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Gardeweg ist eine Ortschaft von Wipperfürth im Oberbergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Gardeweg
Koordinaten: 51° 9′ 57″ N, 7° 25′ 25″ O
Höhe: 341–363 m ü. NN
Postleitzahl: 51688
Vorwahl: 02267
Gardeweg (Wipperfürth)
Gardeweg

Lage von Gardeweg in Wipperfürth

Lage und BeschreibungBearbeiten

Die in drei Siedlungsbereiche aufgeteilte Ortschaft liegt im Norden von Wipperfürth an der Wasserscheide zwischen der Neyetalsperre und der Bevertalsperre. Nachbarorte sind Beinghausen, Vossebrechen, Forste, Obernien und Platzweg. Im Westen der Ortschaft liegen die Quellen von Gardeweger Siepen und Brakensiepen, die beide in die Lüttgenau münden. Der in die Neye II mündende Gardewegermühlenbach entspringt in dem im Osten gelegenen Siedlungsbereich von Gardeweg.[1]

Politisch wird der Ort durch den Direktkandidaten des Wahlbezirks 17.2 (172) Egen im Rat der Stadt Wipperfürth vertreten.[2]

GeschichteBearbeiten

Die Karte Topographia Ducatus Montani aus dem Jahre 1715 zeigt zwei Höfe und bezeichnet diese mit „Gardenweg“. In der Karte Topographische Aufnahme der Rheinlande von 1825 wird die heute gebräuchliche Bezeichnung „Gardeweg“ verwendet.[3]

Die durch Gardeweg führende Kreisstraße K13 hatte bereits in vorgeschichtlicher Zeit (Jungsteinzeit) ihren Ursprung, wenn auch nur als „Trampelweg und Urpfad“.[4] In der sächsisch-fränkischen Zeit ab dem 7. Jahrhundert erlangte sie Bedeutung im Fernverkehr, die sich erst im 18. Jahrhundert wieder auf regionale Bedeutung reduzierte.[4]

Nachgewiesen ist im Süden des Ortes eine von Wuppertal-Elberfeld bis nach Marienheide-Krommenohl verlaufende Landwehrlinie.[5] Diese Bergische Landwehr sicherte das Bergische Territorium vor Einfällen aus dem Märkischen.

BusverbindungenBearbeiten

Über die Bushaltestelle Gardeweg der Linie 337 (VRS/OVAG) ist eine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr gegeben.

WanderwegeBearbeiten

Der vom SGV ausgeschilderte Rundwanderweg A5 und der Hauptwanderweg X7 Residenzenweg führen durch die Hofschaft hindurch.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. FlussGebietsGeoinformationsSystem (FluGGS). Wupperverband, abgerufen am 21. Dezember 2017.
  2. Stadt Wipperfürth, Öffentliche Bekanntmachung vom Juni 2009; Zuordnung der Straßen in die einzelnen Wahlbezirke
  3. Historika25, Landesvermessungsamt NRW, Blatt 4810, Wipperfürth
  4. a b Alfred Jung, „Altenaer Beiträge“, Bd. 13, „Halver und Schalksmühle - Untersuchungen und Gedanken zur Siedlungsgeschichte des Amtes Halver, eines alten Kirchspiels im sächsisch-fränkischen Grenzraum“ (1978) Seiten 58, 88 und 89
  5. Wilhelm Engels: Die Landwehren in den Randgebieten des Herzogtums Berg. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, 66. Band, Jahrgang 1938, Seiten 67–278, Verlag Martini & Grüttefien, Elberfeld
  6. Topografisches Informations Management TIM-online, bereitgestellt von der Bezirksregierung Köln