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Fontenille ist ein Ort und eine Gemeinde mit 328 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im westfranzösischen Département Charente in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde besteht aus mehreren Weilern (hameaux) und Einzelgehöften (fermes).

Fontenille
Fontenille (Frankreich)
Fontenille
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Charente
Arrondissement Confolens
Kanton Boixe-et-Manslois
Gemeindeverband Cœur de Charente
Koordinaten 45° 55′ N, 0° 10′ OKoordinaten: 45° 55′ N, 0° 10′ O
Höhe 55–127 m
Fläche 9,52 km2
Einwohner 328 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 34 Einw./km2
Postleitzahl 16230
INSEE-Code

Fontenille – Dolmens des Pérottes
Kopie des Eingangs zum Dolmen La Jacquille im Musée d’Angoulême

Inhaltsverzeichnis

Lage und KlimaBearbeiten

Der Ort Fontenille liegt in einer Höhe von etwa 85 m im Norden des Départements etwa 1 km nördlich des Flusses Charente in der alten Kulturlandschaft des Angoumois, einem Teil der Landschaft der Charente. Die Stadt Angoulême befindet sich etwa 36 km (Fahrtstrecke) südlich, Poitiers liegt gut 83 km nördlich.[1] Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 760 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2015
Einwohner 136 731 472 369 334 335

Der kontinuierliche Rückgang der Bevölkerungszahlen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die Reblauskrise im Weinbau und die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

WirtschaftBearbeiten

Der Ort und seine Umgebung waren jahrhundertelang landwirtschaftlich geprägt; die meisten Menschen lebten als Selbstversorger. Im ausgehenden Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde der Weinbau vorangetrieben, der jedoch – nach der Reblauskrise im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert – nahezu eingestellt wurde.[2] Seit den 1960er Jahren spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine nicht unbedeutende Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde.

GeschichteBearbeiten

Die Anwesenheit des Menschen auf dem heutigen Gebiet der Gemeinde ist durch mehrere jungsteinzeitliche Grabbauten (dolmen) bezeugt. In der Zeit der römischen Herrschaft über Gallien führte eine Römerstraße durch das Gemeindegebiet.

Beim Weiler Châteaurenaud im Süden der Gemeinde erhob sich einstmals eine Festungsanlage (motte). Für das Hochmittelalter, die Zeit des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) und der Hugenottenkriege (1562–1598) fehlen die Quellen, doch scheinen sich die Herren von Châteaurenaud dem Protestantismus angeschlossen zu haben.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die kleine Pfarrkirche Saint-Michel steht inmitten des Friedhofs am Ortsrand; es ist ein schlichter Bau des 15. Jahrhunderts mit späteren Veränderungen. Das Innere birgt eine Kopie des 19. Jahrhunderts nach einem Gemälde von Raffael Der Erzengel Michael tötet den Drachen.
Umgebung

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fontenille – Karte mit Höhenangaben
  2. Fontenille – Weinbau
  3. Fontenille, Dolmen de Pérotte in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Fontenille, Tumulus de la Jacquille in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)