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Aleksander Aamodt Kilde

norwegischer Skirennläufer
Aleksander Aamodt Kilde Ski Alpin
Aleksander Aamodt Kilde.jpg
Nation NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 21. September 1992 (27 Jahre)
Geburtsort Bærum, Norwegen
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Riesenslalom,
Slalom, Kombination
Verein Lommedalens IL
Status aktiv
Medaillenspiegel
Junioren-WM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 Québec 2013 Riesenslalom
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 28. Oktober 2012
 Einzel-Weltcupsiege 3
 Gesamtweltcup 7. (2015/16)
 Abfahrtsweltcup 4. (2018/19)
 Super-G-Weltcup 1. (2015/16)
 Riesenslalomweltcup 29. (2016/17)
 Slalomweltcup 36. (2016/17)
 Kombinationsweltcup 3. (2016/17)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 2 0 1
 Super-G 1 2 4
 Kombination 0 0 1
letzte Änderung: 17. März 2019

Aleksander Aamodt Kilde (* 21. September 1992 in Bærum) ist ein norwegischer Skirennläufer. Am stärksten ist er in Super-G und Abfahrt, er bestreitet aber auch Riesenslalom und Kombination. Sein bisher größter Erfolg ist der Gewinn der Super-G-Disziplinenwertung in der Saison 2015/16.

BiografieBearbeiten

Im Alter von 15 Jahren nahm Aamodt Kilde ab November 2007 an FIS-Rennen teil. 2009 war er Teilnehmer des Europäischen Olympischen Jugendfestivals in Szczyrk, schied aber sowohl im Slalom als auch im Riesenslalom aus. Im Februar 2010 gelang ihm der erste Sieg in einem FIS-Rennen, ab November 2010 kam er auch im Europacup zum Einsatz. Die erste Top-10-Platzierung in dieser Rennserie folgte im Januar 2012. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2012 in Roccaraso verpasste Kilde als Vierter des Super-G knapp eine Medaille. Zum Abschluss der Saison 2011/12 gewann er die norwegischen Juniorenmeistertitel im Riesenslalom und Slalom. Bei den norwegischen Meisterschaften 2012 fuhr er im Riesenslalom auf den zweiten Platz, wobei er sich nur Aksel Lund Svindal geschlagen geben musste.

Sein Debüt im Weltcup hatte Aamodt Kilde am 28. Oktober 2012 beim Riesenslalom von Sölden, er konnte sich aber nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Am 24. Januar 2013 gewann er sein erstes Europacuprennen, den Super-G von Val-d’Isère. Etwas mehr als zwei Wochen später folgten zwei weitere Siege in den beiden Super-Gs von La Thuile. Dadurch übernahm er die Führung in der Disziplinenwertung und in der Gesamtwertung. Auch bei der Juniorenweltmeisterschaft 2013 war Kilde erfolgreich und gewann Gold im Riesenslalom. Die Europacup-Saison 2012/13 beendete er als Sieger der Gesamtwertung und der Super-G-Wertung. Die ersten Weltcuppunkte holte er am 1. Dezember 2013 mit dem 18. Platz im Super-G von Lake Louise. Im weiteren Verlauf der Weltcupsaison 2013/14 kamen vier Platzierungen in den Punkterängen hinzu.

Nach einem verhaltenen Beginn der Saison 2014/15 musste Kilde im Januar 2015 aus gesundheitlichen Gründen über einen Monat lang pausieren.[1] Dennoch qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaft 2015 in Beaver Creek, wo er in der Kombination den achten Platz erreichte. Überraschend fuhr Kilde am 18. Dezember 2015 im Super-G von Gröden auf Platz drei und erzielte damit die erste Weltcup-Podestplatzierung seiner Karriere; zusammen mit Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud sorgte er für einen dreifachen norwegischen Erfolg.[2] Seinen ersten Weltcupsieg feierte Kilde am 30. Januar 2016 bei der Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen, wobei er mit Startnummer 30 den bis dahin führenden Boštjan Kline noch abfing.[3] Knapp einen Monat später gelang ihm in Hinterstoder der erste Weltcupsieg in einem Super-G (erneut vor Kline). Mit Platz zwei im abschließenden Super-G der Saison 2015/16 in St. Moritz sicherte er sich den Sieg in der Disziplinenwertung.[4]

Zu Beginn der Saison 2016/17 erzielte Kilde zwei weitere Podestplätze, konnte aber ansonsten nicht an die Leistungen des vorherigen Winters anknüpfen. Bei der Weltmeisterschaft 2017 in St. Moritz verpasste er in drei Rennen knapp eine Medaille: als Vierter im Super-G und in der Kombination sowie als Sechster in der Abfahrt. Nach Saisonende vollzog er einen Materialwechsel von Atomic zu Head.[5] Im Weltcup 2017/18 fuhr Kilde sechsmal unter die besten zehn, ein Podestplatz blieb jedoch aus. Enttäuschend verliefen die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang, wo er nicht über einen 13. Platz hinauskam. Nach einem dritten Platz im Super-G von Beaver Creek zu Beginn des Weltcups 2018/19 siegte Kilde am 15. Dezember 2018 in der Abfahrt von Gröden.[6] Im weiteren Verlauf des Winters kamen zwei dritte Plätze hinzu. Erneut kein Medaillengewinn glückte ihm bei der Weltmeisterschaft 2019 in Åre.

ErfolgeBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

WeltmeisterschaftenBearbeiten

WeltcupwertungenBearbeiten

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom Slalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2013/14 80. 59 55. 1 29. 55. 39. 3
2014/15 75. 80 48. 22 26. 58
2015/16 7. 756 12. 247 1. 415 36. 46 16. 48
2016/17 7. 668 13. 178 3. 299 29. 59 36. 40 3. 92
2017/18 15. 454 14. 157 12. 163 19. 95 15. 39
2018/19 8. 651 4. 284 5. 299 30. 50 26. 18

WeltcupsiegeBearbeiten

  • 11 Podestplätze, davon 3 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
30. Januar 2016 Garmisch-Partenkirchen Deutschland Abfahrt
27. Februar 2016 Hinterstoder Österreich Super-G
15. Dezember 2018 Gröden Italien Abfahrt

EuropacupBearbeiten

  • Saison 2012/13: 1. Gesamtwertung, 1. Super-G-Wertung, 2. Super-Kombinations-Wertung
  • Saison 2013/14: 3. Super-G-Wertung
  • 8 Podestplätze, davon 5 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
24. Januar 2013 Val-d’Isère Frankreich Super-G
8. Februar 2013 La Thuile Italien Super-G
9. Februar 2013 La Thuile Italien Super-G
13. März 2014 Soldeu Andorra Super-G
14. März 2014 Soldeu Andorra Super-G

JuniorenweltmeisterschaftenBearbeiten

Weitere ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Aleksander Aamodt Kilde tilbake på ski. Folkebladet, 14. Januar 2015, abgerufen am 4. März 2019 (norwegisch).
  2. Norwegen-Festspiele in Gröden – Svindal vor Jansrud und Kilde. Schweizer Radio und Fernsehen, 18. Dezember 2015, abgerufen am 4. März 2019.
  3. Überraschungssieger auf der Kandahar. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Januar 2016, abgerufen am 4. März 2019.
  4. Feuz räumt im Engadin ab – Kilde holt die Kugel. Berner Zeitung, 17. März 2016, abgerufen am 4. März 2019.
  5. Aleksander Aamodt Kilde wechselt zu HEAD. skionline.ch, 1. Mai 2017, archiviert vom Original am 1. Mai 2017; abgerufen am 3. Mai 2017.
  6. Abfahrt in Gröden: Franz Zweiter hinter Kilde - Gisin schwer gestürzt. Salzburger Nachrichten, 15. Dezember 2018, abgerufen am 4. März 2019.