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Audi 100 C3

Der Audi 100 C3 war eine Limousine der oberen Mittelklasse der Audi NSU Auto Union AG.

Der Audi 100 C3 war eine Limousine der oberen Mittelklasse der Audi NSU Auto Union AG (ab 1985: Audi AG). Er löste im Sommer 1982 in der Baureihe den Audi 100 C2 ab.

Audi
Audi 100 (1982–1988)
Audi 100 (1982–1988)
100 C3 (Typ 44)
Produktionszeitraum: 1982–1991
(in Lizenz bis 2004)
Klasse: Obere Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,8–2,3 Liter
(55–121 kW)
Dieselmotoren:
2,0–2,5 Liter
(51–88 kW)
Länge: 4792 mm
Breite: 1814 mm
Höhe: 1422 mm
Radstand: 2685 mm
Leergewicht: 1080–1500 kg
Vorgängermodell Audi 100 C2
Nachfolgemodell Audi 100 C4

Der Audi 100 C3 tat sich mit einer besonders strömungsgünstigen Karosserie hervor, war Vorreiter des permanenten „quattro“-Allradantriebs in der oberen Mittelklasse und brachte für den Volkswagen-Konzern erstmals den TDI-Motor mit Diesel-Direkteinspritzung und Turbolader in die Serie. Der Nachfolger 100 C4 erschien Ende 1990.

Inhaltsverzeichnis

ModellgeschichteBearbeiten

MarkteinführungBearbeiten

Im August 1982 kam der neuentwickelte Audi 100 C3 (Typ 44) als Nachfolger des seit August 1976 gebauten Audi 100 C2 (Typ 43) auf den Markt.

Das auf der IAA 1981 präsentierte Audi Forschungsauto[1] hatte bereits viele Merkmale des neuen Audi 100 vorweggenommen. Die Karosserie des C3 mit den bündig eingebauten, hochgezogenen Fenstern und einem cw-Wert von 0,30 galt in den frühen 1980er-Jahren als strömungsgünstigste Serienkarosserie dieser Zeit und erhielt viele Auszeichnungen. Wegen des Leichtbaus und des niedrigen Luftwiderstandes verbrauchte der Wagen weniger Kraftstoff als vergleichbare Fahrzeuge der Zeit.

Im August 1983 folgten der „Avant“-Kombi mit Schrägheck und der Audi 200 mit Karosserie und Fahrwerk des Audi 100, aber stärkerem Motor und besserer Ausstattung.

Ab November 1984 waren die „quattro“-Versionen erhältlich. Der permanente Allradantrieb war mit einem Mitteldifferentialgetriebe versehen. In einem bekannten Werbespot der damaligen Zeit fährt ein solcher Wagen eine schneebedeckte Skisprungschanze hinauf. Später wurde der Spot mit dem Audi A6 wiederholt. Die Autos fuhren bei den Dreharbeiten der Werbefilme aus eigener Kraft die Schanze hinauf, wurden dabei nur mit einem Drahtseil gesichert.

Bereits Mitte der 1980er Jahre experimentierte man außerdem mit Aluminiumkarosserien, mit denen Audi-100-Prototypen ausgerüstet wurden. Der Schritt in die Serie wurde jedoch erst mit dem späteren Audi A8 und dessen sogenannter "Space-Frame"-Karosserie vollzogen.

Modellpflege mit Premiere der TDI-ModelleBearbeiten

Im Januar 1988 erfolgte eine größere Modellpflege, wodurch der Audi 100 einen neu gestalteten Innenraum sowie in die Karosserie bündig eingepasste Türgriffe und weitere kleine Neuerungen erhielt. Neben dem Sicherheitsgurt-Straffungssystem procon-ten war nun ein Fahrer-Airbag verfügbar. Prägend für diese Generation des Audi 100 war der Fünfzylindermotor. Insgesamt wurden für das Fahrzeug über 20 verschiedene Motorvarianten zwischen 51 kW (69 PS) (Diesel) und 121 kW (165 PS) (Turbo) angeboten. Die unterschiedlichen Ausstattungsvarianten (Basis, CC, CS und CD) entfielen.

Im Januar 1990 wurde der Audi 100 2.5 TDI eingeführt. Nach dem Fiat Croma (1987) und dem Austin Montego (1988) war dies der dritte Serien-Diesel-Pkw mit Direkteinspritzung. Der Motor mit 120 PS (88 kW) hatte ein maximales Drehmoment von 265 Nm bei 2250/min und einen geringen Kraftstoffverbrauch. Audi gilt als Vorreiter dieser Technik, die dem Volkswagen-Konzern in den 1990er Jahren einen Wettbewerbsvorteil vor den Mitbewerbern bescherte. Im letzten Modelljahr gab es noch zahlreiche Sondermodelle, bis schließlich im Dezember 1990 der Audi 100 Typ 44 durch den Audi 100 C4 abgelöst wurde. Mit dem 2,4-l-Diesel war der C3 noch bis Sommer 1991 in Produktion. Das Schwestermodell Audi 200 wurde ebenfalls bis Sommer 1991 weiterproduziert, der vom 200 abgeleitete Audi V8 noch bis Mitte 1994.

Viele Fahrzeuge sind heute in Liebhaber- oder Tunerhänden, es wurden auch viele Gebrauchtfahrzeuge exportiert, die noch in großer Anzahl im Ausland in Verwendung sind. Der C3 gilt als zuverlässiges und wartungsfreundliches Auto. Dank Vollverzinkung der Karosserie ab Modelljahr 1986 ist der Audi 100 C3 gegen Rostschäden beinahe immun. Die Motoren, besonders die Fünfzylindermotoren, gelten als haltbar, Laufleistungen über 500.000 km sind keine Seltenheit.

ModellvariantenBearbeiten

AusstattungsvariantenBearbeiten

  • Audi 100 (1982–1987)
  • Audi 100 CC (1982–1987)
  • Audi 100 CD (1982–1987) v. a. Velourssitze und Chromzierleisten
  • Audi 100 CS (1982–1987) v. a. Sportfahrwerk mit 5-Loch-Felgen, Sportsitze
  • Audi 100 Diesel (1982–1990) 51-kW-Saugdiesel-Fünfzylinder
  • Audi 100 Turbo-Diesel (1982–1990) 64 bzw. mit Ladeluftkühler 74 kW; Fünfzylinder
  • Audi 100 Turbo (1986–1990)
  • Audi 100 2,0 (1988–1990)
  • Audi 100 2,3 (1988–1990)
  • Audi 100 2,3 (1990, Limousine/Avant auch als Sport II mit 4-Stufen-Automatik)
  • Audi 100 2,4 D (1988–1991) 60-kW-Saugdiesel
  • Audi 100 2,5 TDI (01/1990–11/1990)

Alle Modelle des Audi 100 C3 waren auch als Avant erhältlich und nach Wunsch auch mit dem permanenten Allradantrieb quattro, den es allerdings nur mit Schaltgetriebe gab. Die "quattro"-Technik konnte erst beim Audi V8 mit einer Vierstufen-Automatik kombiniert werden.

Sondermodelle (Auswahl)Bearbeiten

Audi 100/100 Avant SportBearbeiten

 
Sondermodell "Audi 100 Avant quattro Sport", Modelljahr 1990

Das Sondermodell "Audi 100/100 Avant Sport" wurde im Rahmen der Sonder- bzw. Verkaufsaktion "S711", intern auch als "Sport II" bezeichnet[2], ab September 1989[3] für das Modelljahr 1990 angeboten und ist heute in Liebhaberkreisen eine begehrte Sondermodell-Variante des Audi 100 C3 (Typ 44)[4].
Das Sondermodell "Sport" des Audi 100/100 Avant unterschied sich optisch durch die Kotflügelverbreiterungen bzw. ausgestellten Radläufe, die bei der Verwendung des 15"-Hochleistungsfahrwerkes mit Reifen 215/60 R15 einerseits technisch notwendig, andererseits auch ein zeitgenössisches Erkennungsmerkmal des Audi 200 quattro "Exclusiv" waren, damals einer der schnellsten Serienlimousine der Welt und durch Produktplatzierung in Kinofilmen der James Bond Reihe[5] oder der Serie Die Schwarzwaldklinik[6] bekannt geworden.
Dabei ist das Sondermodell "Sport" von den ebenfalls zum Modelljahr 1990 angebotenen Ausstattungs- und Sportpaketen "Sportpaket I" und "Sportpaket II" zu unterscheiden. Das "Sportpaket II" hatte, bei gleichem Ausstattungsumfang wie das "Sportpaket I", zwar zusätzlich das 15"-Hochleistungsfahrwerk mit Reifen 205/60 R15, jedoch ohne die für das Sondermodell "Sport" charakteristischen, ausgestellten Radläufe[7].


Hybridfahrzeuge „Audi duo“Bearbeiten

Auf Basis des Audi 100 Avant präsentierte Audi im Jahr 1989 auf der IAA ein Hybridmodell, den Audi duo. Die erste Entwicklungsstufe verfügte über einen konventionellen 2,3-l-Fünfzylinder Verbrennungsmotor mit 100 kW (136 PS) für den Antrieb der Vorderräder, sowie ein Elektroaggregat, das je nach Bedarf für den Antrieb der Hinterräder zugeschaltet werden konnte. Der Elektromotor hatte eine Leistung von 9,4 kW, die von einem Paket aus 54 in Reihe geschalteten Nickel-Cadmium-Batterien samt Ladegerät versorgt wurde. Die Batterien konnten während der Fahrt wieder aufgeladen werden. Die Reichweite der Akkus verschaffte dem Audi-100-Hybrid eine Reichweite von rund 25 km. Letztlich blieb es bei drei Prototypen, da kaum Nachfrage nach einer Serienfertigung bestand.

Den Namen Audi duo verwendete man 1997 nochmals – diesmal für eine Hybridantriebs-Variante auf Basis des Audi A4 B5, die es in die Serienproduktion schaffte, allerdings nach einem Jahr mangels Erfolg wieder eingestellt wurde.[8]

VollverzinkungBearbeiten

Bereits zur Einführung des Audi Typ 44 wurden bei ca. 35 % der Karosserie ein- und beidseitig elektrolytisch verzinkte, beidseitig feuerverzinkte, galvanisch verzinkte sowie Zincrometal-beschichtete Bleche verwendet[9]. Ab September 1985, zum Modelljahr 1986, erhielt die Baureihe dann eine vollverzinkte Karosserie. Dabei wurden für die nicht sichtbaren Teile der Bodengruppe wie z. B. der gesamte Vorderwagen und das einteilige Bodenblech beidseitig feuerverzinkte Bleche und für die im Sichtbereich liegenden Anbauteile, wegen der besseren Oberflächenqualität, wie z. B. Frontklappe, Kotflügel, Türen und Heckklappe beidseitig elektrolytisch verzinkte Bleche verwendet. Die auf der gesamten Karosserie vorhandene Zinkschicht hat ein Gewicht von ca. 5 kg. Die bisherigen Korrosionsschutzmaßnahmen wie zum Beispiel Zinkphosphatierung, kataphoretische Tauchgrundierung, PVC-Unterbodenschutz und Nahtabdichtung, Elastischer Steinschlag-Schutzfüller und Heiß-Flutwachs-Konservierung blieben im vollen Umfang erhalten. Bei der Fertigung vollverzinkter Karosserien konnte Audi unter anderem von Erfahrungen bei der Auftragsproduktion des Porsche 924 und 944 im Werk Neckarsulm profitieren und übernahm in der Großserienproduktion eine Vorreiterrolle. Die erstmalige Einführung vollverzinkter Karosserien in der Großserienproduktion bei Audi resultierte aus langjährigen Fahrversuchen, die seit 1975 in korrosionskritischen Umgebungen wie zum Beispiel im Umkreis der Seenplatte im kanadisch-amerikanischen Grenzland mit saurem Regen, Minustemperaturen von 40 Grad und die damit verbundene Verwendung von aggressiven Auftausalzen oder in Florida mit besonders dünner Ozonschicht bzw. starker UV-Strahlung in Verbindung mit einer hoch salzhaltigen Seeluft durchgeführt wurden. Zusätzlich gab es Untersuchungen in der damals weltweit modernsten Prüfanlage, dem im Jahre 1982 mit einem Kostenaufwand von 12,5 Mio. DM in Betrieb genommenen Audi-Korrosionsschutz-Zentrum Ingolstadt[10]. Kernstück der Untersuchungen war der damals sogenannte "30-Zyklen-Test" (heute INKA-Test[11]) der in einem Drei-Kammern-System durchgeführt wurde. Dadurch war es möglich innerhalb von 14 Wochen alle Korrosionsverhältnisse nachzuvollziehen, die einer Fahrzeuglaufzeit von 6 Jahren entsprachen. Dazu wurden bereits ein Jahr vor Serienfertigung werkzeuggefertigte Fahrzeuge vier Tage lang, 16 Stunden am Tag über eine Gesamtstrecke von 2000 km auf einem Testgelände in Ehra-Lessien auf Rüttel-, Schlacken-, Sand- und Schotterstrecken in Salzwasser- und Schlammdurchfahrten sowie mit künstlichen Beschädigungen wie Kratzern und Beulen vorkonditioniert um die Fahrzeuge dann in den Salzsprüh-, Klima- sowie Rüttel-Kältekammern korrosionskritischen Einflüssen auszusetzen.[12][13]

Aerodynamik-WeltmeisterBearbeiten

Aerodynamik-Weltmeister (auch: cw-Weltmeister) ist eine anfangs von Motorjournalisten geprägte und später von Audi für deren Pressearbeit übernommene[14] Bezeichnung für das Erreichen eines besonders niedrigen Luftwiderstandsbeiwertes (cw-Wertes) für ein bestimmtes Fahrzeugmodell, die seit der Markteinführung des besonders strömungsgünstigen Fahrzeugmodells Audi 100 C3 im Jahr 1982 verwendet wird.[15] Der Luftwiderstandsbeiwert liegt dabei im Fokus der Presse und Fahrzeughersteller, um eine besonders gute Wirtschaftlichkeit oder Akustik eines neu entwickelten Fahrzeugmodells zu belegen.[16] Zwischenzeitlich wurde die Bezeichnung von Motorjournalisten für den Opel Kadett E[17] und Opel Calibra[18][19] verwendet. Seit 2012 wird die Bezeichnung von Mercedes für die Modelle Mercedes CLA[20][21] und Mercedes A-Klasse[22] verwendet.

Modell Jahr cw-Wert
Audi 100 C3 1982 0,30
Opel Kadett E 1984 0,30
Opel Calibra 1989 0,26
Mercedes CLA 2013 0,23
Mercedes A-Klasse 2018 0,22

GanzaluminiumkarosserieBearbeiten

Nachdem beim, ab 1978 entwickelten Audi Forschungsauto, der Einsatz einiger sogenannter Hang on-Karosserieteile wie z. B. Fronthaube, Kotflügel, Türen sowie Tür-Aggregateträger aus Aluminium oder Aluminium-Verbundwerkstoffen erprobt wurde[23] und Porsche bereits im September 1981 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA eine, im Rahmen des Forschungsprojektes "Langzeitauto" und in Zusammenarbeit mit dem Aluminiumhersteller und -verarbeiter Alusuisse entwickelte, nur 161 kg schwere Ganzaluminiumkarosserie des Porsche 928 gezeigt wurde,[24][25][26] entschloss sich Audi Ende 1981 in einer vorerst geheim gehaltenen Zusammenarbeit mit Alcoa eine Ganzaluminiumkarosserie für die Großserie zu entwickeln.[27] Die eigentliche Projektarbeit starte Mitte 1982 und die Phase der Vorentwicklung endete Ende 1984 mit der Vollendung von jeweils einer Prototyp-Karosserie des Audi 100 C3 Typ 44 und des Audi 80 B3 Typ 89 in herkömmlicher Schalenbauweise.[28] Im Mai 1985, also 4 1/2 Jahre nach Porsche, wurde die ca. 149 kg schwere Prototyp-Karosserie des Audi 100 C3 Typ 44 in Aluminium-Schalenbauweise von Alcoa auf der Hannover-Messe ausgestellt[29][30]. Die Erprobung der Karosserien führte aber zur Bestätigung der Befürchtung, dass der alleinige Austausch des Werkstoffs zwar in Sachen Gewichtsreduktion positive Auswirkungen hat, aber in Sachen der Materialermüdung, Korrosionsverhalten sowie Akustik nur Nachteile bringt und die Entwicklung einer völlig neuen Technologie, die auch dem Anspruch des Slogans Vorsprung durch Technik gerecht wird, notwendig ist.[31] Bereits zeitgleich zur Hannover Messe 1985 arbeitete Audi in Ingolstadt an Karosserien in der innovativeren Aluminium-Rahmenstrukturbauweise, konnte aber erst im Frühjahr 1989 die Entscheidung treffen, die neu entwickelte Technologie in einem Fahrzeug der Oberklasse, dem Audi A8 D2 ab 1994, in Großserie zu bringen.[32]

Exportmodelle und LizenzfertigungBearbeiten

Nordamerika, Südafrika und JapanBearbeiten

In Nordamerika wurde der Audi 100 C3 von 1983 bis 1988 unter der beim Vorgängermodell eingeführten Bezeichnung Audi 5000 angeboten; ab 1988 griff man wieder auf die in Europa gebräuchlichen Bezeichnungen Audi 100 und 200 zurück.

In Südafrika fertigte Volkswagen South Africa den Audi 100 im CKD-Verfahren und bot ihn unter der Bezeichnung Audi 500 an.

In Tokio wurde der C3 noch bis November 1991 montiert, als Audi 200 bis Juli 1992.

Fertigung in ChinaBearbeiten

Unter der Bezeichnung Hongqi („Rote Fahne“) wurde der C3 von 1988 bis 2004 in China unter Lizenz bei der FAW in Changchun als Repräsentationslimousine produziert, mitunter in exotischen Karosserievarianten, sogar als viertüriges Cabriolet.

In einem Joint-Venture namens FAW-Volkswagen rollte ab 1992 der Audi 100 vom Band. Zunächst verwendete man für die Montage CKD-Bausätze aus südafrikanischer Herstellung. Zu jener Zeit war der Modellcode 443 in Verwendung. Ab 1994, als die eigene Produktion von Komponenten begann, war dann der Modellcode 4A2 in Benutzung. Es standen vier verschiedene Motorisierungen zur Wahl. Das Einsteigermodell verfügte über den 1,8 l-Motor mit einer Leistung von 66 kW (1781 cm³, 90 PS). Die zweite Stufe stellte der 2,0 mit einer Leistung von 79 kW (1984 cm³, 107 PS). Etwas höher war der 2.2i mit 96 kW (2226 cm³, 131 PS) angesiedelt. Die Top-Motorisierung war mit dem 2,6 l-Motor gegeben, der eine Leistung von 102 kW (2598 cm³, 139 PS) aufwies. Ab 1995 gab es dann die Topmodelle mit einem neuen Motor. So wurde ab nun der 2.6i mit einer Leistung von 110 kW (2596 cm³, 150 PS) verbaut, der vorher nur in den Hongqi-Limousinen Verwendung gefunden hatte. Im Laufe des Jahres 1999 endete die Produktion dieses chinesischen Audi endgültig.

MotorenBearbeiten

OttoBearbeiten

Modell Hubraum (cm³) Kennbuchstabe Motortyp Leistung Drehmoment Bemerkung Bauzeit
Vierzylinder
1.8 1781 DR Vergaser 55 kW (75 PS) 140 Nm ohne Kat 08.1982–12.1987
1.8 1781 SH Vergaser 65 kW (88 PS) 146 Nm auch als quattro, Katalysator 02.1986–07.1990
1.8 1781 4B Monojetronik 66 kW (90 PS) 142 Nm Katalysator 01.1988–09.1989
1.8 1781 DS Vergaser 66 kW (90 PS) 145 Nm ohne Kat 08.1983–07.1989
1.8 1781 PH KE-Jetronic 66 kW (90 PS) 137 Nm auch als quattro, Katalysator 04.1985–12.1990
Fünfzylinder
1.9 1921 WH Vergaser 74 kW (100 PS) 150 Nm ohne Kat 08.1982–07.1984
2.0 1994 SL K-Jetronic 83 kW (113 PS) 165 Nm Katalysator 02.1986–12.1987
2.0 1994 KP K-Jetronic 85 kW (115 PS) 170 Nm ohne Kat 08.1984–12.1987
2.0 1994 RT K/KE-Jetronic 85 kW (115 PS) 172 Nm Katalysator 01.1988–12.1990
2.1 2144 KF K-Jetronic 96 kW (131 PS) 171 Nm ohne Kat 02.1982–07.1984
2.1 2144 WC K-Jetronic 100 kW (136 PS) 180 Nm ohne Kat 08.1982–07.1984
2.2 KAT 2226 KZ KE-Jetronic 85 kW (115 PS) 165 Nm Katalysator 10.1984–09.1986
2.2 E quattro 2226 PX K-Jetronic 88 kW (120 PS) 172 Nm Katalysator 09.1988–11.1990
2.2 (quattro) 2226 KU K-Jetronic 101 kW (138 PS) 188 Nm auch als quattro, ohne Kat 08.1984–12.1990
HX K-Jetronic 101 kW (138 PS) 188 Nm auch als quattro, Kat 08.1984–12.1987
2.2 E Turbo 2226 MC K-Jetronic 121 kW (165 PS) 240 Nm auch als quattro, Katalysator 08.1986–11.1990
2.3 E 2309 NF KEIII-Jetronic 100 kW (136 PS) 190 Nm auch als quattro, Katalysator 10.1986–11.1990
2.3 E 2309 AAR KEIII-Jetronic 98 kW (133 PS) 186 Nm auch als quattro, Katalysator 01.1990–11.1990

Bei der Version mit MC-Motor wird intern zwischen MC1 und MC2 unterschieden. MC1 und MC2 unterscheiden sich durch ein anderes Motorsteuergerät, andere Generatorhalter, MC1 mit einem Klopfsensor, MC2 mit zwei Klopfsensoren, Kühlerlüfter von MC2 hat mehr Blätter, MC2 hat andere Nockenwelle und Verdichtung, MC1 hat K26 Turbo, MC2 hat K24 Turbo. Der Motor AAR ist fast baugleich mit dem Motor NF, besitzt jedoch einige Modernisierungen. Er wurde auch im Nachfolger verbaut.

DieselBearbeiten

Modell Hubraum (cm³) Kennbuchstabe Leistung Drehmoment Bemerkung Bauzeit
Fünfzylinder
2.0 D 1986 CN 51 kW (69 PS) 123 Nm Saugdiesel 08.1982–07.1988
2.0 TD 1986 DE 64 kW (87 PS) 172 Nm Abgasturbolader 08.1982–07.1988
2.0 TD 1986 NC 74 kW (100 PS) 192 Nm Abgasturbolader u. Ladeluftkühlung 03.1988–11.1990
2.4 D 2370 3D 60 kW (82 PS) 164 Nm Saugdiesel 08.1989–07.1991
2.5 TDI 2461 1T 88 kW (120 PS) 265 Nm Direkteinspritzung, Abgasturbolader, Ladeluftkühlung 01.1990–11.1990

Produktionszahlen Audi 100/200 C3 Typ 44[34]Bearbeiten

1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 total
Ingolstadt Neckarsulm Ingolstadt Neckarsulm Ingolstadt Neckarsulm Ingolstadt Neckarsulm Ingolstadt Neckarsulm Ingolstadt Neckarsulm Ingolstadt Neckarsulm Ingolstadt Neckarsulm Ingolstadt Neckarsulm Ingolstadt Neckarsulm
Audi 100 Limousine 14.852 21.570 58.770 91.103 62.565 74.647 36.343 77.009 43.024 75.398 1.888 86.579 0 74.731 0 71.617 0 65.589 0 8.442
36.422 149.873 137.212 113.352 118.422 88.467 74.731 71.617 65.589 8.442 956.581
Audi 100 Avant 64 0 13.266 0 16.524 0 17.804 0 19.066 0 11.709 4.881 0 18.145 0 19.006 0 18.129 0 33
64 13.266 16.524 17.804 19.066 16.590 18.145 19.006 18.129 33 138.627
Audi 100 total 14.916 21.570 72.036 91.103 79.089 74.647 54.147 77.009 62.090 75.398 13.597 91.460 0 92.876 0 90.623 0 83.718 0 8.475
36.486 163.139 153.736 131.156 137.488 105.057 92.876 90.623 83.718 8.475 1.095.208
Audi 200 Limousine 23 0 5.283 873 4.862 16.573 3.452 12.539 43 17.386 26 9.292 0 6.403 0 5.643 0 4.780 0 260
23 6.156 21.435 15.991 17.429 9.318 6.403 5.643 4.780 260 87.438
Audi 200 Avant 0 0 4 0 43 0 1.092 0 1.071 0 393 726 0 705 0 1.053 0 1.023 0 46
0 4 43 1.092 1.071 1.119 705 1.053 1.023 46 6.156
Audi 200 total 23 0 5.287 873 4.905 16.573 4.544 12.539 1.114 17.386 419 10.018 0 7.108 0 6.696 0 5.083 0 306
23 6.160 21.478 17.083 18.500 10.437 7.108 6.696 5.803 306 93.594
Audi 100/200 total 36.509 169.299 175.214 148.239 155.988 115.494 99.984 97.319 89.521 8.781 1.188.802

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bild des Audi-Forschungsautos von 1981 bei auto-motor-und-sport.de, 12. Dezember 2010
  2. Verkaufsprogramm Inland 1991, Seite 13/14, Audi 100 Avant "Sport II", Ausgabetag 14. Mai 1990
  3. Verkaufsprospekt "Der Audi 100 Sport." 906/1630.02.00 Stand 9/89
  4. Andreas Bauditz und Michael Modrow: AUDI 100 – Alle Modelle von 1968 bis 1994, HEEL Verlag GmbH, ISBN 978-3-89880-899-6, S. 113 ff.
  5. https://blog.audi.de/audi-200-quattro-exklusiv
  6. http://www.imcdb.org/vehicle.php?id=596657&l=de
  7. Audi Produkt Information Nr. 8/89 "Mit Audi ins Modelljahr '90 – Alle Neuheiten und Angebotsverbesserungen im Überblick", 906/1250.22.00 Stand 7/89
  8. Audi duo III mit Hybridantrieb von 1997, zuletzt abgerufen am 31. März 2012 (Memento des Originals vom 16. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.emissionslos.com
  9. Presse-Information "Der neue Audi 100" vom 30. August 1982, Seite 15, Audi NSU Audi Union AG Ingolstadt
  10. Auto-Bild: Audi-Korrosionsschutz-Zentrum Ingolstadt, abgerufen am 16. Januar 2016
  11. Audi-Blog: Der INKA-Test - Altern im Auftrag der Qualität, abgerufen am 16. Januar 2016
  12. Gute Fahrt Nr. 9/1985
  13. Audi, Im Blickpunkt: Für eine wertbeständige Produktqualität - Langzeitschutz vor Korrosion, Audi P/E 6/9GPI1/1SR
  14. Presseinformation 25 Jahre Audi 100, Audi AG am 1. Dezember 1993
  15. https://www.youtube.com/watch?v=P7j8i0EJ1kA&t=185s
  16. https://www.sueddeutsche.de/auto/aerodynamik-im-automobilbau-alles-sollte-moeglichst-glatt-sein-1.1534391
  17. https://www.welt.de/motor/news/article127019819/Tradition-30-Jahre-Opel-Kadett-E.html
  18. http://www.auto.de/magazin/20-jahre-opel-calibra-der-aerodynamik-weltmeister/
  19. https://www.focus.de/auto/news/youngtimer-der-aerodynamik-weltmeister_aid_545252.html
  20. https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/arbeiten-im-windkanal-in-der-geheimkammer-der-luftikusse-13139131.html
  21. https://www.autogazette.de/daimler/windkanal/aerodynamik/daimler-weiht-neuen-aeroakustik-windkanal-ein-436787.html
  22. http://www.autokiste.de/psg/1807/12656.htm
  23. "Audi Futur" von Wolfgang Hoffmann in Gute Fahrt Nr. 12/1981
  24. "All Aluminum Porsche 928" Porsche 928 Club Niederlande
  25. "Studienprojekt Aluminium-Karosserie am Beispiel des Porsche 928" Interne Information Alusuisse, Ausgabe 2. September 1983
  26. Artikel "Porsche aus Aluminium" in Gute Fahrt Nr. 11/81, Seite 16
  27. "Internationale Technologie-Kooperation: Die Entwicklung der Spaceframe-Karosserie aus Aluminium des Audi Modells A8 " von Dr. Eric Pfaffmann am 1. August 2002, DB Cargo AG
  28. "Internationale Technologie-Kooperation: Die Entwicklung der Spaceframe-Karosserie aus Aluminium des Audi Modells A8 " von Dr. Eric Pfaffmann am 1. August 2002, DB Cargo AG
  29. "Internationale Technologie-Kooperation: Die Entwicklung der Spaceframe-Karosserie aus Aluminium des Audi Modells A8 " von Dr. Eric Pfaffmann am 1. August 2002, DB Cargo AG
  30. "Leicht wie Stahl" Siegfried Kämpfer in Technologie Review am 14. September 2011
  31. "Internationale Technologie-Kooperation: Die Entwicklung der Spaceframe-Karosserie aus Aluminium des Audi Modells A8 " von Dr. Eric Pfaffmann am 1. August 2002, DB Cargo AG
  32. "Internationale Technologie-Kooperation: Die Entwicklung der Spaceframe-Karosserie aus Aluminium des Audi Modells A8 " von Dr. Eric Pfaffmann am 1. August 2002, DB Cargo AG
  33. Bastian Preindl: AUDI V8 – Neuer Stil in der Oberklasse, Delius Klasing Verlag, ISBN 978-3-7688-3752-1, S. 40 ff.
  34. Andreas Bauditz und Michael Modrow: AUDI 100 – Alle Modelle von 1968 bis 1994, HEEL Verlag GmbH, ISBN 978-3-89880-899-6, S. 184 ff.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Audi 100 C3 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien