Olympische Sommerspiele 1928/Leichtathletik – Hammerwurf (Männer)

Der Hammerwurf der Männer bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam wurde am 30. Juli 1928 im Olympiastadion Amsterdam ausgetragen. 16 Athleten nahmen teil.

Olympische Ringe
Olympic Stadium Amsterdam 1928 (large).jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin Hammerwurf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 16 Athleten aus 11 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Amsterdam
Wettkampfphase 30. Juli 1928
Medaillengewinner
Goldmedaille Pat O’Callaghan (Irland 1922Irischer Freistaat IRL)
Silbermedaille Ossian Skiöld (SchwedenSchweden SWE)
Bronzemedaille Edmund Black (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA)

Olympiasieger wurde der Ire Pat O’Callaghan vor dem Schweden Ossian Skiöld. Bronze ging an den US-Athleten Edmund Black.

Bestehende RekordeBearbeiten

Durchführung des WettbewerbsBearbeiten

Am 30. Juli gab es eine Qualifikationsrunde in zwei Gruppen. Für das Finale, das am gleichen Tag stattfand, qualifizierten sich die sechs besten Werfer aus den vier Gruppen. Dabei ging das Resultat der Qualifikation mit in das Endresultat ein.[2]

Anmerkung: Die qualifizierten Athleten sind hellblau unterlegt.

QualifikationBearbeiten

 
Der Finne Erik Eriksson scheiterte in der Qualifikation.

Datum: 30. Juli 1928

Die Versuchsserien der einzelnen Starter sind nicht überliefert.

Gruppe 1Bearbeiten

Platz Name Nation Weite Anmerkung
1 Edmund Black Vereinigte Staaten 48  USA 49,03 m
2 Armando Poggioli Italien 1861  Italien 46,96 m
3 Frank Conner Vereinigte Staaten 48  USA 46,75 m
4 Frederico Kleger Argentinien  Argentinien 46,61 m
5 Ricardo Bayer Chile  Chile 46,34 m
6 Henk Kamerbeek Niederlande  Niederlande 46,02 m
7 Carl Johan Lind Schweden  Schweden 44,46 m
8 Harald Stenerud Norwegen  Norwegen 41,06 m

Gruppe 2Bearbeiten

 
Olympiasieger Pat O'Callaghan (IRL)
Platz Name Nation Weite Anmerkung
1 Ossian Skiöld Schweden  Schweden 51,29 m
2 Pat O’Callaghan Irland 1922  Irischer Freistaat 47,49 m
3 Donald Gwinn Vereinigte Staaten 48  USA 47,15 m
4 Erik Eriksson Finnland  Finnland 46,22 m
5 Malcolm Nokes Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 45,37 m
6 Kenneth Caskey Vereinigte Staaten 48  USA 44,80 m
7 Camillo Zemi Italien 1861  Italien 44,47 m
8 Yoshio Okita Japan  Japan 44,41 m

EndresultatBearbeiten

Platz Name Nation Qualifikationsweite Finalweite Resultat Anmerkung
1 Pat O’Callaghan Irland 1922  Irischer Freistaat 47,49 m 51,39 m 51,39 m
2 Ossian Skiöld Schweden  Schweden 51,29 m keine Verbesserung im Finale 51,29 m
3 Edmund Black Vereinigte Staaten 48  USA 49,03 m keine Verbesserung im Finale 49,03 m
4 Armando Poggioli Italien 1861  Italien 46,96 m 48,37 m 48,37 m
5 Donald Gwinn Vereinigte Staaten 48  USA 47,15 m keine Verbesserung im Finale 47,15 m
6 Frank Conner Vereinigte Staaten 48  USA 46,75 m 46,75 m
7 Federico Kleger Argentinien  Argentinien 46,60 m nicht im Finale 46,60 m
8 Ricardo Bayer Chile  Chile 46,34 m 46,34 m

Datum: 30. Juli 1928

Erst im Juni 1927 hatte Patrick O’Callaghan zum ersten Mal in seinem Leben einen Hammerwurfwettbewerb bestritten und dabei 41,49 m erzielt. Ein Jahr später übertraf er bei seinem letzten Test vor diesen Spielen mit 50,88 m erstmals die 50-Meter-Marke. In Amsterdam führte bis zum vorletzten Durchgang der Schwede Ossian Skiöld mit 51,29 m. Mit seinem letzten Versuch verbesserte sich O’Callaghan von bisher Rang drei auf den ersten Platz und gewann mit 51,39 m die Goldmedaille. Bronze ging an Edmund Black aus den USA. Das Niveau dieses Wettbewerbs war nicht so hoch wie vorangegangenen Olympischen Spielen. Sämtliche Siegesweiten seit 1908 lagen über der Weite des Olympiasiegers von 1928.

Bislang war der Hammerwurf bei Olympischen Spielen nur von US-Amerikanern gewonnen worden. Pat O'Callaghan aus Irland beendete die US-Siegesserie, wobei anzumerken ist, dass John Flanagan (Sieger 1900, 1904 und 1908), Matt McGrath (Sieger 1912) und Pat Ryan (Sieger 1920) irischer Abstammung waren.[3]

LiteraturBearbeiten

Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 1: 1896–1936, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 2. Auflage 1970, S. 207f

WeblinksBearbeiten

VideoBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 558 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. Offizieller Bericht, S. 457–458 (engl.)
  3. SportsReference (engl.)