Konken

Ortsgemeinde im Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Konken ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Konken
Konken
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Konken hervorgehoben

Koordinaten: 49° 31′ N, 7° 21′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Kusel-Altenglan
Höhe: 334 m ü. NHN
Fläche: 7,04 km2
Einwohner: 827 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66871
Vorwahl: 06384
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 052
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
66869 Kusel
Website: www.konken.eu
Ortsbürgermeister: Karl Knecht
Lage der Ortsgemeinde Konken im Landkreis Kusel
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GeographieBearbeiten

Der alte Ortskern von Konken liegt auf ca. 330 Meter Höhe in einer weiten muschelförmigen Talmulde, die vom Konker Bach gebildet wird und sich nach Osten hin öffnet. In nördlicher Richtung steigt das Gelände verhältnismäßig steil auf ca. 350 Meter an, die höchsten Erhebungen liegen jedoch im Süden der Gemarkung. Hier überschreiten der Rundwieshübel (404 m), die Harzhöhe (412 m) und die Konker Warte (414 m) die 400-Meter-Marke. Bewaldet sind vor allem der Osten und der äußerste Westen der Gemeindefläche.[2]

Zu Konken gehören auch die Wohnplätze Hasenmühle und Rundwieserhof.[3]

Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Ehweiler, Schellweiler, Hüffler, Wahnwegen, Herschweiler-Pettersheim, Langenbach und Albessen. Das weiter westlich gelegene Herchweiler grenzt bereits unmittelbar an das Saarland. Die Stadt Kusel, Verwaltungssitz von Verbandsgemeinde und Landkreis, ist sechs Kilometer in nordöstlicher Richtung entfernt.

GeschichteBearbeiten

Konken wurde im Jahr 1124 als „Chonchis“ erstmals urkundlich erwähnt, ist wohl aber deutlich älter. In einem Steuerbuch aus dem 9. Jahrhundert, welches die Abgaben an das Kloster Reims auflistet, wird bereits ein „Conchis“ erwähnt.[4]

Zunächst zur Grafschaft Veldenz gehörend, fiel der Ort mit dem Erlöschen deren männlicher Linie 1444 an die neu gebildete Grafschaft Pfalz-Zweibrücken, deren weiteres Schicksal Konken nun teilte.[5]

Im Jahr 1609 hatte Konken 127 Einwohner und war damit das größte Dorf der Umgebung, wurde von seinen Bewohnern aber während des Dreißigjährigen Kriegs verlassen. Vermutlich fielen sie überwiegend dem Massaker von 1635 durch kroatische Truppen der kaiserlichen Armee zum Opfer. Nach dem Krieg erfolgte eine Neubesiedlung durch Zuwanderung aus der Schweiz und aus Tirol. Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs gegen Ende des 17. Jahrhunderts kam es durch die Truppen Ludwigs XIV. erneut zu Plünderungen.[5]

Von 1801 bis 1814 gehörte Konken als Teil des Saardepartements, Arrondissement Birkenfeld zu Frankreich, und bildete den Mittelpunkt einer Mairie. Auf dem Wiener Kongress fiel die linksrheinische Pfalz 1815 zunächst an Österreich und 1816 aufgrund eines Tauschvertrages an das Königreich Bayern. Ab 1818 wurde Konken Sitz einer Bürgermeisterei, die zum Landkommissariat Kusel im bayerischen Rheinkreis gehörte.[5]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Konken innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde der Ort der Verbandsgemeinde Kusel zugeordnet, die 2018 in der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan aufging.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Konken besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

BürgermeisterBearbeiten

Karl Knecht wurde am 25. Juni 2019 Ortsbürgermeister von Konken.[7] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 85,24 % für fünf Jahre gewählt worden.[8]

Knechts Vorgänger Fritz Emrich (SPD) hatte das Amt zehn Jahre ausgeübt, war aber 2019 nicht erneut angetreten.[7]

WappenBearbeiten

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Über erhöhtem, silbernem Schildfluß, darin eine blaue Muschel, aus der eine rote Flamme lodert, in Schwarz ein rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter, goldener Löwe“.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In Konken gibt es einen Kindergarten, eine Grundschule und eine Mehrzweckhalle. Der Ort ist mit seinem verkehrsgünstigen Gewerbegebiet einer der wenigen größeren Industriestandorte im Landkreis (rund 280 Arbeitsplätze in Industrie, Handwerk und Gewerbe).

Durch den Ort verläuft die B 420. Im Norden befindet sich die A 62 (mit Anschlussstelle „Kusel“ am nördlichen Ortsausgang). In Kusel befindet sich ein Bahnhof der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel. Ein biogasbetriebenes Nahwärmenetz ist im Aufbau.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen die im Ort gewirkt habenBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Konken – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Ernst Schworm: Konken. Lage. In: regionalgeschichte.net. Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V., abgerufen am 17. Mai 2020.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019[Version 2020 liegt vor.]. S. 157 (PDF; 3 MB).
  4. Ernst Schworm: Konken. Name. In: regionalgeschichte.net. Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V., abgerufen am 17. Mai 2020.
  5. a b c Ernst Schworm: Konken. Abriss der Ortsgeschichte. In: regionalgeschichte.net. Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V., abgerufen am 17. Mai 2020.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. a b Susanne Cahn: Marode Telefonleitungen in Konken lassen Schlimmes befürchten. Konstituierung Gemeinderat 2019. Die Rheinpfalz, 26. Juni 2019, abgerufen am 17. Mai 2020.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Kusel-Altenglan, Verbandsgemeinde, 18. Ergebniszeile. Abgerufen am 17. Mai 2020.