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Woiwodschaft Lebus

Verwaltungseinheit (Woiwodschaft) in Polen
Flagge Woiwodschaft Lebus
Woiwodschaft
Lebus
Karte
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Über dieses Bild
Wappen und Logo
Wappen von Lebus Logo von Lebus
Basisdaten
Sitz des Woiwoden: Gorzów Wielkopolski (Landsberg)
Sitz des Parlaments: Zielona Góra (Grünberg)
Woiwode: Jerzy Ostrouch[1]
Woiwodschaftsmarschall: Elżbieta Polak
Größte Stadt: Zielona Góra (Grünberg)
ISO 3166-2: PL-08
Einwohner: 1.017.376 (31. Dezember 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Arbeitslosenquote: 15,9 % (Dezember 2009)
Kfz-Kennzeichen: F
Geographie
Fläche: 13.988 km²
- davon Land: ? km²
- davon Wasser: ? km²
Ausdehnung: Nord-Süd: bis 171 km
West-Ost: bis 124 km
Höchster Punkt: 227 m
Tiefster Punkt: ? m
Landschaftl. Struktur
Wälder: 49,4 %
Gewässer: ? %
Landwirtschaft: 36,6 %
Sonstige: ? %
Verwaltungsgliederung
Kreisfreie Städte: 2
Landkreise: 12
Gemeinden: 83

Die Woiwodschaft Lebus (polnisch województwo lubuskie) ist eine der 16 Woiwodschaften, in die die Republik Polen gegliedert ist. Sie grenzt im Westen an die deutschen Länder Brandenburg und Sachsen, im Osten an Großpolen und umfasst im Wesentlichen die früher brandenburgische Neumark (Ostbrandenburg) sowie kleine Teile des nördlichen Niederschlesien, der östlichen Niederlausitz und Teile der früheren Grenzmark Posen-Westpreußen. Die Hauptstädte der Woiwodschaft sind Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) als Sitz des von der Zentralregierung eingesetzten Woiwoden, der für die Verwaltung der zentral aus Warschau zugeteilten Finanzen, für das Innenressort und Polizei zuständig ist, und Zielona Góra (Grünberg) als Sitz des Woiwodschaftsmarschalls, seiner Regierung und des Parlaments (Sejmik).

GeschichteBearbeiten

Die Namensgebung der Woiwodschaft bezieht sich auf das historische, beiderseits der Oder gelegene Land Lebus. Die Stadt Lebus befindet sich am westlichen Ufer der Oder in Deutschland, sie war seit der Inbesitznahme durch Bolesław Chrobry bis Mitte des 13. Jahrhunderts polnischer Fürsten- und Bischofssitz. Danach gehörte der größte Teil der heutigen Woiwodschaft bis 1945 zur Mark Brandenburg. Die Woiwodschaft entstand 1999 im Zuge der Verwaltungsreform aus der Vereinigung der Woiwodschaften Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe), Zielona Góra (Grünberg) sowie aus einem kleinen Teil der Woiwodschaft Leszno (Lissa).

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Rot und Grün gespalten, vorn am Spalt ein goldgekrönter, goldgeständerter und -bewehrter mit goldenem Kleestängel bedeckter silberner Adler und hinten zwei goldene sechszackige Sterne pfahlgestellt.

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Die Woiwodschaft Lebus wird in zwölf Landkreise unterteilt, wobei die Provinzhauptstädte Gorzów Wielkopolski (Gorzów Wlkp.) und Zielona Góra kreisfrei bleiben. Den nach ihnen benannten Landkreisen gehören sie selbst nicht an.

Kreisfreie StädteBearbeiten

  1.   Gorzów Wielkopolski (Landsberg a.d. Warthe) 123.995; 86 km²
  2.   Zielona Góra (Grünberg) 139.330; 58 km²

LandkreiseBearbeiten

  1.   Gorzów Wlkp. (Landsberg) 71.234; 1214 km²
  2.   Krosno Odrzańskie (Crossen a.d. Oder) 55.759; 1391 km²
  3.   Międzyrzecz (Meseritz) 58.397; 1388 km²
  4.   Nowa Sól (Neusalz a.d. Oder) 87.127; 771 km²
  1.   Słubice (Frankfurt-Dammvorstadt) 47.093; 999 km²
  2.   Strzelce-Drezdenko (Friedeberg/Driesen) 49.842; 1248 km²
  3.   Sulęcin (Zielenzig) 35.409; 1178 km²
  4.   Świebodzin (Schwiebus) 56.204; 937 km²
  1.   Wschowa (Fraustadt) 39.256; 624 km²
  2.   Zielona Góra (Grünberg) 75.314; 1569 km²
  3.   Żagań (Sagan) 80.633; 1132 km²
  4.   Żary (Sorau) 97.783; 1393 km²

(Einwohner und Fläche am 31. Dezember 2016)[3]

Landkreise Größte Kleinste
flächenmäßig Powiat Zielonogórski Powiat Wschowski
bevölkerungsmäßig Powiat Żarski Powiat Sulęciński

GeographieBearbeiten

Größte StädteBearbeiten

Die beiden Städte Zielona Góra und Gorzów sind mit rund 140.000 bzw. 120.000 Einwohnern die einzigen Großstädte von Lebus. Die dann folgenden Städte haben gerade einmal ein Drittel dieser Einwohnerzahlen.

Stadt Deutscher Name Einwohner
31. Dezember 2016
  Zielona Góra Grünberg in Schlesien 139.330
  Gorzów Wielkopolski Landsberg an der Warthe 123.995
  Nowa Sól Neusalz an der Oder 39.258
  Żary Sorau 38.048
  Żagań Sagan 26.188
  Świebodzin Schwiebus 22.010
  Międzyrzecz Meseritz 18.309
  Kostrzyn nad Odrą Küstrin 18.055
  Sulechów Züllichau 17.069
  Słubice Frankfurt-Dammvorstadt 16.800
  Gubin Guben 16.773

Siehe auch: Liste der Städte in der Woiwodschaft Lebus

NachbarwoiwodschaftenBearbeiten

Woiwodschaft Westpommern
Brandenburg
Deutschland
  Woiwodschaft Großpolen
Sachsen
Deutschland
Woiwodschaft Niederschlesien

FlüsseBearbeiten

Die Fläche der Woiwodschaft gehört vollständig zum Einzugsgebiet der Oder.

WirtschaftBearbeiten

Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Woiwodschaft 2015 einen Index von 57 (EU-28 = 100).[4] Die Arbeitslosenrate lag 2004 bei 23,2 %.[5] Bis zum Dezember 2009 war sie auf 15,9 Prozent gesunken.[6]

Mit einem Wert von 0,820 erreicht Lebus Platz 15 unter den 16 Woiwodschaften Polens im Index der menschlichen Entwicklung.[7]

VerkehrBearbeiten

SchifffahrtBearbeiten

Binnenschifffahrtswege:

  • Oder,
  • Warthe,
  • Netze,
  • Lausitzer Neiße ab Guben.

EisenbahnBearbeiten

Durch das Woiwodschaftsgebiet verlaufen die Eisenbahnstrecken BerlinWarschau, SzczecinWrocław und Szczecin–Poznań. Der ehemaligen Preußischen Ostbahn kommt nur noch regionale Bedeutung in der Relation Kostrzyn nad OdrąGorzów WielkopolskiKrzyż Wielkopolski zu.

Das Eisenbahnnetz hat eine Länge von 985 Kilometern, davon sind 329 Kilometer elektrifiziert.

StraßeBearbeiten

Die Hauptverkehrsachse der Woiwodschaft, an welche die beiden Hauptstädte angeschlossen sind, ist die Europastraße 65 (polnische Landesstraße 3), die Skandinavien mit Südosteuropa verbindet.

Mitten durch die Woiwodschaft führt die bedeutende Europastraße 30 (polnische Landesstraße 2) von Cork in der Republik Irland über Großbritannien, Niederlande und Deutschland (u. a. Berlin) nach Warschau und Osteuropa (MinskMoskau), an die keine der beiden größten Städte unmittelbar angeschlossen ist. Die Stadt Świebodzin bildet den bedeutendsten Verkehrsknotenpunkt der Region, an dem die beiden Europastraßen sich kreuzen.

Das Straßennetz hat eine Länge von rund 8.000 Kilometern.

WeblinksBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. Website der Woiwodschaft Lebus, Wojewoda Lubuski, abgerufen am 10. Dezember 2013
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  3. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  4. Eurostat. Abgerufen am 15. April 2018.
  5. http://www.eds-destatis.de/en/downloads/sif/dn_06_01.pdf (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  6. Zentrales Statistikamt Polens (GUS), Bezrobotni oraz stopa bezrobocia wg województw, grudzień 2009, 3. Febr. 2010 (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gus.pl
  7. Sub-national HDI - Area Database - Global Data Lab. Abgerufen am 12. August 2018 (englisch).

Koordinaten: 52° 12′ N, 15° 21′ O