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Olympische Sommerspiele 1928/Leichtathletik – 800 m (Männer)

Wettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 1928

Der 800-Meter-Lauf der Männer bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam wurde vom 29. bis zum 31. Juli 1928 im Olympiastadion Amsterdam ausgetragen. 49 Athleten nahmen teil.

Olympische Ringe
Olympic Stadium Amsterdam 1928 (large).jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin 800-Meter-Lauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 49 Athleten aus 20 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Amsterdam
Wettkampfphase 29. Juli 1928 (Vorläufe)
30. Juli 1928 (Halbfinale)
31. Juli 1928 (Finale)
Medaillengewinner
Goldmedaille Douglas Lowe (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR)
Silbermedaille Erik Byléhn (SchwedenSchweden SWE)
Bronzemedaille Hermann Engelhard (Deutsches ReichDeutsches Reich DEU)

Douglas Lowe (GBR) konnte seinen Olympiasieg von Paris wiederholen. Er gewann vor dem Schweden Erik Byléhn. Bronze ging an den Deutschen Hermann Engelhard.

Bestehende RekordeBearbeiten

Durchführung des WettbewerbsBearbeiten

Die Läufer traten am 29. Juli zu acht Vorläufen an. Die jeweils drei besten Athleten qualifizierten sich für das Halbfinale, das am 30. Juli stattfand. Aus den drei Vorentscheidungen kamen wieder die jeweils drei Erstplatzierten in das Finale am 31. Juli.

Anmerkung: Die qualifizierten Athleten sind hellblau unterlegt.

VorläufeBearbeiten

 
Erik Byléhn (SWE), Gewinner der Silbermedaille
 
Bronze für Hermann Engelhard (DEU)

Datum: 29. Juli 1928

Es sind nicht alle Zeiten überliefert.

Vorlauf 1Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Alex Wilson Kanada 1921  Kanada 1:59,2 min
2 Erik Byléhn Schweden  Schweden 1:59,8 min
3 John Sittig Vereinigte Staaten 48  USA 2:00,6 min
4 Guus Zeegers Niederlande  Niederlande k. A.
5 Gérard Bertheloot Belgien  Belgien
6 Vasilios Stavrinos Zweite Hellenische Republik  Griechenland
7 Louis Schmit Luxemburg  Luxemburg

Vorlauf 2Bearbeiten

 
Otto Peltzer (DEU) schied im Halbfinale aus.
Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Otto Peltzer Deutsches Reich  Deutsches Reich 1:57,4 min
2 Brant Little Kanada 1921  Kanada 1:57,8 min
3 Wilfred Tatham Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 1:58,2 min
4 Adriaan Paulen Niederlande  Niederlande k. A.
5 William Whyte Australien  Australien
6 Albert Larsen Danemark  Dänemark

Vorlauf 3Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Jean Keller Dritte Französische Republik  Frankreich 1:59,0 min
2 Paul Martin Schweiz  Schweiz 1:59,4 min
3 Ray Watson Vereinigte Staaten 48  USA 1:59,6 min
4 Wilhelm Tarnogrocki[2] Deutsches Reich  Deutsches Reich 1:59,9 min
5 Alfonso García Mexiko 1918  Mexiko k. A.
6 Andries Hoogerwerf Niederlande  Niederlande
7 Antonios Mangos Zweite Hellenische Republik  Griechenland

Vorlauf 4Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Georges Baraton Dritte Französische Republik  Frankreich 2:03,4 min
2 Earl Fuller Vereinigte Staaten 48  USA 2:03,8 min
3 Olaf Strand Norwegen  Norwegen 2:03,8 min
4 Ettore Tavernari Italien 1861  Italien k. A.
5 Philippe Coenjaerts Belgien  Belgien
6 Harry Houghton Vereinigtes Konigreich  Großbritannien

Vorlauf 5Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Lloyd Hahn Vereinigte Staaten 48  USA 1:56,8 min
2 Hermann Engelhard Deutsches Reich  Deutsches Reich 1:57,0 min
3 Vilém Šindler Tschechoslowakei 1920  Tschechoslowakei 1:57,0 min
4 René Féger Dritte Französische Republik  Frankreich k. A.
5 Jack Walter Kanada 1921  Kanada
6 Charles Stuart Australien  Australien

Vorlauf 6Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Serafín Dengra Argentinien  Argentinien 2:01,2 min
2 Douglas Lowe Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 2:02,2 min
3 Guido Cominotto Italien 1861  Italien 2:02,4 min
4 Ömer Besim Koşalay Turkei  Türkei k. A.

Vorlauf 7Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Séra Martin Dritte Französische Republik  Frankreich 1:58,8 min
2 László Barsi Ungarn 1918  Ungarn 1:59,0 min
3 Alfred Müller Deutsches Reich  Deutsches Reich 1:59,4 min
4 Adolf Kittel Tschechoslowakei 1920  Tschechoslowakei 1:59,6 min
5 Feliks Malanowski Polen 1928  Polen 1:59,8 min
6 Gerry Coughlan Irland 1922  Irischer Freistaat k. A.
7 J. Murphy Britisch-Indien  Britisch-Indien

Vorlauf 8Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Phil Edwards Kanada 1921  Kanada 1:59,4 min
2 Ralph Starr Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 1:59,8 min
3 Norman McEachern Irland 1922  Irischer Freistaat 1:59,48min
4 Leopoldo Ledesma Argentinien  Argentinien k. A.
5 José Lucílo Iturbe Mexiko 1918  Mexiko
6 Joaquín Miquel Spanien 1875  Spanien

HalbfinaleBearbeiten

 
Er wurde im Finale Vierter: Phil Edwards (CAN)

Datum: 30. Juli 1928

Es sind nicht alle Zeiten überliefert.

Lauf 1Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Earl Fuller Vereinigte Staaten 48  USA 1:55,6 min
2 Douglas Lowe Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 1:55,8 min
3 Jean Keller Dritte Französische Republik  Frankreich 1:56,0 min
4 László Barsi Ungarn 1918  Ungarn 1:56,2 min
5 Otto Peltzer Deutsches Reich  Deutsches Reich 1:56,3 min
6 Alex Wilson Kanada 1921  Kanada 1:57,1 min
7 Vilém Šindler Tschechoslowakei 1920  Tschechoslowakei k. A.
DNF Norman McEachern Irland 1922  Irischer Freistaat

Lauf 2Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Erik Byléhn Schweden  Schweden 1:55,6 min
2 Ray Watson Vereinigte Staaten 48  USA 1:56,8 min
3 Hermann Engelhard Deutsches Reich  Deutsches Reich 1:56,8 min
4 Brant Little Kanada 1921  Kanada 1:57,6 min
5 Ralph Starr Vereinigtes Konigreich  Großbritannien k. A.
6 Guido Cominotto Italien 1861  Italien
7 Serafín Dengra Argentinien  Argentinien

Lauf 3Bearbeiten

 
Zieleinlauf im dritten Halbfinale: Hahn vor Edwards und Martin
Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Lloyd Hahn Vereinigte Staaten 48  USA 1:52,6 min
2 Phil Edwards Kanada 1921  Kanada 1:52,8 min
3 Séra Martin Dritte Französische Republik  Frankreich 1:53,0 min
4 Paul Martin Schweiz  Schweiz 1:53,3 min
5 John Sittig Vereinigte Staaten 48  USA 1:53,4 min
6 Alfred Müller Deutsches Reich  Deutsches Reich 1:53,8 min
7 Wilfred Tatham Vereinigtes Konigreich  Großbritannien k. A.
8 Olaf Strand Norwegen  Norwegen 1:59,9 min

FinaleBearbeiten

 
Olympiasieger Douglas Lowe (GBR) beim Überqueren der Ziellinie
Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Douglas Lowe Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 1:51,8 min OR
2 Erik Byléhn Schweden  Schweden 1:52,8 min
3 Hermann Engelhard Deutsches Reich  Deutsches Reich 1:53,2 min
4 Phil Edwards Kanada 1921  Kanada 1:54,0 min
5 Lloyd Hahn Vereinigte Staaten 48  USA 1:54,2 min
6 Séra Martin Dritte Französische Republik  Frankreich 1:54,6 min
7 Earl Fuller Vereinigte Staaten 48  USA 1:55,0 min
8 Jean Keller Dritte Französische Republik  Frankreich 1:57,0 min
9 Ray Watson Vereinigte Staaten 48  USA 2:03,0 min

Datum: 31. Juli 1928

Zu den Favoriten zählten Titelverteidiger Douglas Lowe, der US-Läufer Lloyd Hahn und Weltrekordhalter Séra Martin, der kurz vor den Spielen mit 1:50,6 min einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte. Der Deutsche Otto Peltzer, ebenfalls ein hochgeschätzter Mitfavorit, war schon im Halbfinale ausgeschieden – er hatte sich bei einem Handballspiel verletzt. Im Finale übernahm Lowe anfangs die Führung, doch Hahn und Phil Edwards lösten ihn dort schnell ab. Bei 400 Meter, absolviert in 55,2 Sekunden, lag Hahn an der Spitze, hinter ihm Lowe und Edwards. In der letzten Kurve zog Lowe das Tempo an und siegte mit einer Sekunde Vorsprung. Am Schluss spurteten Erik Byléhn und Hermann Engelhard vorbei an Hahn und Edwards zur Silber- bzw. Bronzemedaille.[3]

Douglas Lowe gelang der dritte britische Erfolg in der Disziplin und gleichzeitig die erste erfolgreiche Wiederholung des Olympiasiegs in dieser Disziplin.
Erik Byléhn errang die erste schwedische Medaille über 800 Meter.

LiteraturBearbeiten

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 1: 1896–1936, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 2. Auflage 1970, S. 194f

WeblinksBearbeiten

VideoBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 1: 1896–1936, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 2. Auflage 1970, S. 195
  2. Max Tarnogrocki. Sports Reference LLC., abgerufen am 9. Juli 2018 (englisch).
  3. SportsReference (engl.)