Séderon

französische Gemeinde

Séderon (okzitanisch: Sederon) ist ein Ort und eine Gemeinde mit 261 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Drôme in der südfranzösischen Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Séderon
Sederon
Wappen von Séderon
Séderon (Frankreich)
Séderon
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département (Nr.) Drôme (26)
Arrondissement Nyons
Kanton Nyons et Baronnies
Gemeindeverband Baronnies en Drôme Provençale
Koordinaten 44° 12′ N, 5° 32′ OKoordinaten: 44° 12′ N, 5° 32′ O
Höhe 751–1484 m
Fläche 20,46 km²
Einwohner 261 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 13 Einw./km²
Postleitzahl 26560
INSEE-Code

LageBearbeiten

Der Ort Séderon liegt am Flüsschen Méouge in etwa 820 m Höhe im Südosten des Départements Drôme; die Kleinstadt Nyons ist rund 54 km (Fahrtstrecke) in nordwestlicher Richtung entfernt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2013
Einwohner 614 737 594 397 286 282
Quellen: Cassini und INSEE

Der kontinuierliche Bevölkerungsrückgang im Wesentlichen auf die abgelegene Lage des Ortes und den Verlust an Arbeitsplätzen infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

WirtschaftBearbeiten

Die Einwohner des Ortes lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von der Landwirtschaft (Feldbau und Viehzucht). Auch Wein wurde angebaut; der Ort besitzt auch heute noch das Recht zur Vermarktung seiner Weintrauben über die Appellationen Comtés Rhodaniens, Coteaux des Baronnies, Mediterranée und Drôme;,[1] doch wird wegen der Höhenlage kaum noch Wein angebaut. Stattdessen finden sich in kleinerem Umfang Oliven-, Aprikosen-, Kirsch- und Apfelbäume; außerdem gibt es zahlreiche Lavendelfelder. Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben des Ortes.

GeschichteBearbeiten

 
Waschhaus (lavoir)

Séderon gehört zu den Orten der historischen Region der Baronnies, die später zur Dauphiné und zum Einflussbereich des Adelsgeschlechts Les Baux kamen, die sich in der Zeit des aufkommenden Protestantismus der reformierten Kirche anschlossen.

Am 10. August 1944 wurde der Ort wegen Aktivitäten der Résistance von der Luftwaffe bombardiert, wobei sieben Personen getötet, weitere verletzt und schwere Sachschäden angerichtet wurden.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Séderon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Séderon – Weinbau