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Guer ist eine französische Stadt mit 6259 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Morbihan in der Region Bretagne. Der bretonische Name der Gemeinde ist Gwer-Porc´hoed.

Guer
Wappen von Guer
Guer (Frankreich)
Guer
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Vannes
Kanton Guer (Hauptort)
Gemeindeverband De l’Oust à Brocéliande Communauté
Koordinaten 47° 54′ N, 2° 7′ WKoordinaten: 47° 54′ N, 2° 7′ W
Höhe 18–155 m
Fläche 52,11 km2
Einwohner 6.259 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 120 Einw./km2
Postleitzahl 56380
INSEE-Code
Website www.ville-guer.fr

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Guer liegt 41 Kilometer südwestlich von Rennes und sieben Kilometer nördlich des Forêt de la Bourdonnaie (Wald von Bourdonnaie). Die Flüsse Aff und Oyon durchqueren das Gemeindegebiet.[1] Die Stadt liegt auf der Kreuzung der Départementsstraßen D772 und D773.

GeschichteBearbeiten

In gallo-römischer Zeit befand sich Guer auf der Kreuzung von wichtigen Römerstraßen. Eine Straße verlief von Angers (Juliomagus) nach Carhaix (Vorgium), eine von Rieux (Duretia) nach Corseul (Fanum Martis) und eine von Vannes (Dariorigum) nach Rennes (Condate).[2][3]

Guer wird im 9. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Plebs Wern. Wern oder vern ist das gallische Wort für „Erlenwald“ (frz. aulnaie).[4]

Teil des Orts ist das Dorf Coëtquidan, in dem sich seit 1945 die Militärschule Saint-Cyr befindet.[5]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Es besteht eine Städtepartnerschaft mit der italienischen Stadt Gravedona.[1]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Guer

  • Im Weiler La Ville Boscher, der zu Guer gehört, gibt es ein Galeriegrab aus prähistorischer Zeit, das ebenfalls aus Tonschiefer besteht.
  • Der Chomet de Coëplan ist ein Menhir im Wald westlich von Guer.
  • Die Kapelle Saint-Etienne stammt aus der Zeit der Karolinger und wurde mit Materialien und vielleicht auf einem Fundament aus gallo-römischer Zeit erbaut. Eines ihrer Fenster wurde 1631 vergrößert. Das Gebäude wird auf das 9. Jahrhundert datiert und ist seit 1971 als Monument historique (historisches Denkmal) klassifiziert.[6]

MuseenBearbeiten

Das Gedenkmuseum Saint-Cyr Coëtquidan (Musée du Souvenir des écoles militaires de Saint-Cyr-Coëtquidan) in der Militärschule Saint-Cyr zeigt Sammlungen, die die Geschichte der Offiziere vom Ende des Ancien Regime bis in unsere Tage dokumentieren.[7]

Das Museum für landwirtschaftliche Maschinen (Musée Agri-Auto) liegt im Stadtzentrum von Guer. Es zeigt über 500 Maschinen und Werkzeuge sowie 15 Fahrzeuge, die die Geschichte der Landwirtschaft von 1850 bis heute dokumentieren. Es ist Sonntags von Mai bis November geöffnet.[2]

WirtschaftBearbeiten

Wichtige Erwerbszweige der Guérois sind die Zucht von Rindern, Schweinen, Pferden und Nerzen.[8] Es gibt eine Cidrerie, die auch besichtigt werden kann.[9] Guer hatte einen Bahnhof an der ehemaligen Bahnstrecke Châteaubriant–Ploërmel.

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Morbihan. Flohic Editions, Band 1, Paris 1996, ISBN 2-84234-009-4, S. 399–408.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Guer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Guer auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 3. Oktober 2009.
  2. a b Pays de Guer (Memento des Originals vom 5. September 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tourismefrance.org (französisch) Abgerufen am 3. Oktober 2009.
  3. Les Voies romaines en Ille-et-Vilaine (Memento des Originals vom 13. Juni 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/voiesromaines35.e-monsite.com (französisch) Abgerufen am 3. Oktober 2009.
  4. Histoire auf ville-guer.fr (französisch) Abgerufen am 15. März 2015.
  5. Guer et les écoles militaires de St Cyr auf ville-guer.fr (französisch) Abgerufen am 15. März 2015.
  6. Guer in der Base Merimée (französisch) Abgerufen am 3. Oktober 2009.
  7. Gedenkmuseum Saint-Cyr Coëtquidan Abgerufen am 3. Oktober 2009.
  8. Guer auf manageo.fr in Französisch.
  9. Cidrerie De Guer-Coetquidan auf fr.nomao.com (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fr.nomao.com in Französisch.