Hauptmenü öffnen

Mikaela Shiffrin

US-amerikanische Skirennläuferin
Mikaela Shiffrin Ski Alpin
Sportler des Jahres Österreich 2016 red carpet Mikaela Shiffrin 5.jpg
Voller Name Mikaela Pauline Shiffrin
Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 13. März 1995 (24 Jahre)
Geburtsort Vail, Colorado, USA
Größe 170 cm
Gewicht 67 kg
Karriere
Disziplin Slalom, Riesenslalom,
Abfahrt, Super-G, Kombination
Verein Burke Mountain Academy
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 5 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Junioren-WM 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 Sotschi 2014 Slalom
0Gold0 Pyeongchang 2018 Riesenslalom
0Silber0 Pyeongchang 2018 Alpine Kombination
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Gold0 Schladming 2013 Slalom
0Gold0 Vail/Beaver Creek 2015 Slalom
0Gold0 St. Moritz 2017 Slalom
0Silber0 St. Moritz 2017 Riesenslalom
0Gold0 Åre 2019 Super-G
0Gold0 Åre 2019 Slalom
0Bronze0 Åre 2019 Riesenslalom
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Bronze0 Crans-Montana 2011 Slalom
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 11. März 2011
 Einzel-Weltcupsiege 60
 Gesamtweltcup 1. (2016/17, 2017/18, 2018/19)
 Abfahrtsweltcup 5. (2017/18)
 Super-G-Weltcup 1. (2018/19)
 Riesenslalomweltcup 1. (2018/19)
 Slalomweltcup 1. (2012/13, 2013/14, 2014/15,
2016/17, 2017/18, 2018/19)
 Kombinationsweltcup 6. (2016/17)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 1 0 2
 Super-G 3 0 0
 Riesenslalom 10 4 6
 Slalom 40 4 5
 Kombination 1 0 0
 Parallel-Rennen 5 1 1
 Mannschaft 0 1 0
letzte Änderung: 17. März 2019

Mikaela Pauline Shiffrin (* 13. März 1995 in Vail, Colorado) ist eine US-amerikanische Skirennläuferin. Sie ist bereits eine der erfolgreichsten Läuferinnen der Geschichte, insbesondere in ihrer Paradedisziplin Slalom – in dieser ist sie die jüngste Olympiasiegerin, die erste vierfache Weltmeisterin in Folge sowie sechsmalige Siegerin der Weltcup-Disziplinenwertung und mit 40 Weltcupsiegen Rekordsiegerin. Sie gewann bisher drei olympische Medaillen (davon zwei goldene) und gewann fünf Weltmeistertitel. In den Wintern 2016/17, 2017/18 und 2018/19 entschied sie den Gesamtweltcup für sich und gewann acht Disziplinenwertungen. Außerdem ist Shiffrin eine von nur sieben Athletinnen, die Weltcupsiege in allen Disziplinen feiern konnte, und die Einzige, der das in sechs unterschiedlichen Disziplinen gelang. Mit 17 Weltcupsiegen in der Saison 2018/19 hält sie den Rekord für die meisten Saisonsiege.

KarriereBearbeiten

JuniorinBearbeiten

Shiffrin besuchte wie ihr zwei Jahre älterer Bruder Taylor, der ebenfalls Skirennläufer ist, die Burke Mountain Academy in Vermont. Erste Erfolge auf nationaler Ebene hatte sie im Whistler Cup, einem Nachwuchswettbewerb für Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren. 2008 gewann sie dort den Slalom, den Riesenslalom und die Kombination.[1] Neben weiteren Erfolgen bei Juniorenrennen in den USA gewann sie 2009 zum zweiten Mal den Slalom und 2010 zum zweiten Mal den Riesenslalom des Whistler Cup.[2] Einen Monat davor hatte sie schon außerhalb ihres Heimatlandes auf sich aufmerksam gemacht, als sie beim Trofeo Topolino in Italien, dem bedeutendsten internationalen Kinderskirennen, Slalom und Riesenslalom gewann.[3][4][5]

Als sie das Alterslimit erreicht hatte, fuhr sie im November 2010 die ersten FIS-Rennen. Noch im selben Monat kam sie auch erstmals im Nor-Am Cup zum Einsatz, wo sie schon im zweiten Rennen unter die zehn Besten fuhr. Nach insgesamt drei Top-Ten-Platzierungen in dieser Rennserie gewann die damals 15-Jährige am 14. Dezember 2010 die Super-Kombination in Panorama und zwei Tage später auch den Riesenslalom. Nach dem Jahreswechsel folgten zwei weitere Slalomsiege in Sunday River. Am Ende der Saison 2010/2011 belegte sie jeweils den dritten Platz in der Gesamt-, Riesenslalom- und Super-Kombinations-Wertung sowie den ersten Platz in der Slalomwertung. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2011 in Crans-Montana gewann sie die Bronzemedaille im Slalom. Im März 2011 bestritt sie in Špindlerův Mlýn ihre ersten beiden Weltcuprennen, einen Slalom und einen Riesenslalom, bei denen sie sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren konnte. Am Ende der Saison 2011 gewann sie die nationale Meisterschaft im Slalom. Von der Eastern Ski Writers Association wurde sie als beste Juniorin der Saison 2011 mit dem Goldenen Ski ausgezeichnet.[6]

Aufstieg an die Weltspitze (2011–2013)Bearbeiten

 
Mikaela Shiffrin in Andalo, 2012

Am 27. November 2011 fuhr Shiffrin beim Slalom in Aspen, ihrem vierten Einsatz im Weltcup, auf den achten Platz und gewann damit erstmals Weltcuppunkte. Einen Monat später erreichte sie im Alter von 16 Jahren und 9 Monaten im Slalom von Lienz den ersten Podestplatz in einem Weltcuprennen, als sie mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang hinter Marlies Schild und Tina Maze auf den dritten Rang fuhr. Bis Ende der Saison 2011/2012 gelangen Shiffrin zwei weitere Top-Ten-Ergebnisse, womit sie 17. im Slalomweltcup wurde. Beim Nor-Am Cup nahm sie in diesem Winter nur noch an drei Rennen zu Saisonbeginn teil, von denen sie eines, den zweiten Slalom in Loveland, gewann. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2012 in Roccaraso kam sie nach einem Ausfall im Slalom nur im Riesenslalom als 20. ins Ziel. Ihren US-Meistertitel im Slalom konnte sie 2012 erfolgreich verteidigen.

Nach einem weiteren dritten Platz im November 2012 gewann Shiffrin am 20. Dezember 2012 ihr erstes Weltcuprennen, den Slalom von Åre. Zwei weitere Siege folgten am 4. Januar 2013 in Zagreb und am 15. Januar in Flachau. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Schladming gewann sie die Goldmedaille im Slalom. Sie ist damit eine der jüngsten Weltmeisterinnen überhaupt; jünger waren nur die Liechtensteinerin Hanni Wenzel 1974 und die Britin Esmé MacKinnon im Jahr 1931.[7] Vor dem Weltcupfinale in Lenzerheide lag Shiffrin in der Slalomwertung sieben Punkte hinter Tina Maze. Mit dem vierten Sieg der Saison zog sie an dieser vorbei und entschied die Wertung mit 33 Punkten Vorsprung für sich.[8]

Dominanz im Slalom, Olympiasieg, zweiter WM-Titel und Verletzung (2013–2016)Bearbeiten

Shiffrin begann die Saison 2013/14 mit einem sechsten Platz im Riesenslalom von Sölden. Ihre Slalom-Siegesserie setzte sie dann am 16. November 2013 in Levi fort. Am 1. Dezember 2013 gelang ihr in Beaver Creek als Zweite die erste Podestplatzierung in einem Weltcup-Riesenslalom. Am 5. Januar 2014 folgte in Bormio ihr sechster Slalom-Weltcupsieg. Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi gewann Shiffrin als bisher jüngste Läuferin die Goldmedaille im Slalom.[9] Im Riesenslalom belegte sie Platz 5.

Zu Beginn der Saison 2014/15 feierte sie ihren ersten Sieg im Riesenslalom, als sie das Rennen in Sölden zeitgleich mit Anna Fenninger beendete. Bei der Ski-WM 2015 in Vail/Beaver Creek sicherte sie sich ihren zweiten WM-Titel im Slalom. Im Slalomweltcup gewann Shiffrin fünf der letzten sechs Rennen der Saison; damit konnte sie die Disziplinenwertung zum dritten Mal in Folge für sich entscheiden, was zuletzt Vreni Schneider 20 Jahre zuvor gelungen war. Die Schweizerin siegte von 1992 bis 1995 sogar viermal in Folge.

Am 28. November 2015 gewann Shiffrin den Slalom von Aspen mit einem Vorsprung von 3,07 Sekunden auf Veronika Velez-Zuzulová, dem größten Vorsprung in einem Weltcupslalom überhaupt. Die vorherige Rekordmarke war am 10. März 1968 aufgestellt worden, als Florence Steurer mit 3,00 Sekunden vor Annie Famose gewonnen hatte.[10] Auch den tags darauf ebenfalls in Aspen gefahrenen Slalom konnte sie als Siegerin beenden. Nach dem dominanten Saisonbeginn zog sie sich wenige Tage später beim Weltcup in Åre einen Innenbandriss und eine Knochenprellung im rechten Knie zu. Zunächst hieß es, sie würde die gesamte restliche Saison verpassen,[11] doch die Genesung verlief schneller als erwartet, sodass sie nur fünf der acht verbliebenen Slalomrennen versäumte. Bei ihrem Comeback am 15. Februar 2016 gewann sie den Slalom in Crans-Montana. Auch den folgenden in Jasná konnte sie für sich entscheiden, ebenso jenen beim Saisonfinale in St. Moritz. Somit hatte Shiffrin in der Saison 2015/16 alle fünf Weltcupslaloms für sich entschieden, zu denen sie angetreten war, und beendete den Slalomweltcup als Vierte hinter Frida Hansdotter, Veronika Velez-Zuzulová und Wendy Holdener.

Dritter Weltmeistertitel und Gesamtweltcupsieg (2016/2017)Bearbeiten

Auch die ersten vier Slalomrennen der Saison 2016/17 konnte sie gewinnen, ehe die Serie mit einem Ausfall im fünften Slalom in Zagreb endete. Es war ihr erster Ausfall in einem Weltcupslalom nach vier Jahren (am 29. Dezember 2012 hatte sie am Semmering als Vierte des ersten Laufes den zweiten Durchgang nicht beenden können).[12] Aber schon am 8. Januar 2017 ging ihre Siegesserie beim Slalom in Maribor weiter. Am Semmering stellte sie den Rekord von Lindsey Vonn und Katja Seizinger ein, in drei Tagen drei Rennen zu gewinnen.

Sie beteiligte sich ab Saisonbeginn auch mehrmals an den so genannten Speedrennen, bei denen sie aufgrund der Startnummern-Regelung mit der Nr. 31 starten durfte. Mit dieser Nummer überraschte sie am 29. Januar 2017 beim Super-G in Cortina d’Ampezzo, als sie mit Platz 4 nur um drei Hundertstelsekunden das Podest verpasste.

Bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz konzentrierte sie sich ganz auf die technischen Disziplinen. Sie gewann am 16. Februar Silber im Riesenslalom und zwei Tage danach mit zweimal Laufbestzeit und einem Vorsprung von 1,64 Sekunden (dem größten seit Ingrid Lafforgue am 13. Februar 1970 bei den Weltmeisterschaften in Gröden mit 1,71 s) die Goldmedaille im Slalom. Sie hatte damit zum dritten Mal in Folge den Weltmeistertitel im Slalom gewonnen, was vor ihr erst Christl Cranz in den Jahren 1937 bis 1939 gelungen war; außerdem war es (mit Olympia 2014) ihr vierter großer Titel hintereinander.

Nach der Weltmeisterschaft gelang ihr in Crans-Montana erstmals auch ein Sieg in einer Super-Kombination. In Squaw Valley gewann sie sowohl den Riesentorlauf als auch den Slalom, was bereits den Gewinn der Slalom-Gesamtwertung bedeutete. Beim Finale in Aspen sicherte sie sich den Weltcup-Gesamtsieg. Beim Duell um die Gesamtwertung im Riesenslalom zog sie allerdings im letzten Rennen am 19. März gegen die mit 80 Punkten Vorsprung angetretene Tessa Worley den Kürzeren.

Zweiter Sieg im Gesamtweltcup und Olympiasiegerin im Riesenslalom (2017/18)Bearbeiten

 
Mikaela Shiffrin mit der Weltcup-Kugel für die Slalom-Wertung 2018

Shiffrin verlor zwar den ersten Slalom der Saison 2017/2018 in Levi überraschend gegen Petra Vlhová, setzte danach aber erneut zu einem Siegeslauf an. In den ersten vier Rennen, die sie bestritt, stand sie immer auf dem Podest – und das in drei verschiedenen Disziplinen. In Lake Louise gewann sie zum ersten Mal eine Abfahrt, bei ihrem erst vierten Start in dieser Disziplin. Zwischen dem 1. und dem 9. Januar gewann sie fünf Rennen in Folge. In ihrer Paradedisziplin Slalom gewann sie neun von elf Rennen. Damit übertraf sie den Rekord von Janica Kostelić, die es im Winter 2000/2001 auf acht Slalomsiege gebracht hatte. Zwei von Shiffrins Siegen wurden allerdings in Parallelbewerben errungen, die es zu Zeiten Kostelics noch nicht gegeben hat. Mehr Saisonerfolge in einer Disziplin hat keine andere Skifahrerin erreicht.[13] Sie konnte dadurch den Sieg im Gesamtweltcup wiederholen, obwohl sie zur Schonung auch Speed-Rennen und Kombinationen ausließ.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gewann Shiffrin die Goldmedaille im Riesenslalom und die Silbermedaille in der Kombination, während sie in ihrer Paradedisziplin als Vierte das Podest verpasste. Nach dem Sieg im Riesenslalom ließ sie den Super-G aus.

Dritter Gesamtweltcupsieg in Folge und zwei Weltmeistertitel (2018/19)Bearbeiten

In der Saison 2018/19 setzte Shiffrin ihre Siegesserie fort. Am 2. Dezember 2018 entschied sie den Super-G von Lake Louise für sich. Sie ist damit erst die siebente Athletin mit Weltcupsiegen in allen fünf Disziplinen.[14] Und ist zudem die einzige Person in der Weltcupgeschichte, die in den aktuellen sechs Disziplinen Siege vorweisen kann, neben den fünf klassischen Disziplinen gewann sie auch Parallelrennen.[15] Bei ihrem Sieg im Slalom in Courchevel egalisierte Shiffrin mit 35 Siegen im Slalom den Rekord von Marlies Schild und wurde mit 23 Jahren und neun Monaten zur jüngsten Fahrerin, die 50 Weltcupsiege errang. In Semmering brach sie mit ihrem 36. Sieg im Slalom den Rekord von Schild und gewann als erste Frau 15 Rennen in einem Kalenderjahr, Marcel Hirscher gelang das im selben Jahr ebenfalls. Mit ihrem insgesamt 51. Weltcupsieg überholte sie in den Siegstatistiken zudem den legendären Alberto Tomba.[16] Bei ihrem Sieg im Riesenslalom am Kronplatz erreichte Shiffrin ihren 10. Saisonsieg. Sie ist damit die erste Frau, der es gelang in drei Saisons mindestens zehn Rennen zu gewinnen und das sogar in Folge. Nur Hermann Maier und Ingemar Stenmark gelang das zuvor ebenfalls, sie und Stenmark sind allerdings die Einzigen, die das in Serie erreichten. Nach Siegen im Riesenslalom und Slalom in Maribor zog sie mit 56 Erfolgen im Weltcup an Vreni Schneider vorbei und liegt an dritter Stelle der Bestenliste.

In diesem Jahr wurde sie auch zur Dominatorin im Super-G: Von den fünf Rennen, die im Dezember 2018 und Januar 2019 stattfanden, gewann sie alle drei, bei denen sie angetreten ist (nach Lake Louise auch noch die zwei in St. Moritz und Cortina d'Ampezzo); die Super-G Rennen in Gröden und Garmisch-Partenkirchen ließ sie hingegen bewusst aus.

Bei der Weltmeisterschaft 2019 in Åre gewann sie das Auftaktrennen, den Super-G. Es war ihr erster Start in einer Speed-Disziplin bei einer WM. Sie entschloss sich danach, in den Bewerben Alpine Kombination und Abfahrt nicht anzutreten, wofür manche (Ex-)Kollegen wenig Verständnis zeigten, da sie doch zumindest in der Alpinen Kombination auch zu den Favoritinnen zu zählen war. Sie rechtfertigte sich in einem ausführlichen Instagram-Statement und erklärte, sie kenne ihre Grenzen und wolle sich nicht von Überheblichkeit ihre Erwartungen und Ziele diktieren lassen.[17] In der Folge konnte sie auch den WM-Titel im Slalom verteidigen und wurde damit zur ersten Skirennläuferin, die viermal in Folge in einer Disziplin WM-Gold gewinnen konnte.

Beim City-Event in Stockholm stellte Shiffrin mit dem 14. Saisonsieg den 30 Jahre alten Rekord von Vreni Schneider ein, zudem gewann sie den Slalomweltcup zum sechsten Mal und egalisierte damit auch diese Bestmarke von Schneider.[18] Nach der Absage der Abfahrt in Rosa Chutor wurde sie vorzeitig zum dritten Mal in Serie Gesamtweltcupsiegerin, da die Zweitplatzierte Petra Vlhová bei noch sieben ausstehenden Rennen bereits 719 Punkte Rückstand hat.[19] Beim Slalom in Špindlerův Mlýn stellte sie mit ihrem 15. Saisonerfolg einen neuen Rekord auf. Beim letzten Super-G der Saison beim Weltcupfinale in Soldeu reichte ihr ein geteilter 4. Rang, um erstmals den Disziplinenweltcup in einer Speed-Disziplin zu gewinnen. Nach dem Sieg im Slalom konnte sie weitere Bestmarken aufstellen, so gelangen ihr wie Janica Kostelić in der Saison 2000/01 acht Saisonsiege in dieser Disziplin, stand wie Vreni Schneider 1988/89 und Kostelić 2005/06 in jedem Rennen auf dem Podium und stellte mit 1160 Punkten im Slalomweltcup einen neuen Bestwert auf. Beim abschließenden Riesenslalom feierte sie ihren insgesamt 60. Weltcupsieg sowie den 17. Saisonsieg, damit gewann sie auch diese Wertung. Shiffrin gewann somit vier Kristallkugeln in dieser Saison und stellte damit den Rekord von Lindsey Vonn ein. In 26 Weltcuprennen erreichte sie 2204 Punkte und holte damit 84,77 Punkte im Schnitt pro Rennen und übertraf damit die alte Bestmarke von Maze deutlich.

ErfolgeBearbeiten

Olympische WinterspieleBearbeiten

WeltmeisterschaftenBearbeiten

WeltcupwertungenBearbeiten

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom Slalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2011/12 43. 168 49. 5 17. 163
2012/13 5. 822 19. 134 1. 688
2013/14 6. 895 7. 257 1. 638
2014/15 4. 1036 3. 357 1. 679
2015/16 10. 648 39. 18 21. 94 4. 500 23. 32
2016/17 1. 1643 36. 33 24. 70 2. 600 1. 840 6. 100
2017/18 1. 1773 5. 256 28. 56 3. 481 1. 980
2018/19 1. 2204 25. 79 1. 350 1. 615 1. 1160

WeltcupsiegeBearbeiten

  • 60 Weltcupsiege in Einzelrennen (40× Slalom, 10× Riesenslalom, 5× Parallelrennen, 1× Abfahrt, 3× Super-G, 1× Kombination)
  • 83 Podestplätze in Einzelrennen (49× Slalom, 20× Riesenslalom, 7× Parallelrennen, 3× Abfahrt, 3× Super-G, 1× Kombination)
  • 1 Podestplatz bei Mannschaftswettbewerben

Slalom

Datum Ort Land
1. 20. Dezember 2012 Åre Schweden
2. 4. Januar 2013 Zagreb Kroatien
3. 15. Januar 2013 Flachau Österreich
4. 16. März 2013 Lenzerheide Schweiz
5. 16. November 2013 Levi Finnland
6. 5. Januar 2014 Bormio Italien
7. 14. Januar 2014 Flachau Österreich
8. 8. März 2014 Åre Schweden
9. 15. März 2014 Lenzerheide Schweiz
10. 29. Dezember 2014 Kühtai Österreich
11. 4. Januar 2015 Zagreb Kroatien
12. 22. Februar 2015 Maribor Slowenien
13. 14. März 2015 Åre Schweden
14. 21. März 2015 Méribel Frankreich
15. 28. November 2015 Aspen USA
16. 29. November 2015 Aspen USA
17. 15. Februar 2016 Crans-Montana Schweiz
18. 6. März 2016 Jasná Slowakei
19. 19. März 2016 St. Moritz Schweiz
20. 12. November 2016 Levi Finnland
21. 27. November 2016 Killington USA
22. 11. Dezember 2016 Sestriere Italien
23. 29. Dezember 2016 Semmering Österreich
24. 8. Januar 2017 Maribor Slowenien
25. 11. März 2017 Squaw Valley USA
26. 26. November 2017 Killington USA
27. 28. Dezember 2017 Lienz Österreich
28. 3. Januar 2018 Zagreb Kroatien
29. 7. Januar 2018 Kranjska Gora Slowenien
30. 9. Januar 2018 Flachau Österreich
31. 10. März 2018 Ofterschwang Deutschland
32. 17. März 2018 Åre Schweden
33. 17. November 2018 Levi Finnland
34. 25. November 2018 Killington USA
35. 22. Dezember 2018 Courchevel Frankreich
36. 29. Dezember 2018 Semmering Österreich
37. 5. Januar 2019 Zagreb Kroatien
38. 2. Februar 2019 Maribor Slowenien
39. 9. März 2019 Špindlerův Mlýn Tschechien
40. 16. März 2019 Soldeu Andorra

Riesenslalom

Datum Ort Land
1. 25. Oktober 2014 * Sölden Österreich
2. 27. Dezember 2016 Semmering Österreich
3. 28. Dezember 2016 Semmering Österreich
4. 10. März 2017 Squaw Valley USA
5. 19. Dezember 2017 Courchevel Frankreich
6. 6. Januar 2018 Kranjska Gora Slowenien
7. 21. Dezember 2018 Courchevel Frankreich
8. 15. Januar 2019 Kronplatz Italien
9. 1. Februar 2019 ** Maribor Slowenien
10. 17. März 2019 Soldeu Andorra

* zeitgleich mit Anna Fenninger
** zeitgleich mit Petra Vlhová

Abfahrt

Datum Ort Land
1. 2. Dezember 2017 Lake Louise Kanada

Super-G

Datum Ort Land
1. 2. Dezember 2018 Lake Louise Kanada
2. 8. Dezember 2018 St. Moritz Schweiz
3. 19. Januar 2019 Cortina d’Ampezzo Italien

Kombination

Datum Ort Land
1. 26. Februar 2017 Crans-Montana Schweiz

Parallelrennen

Datum Ort Land Art
1. 31. Januar 2017 Stockholm Schweden City Event
2. 20. Dezember 2017 Courchevel Frankreich Parallelslalom
3. 1. Januar 2018 Oslo Norwegen City Event
4. 9. Dezember 2018 St. Moritz Schweiz Parallelslalom
5. 19. Februar 2019 Stockholm Schweden City Event

Nor-Am CupBearbeiten

  • Saison 2010/11: 3. Gesamtwertung, 1. Slalomwertung, 3. Riesenslalomwertung, 3. Super-Kombinations-Wertung
  • Saison 2012/13: 6. Riesenslalomwertung
  • 9 Podestplätze, darunter 7 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
14. Dezember 2010 Panorama Kanada Super-Kombination
16. Dezember 2010 Panorama Kanada Riesenslalom
5. Januar 2011 Sunday River USA Slalom
6. Januar 2011 Sunday River USA Slalom
29. November 2011 Loveland USA Slalom
28. November 2012 Aspen USA Riesenslalom
29. November 2012 Aspen USA Riesenslalom

JuniorenweltmeisterschaftenBearbeiten

Weitere ErfolgeBearbeiten

  • 6 US-amerikanische Meistertitel (Slalom 2011, 2012, 2015 und 2016, Riesenslalom 2014 und 2016)
  • 5 Siege beim Whistler Cup
  • 2 Siege beim Trofeo Topolino

SonstigesBearbeiten

Im Oktober 2014 wurde in Avon, genau zwischen ihrem Wohnort Eagle-Vail und dem WM-Schauplatz Beaver Creek, eine Straße nach ihr benannt; auf dem "Mikaela Way" befindet sich die öffentliche Bibliothek von Avon. Im Oktober 2017 wurde sie mit dem prestigeträchtigen Skieur d’Or als herausragendste alpine Skirennläuferin der vergangenen Saison ausgezeichnet.

Im Sommer 2017 machte Shiffrin ihre Beziehung zum französischen Riesenslalom-Spezialisten Mathieu Faivre öffentlich.[20]

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gewann die tschechische Snowboarderin und Skirennläuferin Ester Ledecká auf einem alten Paar Skiern Shiffrins, das sich nunmehr in ihrem Besitz befand, überraschend Gold im Super-G.[21] Nach Aussage von Ledeckás Trainer hätten sich Shiffrins alte Skier bei Materialtests als die schnellsten erwiesen (beide Athletinnen haben mit Atomic denselben Ausrüster).[21]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mikaela Shiffrin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Shiffrin Leads U.S. Skiers at Whistler Cup. www.skiingforum.com, 8. April 2008, abgerufen am 15. Dezember 2010 (englisch)
  2. Vail Skier Mikaela Shiffrin Double Medals at 2010 Whistler Cup. www.utahskieronline.com, 13. April 2010, abgerufen am 15. Dezember 2010 (englisch)
  3. Shiffrin claims Topolino Gold in slalom. www.skiracing.com, 6. März 2010, abgerufen am 15. Dezember 2010 (englisch)
  4. Shiffrin adds second gold at Topolino. www.skiracing.com, 7. März 2010, abgerufen am 15. Dezember 2010 (englisch)
  5. Vail's Mikaela Shiffrin wins GS at Trofeo Topolino in Italy, biggest children's race. www.theskichannel.com, 7. März 2010, abgerufen am 15. Dezember 2010 (englisch)
  6. Shiffrin, Cochran-Siegle Win Golden Ski Award. US-Skiteam, 3. Mai 2011, abgerufen am 4. Mai 2011 (englisch)
  7. World Champion at 17, American Wins in Slalom. New York Times, 16. Februar 2013, abgerufen am 16. Februar 2013 (englisch).
  8. Shiffrin fuhr mit Sieg bei Finale zu Slalomkugel. skionline.ch, 16. März 2013, abgerufen am 16. März 2013.
  9. gaf: Shiffrin ist jüngste Slalom-Olympiasiegerin aller Zeiten. SRF, 21. Februar 2014, abgerufen am 11. Januar 2017.
  10. Shiffrin gewinnt Aspen-Slalom mit Rekordvorsprung. derStandard.at, 28. November 2015, abgerufen am 29. November 2015.
  11. Shiffrin doch vor Saison-Aus. sportschau.de, 17. Dezember 2015, abgerufen am 17. Dezember 2015.
  12. Slowakischer Doppelsieg in Zagreb. 3. Januar 2017, abgerufen am 18. Januar 2019.
  13. Demonstration von Shiffrin - Holdener kämpft sich erneut aufs Podest. In: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). (srf.ch [abgerufen am 17. März 2018]).
  14. Mikaela Shiffrin distanziert die Konkurrenz. Neue Zürcher Zeitung, 2. Dezember 2018, abgerufen am 2. Dezember 2018.
  15. Shiffrin krönt sich zur Ski-Königin. sport1.de, 3. Dezember 2018, abgerufen am 4. Dezember 2018.
  16. Shiffrin überholte mit 51. Weltcupsieg Alberto Tomba und Marlies Schild. 29. Dezember 2018, abgerufen am 29. Dezember 2018.
  17. Nach Kritik an Verzicht auf Kombi: Mikaela Shiffrin kontert Lindsey Vonn auf Instagram. 10. Februar 2019, abgerufen am 10. Februar 2019.
  18. City-Event in Stockholm Christina Geiger nur von Mikaela Shiffrin geschlagen. eurosport.de, 19. Dezember 2018, abgerufen am 19. Dezember 2018.
  19. Shiffrin holt zum dritten Mal in Folge den Gesamtweltcup. kleinezewitung.at, 1. März 2019, abgerufen am 2. März 2019.
  20. US-Beauty Shiffrin turtelt mit Weltmeister. Abgerufen am 26. Juni 2017.
  21. a b Max Kisanyik: Olympia 2018 - Ester Ledecká holt Gold mit Mikaela Shiffrins Ski. Eurosport, 18. Februar 2018, abgerufen am 27. Februar 2018.