′9″), Leaving Heaven (mit Skylar Grey), Stepdad (mit Luis Resto und The Alchemist), Marsh (mit Luis Resto), Never Love Again (mit Dawaun Parker, Dem Jointz, Dr. Dre und Trevor Lawrence Jr.), Farewell (mit Ricky Racks), No Regrets (mit D.A. Got That Dope) und I Will (mit Luis Resto). Zudem stammt die Musik zu Yah Yah von Mr. Porter. Das Lied Little Engine wurde von Dawaun Parker, Dr. Dre, Erik Griggs sowie Trevor Lawrence Jr. produziert, und ebendiese produzierten zusammen mit Dem Jointz den Song Lock It Up. Die Skits Alfred (Interlude) und Alfred (Outro) wurden jeweils von Andre Brissett, Dawaun Parker und Dr. Dre produziert, während Letzterer den Skit Stepdad (Intro) allein produzierte.

Neun Stücke des Albums enthalten Samples von Titeln anderer Künstler. So beinhaltet Darkness eine Interpolation aus The Sound of Silence von Simon & Garfunkel, während bei Farewell der Track No Games von Serani gesampelt wird. Stepdad enthält Auszüge des Liedes Amame Peteribi der argentinischen Rockband Pescado Rabioso, und der Song You Gon’ Learn sampelt das Stück With You I’m Born Again von Billy Preston und Syreeta. Yah Yah enthält Elemente der Titel Woo Hah!! Got You All in Check von Busta Rhymes sowie They Want EFX von Das EFX, während Little Engine den Song Do Not Stand a Ghost of a Chance With You von Alfred Hitchcock sampelt. Zudem enthalten Premonition (Intro) und Alfred (Interlude) Samples aus Music to be Murdered By von Alfred Hitchcock, wobei dieser auch in Alfred (Outro) mit dem Stück The Hour of Parting gesampelt wird.

CovergestaltungBearbeiten

Digital-Cover des Albums

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(Bitte Urheberrechte beachten)

Cover der CD- und LP-Version

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Sondercover der Version im Eminem-Shop

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Das Albumcover zeigt ein Foto von Eminem im schwarzen Anzug, mit schwarzer Krawatte und schwarzem Hut. Er sieht den Betrachter mit ernstem Blick an und hält eine Schaufel in der Hand. Unter dem Foto befinden sich der Titel Music to Be Murdered By in Weiß bzw. Orange sowie die schwarzen Schriftzüge Stereo – The Finest in Hip Hop Since 1997 und Slim Shady. – Im Jahr 1997 schlüpfte Eminem erstmals in die Rolle seines Alter Egos Slim Shady und veröffentlichte die Slim Shady EP. Im rechten Teil des Covers ist eine rote Wand zu sehen, an der Blut herunterläuft. Dieses Cover wurde für die digitale Version des Albums verwendet.

Auf dem Cover der CD- und Schallplatten-Version des Albums ist Eminem nur im Anzug, ohne Gegenstand zu sehen. Er hat die Hände hinter dem Rücken versteckt.

In Eminems Internetshop wurde das Album mit einem Spezialcover verkauft, das direkt auf das Cover von Alfred Hitchcocks Music to Be Murdered By anspielt.[4] Hierbei hält sich der Rapper auf dem Foto eine Axt und einen Revolver an den Kopf.

GastbeiträgeBearbeiten

Auf 13 Titeln des Albums treten neben Eminem weitere Künstler in Erscheinung. So hat der Rapper Royce da 5′9″ Gastauftritte in den Songs You Gon’ Learn, Yah Yah und I Will, wobei auf letzterem auch die beiden anderen ehemaligen Slaughterhouse-Mitglieder KXNG Crooked und Joell Ortiz zu hören sind. Der Refrain des Lieds Those Kinda Nights wird von dem britischen Sänger Ed Sheeran gesungen, während der 2019 verstorbene Rapper Juice Wrld die Hook des Tracks Godzilla beisteuert. Weitere gesungene Refrains des Albums stammen von White Gold (You Gon’ Learn), Don Toliver (No Regrets), Skylar Grey (Leaving Heaven) und Anderson Paak (Lock It Up). Auf Unaccommodating arbeitet Eminem mit der Rapperin Young M.A zusammen, und auf Yah Yah wird er von den Rappern Black Thought, Q-Tip und Denaun unterstützt. Die Sängerin Nikki Grier ist auf Premonition (Intro) zu hören, während der Hintergrundgesang auf In Too Deep von Sly Pyper stammt. Zudem ist Alfred Hitchcock auf Alfred (Interlude) und Alfred (Outro) vertreten.

TitellisteBearbeiten

# Titel Gastbeiträge Produzent Länge
1 Premonition (Intro) Nikki Grier Teil 1: Dr. Dre, Mark Batson und Dawaun Parker (Add)
Teil 2: Eminem und Luis Resto (Add)
2:54
2 Unaccommodating Young M.A Tim Suby und Eminem (Add) 3:37
3 You Gon’ Learn Royce da 5′9″ und White Gold Royce da 5′9″, Eminem (Co) und Luis Resto (Add) 3:55
4 Alfred (Interlude) Alfred Hitchcock Dr. Dre, Dawaun Parker und Andre Brissett 0:30
5 Those Kinda Nights Ed Sheeran D.A. Got That Dope, Eminem (Co) und Fred (Add) 2:58
6 In Too Deep Sly Pyper Tim Suby und Eminem (Co) 3:15
7 Godzilla Juice Wrld D.A. Got That Dope und Eminem (Add) 3:31
8 Darkness Royce da 5′9″, Eminem und Luis Resto (Add) 5:37
9 Leaving Heaven Skylar Grey Skylar Grey und Eminem (Co) 4:26
10 Yah Yah Royce da 5′9″, Black Thought, Q-Tip und Denaun Mr. Porter 4:47
11 Stepdad (Intro) Dr. Dre 0:15
12 Stepdad The Alchemist, Eminem und Luis Resto (Add) 3:33
13 Marsh Eminem und Luis Resto (Add) 3:21
14 Never Love Again Teil 1: Dr. Dre, Dem Jointz, Trevor Lawrence Jr., Dawaun Parker und Eminem (Add)
Teil 2: Dr. Dre, Trevor Lawrence Jr. und Dem Jointz
2:58
15 Little Engine Dr. Dre, Erik Griggs, Trevor Lawrence Jr. und Dawaun Parker 2:57
16 Lock It Up Anderson Paak Dr. Dre, Dawaun Parker, Erik Griggs, Trevor Lawrence Jr. und Dem Jointz 2:50
17 Farewell Ricky Racks und Eminem (Add) 4:08
18 No Regrets Don Toliver D.A. Got That Dope und Eminem (Add) 3:21
19 I Will KXNG Crooked, Royce da 5′9″ und Joell Ortiz Eminem und Luis Resto (Add) 5:03
20 Alfred (Outro) Alfred Hitchcock Dr. Dre, Dawaun Parker und Andre Brissett 0:39

Charterfolge und SinglesBearbeiten

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[5]
Darkness
  DE 47 24.01.2020 (2 Wo.)
  AT 31 31.01.2020 (1 Wo.)
  CH 13 26.01.2020 (2 Wo.)
  UK 17 24.01.2020 (4 Wo.)
  US 28 01.02.2020 (2 Wo.)
Godzilla (feat. Juice Wrld)
  DE 16 07.02.2020 (10 Wo.)
  AT 6 31.01.2020 (15 Wo.)
  CH 4 26.01.2020 (15 Wo.)
  UK 1Template:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/NR1-Link 24.01.2020 (18 Wo.)
  US 3 01.02.2020 (20 Wo.)
Those Kinda Nights
(feat. Ed Sheeran)
  AT 37 31.01.2020 (1 Wo.)
  CH 12 26.01.2020 (2 Wo.)
  UK 12 24.01.2020 (6 Wo.)
  US 31 01.02.2020 (2 Wo.)
Unaccommodating (feat. Young M.A)
  US 36 01.02.2020 (2 Wo.)
You Gon’ Learn
(feat. Royce da 5′9″ & White Gold)
  US 52 01.02.2020 (2 Wo.)
Leaving Heaven (feat. Skylar Grey)
  US 61 01.02.2020 (1 Wo.)
Premonition (Intro)
  US 67 01.02.2020 (1 Wo.)
In Too Deep
  US 71 01.02.2020 (1 Wo.)
Marsh
  US 83 01.02.2020 (1 Wo.)
No Regrets (feat. Don Toliver)
  US 84 01.02.2020 (1 Wo.)
Lock It Up (feat. Anderson Paak)
  US 89 01.02.2020 (1 Wo.)
Stepdad
  US 93 01.02.2020 (1 Wo.)

Music to Be Murdered By stieg am 24. Januar 2020 auf Platz 2 in die deutschen Albumcharts ein und fiel in der folgenden Woche auf Rang 4, bevor es erneut Position 2 belegte. Insgesamt konnte sich das Album 18 Wochen in den Top 100 halten, davon vier Wochen in den Top 10.[6] Im Vereinigten Königreich erreichte es die Spitzenposition, womit Eminem durch sein zehntes Nummer-eins-Album in Folge einen Rekord aufstellte.[7] Auch in den Vereinigten Staaten ist es Eminems zehntes Nummer-eins-Album in Folge. Weitere Länder, in denen Music to Be Murdered By die Chartspitze erreichte, sind unter anderem die Schweiz, Österreich, die Niederlande, Australien, Neuseeland, Irland und Norwegen.[8]

Chartplatzierungen
Charts Höchst­platzie­rung Wo­chen
Chart­plat­zie­rungen
  Deutschland (GfK)[5] 2 (18 Wo.) 18
  Österreich (Ö3)[5] 1 (23 Wo.) 23
  Schweiz (IFPI)[5] 1 (…Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.) Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig
  Vereinigtes Königreich (OCC)[5] 1 (…Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.) Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig
  Vereinigte Staaten (Billboard)[5] 1 (…Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.) Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig

Am Erscheinungstag des Albums veröffentlichte Eminem die Single Darkness, inklusive Musikvideo, in der er aus der Sicht von Stephen Paddock, der den Massenmord in Las Vegas 2017 beging, rappt. Der Song stieg am 24. Januar 2020 auf Platz 47 in die deutschen Charts ein. Zudem erreichte das Lied Godzilla aufgrund von Streamings und Einzeldownloads Rang 1 der britischen Charts. Nach Albumveröffentlichung stiegen zwölf Songs in die Top 100 der US-Charts ein, wovon Godzilla, zu dem am 9. März 2020 ein Video erschien, mit Position 3 am erfolgreichsten war. Die anderen Stücke platzierten sich in den Bubbling Under Hot 100.[9]

Verkaufszahlen und AuszeichnungenBearbeiten

Music to Be Murdered By verkaufte sich in der ersten Woche 279.000 Mal (Berechnung aus 117.000 Downloads und 217,6 Millionen Streams) in den Vereinigten Staaten.[10] Im März 2020 wurde es in den USA für mehr als 500.000 verkaufte Exemplare mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.[11] Ebenso erhielt das Album am 13. März 2020 im Vereinigten Königreich für über 100.000 verkaufte Einheiten eine Goldene Schallplatte.[12]

Land/Region Aus­zeich­nung Ver­käu­fe
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
  Dänemark (IFPI)   Gold 10.000
  Kanada (MC)   Platin 80.000
  Neuseeland (RMNZ)   Gold 7.500
  Vereinigte Staaten (RIAA)   Gold 500.000
  Vereinigtes Königreich (BPI)   Gold 100.000
Insgesamt   4× Gold
  1× Platin
697.500

Hauptartikel: Eminem/Auszeichnungen für Musikverkäufe

RezeptionBearbeiten

Professionelle Bewertungen
Durchschnittsbewertung
Quelle Bewertung
Metacritic 64 %[13]
Weitere Bewertungen
Quelle Bewertung
laut.de      [14]
plattentests.de           [15]
Rolling Stone      [16]
allmusic      [17]
The Guardian      [18]
The Telegraph      [19]
New Musical Express      [20]
The Independent      [21]
Pitchfork           [22]

Music to Be Murdered By wurde von Kritikern insgesamt durchschnittlich bis positiv bewertet. Die Seite Metacritic errechnete aus 17 Bewertungen englischsprachiger Medien einen Schnitt von 64 %.[13]

David Baldysiak von laut.de bewertete Music to Be Murdered By mit drei von möglichen fünf Punkten und bezeichnet es als „ein Album mit zwei Gesichtern.“ So sei die erste Hälfte des Tonträgers deutlich schwächer als die zweite, da „sich Eminem nicht ganz entscheiden kann, wie er als gealterter Überrapper klingen will.“ Die ersten Songs sorgten aufgrund der stets wiederholten Kritik an fehlender Wertschätzung für „Überdruss und Langeweile“, während auf der zweiten Hälfte dank „der Authentizität des Erzählten“ und „einer energiegeladenen Delivery“ „plötzlich fast alles“ funktioniere. Positiv gesehen werden die Lieder Darkness, Stepdad und Farewell, wogegen die Stücke Those Kinda Nights, In Too Deep und Unaccommodating negativ bewertet werden.[14]

Felix Bayer vom Magazin Der Spiegel meint, dass Eminem „ein Spektrum von Gewaltfantasien auf dem Album“ ausbreite. Der Rapper habe mit „dosiert eingesetzten Trap-Anklängen und Autotune-Spielereien“ „die jüngeren Entwicklungen im Hip-Hop im Blick,“ doch sei er „zumeist sehr bei sich selbst, mit Strophen, die sich in Höchsttempo-Raps steigern, Superhelden-Metaphern und Texten, in denen er zugleich seine psychischen Probleme thematisiert.“[23]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f Eminem - Music to be Murdered By. In: genius.com. 17. Januar 2020, abgerufen am 3. Mai 2020 (englisch).
  2. Sandra E. Garcia: Eminem Faces Backlash Over Lyrics About Deadly Attack at Ariana Grande Concert. In: nytimes.vom. 17. Januar 2020, abgerufen am 3. Mai 2020 (englisch).
  3. Eminem’s “Godzilla” Verse Is Faster Than “Rap God” & “Majesty”. genius.com, 22. Januar 2020, abgerufen am 3. Mai 2020 (englisch).
  4. Felix Bayer: Überraschende Album-Veröffentlichung – Eminems Gruß an Alfred Hitchcock. In: spiegel.de. 17. Januar 2020, abgerufen am 20. Januar 2020 (deutsch).
  5. a b c d e f Chartquellen: DE AT CH UK US
  6. Eminem – Music to Be Murdered By. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 26. Januar 2020.
  7. Rob Copsey: Eminem scores Official UK Chart Double as Music To Be Murdered By and Godzilla debut at Number 1. In: officialcharts.com. 24. Januar 2020, abgerufen am 26. Januar 2020.
  8. Eminem – Music to be Murdered By. In: hitparade.ch. Abgerufen am 26. Januar 2020.
  9. Eminem – Bubbling Under Hot 100. In: billboard.com. Abgerufen am 28. Januar 2020.
  10. Keith Caulfield: Eminem Scores Historic 10th No. 1 Album on Billboard 200 Chart With 'Music to Be Murdered By'. In: billboard.com. 26. Januar 2020, abgerufen am 11. Februar 2020 (englisch).
  11. Eminem - Music to Be Murdered By. In: riaa.com. 11. März 2020, abgerufen am 14. März 2020 (englisch).
  12. Eminem - Music to Be Murdered By. In: bpi.co.uk. 25. März 2020, abgerufen am 9. Februar 2020 (englisch).
  13. a b Bewertung: metacritic.com (englisch)
  14. a b Bewertung: laut.de David Baldysiak, 21. Januar 2020
  15. Bewertung: plattentests.de Christopher Sennfelder, 27. Januar 2020
  16. Bewertung: rollingstone.com Jon Dolan, 20. Januar 2020 (englisch)
  17. Bewertung: allmusic.com Fred Thomas, 24. Januar 2020 (englisch)
  18. Bewertung: theguardian.com Alexis Petridis, 17. Januar 2020 (englisch)
  19. Bewertung: telegraph.co.uk Neil McCormick, 17. Januar 2020 (englisch)
  20. Bewertung: nme.com Jordan Bassett, 17. Januar 2020 (englisch)
  21. Bewertung: independent.co.uk Roisin O'Connor, 17. Januar 2020 (englisch)
  22. Bewertung: pitchfork.com Paul A. Thompson, 25. Januar 2020 (englisch)
  23. Felix Bayer: Eminems Gruß an Alfred Hitchcock. In: spiegel.de. 17. Januar 2020, abgerufen am 26. Januar 2020.