Einöllen

Ortsgemeinde im Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Einöllen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Einöllen
Einöllen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Einöllen hervorgehoben

Koordinaten: 49° 36′ N, 7° 38′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Lauterecken-Wolfstein
Höhe: 344 m ü. NHN
Fläche: 4,89 km2
Einwohner: 410 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67753
Vorwahl: 06304
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 019
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 6a
67742 Lauterecken
Website: www.einoellen.de
Ortsbürgermeister: Siegfried Berndt
Lage der Ortsgemeinde Einöllen im Landkreis Kusel
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Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Ort liegt nordöstlich von Wolfstein im Nordpfälzer Bergland innerhalb dessen Teilbereich Moschelhöhen. Zu Einöllen gehören zusätzlich die Wohnplätze Berghof und Hobstätterhof.[2] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Reipoltskirchen, Relsberg, Wolfstein, Oberweiler-Tiefenbach und Hohenöllen.

GewässerBearbeiten

Durch den Nordosten des Gemeindegebiets verläuft in Süd-Nord-Richtung der Sulzbach; teilweise bildet er die Gemarkungsgrenze zu Relsberg. Im Süden der Gemarkung verläuft in Ost-West-Richtung der Breitbach.

GeschichteBearbeiten

Einöllen wurde im Jahr 1432 als Eynet erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte zur Grafschaft Veldenz und ab 1444 zum Herzogtum Zweibrücken; dort gehörte es zum Oberamt Meisenheim und unterstand dort dem Amt Meisenheim. 1768 kam Einöllen durch einen Gebietstausch an die Kurpfalz und unterstand dort dem Oberamt Lautern.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war der Ort in den Kanton Wolfstein eingegliedert. 1815 gehörte Einöllen zunächst zu Österreich. Nach dem Wiener Kongress wurde er ein Jahr später dem Bayern zugeschlagen. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde weiterhin dem Kanton Wolfstein an und war Bestandteil des Landkommissariat Kusel, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1939 wurde der Ort in den Landkreis Kusel eingegliedert. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Einöllen am 19. März 1945 von Einheiten der United States Army eingenommen. Nach dem Krieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Einöllen 1972 Bestandteil der Verbandsgemeinde Wolfstein. Seit 2014 gehört der Ort zur Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein.

ReligionBearbeiten

Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer und unterstehen dort dem Dekanat Kusel, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche der Pfalz.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Einöllen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

BürgermeisterBearbeiten

Siegfried Berndt wurde 2009 Ortsbürgermeister von Einöllen.[4] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 52,05 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[5]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Blau ein linkshingewendeter goldener Pflug, der natürliches Ackerland durchfurcht.“

Es wurde 1925 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt.

KulturBearbeiten

Einziges Kulturdenkmal vor Ort ist die protestantische Pfarrkirche, die eine Stumm-Orgel aus dem Jahr 1813 enthält. Letztere diente außerdem als Vorbild für die Restaurierung der Orgel der Evangelischen Kirche in Kleinich.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Struther Hütte

VerkehrBearbeiten

Durch Einöllen verläuft die Landesstraße 383, die den Ort mit Heinzenhausen verbindet. Mitten im Siedlungsgebiet zweigt von dieser die Kreisstraße 42 nach Reipoltskirchen ab. Im Westen verläuft die Bundesstraße 270. In Wolfstein und im nahe liegenden Reckweilerhof befinden sich Haltepunkte der Lautertalbahn.

TourismusBearbeiten

Im Südosten des Gemeindegebiets befindet sich die Strüther Hütte, die sich früher im Besitz des Pfälzerwald-Vereins befunden hatte.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

  • Hermann Greilach, Metzgergeselle, Gemischtwarenhändler und Politiker (NSDAP), von 1935 bis 1838 Bürgermeister von Diefflen, stammte aus Einöllen

WeblinksBearbeiten

Commons: Einöllen – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019[Version 2021 liegt vor.]. S. 153 (PDF; 3 MB).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. Abgerufen am 19. Oktober 2019.
  4. Klaudia Gilcher: Immer Richtung Ruhe. Zwei Fragen – Zwei Antworten: Siegfried Berndt. Die Rheinpfalz, 21. Dezember 2018, abgerufen am 29. April 2020.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Lauterecken-Wolfstein, Verbandsgemeinde, sechste Ergebniszeile. Abgerufen am 29. April 2020.