Pénestin

französische Gemeinde

Pénestin, bretonisch Pennestin, ist eine Gemeinde im Département Morbihan in der Region Bretagne im Nordwesten Frankreichs. Sie gehört zur Communauté d’agglomération de la Presqu’île de Guérande Atlantique.

Pénestin
Pénestin (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Bretagne
Département (Nr.) Morbihan (56)
Arrondissement Vannes
Kanton Muzillac
Gemeindeverband Presqu’île de Guérande Atlantique
Koordinaten 47° 29′ N, 2° 28′ WKoordinaten: 47° 29′ N, 2° 28′ W
Höhe 0–38 m
Fläche 21,25 km²
Einwohner 2.019 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 95 Einw./km²
Postleitzahl 56760
INSEE-Code
Website https://www.mairie-penestin.com/

LageBearbeiten

Der 2019 Einwohner (Stand 1. Januar 2019) zählende Ort liegt auf einer Halbinsel zwischen den Mündungsbereichen der Flüsse Vilaine im Norden und der Loire im Süden. Auf derselben Halbinsel, bereits in der benachbarten Region Pays de la Loire, liegt das historisch bedeutsame Guérande. Die Grenze zu Pays de la Loire und zum Département Loire-Atlantique verläuft kaum drei Kilometer südöstlich.

Bewohner von größeren Städten im Landesinneren wie Nantes oder Rennes haben Ferien- und Wochenendhäuser in Pénestin. Überwiegend werden diese an Urlauber vermietet. Aufgrund der Lage an der Küste und nahen touristischen Zielen ist die Nachfrage sehr groß.

Die Gemarkung reicht vom Meeresspiegel bis auf 38 m über dem Meer.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde wurde im Jahre 1790 gegründet. Traditionell gehörte Pénestin zur Kirchengemeinde von Assérac in Pays de la Loire. Obwohl es daher, genauso wie die benachbarten Dörfer Camoël und Férel, eher mit den Gemeinden weiter südlich zu tun hatte, fielen die drei Ortschaften an das Département Morbihan.

Bevölkerungsentwicklung
1962 1968 1975 1982 1989 1999 2006
1031 1078 1192 1299 1394 1527 1777

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Der Strandabschnitt Plage de la Mine d´Or von Penestin gilt als Naturerbe und ist eine geologische Besonderheit. Verschiedene Erdeschichten, wie Glimmerschiefer, Sand, Ton sowie Kaolin wurden dort abgelagert. Diese poröse Schicht bildet eine gelbe bis ockerfarbene Klippe. Der Dolmen von Méarzenne in Pénestin scheint als Steinbruch benutzt worden zu sein. Der Ort wird in dem Buch von Jean-François Polo und Élizabeth Santagreu 100 menhirs und dolmens auf der Halbinsel Guérandaise und in der Brière erwähnt. Die Autoren sagen, dass es hier in der Vergangenheit acht Tumuli und einen großen Dolmen gab. Der etwa 2,0 × 1,4 × 0,5 m messende Menhir du Halguen steht immer noch nordwestlich des Ortes. Zur Gemeinde gehört die Île à Bacchus nahe der Pointe du Bile, mit einer Ibiskolonie.

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Morbihan. Flohic Editions, Band 2, Paris 1996, ISBN 2-84234-009-4, S. 871–872.

WeblinksBearbeiten

Commons: Pénestin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten