Woiwodschaft Großpolen

Verwaltungseinheit (Woiwodschaft) in Polen
Flagge Woiwodschaft Großpolen
Woiwodschaft
Großpolen
Karte
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Über dieses Bild
Wappen und Logo
Wappen von Großpolen
Logo von Großpolen
Basisdaten
Hauptstadt: Posen
Woiwode: Piotr Florek
Woiwodschaftsmarschall: Marek Woźniak
Größte Stadt: Posen
ISO 3166-2: PL-30
Einwohner: 3.467.016 (31. Dez. 2013)[1][2]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km²
Geographie
Fläche: 29.826 km²
– davon Land: ? km²
– davon Wasser: ? km²
Ausdehnung: Nord-Süd: bis 230 km
West-Ost: bis 220 km
Höchster Punkt: 284 m (Kobyla Góra)
Tiefster Punkt: 21 m
Landschaftl. Struktur
Wälder: 25,7 %
Gewässer: ? %
Landwirtschaft: 60,1 %
Sonstige: ? %
Verwaltungsgliederung
Kreisfreie Städte: 4
Landkreise: 31
Gemeinden: 226
Städte: 108
Karte

Die Woiwodschaft Großpolen (polnisch województwo wielkopolskie) mit der Hauptstadt Poznań (Posen) ist eine der 16 Woiwodschaften der Republik Polen. Sie ging bei der Gebietsreform 1999 aus den Woiwodschaften Posen, Kalisz, Konin, Piła und Leszno hervor. Mit fast 30.000 km² ist sie nach der Woiwodschaft Masowien die zweitgrößte Provinz des Landes und mit mehr als 3,3 Millionen Einwohnern auch eine der bevölkerungsreichsten.

Großpolen wird mit den alten piastischen Königstädten Posen und Gnesen als die Keimzelle Polens angesehen. Der wichtigste Fluss ist die Warthe. Das Gebiet der Woiwodschaft Großpolen entspricht weitgehend dem der früheren preußischen Provinz Posen. Das historische Großpolen umfasste allerdings ein weit größeres Gebiet.

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Rot ein goldgeständerter und goldbewehrter silberner Adler mit goldenem Kleestängel und goldgebundenem Schwanz.

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Die Woiwodschaft Großpolen wird in 31 Landkreise unterteilt, wobei Posen, Kalisz, Konin und Leszno kreisfrei bleiben. Den nach ihnen benannten Landkreisen gehören sie selbst nicht an.

Kreisfreie StädteBearbeiten

  1. Poznań (Posen) (535.802)
  2. Kalisz (Kalisch) (100.482)
  3. Konin (Konin/Warthe) (73.742)
  4. Leszno (Lissa) (63.774)

LandkreiseBearbeiten

  1. Chodzież (Colmar, Kolmar) (47.168)
  2. Czarnków (Czarnikau) (87.231)
  3. Gniezno (Gnesen) (145.198)
  4. Gostyń (Gostyn) (75.917)
  5. Grodzisk Wielkopolski (Grätz) (51.988)
  6. Jarocin (Jarotschin) (71.595)
  7. Kalisz (Kalisch) (83.008)
  8. Kępno (Kempen) (56.494)
  9. Koło (1941–1945 Warthbrücken) (86.925)
  10. Konin (Konin/Warthe) (130.026)
  11. Kościan (Kosten) (79.171)
  1. Krotoszyn (Krotoschin) (77.304)
  2. Leszno (Lissa) (56.799)
  3. Międzychód (Birnbaum) (36.883)
  4. Nowy Tomyśl (Neutomischel) (75.457)
  5. Oborniki (Obornik) (59.819)
  6. Ostrów Wielkopolski (Ostrowo) (161.526)
  7. Ostrzeszów (Schildberg) (55.404)
  8. Piła (Schneidemühl) (136.261)
  9. Pleszew (Pleschen) (63.121)
  10. Poznań (Posen) (394.541)
  1. Rawicz (Rawitsch) (60.344)
  2. Słupca (59.246)
  3. Szamotuły (Samter) (91.303)
  4. Środa (Schroda) (58.664)
  5. Śrem (Schrimm) (61.303)
  6. Turek (Turek) (83.998)
  7. Wągrowiec (Wongrowitz) (70.301)
  8. Wolsztyn (Wollstein) (57.350)
  9. Września (Wreschen) (77.820)
  10. Złotów (Flatow) (69.505)

(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2019)[3]

GeographieBearbeiten

Größte StädteBearbeiten

Einzige Großstädte der Woiwodschaft Großpolen sind die Provinzhauptstadt Posen und Polens älteste Stadt Kalisz.

Stadt Deutscher Name Einwohner
30. Juni 2019
  Poznań Posen 535.802
  Kalisz Kalisch 100.482
  Konin Konin 73.742
  Piła Schneidemühl 73.176
  Ostrów Wielkopolski Ostrowo 71.947
  Gniezno Gnesen 68.323
  Leszno Lissa 63.774
  Luboń Luban 31.891
  Swarzędz Schwersenz 30.343
  Września Wreschen 30.688
  Śrem Schrimm 29.566
  Krotoszyn Krotoschin 28.845
  Turek Turek 26.955
  Jarocin Jarotschin 26.155
  Wągrowiec Wongrowitz 25.675
  Kościan Kosten 23.880
  Środa Wielkopolska Schroda 23.368
  Koło Kolo 21.838
  Rawicz Rawitsch 20.225
  Gostyń Gostyn 20.235

FlüsseBearbeiten

BergeBearbeiten

Die höchste Erhebung der Woiwodschaft Großpolen ist der nordwestlich von Kepno bei Parzynów liegende Kobyla Góra (284 m).

WirtschaftBearbeiten

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Woiwodschaft 2015 einen Index von 75 (EU-27 = 100).[4] Die Arbeitslosenrate lag 2005 bei 17,2 Prozent.[5] Bis zum Dezember 2009 war sie auf 9,1 Prozent gesunken.[6] Damit hat nur die Woiwodschaft Masowien, mit 9,0 Prozent, eine niedrigere Arbeitslosenquote.

Mit einem Wert von 0,862 erreicht Großpolen Platz 4 unter den 16 Woiwodschaften Polens im Index der menschlichen Entwicklung.[7]

PartnerschaftBearbeiten

Seit dem 7. Dezember 2000 besteht eine Partnerschaft zwischen der Woiwodschaft Wielkopolska und dem deutschen Bundesland Hessen.[8] Eine weitere Partnerschaft besteht mit Niedersachsen.[9]

WeblinksBearbeiten

Wikivoyage: Großpolen – Reiseführer

FußnotenBearbeiten

  1. Główny Urząd Statystyczny, Ludność. Stan i struktura ludności oraz ruch naturalny w przekroju terytorialnym w 2013 r. Stan w dniu 31 XII stat.gov.pl (Memento des Originals vom 26. Juni 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/stat.gov.pl
  2. Ergebnis der Volkszählung 2011, Główny Urząd Statystyczny: Wyniki Narodowego Spisu Powszechnego Ludności i Mieszkań 2011. Warschau, März 2012. Online (Memento des Originals vom 16. Januar 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/stat.gov.pl (PDF)
  3. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2019. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 0,99 MiB), abgerufen am 24. Dezember 2019.
  4. Eurostat. Abgerufen am 15. April 2018.
  5. http://www.eds-destatis.de/en/downloads/sif/dn_06_01.pdf (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  6. Zentrales Statistikamt Polens (GUS), Bezrobotni oraz stopa bezrobocia wg województw, grudzień 2009, 3. Febr. 2010 (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gus.pl
  7. Sub-national HDI – Area Database – Global Data Lab. Abgerufen am 12. August 2018 (englisch).
  8. Hessens Partnerregion Wielkopolska, Hessische Staatskanzlei, abgerufen am 13. Mai 2017.
  9. Zusammenarbeit des Landes Niedersachsen mit Polen (Memento des Originals vom 3. Februar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.niedersachsen.de, niedersachsen.de, abgerufen am 13. Mai 2017.

Koordinaten: 52° 20′ N, 17° 15′ O