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Müllensiepen ist eine Ortschaft von Wipperfürth im Oberbergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Müllensiepen
Koordinaten: 51° 10′ 9″ N, 7° 23′ 35″ O
Höhe: 314 m ü. NN
Postleitzahl: 51688
Vorwahl: 02192
Müllensiepen (Wipperfürth)
Müllensiepen

Lage von Müllensiepen in Wipperfürth

Inhaltsverzeichnis

Lage und BeschreibungBearbeiten

Der Ort Müllensiepen liegt im Norden von Wipperfürth am „Stooter Arm“[1] der Bevertalsperre. Nachbarorte sind Levenhausen, Güttenhausen, Kleinhöhfeld, Großhöhfeld und Hasenburg. Das durch den Ort verlaufende Gewässer Müllensiepen entspringt 160 m südlich vom Ortsrand und mündet bei Güttenhausen in die Bever.[2]

Politisch wird der Ort durch den Direktkandidaten des Wahlbezirks 17.2 (172) Egen im Rat der Stadt Wipperfürth vertreten.[3]

GeschichteBearbeiten

1487 wird der Ort erstmals unter der Bezeichnung „Moelen Syffen“ in einer Darlehensliste für Herzog Wilhelm III von Berg aufgeführt.[4] Die Karte Topographia Ducatus Montani aus dem Jahre 1715 zeigt zwei Höfe und bezeichnet sie mit „Müllensiepen“.

Am heutigen Stauende der Bevertalsperre lag am Stooter Arm eine zu Müllensiepen gehörende Getreidemühle.[5] Die mit Wasserkraft betriebene Getreidemühle ist bereits in der Topographische Aufnahme der Rheinlande von 1825 mit einem Mühlensymbol verzeichnet. Die amtliche topografische Karte von 1927 zeigt letztmals das Mühlensymbol an einem Gebäudegrundriss mit oberhalb gelegenem Teich.[6]

Eine von der Radevormwalder Ortschaft Ispingrade bis ins Horpetal bei Lindlar verlaufende Landwehrlinie führt westlich des Ortes vorbei. Der Abschnitt von Ispingrade bis nach Stoote, auch als Hückeswagener Landwehr bezeichnet, stammt aus dem letzten Drittel des 13. Jahrhunderts. Sie schützte das seit 1260 durch Kauf bergisch gewordene Landgericht und Kirchspiel Hückeswagen vor Einfällen aus dem noch kurkölnischen Landgericht Radevormwald. Ab Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte Radevormwald ebenfalls zum bergischen Territorium. Dadurch verschoben sich die bergischen Grenzen bis zu 10 km nach Osten. Die Hückeswagener Landwehr und ihre vermutlich im 14. Jahrhundert entstandene Fortsetzung bis zum Horpetal hin, dienten nun als Binnen-Schutzwehr hinter der bergisch-märkischen Grenze.[7][8]

BusverbindungenBearbeiten

Die Bushaltestelle Hasenburg der Linie 337 (VRS/OVAG) stellt die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr her.

WanderwegeBearbeiten

Der Ortsrundwanderweg A3 führt an der Ortschaft vorbei.[9] Der Bever-Rundweg führt durch die Ortschaft.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolfgang Völkel u. Norman Schorl: Die Bevertalsperre Sutton Verlag, Erfurt 2007, S. 91 und S. 93, ISBN 978-3-86680-219-3
  2. FlussGebietsGeoinformationsSystem (FluGGS). Wupperverband, abgerufen am 21. Dezember 2017.
  3. Stadt Wipperfürth, Öffentliche Bekanntmachung vom Juni 2009; Zuordnung der Straßen in die einzelnen Wahlbezirke
  4. Klaus Pampus; Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte
  5. Herbert Nicke: „Bergische Mühlen“, Martina Galunder Verlag, Wiehl, 1998, ISBN 3-931251-36-5
  6. Historika25, Landesvermessungsamt NRW, Blatt 4810, Wipperfürth
  7. Gerd Helbeck: Die Bergischen Landwehren zwischen Wupper und Bever. In: Heft 9 der Schriftenreihe der Abteilung Radevormwald des Bergischen Geschichtsvereins, September 2000, Seite 25–27
  8. Wilhelm Engels: Die Landwehren in den Randgebieten des Herzogtums Berg. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, 66. Band, Jahrgang 1938, Seiten 67–278, Verlag Martini & Grüttefien, Elberfeld, hier die Seiten 115–120
  9. Topografisches Informations Management TIM-online, bereitgestellt von der Bezirksregierung Köln