Woiwodschaft Łódź

Verwaltungseinheit (Woiwodschaft) in Polen
Flagge Woiwodschaft Łódź
Woiwodschaft
Łódź
Karte
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Über dieses Bild
Wappen und Logo
Wappen von Łódź
Logo der Woiwodschaft
Basisdaten
Hauptstadt: Łódź
Größte Stadt: Łódź
Woiwode: Tobiasz Bocheński
Woiwodschaftsmarschall: Grzegorz Schreiber
ISO 3166-2: PL-10
Einwohner: 2.454.779 (31. Dezember 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner je km²
Arbeitslosenquote 6,1 % (Juli 2020)[2]
Kfz-Kennzeichen: E
Geographie
Fläche: 18.219 km²[3]
– davon Land: 18.097 km²
– davon Wasser: 122 km²
Ausdehnung: Nord-Süd: 173 km
West-Ost: 180 km[3]
Höchster Punkt: Góra Kamieńska, 386 m
Tiefster Punkt: bei Zabostów Duży, 82 m[3]
Landschaftl. Struktur[4]
Wälder: 21,6 %
Landwirtschaft: 66,8 %
Gewässer: 00,7 %
Sonstige: 10,9 %
Verwaltungsgliederung
Kreisfreie Städte: 003
Landkreise: 021
Gemeinden: 177
Städte: 046

Die Woiwodschaft Łódź (poln. województwo łódzkie) ist eine der 16 Woiwodschaften, die die Republik Polen gliedern. Sie umfasst das Gebiet in Zentralpolen um die namensgebende Stadt Łódź (Lodsch) und hat Anteile an den historischen Regionen Masowien und Kleinpolen. Zentrale historische Bestandteile sind allerdings die Regionen Ziemia Łęczycka und Ziemia Sieradzka.

GeschichteBearbeiten

Sie ging 1999 im Zuge der polnischen Verwaltungsreform überwiegend aus den bis dahin bestehenden Woiwodschaften Łódź, Sieradz und Piotrków hervor.

Darüber hinaus waren Teile der heutigen Woiwodschaft Łódź zuvor Bestandteil der Woiwodschaften Skierniewice, Płock und Kalisz. Einzelne Gemeinden gehörten außerdem zuvor den Woiwodschaften Częstochowa, Konin und Radom an.

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Rot mit zwei goldenen Flanken am Schildfuß ein goldgeständerter schwarzbewehrter, goldgeschnäbelter silbergezungter schwarzer Adler mit goldenem Majuskel-R; In der rechten Flanke oben ein schwarzbewehrter rotgezungter roter Löwe am Spalt gemeinsam mit einem linkssehenden goldgeständerten schwarzbewehrten silbergezungten silbernen Adler unter einer goldenen Krone; am anderen Spalt in Gold jetzt der Löwe linkssehend und der Adler unter der gemeinsamen Krone ist goldgeständert, schwarzbewehrt mit silberner Zunge und schwarz.

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Die Woiwodschaft Łódź wird in 21 Landkreise unterteilt, wobei neben der Provinzhauptstadt Łódź noch zwei weitere Städte kreisfrei bleiben. Den nach ihnen benannten Landkreisen gehören sie selbst nicht an.

Insgesamt verfügt die Woiwodschaft über 18 Stadt-, 135 Land- und 24 Stadt- und Landgemeinden.

Kreisfreie StädteBearbeiten

  1.   Łódź 679.941; 293 km²
  2.   Piotrków Trybunalski 73.090; 67 km²
  3.   Skierniewice 48.089; 34 km²

(Einwohner und Fläche am 31. Dezember 2019)[5]

LandkreiseBearbeiten

  1.   Bełchatów 112.779; 968 km²
  2.   Brzeziny 30.833; 359 km²
  3.   Kutno 96.569; 887 km²
  4.   Łask 49.918; 618 km²
  5.   Łęczyca 49.747; 773 km²
  6.   Łowicz 78.099; 988 km²
  7.   Łódź-Ost 72.179; 500 km²
  1.   Opoczno 76.106; 1.040 km²
  2.   Pabianice 119.291; 492 km²
  3.   Pajęczno 51.220; 804 km²
  4.   Piotrków 91.353; 1.429 km²
  5.   Poddębice 41.108; 881 km²
  6.   Radomsko 112.644; 1.443 km²
  7.   Rawa 48.592; 646 km²
  1.   Sieradz 117.674; 1.491 km²
  2.   Skierniewice 38.174; 754 km²
  3.   Tomaszów Mazowiecki 116.519; 1.025 km²
  4.   Wieluń 76.256; 927 km²
  5.   Wieruszów 42.105; 577 km²
  6.   Zduńska Wola 66.380; 369 km²
  7.   Zgierz 166.113; 855 km²

(Einwohner und Fläche am 31. Dezember 2019)[6]

Landkreise Größte Kleinste
flächenmäßig Powiat Sieradzki Powiat Brzeziński
bevölkerungsmäßig Powiat Zgierski Powiat Brzeziński

GeographieBearbeiten

Die Woiwodschaft Łódź ist hauptsächlich von zwei Regionen geprägt: im nördlichen Teil das Mittelpolnische Tiefland (Niziny Środkowopolskie), im südlichen Teil die Polnische Hochebene (Wyżyny Polskie). Durch den Norden der Woiwodschaft zieht sich das Warschau-Berliner Urstromtal in Ost-West-Richtung.

Mit einem Anteil von rund 22 % Waldflächen an der Gesamtfläche ist die Woiwodschaft Łódź die am wenigsten bewaldete Region in Polen. Zwei Drittel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt.

In der Stadt Piątek befindet sich der geographische Mittelpunkt der Republik Polen.

FlüsseBearbeiten

BevölkerungBearbeiten

 
Łódź
 
Piotrków Trybunalski
 
Pabianice
 
Skierniewice
 
Radomsko

Am 31. Dezember 2019 waren 2.454.779 Einwohner in der Woiwodschaft Łódź gemeldet, davon sind 1.169.635 Männer (47,65 %) und 1.285.144 Frauen (52,35 %). Über 62 Prozent der Bevölkerung lebt in Städten.[1]

Die Bevölkerungsdichte liegt mit 135 Einwohnern pro Quadratkilometer leicht über dem polnischen Landesdurchschnitt. Abgesehen vom Ballungsraum Łódź und den Landkreisen Pabianice (242 Einwohner pro km²) und Zgierz (194 Einwohner pro km²) ist außerdem der Landkreis Zduńska Wola mit 180 Einwohnern pro Quadratkilometer vergleichsweise dicht besiedelt. Am dünnsten besiedelt sind mit jeweils rund 50 Einwohnern pro Quadratkilometer die Landkreise Skierniewice und Poddębice.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Die Einwohnerzahl der Region sinkt kontinuierlich. Seit 1995 ist ein Rückgang von rund 230.000 Personen zu verzeichnen.[7]

Jahr Einwohnerzahl
1995 2.687.761
2000 2.627.824
2005 2.577.465
2010 2.534.357
2015 2.493.603
2019 2.454.779

LebenserwartungBearbeiten

Die Lebenserwartung für ein neugeborenes männliches Kind betrug 2018 72 Jahre, für ein weibliches 80,71 Jahre. Diese Werte waren die jeweils niedrigsten in ganz Polen.[8]

Größte StädteBearbeiten

Stadt Powiat
(Landkreis)
Einwohner
30. Juni 2019
  Łódź kreisfrei 682.679
  Piotrków Trybunalski kreisfrei 73.370
  Pabianice Pabianice 64.988
  Tomaszów Mazowiecki Tomaszów Mazowiecki 62.339
  Bełchatów Bełchatów 57.199
  Zgierz Zgierz 56.365
  Skierniewice kreisfrei 48.106
  Radomsko Radomsko 45.934
  Kutno Kutno 44.033
  Sieradz Sieradz 42.120
  Zduńska Wola Zduńska Wola 41.863
  Łowicz Łowicz 28.375
  Wieluń Wieluń 22.388
  Aleksandrów Łódzki Zgierz 21.717
  Opoczno Opoczno 21.220

WirtschaftBearbeiten

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Woiwodschaft 2018 einen Index von 66 (EU-27 = 100), bezogen auf den Wert pro Erwerbstätigem erreichte die Region ebenfalls einen Index von 66 (EU-27 = 100).[9]

Zu den wichtigsten Wirtschafts-Verwaltungsstandorten der Region gehören Piotrków Trybunalski, Bełchatów, Radomsko, Kutno, Zgierz, Pabianice, Skierniewice und Łowicz.[10]

Mit einem Wert von 0,860 erreicht Łódź Platz 7 unter den 16 Woiwodschaften Polens im Index der menschlichen Entwicklung.[11]

ArbeitsmarktBearbeiten

Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2009 bei 11,6 Prozent, was 128.100 Personen entsprach.[12] Im Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenquote (laut Eurostat-Definition) 4,6 %.[13]

WeblinksBearbeiten

Commons: Woiwodschaft Łódź – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bevölkerung nach Woiwodschaften am 31.12.2019 - Hauptstatistikamt GUS, abgerufen am 11. Januar 2021
  2. Arbeitslosenstatistik Juli 2020 - Regionales Arbeitsamt in Łódź, Wojewódzki Urząd Pracy w Łodzi, abgerufen am 11. Januar 2021
  3. a b c Geographie - Regionales Statistikamt in Łódź, Urząd Statystyczny w Łodzi, abgerufen am 11. Januar 2021
  4. Landflächennutzung - Regionales Statistikamt in Łódź, Urząd Statystyczny w Łodzi, abgerufen am 11. Januar 2021
  5. Bevölkerung nach Landkreisen am 31. Dezember 2019 - Hauptstatistikamt GUS, abgerufen am 11. Januar 2021
  6. Bevölkerung nach Landkreisen am 31. Dezember 2019 - Hauptstatistikamt GUS, abgerufen am 11. Januar 2021
  7. Einwohnerentwicklung 1995 bis 2019, Polska w liczbach (gemäß der Daten vom Hauptstatistikamt GUS), abgerufen am 11. Januar 2021.
  8. Bevölkerung der Woiwodschaft Łódź 2018 - Regionales Statistikamt in Łódź, Urząd Statystyczny w Łodzi, abgerufen am 11. Januar 2021
  9. GDP per capita in EU regions in 2018, Eurostat, 5. März 2020, abgerufen am 11. Januar 2021
  10. Informationen zur Region. regiony.gov.pl. Abgerufen am 16. September 2013.
  11. Sub-national HDI - Area Database - Global Data Lab. Abgerufen am 11. Januar 2021 (englisch).
  12. Zentrales Statistikamt Polens (GUS): Bezrobotni oraz stopa bezrobocia wg województw, grudzień 2009. (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) 3. Februar 2010.
  13. Arbeitslosenquote, nach NUTS-2-Regionen. Abgerufen am 5. November 2018.

Koordinaten: 51° 37′ N, 19° 25′ O