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FAW-Volkswagen

Automobilhersteller
FAW-Volkswagen Automotive
Rechtsform Limited Company
Gründung 6. Februar 1991
Sitz Changchun, Jilin, China VolksrepublikVolksrepublik China
Branche Fahrzeugbau
Website www.faw-vw.com

Die FAW-Volkswagen Automotive Co., Ltd. ist ein am 6. Februar 1991 begründetes Gemeinschaftsunternehmen der Unternehmen Volkswagen AG und Audi AG mit der First Automotive Works. Das Unternehmen unterhält momentan insgesamt sieben Werke. Rund 52.000 Arbeitnehmer werden derzeit in dem Unternehmen beschäftigt. Die meisten Werke des Unternehmens dienen der Herstellung von Komponenten und Motoren; in Changchun, Chengdu und Foshan werden die Fahrzeuge endmontiert. Die Fahrzeuge sind innerhalb der Fahrzeug-Identifizierungsnummer anhand einer 2 für Chengdu und an einer 3 für Changchun an der elften Stelle zu erkennen. Als Welt-Herstellercode sind die Buchstaben LFV in Verwendung.

Inhaltsverzeichnis

UnternehmensgeschichteBearbeiten

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Auf der Suche nach einem kostengünstigen Produktionsstandort innerhalb der Volksrepublik China nahm die Volkswagen AG 1988 Verhandlungen mit der First Automotive Works auf, auf denen eine Kooperation zwischen beiden Unternehmen resultierte. Nach knapp drei Jahren an Verhandlungen sind die Verträge im Februar 1991 auf Basis der Grundsatzvereinbarung von 1988 unterzeichnet worden und die Gründung der FAW-Volkswagen Automotive offiziell bekanntgegeben worden. Bereits im Dezember 1991 konnte die Arbeit mit der Montage von CKD-Bausätzen des Volkswagen Jettas beginnen. Das Werk in Changchun war zu dieser Zeit für eine maximale Jahreskapazität von 150.000 Einheiten ausgelegt.

Mit der Montage des Audi 100 begann man 1992 ebenfalls auf CKD-Basis. Die verwendeten Bausätze stammten aus der Produktion der Volkswagen AG sowie der Volkswagen of South Africa.

Im Spätjahr 1993 nahm bereits das zweite Werk am Standort Changchun die Arbeit auf. Hier findet die Fertigung von Getriebe und Motoren statt. Die hergestellten Komponenten waren insbesondere für die Versorgung des Lieferverbund innerhalb Chinas bestimmt. Darüber hinaus hatte man viele der Fahrzeugteile wegen der zeitweiligen Überproduktion als Ersatzteile auch nach Europa exportiert. Nach der Fertigstellung der Bauarbeiten am Changchun-Montagewerk während des Kalenderjahres 1994 startete man schließlich die eigenständige Produktion verschiedener Fahrzeugteile für die beiden Modelle der Marke Audi. 1996 kam letztlich der Audi 200 Lang ins Modellprogramm dazu. Sechzig Prozent der benötigten Komponenten für das neue Modell sind aus chinesischer Produktion gekommen.

Mit einer Neuordnung der Strukturen der asiatischen Vertriebsorganisationen resultierte 1997 bis 1998 eine Neugestaltung der Modellpaletten in den einzelnen Ländern des ASEAN-Wirtschaftsraumes. Schon bald sollten die veralteten Audi-Modelle dann vollständig durch den A4 und den A6 ersetzt werden. Auf der älteren Montagelinie rollte somit nur noch der Jetta vom Band, der bezüglich der Überarbeitung der Modellpalette eine Modellpflege erhielt und von nun an auf den Namen Jetta König hörte. Die neuen Modelle wurden von der chinesischen Bevölkerung gut angenommen. Nachdem die Verkaufszahlen des Jettas 2002 einbrachen, sollte die Lücke mit dem Bora wieder geschlossen werden. Seine Produktion in China begann zwei Jahre früher als geplant. Für ihn wurde extra ein neues Werk in Chengdu erbaut, das die Arbeit 2004 aufnehmen konnte. Die Montage des Bora wie auch des Jetta sind auf beide Werke verteilt worden, wobei die Produktion des Bora in Chengdu verblieb. Die Jahreskapazität des neuen Werkes lag bei 300.000 Einheiten. Inzwischen hatten die neuen Generationen des A4 und die des A6 Einzug gehalten. Ebenso ist die Produktion des Golfs angelaufen. Die Kapazitäten des Hauptwerkes sind unterdessen auf 350.000 Einheiten erweitert worden. Im Juli 2004 startete schließlich die Vorproduktion für den Caddy, dessen Serienfertigung jedoch erst 2005 aufgenommen wurde.

Eine weitere Überarbeitung der Modellpalette erfolgte 2006, nachdem eine weitere Werkserweiterung begonnen worden war. Dabei hatte man die Gesamtkapazität auf ganze 850.000 Einheiten pro Jahr aufgestockt. Audi machte mit seinem neuen A4 und dem A6L auf sich aufmerksam. Volkswagen hatte unterdessen den Bora überarbeitet und bietet diesen in einer leicht überarbeiteten Variante als Bora Classic, sowie mit einem aufgefrischteren Design als Bora an. Ebenfalls neu war der Sagitar. Ab 2007 ergänzten dann der New Bora und der Magotan das Programm. Seit 2009 gibt es speziell für den chinesischen Markt den A4L. Der A6L wurde einer Modellpflege unterzogen. Des Weiteren gibt es seither auch den Audi Q5. Eine geplante Langversion dessen hatte man jedoch bisher nicht realisiert, dafür sollten der neue Golf und der ein Jahr später aufgelegte Golf GTI die jüngere Kundschaft aus der wachsenden Mittelschicht ansprechen. Ebenso bekam der Jetta König ein neues Aussehen und ist zum heutigen Jetta Pionier aufgewertet worden. Mit dem Variant erschien zum Spätjahr die Kombivariante des Magotan auf den Markt. Für die betuchtere Kundschaft der Marke Volkswagen ist in der Volksrepublik der Magotan CC von Interesse. Die Mittelklassevariante des Magotan ist im Dezember 2011 von der zweiten Generation abgelöst worden. Der Variant trägt nun mehr den Modellnamen des Magotan voran. Die Produktion des Sagitar läuft seit Januar 2012 und soll Ende März seine Markteinführung haben. Noch dieses Jahr soll der neue A6L erhältlich sein.

In dem Werk von Foshan, welches im Spätjahr 2012 eröffnet worden war, wird seither der Audi Q3 gebaut. Im Folgejahr soll dort schließlich auch die Produktion des A3 anlaufen. Kurze Zeit später folgen Elektroautos der Marke Kaili.

ModellübersichtBearbeiten

1990er 2000er 2010er
1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3
  Kompaktklasse  
A3 Sportback3
seit 2013
Untere Mittelklasse A3 Limousine3
ab 2013
Mittelklasse  
1001
1992 bis 1999
 
A41
1998 bis 2003
 
A41
2003 bis 2006
 
A41
2006 bis 2009
 
A4L1
2009 bis 2013
 
A4L1
seit 2013
Obere Mittelklasse  
200 Lang1
1996 bis 1999
 
A61
1998 bis 2003
 
A61
2003 bis 2006
 
A6L1
2006 bis 2009
 
A6L1
2009 bis 2012
 
A6L1
seit 2012
Sport Utility Vehicle  
Q33
seit 2012
 
Q51
seit 2009
Kompaktklasse  
Golf1
2003 bis 2009
 
Golf1
2009 bis 2013
 
Golf3
ab 2013
 
China Volksrepublik   Bora HS1
Kanada   City Golf1
2006 bis 2008
 
Golf GTI1
seit 2010
 
Golf GTI3
ab 2013
Untere Mittelklasse  
Jetta1
1991 bis 1997
 
Jetta König1
1997 bis 2002
 
Jetta König1&2
2002 bis 2010
 
Jetta Pionier1&2
2010 bis 2013
 
Jetta Night1&2
seit 2013
 
Bora1&2
2002 bis 2006
 
China Volksrepublik   Bora1&2
2006 bis 2008
ASEAN   Kanada   City Jetta2
2006 bis 2009
 
China Volksrepublik   Bora1&2
ASEAN   Jetta TDI2
2008 bis 2010
 
Bora1
seit 2013
 
China Volksrepublik   Bora Classic1
ASEAN   Jetta Classic Edition1
2006 bis 2010
 
New Bora1 / Bora1
2007 bis 2010 / 2010 bis 2013
 
Sagitar1&2
2006 bis 2011
 
Sagitar1&2
seit 2012
Mittelklasse  
Magotan1
2007 bis 2011
 
Magotan1
seit 2011
 
Variant1
2010 bis 2011
Obere Mittelklasse  
Magotan CC1
seit 2010
Hochdachkombi
Kastenwagen
 
Caddy1
2005 bis 2010

UnternehmensbeteiligungBearbeiten

ProduktionsstandorteBearbeiten

Werk Region Arbeitnehmer Produkte Kapazität/Jahr Eröffnung Kennung
Changchun Jilin 22.419 Getriebe, Motoren und
Komplettfahrzeuge
550.000 1991 1
Changchun Jilin 647 Achsen und Fahrwerke 1994
Chengdu Sichuan 22.419 Komplettfahrzeuge 350.000 2004 2
Chengdu Sichuan 647 Achsen und Fahrwerke 2004
Dalian Liaoning 1.664 Getriebe 2007
Dalian Liaoning 306 Motoren 2007
Foshan Guangdong ~ 4.000 Komplettfahrzeuge 200.000 2012 3

KritikBearbeiten

Der chinesische Autobauer verwendet vertragswidrig Patente und Konstruktionsunterlagen von VW, um damit für die eigene Sparte Motoren und Getriebe zu bauen. Diese Fahrzeuge werden auch in Ländern verkauft, in denen VW als Wettbewerber auftritt.[1]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten