Bedesbach

Ortsgemeinde im Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Bedesbach ist eine Ortsgemeinde und ein staatlich anerkannter Erholungsort im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Bedesbach gehört der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die sechstgrößte Ortsgemeinde darstellt.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bedesbach
Bedesbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bedesbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 34′ N, 7° 27′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Kusel-Altenglan
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 4,42 km2
Einwohner: 800 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 181 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66885
Vorwahl: 06381
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 106
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
66869 Kusel
Website: www.bedesbach.de
Ortsbürgermeister: Peter Koch
Lage der Ortsgemeinde Bedesbach im Landkreis Kusel
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Über dieses Bild
Bedesbach aus der Vogelperspektive im Jahr 2009

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Ort liegt bei Kusel im Nordpfälzer Bergland sowie dessen Teilbereich Potzberg-Königsberg-Gruppe im sogenannten Musikantenland innerhalb der Westpfalz. Zu Bedesbach gehört zusätzlich der Wohnplatz Sulzbacher Hof.[2] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Ulmet, Welchweiler, Altenglan und Erdesbach.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Der Glan bildet die westliche Gemarkungsgrenze. Von rechts mündet in diese der 2,4 Kilometer lange Sulzbach, der in Ost-West-Richtung mitten durch das Siedlungsgebiet fließt und sich auf gesamter Länge innerhalb des Gemeindegebiets befindet. Im Südosten der Gemeinde erhebt sich der 369 Meter messende Hohenestel.

GeschichteBearbeiten

Bedesbach wurde im Jahr 1364 erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte zur Grafschaft Veldenz und später zu Pfalz-Zweibrücken.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war der Ort in den Kanton Wolfstein eingegliedert. 1815 gehörte Bedesbach zunächst zu Österreich. Nach dem Wiener Kongress wurde er ein Jahr später dem Bayern zugeschlagen. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde weiterhin dem Kanton Wolfstein an und war Bestandteil des Landkommissariat Kusel, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1939 wurde der Ort in den Landkreis Kusel eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bedesbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde die Gemeinde 1972 Bestandteil der Verbandsgemeinde Altenglan. Seit 2018 gehört der Ort zur Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Bedesbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

BürgermeisterBearbeiten

Peter Koch wurde 2009 Ortsbürgermeister von Bedesbach. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 84,32 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[4] Sein Amtsvorgänger war Jürgen Hahn.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KulturdenkmälerBearbeiten

Vor Ort befinden sich insgesamt zwei Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die alte Dorfschmiede. Diese fungiert inzwischen als Museum, in dem die Original-Ausstattung gezeigt wird.

Sonstige BauwerkeBearbeiten

Das ehemalige Schulhaus wurde 2002 saniert und dient als Dorfgemeinschaftshaus. Im Dachboden haben sich Fledermäuse der Art Großes Mausohr, der größten Art in Deutschland, eingenistet.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Im südlichen Gemeindegebiet befindet sich ein Steinbruch. Zudem befand sich in der Nähe nach den Zweiten Weltkrieg zeitweise ein Tanklager der NATO.

 
Bahnhof Bedesbach-Patersbach

VerkehrBearbeiten

Der Ort liegt nahe der B 420, die durch den Nachbarort Patersbach verläuft. Von dieser zweigt die durch den die Ortsgemeinde verlaufende Kreisstraße 36 nach Welchweiler ab. Im Süden befindet sich die A 62. In Altenglan befindet sich ein Bahnhof der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel. Bedesbach selbst besaß ab 1904 einen Bahnhof an der inzwischen stillgelegten Glantalbahn, der mittlerweile als Draisinenstation dient. Der Personenverkehr endete 1985, der Güterverkehr vier Jahre später.

TourismusBearbeiten

Durch Bedesbach verläuft der Glan-Blies-Radweg. Im Osten der Gemeindegemarkung liegt die auf 399 Meter Höhe liegende und von der Bedesbacher Ortsgruppedes Pfälzerwald-Verein unterhaltene Hohenestel-Hütte. In deren unmittelbarer Nähe befand sich einst ein mittlerweile abhanden gekommener Aussichtsturm.

In Bedesbach geborenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Bedesbach – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019[Version 2020 liegt vor.]. S. 158 (PDF; 3 MB).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. Abgerufen am 7. September 2019.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Kusel-Altenglan, Verbandsgemeinde, letzte Ergebniszeile. Abgerufen am 9. Mai 2020.