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Unterschneppen ist eine Ortschaft in der Gemeinde Wipperfürth im Oberbergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Unterschneppen
Koordinaten: 51° 5′ 9″ N, 7° 17′ 53″ O
Höhe: 256 m ü. NN
Postleitzahl: 51688
Vorwahl: 02267
Unterschneppen (Wipperfürth)
Unterschneppen

Lage von Unterschneppen in Wipperfürth

Lage und BeschreibungBearbeiten

Der Ort liegt im Südwesten der Stadt Wipperfürth nahe der Bundesstraße 506, die im Mittelalter ein bedeutender Heerweg zwischen Köln und Dortmund war.[1] Der Ort liegt an der Wasserscheide zwischen der Großen Dhünn und der Kürtener Sülz. Nördlich der Ortschaft fließt der in den Mausbach mündende Liethsiefen. Im Südosten liegt die Quelle des Eichenbuschbaches, welcher in den Hirschfelder Bach mündet.[2][3] Nachbarorte sind Pannenhöh, Ente und Hüffen.

Der Ort gehört zum Gemeindewahlbezirk 160 und damit zum Wahlbezirk Wipperfeld.[4]

GeschichteBearbeiten

1548 wird der Ort erstmals unter der Bezeichnung „Sneppe“ in den Listen der bergischen Spann- und Schüppendienste genannt.[5] Die Karte Topographia Ducatus Montani aus dem Jahre 1715 zeigt die Ortschaft Unterschneppen unter der Bezeichnung„Schnep“ mit zwei Höfen. Aus der Charte des Herzogthums Berg von Carl Friedrich von Wiebeking von 1789 geht hervor, dass Schneppen Titularort der Honschaft Schneppen im Kirchspiel Wipperfeld war.[6] Die Topographische Aufnahme der Rheinlande von 1824 zeigt auf umgrenztem Hofraum unter dem Namen „Nieder Schneppe“ fünf getrennt voneinander liegende Grundrisse. Die Preußische Uraufnahme von 1844 verwendet die heute gebräuchliche Ortsbezeichnung Unterschneppen.[7]

Aus dem Jahre 1925 stammt ein im Ortsbereich stehendes Wegekreuz aus Granit.[8]

BusverbindungenBearbeiten

Über die im Nachbarort gelegene Haltestelle Fahlenbock der Linie 427 (VRS/OVAG)[9] ist Unterschneppen an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Herbert Nicke: Vergessene Wege: das historische Fernwegenetz zwischen Rhein, Weser, Hellweg und Westerwald, seine Schutzanlagen und Knotenpunkte
  2. FlussGebietsGeoinformationsSystem (FluGGS). Wupperverband, abgerufen am 21. Dezember 2017.
  3. Topografisches Informations Management TIM-online, bereitgestellt von der Bezirksregierung Köln
  4. Stadt Wipperfürth, Öffentliche Bekanntmachung vom Juni 2009; Zuordnung der Straßen in die einzelnen Wahlbezirke
  5. Klaus Pampus; Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte
  6. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz. Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794. Bonn 1898.
  7. Historika25, Landesvermessungsamt NRW, Blatt 4809, Kürten
  8. Kostbarkeiten am Wegesrand; Flurkreuze in Wipperfürth und seinen Kirchdörfern; Heimat und Geschichtsverein Wipperfürth e. V.; 2009; ISBN 978-3-00-029052-7
  9. Busnetz 2010, Oberbergischer Kreis, herausgegeben vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH